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Hurrikane in der Morgenpost

von Stefan Rahmstorf, 07. September 2008, 21:30

In der Morgenpost erschien gestern ein Artikel von Ulli Kulke, an dem sich sehr schön einige der Mechanismen analysieren lassen, mit denen "Klimaskeptiker" in den Medien regelmäßig die Leser zu verwirren suchen. Schon der Titel ist klassisch: "Gibt es wirklich mehr Stürme?" Denn Journalisten wie Kulke wissen ja, ganz im Gegensatz zu uns Klimatologen, was "wirklich" mit dem Klima los ist. Nämlich:

Viele sagen, der Klimawandel sorge für immer mehr und stärkere Unwetter. Doch tatsächlich besagt die Statistik etwas ganz anderes.

Welche Statistik das besagt, dazu kommen wir noch. Zunächst werden von Kulke auf suggestive Weise die Einschätzungen renommierter Wissenschaftler und die Publikation von Fachartikeln in die Nähe gezielter Angstmache gerückt, etwa wenn er schreibt, dass die Tropenstürme Angst machen und der Nature-Artikel von Elsner et al. "zielsicher zum erwarteten Saisonhöhepunkt platziert" wurde. Man muss nur in das Paper schauen - die Autoren haben es am 25. Januar eingereicht, und jeder, der den Review-Prozess kennt, der weiß, dass gar nicht absehbar ist, ob der Artikel dann im Mai, September oder Dezember erscheint (oder gar nicht) - das hängt vor allem von den Fachgutachtern ab. Forscher reichen einfach dann einen Artikel bei Nature ein, wenn sie mit der Arbeit daran fertig sind.

Dagegen werden die Aussagen eines einzelnen Skeptikers unkritisch als ausgemachte Wahrheit präsentiert. Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, auch die Stimmen von Skeptikern in einem solchen Artikel zu zitieren - allerdings sollte für die Leser erkennbar sein, dass es sich eben nur um einzelne Stimmen handelt. Und deren Renommee und Position sollte nicht künstlich überhöht werden. Der erste Kronzeuge von Kulke ist Chris Landsea, den er vorstellt als "wissenschaftlichen Direktor des National Hurricane Center der USA". Seltsam - laut Organigramm des NHC (und laut US-Medien) ist Landsea einfach "Science and Operations Officer" im "Technical Support Branch" des National Hurricane Center.

Sein zweiter Kronzeuge ist "der deutsche Hurrikan-Experte Thomas Sävert". Fachpublikationen zum Thema hat Sävert allerdings keine. Soweit ich erkennen kann, handelt es sich um eine Privatperson, die eine Website zu Naturgewalten betreibt, von Erdbeben über Meteoriten bis zu Vulkanen. Auf dieser Website findet man heraus, dass Säverts Aussagen zu Hurrikanen "stark angelehnt an die amerikanische Version von Chris Landsea" sind. Und auf Landseas home page findet man eine deutsche Fahne als Link zur "German version" seiner Seite - dieser Link führt... auf die Seite von Sävert. Sävert ist offenbar einfach jemand, der die home page von Landsea ins Deutsche überträgt.

Doch Kulke präsentiert uns Landsea und Sävert wie zwei unabhängige Experten, die das Gleiche sagen. So wird aus einer Einzelstimme von Landsea gleich eine breiter geteilte Einschätzung konstruiert.

Die Kernaussage ist:

Die Hurrikan-Aktivitäten haben über diesen Zeitraum – der in etwa identisch ist mit der Periode, in der laut Weltklimarat IPCC der Mensch zum Klimasünder wurde – in keiner Hinsicht zugenommen, weder was die Anzahl noch was ihre Stärke angeht.

Das ist also die eingangs zitierte Statistik - von Kulke gefunden in einer Tabelle auf der home page von Thomas Sävert. Die Widerlegung mehrerer in Nature und Science erschienener wissenschaftlicher Studien, und Basis seiner Gewissheit, was "wirklich" mit dem Klima los ist.

Es handelt sich bei der Tabelle um einen Datensatz, der nur die Hurrikane erfasst, die auf die Küste der USA getroffen sind - ein kleiner Bruchteil der weltweiten Tropenstürme. Dass diese Zeitreihe keinen Trend aufweist, ist lange bekannt. Schon 2005 hat der amerikanische Hurrikanforscher Kerry Emanuel vom MIT darauf hingewiesen, dass diese Untermenge der Hurrikandaten schlicht zu klein ist, um einen statistisch signifikanten Trend zu erwarten - siehe seinen damaligen Beitrag, in dem er dies durchrechnet und zum Schluss kommt:

An analysis of the wind speeds at landfall of hurricanes also shows no long-term trend. This is not at all surprising, simply because there are far too few landfalling events to begin to see any trends. As mentioned above, the data of landfalling hurricanes in the U.S. is less than a tenth of a percent of the data for global hurricanes over their whole lifetimes.

Kulke wärmt damit einfach ein Jahre altes Argument auf, das in der Forschergemeinde aus guten Gründen wenig Gewicht hat, und tut so, als widerlege dies die seither in der Fachliteratur erschienenen Datenanalysen. Der IPCC-Bericht ist im letzten Jahr unter voller Berücksichtigung dieser Daten genau zum gegenteiligen Schluss wie Kulke gekommen - ein seriöser Artikel hätte diese Kleinigkeit wohl erwähnen müssen. Den Datensatz für die Gesamtzahl der Hurrikane im Atlantik haben wir ja in Hurrikane und Klima bereits gezeigt - auch in der von Landsea vorgeschlagenen Fassung.

Am Ende seines Artikels kommt wieder Kulkes Lieblingsthese:

Was das laufende Jahrzehnt angeht, ist ohnehin die Frage, inwieweit dies zu irgendeinem Beweis dienen kann. Seit 1998 ist es, auch nach Einschätzungen einiger Experten des IPCC, nicht mehr signifikant wärmer geworden.

Dies haben wir hier bereits ausgiebig diskutiert. Fängt man die Trendbestimmung nicht 1998 (also in einem besonders warmen Jahr) sondern zum Beispiel 1999 an, ging es besonders steil bergan mit den Temperaturen. Beide Trends, ob ab 1998 oder 1999, sind statistisch nicht signifikant, da der Zeitraum dafür zu kurz ist (damit ist Kulkes Satz oben übrigens wortwörtlich korrekt, aber irreführend). Zudem ist die Logik verquer. Wenn im laufenden Jahrzehnt, dem wärmsten Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, besonders viele starke Stürme auftreten, dann stützt das natürlich die These, dass die Erwärmung stärkere Stürme fördert - ganz unabhängig davon, ob es nun innerhalb dieses Jahrzehnts einfach nur konstant warm war oder die Temperaturen noch weiter gestiegen sind.

Eine kritische Diskussion von Klimastudien in den Medien ist notwendig und willkommen, und Landsea gehört zu den ernst zu nehmenden Forschern, deren Stimme man hören und deren Argumente man abwägen sollte. Wozu ein unkritisches Übernehmen der Pressemitteilungen von Klimainstituten führen kann, haben wir gerade auf RealClimate am aktuellen Beispiel Meeresspiegel diskutiert. Eine kritische Diskussion kann aber nicht darin bestehen, dass ein Journalist die Interpretation stets in eine bestimmte, ihm politisch genehme Richtung hindreht und es dabei mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt.

Bei einem derartigen Artikel hat der normale Zeitungsleser praktisch keine Chance, sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden. Er kann nicht wissen, dass Landsea gar nicht "wissenschaftlicher Direktor des NHC" ist. Er kann nicht wissen, dass Sävert wohl kaum ein "Hurrikanexperte" ist, sondern einfach jemand, der Landseas Website ins Deutsche überträgt. Und er kann nicht wissen, wie die Fachwelt und der IPCC den nur sehr begrenzt aussagekräftigen Datensatz einschätzen, der ihnen von Kulke als "der zuverlässigste" vorgestellt wird. Auf solche Grundfakten muss ein Zeitungsleser sich aber verlassen können. Nach meiner Überzeugung sind daher hier die Redaktionen in der Verantwortung, in deren Interesse es doch eigentlich liegen sollte, dass ihre Leser mit verlässlichen und wahrhaftigen Informationen versorgt werden

p.s. Der Artikel war auch in der Welt am Sonntag abgedruckt.

Links: Weitere Beispiele ähnlicher Artikel von Ulli Kulke sind hier und hier besprochen, sowie im Buch Wie bedroht sind die Ozeane?

Update 1.12.08: NOAA zum Abschluss der Saison: Atlantic Hurricane Season Sets Records



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Kommentare

  1. Bernd Kremer Kulke, Lossau und Konsorten
    08.09.2008 | 11:23

    Hallo, Herr Rahmstorf,

    Respekt, dass Sie sich immer noch zu derartiger Gelassenheit durchringen können - ich an Ihrer Stelle hätte schon längst alles hingeschmissen.

    Ich weiß auch nicht, was die "Welt" bzw. "Morgenpost" (ist ja alles eine Redaktion, und für die Wissenschaft ist in jedem Fall Norbert Lossau verantwortlich) immer wieder reitet. Erst kürzlich gab es dort eine "Topstory" (http://www.welt.de/...-Forscher-ins-Schwitzen.html), in der den kruden Ansichten des Lehrers Beck wieder einmal reichlich Raum eingeräumt wurde. Angeblich soll er die Forscher sogar "ins Schwitzen" bringen.

    Das Muster ist immer das gleiche und beispielsweise von der Bildzeitung wohlbekannt: Fakten werden so selektiert und gedreht, bis sie irgendwie in das eigene Welt-Bild passen. Wenn man genauer hinschaut, ist es aber meist eine Luftnummer, für die kein Journalist mit Ansätzen von Qualitätsdenken seinen Namen hergeben würde.

    Was Herrn Kulke betrifft: Wenn er nicht gerade über den Klimawandel schwadroniert, präsentiert er gerne auch mal die Gentechnik als Heilsbringerin schlechthin. Scheinbar ist der Mann ein echter Allround-Fachmann - womöglich kann er auch Hämorrhoiden durch Handauflegen heilen. Und falls nicht, kennt er garantiert einen "Experten", der so etwas vermag.

    Nochmal: Respekt!

    Herzlichst
    Bernd Kremer

  2. Michael Adeno kein Betreff
    08.09.2008 | 13:35

    Na ja, die messtechnische und statistische Basis sowie das Wissen über die natürliche Variabilität für die Häufigkeit von Stürmen ist doch ziemlich mager, vielleicht sollte man erstmal weiter beobachten und dann spekulieren. Das Thema ist damit eher untauglich für den politischen Eifer in der einen oder anderen Richtung. Wer damit anfängt sollte sich aber auch nicht wundern, wenn es dann emotional und unqualifiziert weiter geht.

  3. Eddy Ahnen Hurrikane und Wissenschaft
    08.09.2008 | 14:36

    Guten Tag Herr Rahmstorf,

    Herr Von Storch erklärte noch vor einigen Monaten, dass die Stürme in Europa nicht signifikant zugenommen hätten. Er rechnet aber mit einer Zunahme für die nächsten Jahrzehnte.

    Hurrikane die in den USA die Küste erreichten haben statistisch nicht zugenommen: http://www.aoml.noaa.gov/...seanaturepublished.pdf Man sieht das hier auf der zweiten Graphik.

    Die Frage ob Hurrikane und andere tropische Stürme zugenommen haben ist zumindest höchst umstritten: http://www.naturgewalten.de/hurrikan/g3.html

    Einer der Hauptautoren dieser FAQ ist Herr Chris Landsea selbst, der sich vor einigen Jahren beschwert hat, dass beim IPCC Leute über sein Fachgebiet bestimmen, die keine Spezialisten sind. Deshalb hat er den IPCC verlassen : http://sciencepolicy.colorado.edu/...a_leaves.html

    Ich versteh nicht wieso man in letzter Zeit Klimawissenschaft mit "Skeptizismus" verwechselt?

    Was soll man als Laie überhaupt noch glauben.? Ist vielleicht Michael Mann jetzt ein grösserer Spezialist als Herr Landsea?

    Kerry Emmanuel, ein anderer Hurrikanspezialist geht sogar davon aus, dass diese Stürme durch die Erwärmung nicht weiter zunehmen: http://www.chron.com/...mpl/tech/news/5693436.html

    "One of the most influential scientists behind the theory that global warming has intensified recent hurricane activity says he will reconsider his stand."

    Lieber Herr Rahmstorf, so sympathisch ich Sie auch finde, ich kann ihre Argumente in keiner Weise nachvollziehen... :-(

    Hochachtungsvoll,

    Eddy aus Luxemburg

  4. Harald kein Betreff
    08.09.2008 | 15:02

    Am Ende des Artikels von Herrn Kulke wird auch passend zur aktuell von den Medien aufgeheizten Stimmung gegen Großkonzerne in Richtung der Münchner Rück gehetzt.

    Dabei ist die Versicherungsbranche alles andere als glücklich über die sowohl in ihrer Intensität und als auch in der Häufigkeit zunehmenden Naturkatastrophen. Die Komplexität der Transformation von Extremwetterrisiken in sinnvolle Prämien einer Elementarschadenversicherung erweist sich nicht selten als unlösbare Aufgabe, die mehr einem Glücksspiel als einer seriösen aktuarischen Kalkulation entspricht.

    Die Warnungen bzgl. der Klimaerwärmung von Seiten der Versicherungsindustrie sind somit nicht allein dem Streben nach höheren Prämien geschuldet, sondern dienen vor allem auch dem Erhalt der Versicherbarkeit von Elementarrisiken.

    Letzteres wird freilich von Herrn Kulke unter den Tisch gekehrt, da es nicht in die wohlkonstruierte Pseudo-Argumentationskette hineinpasst.

  5. 08.09.2008 | 15:41

    Kulke ist
    [Bitte keine Beleidigungen. Danke.
    Die Redaktion.]
    , darauf kann man sich sicher schnell einigen. Die Frage, die sich mir stellen, sind andere:
    1) Ist Kulke eine extreme Ausnahme? Wuerde zB ein Gesundheitsexperte aehnlich viele bewusste Verdrehungen und Fehler in einem beliebigen Artikel zum Thema Gesundheitsreform finden oder ist das Thema Klima besonders mit Kulkes geschlagen?
    2) Haben die Kulkes dieser Welt einen spuerbaren und messbaren Einfluss?
    3) Ist das Abwatschen der Kulkes dieses Planeten hilfreich, um eine rationale Diskussion zu foerdern oder eine Vergeudung von Zeit? (letztere Frage habe ich fuer mich mal mit ja beantwortet, bin aber nicht sicher).
    Grusz Georg

  6. Krishna Gans Landse
    08.09.2008 | 19:35

    @Herr Ramstorf
    #Christopher Landsea, formerly a research meteorologist with Hurricane Research Division of Atlantic Oceanographic & Meteorological Laboratory at NOAA, is now the Science and Operations Officer at the National Hurricane Center. He is a member of the American Geophysical Union and the American Meteorological Society. He earned his doctoral degree in Atmospheric Science at Colorado State University. Over the years, his work has involved the general hurricane FAQ currently on the National Hurricane Center website and the Atlantic hurricane reanalysis. He has been focal on the link between global warming and hurricane intensity change.#
    http://en.wikipedia.org/wiki/Chris_Landsea

    Außerdem hat er dem IPCC den Rücken gekehrt, also Grund genug, ihn hier abtzwatschen, um in Hoffmann'schen Jargon zu bleiben.
    "Er ist" hätte gereicht, "er ist einfach" ist (mal wieder) herabwürdigend.
    Er hat zum Thema publiziert
    http://www.aoml.noaa.gov/...ndsea/landsea_bio.html
    auch da hat er sich nichts vorzuwerfen.
    Also schlecht recherchiert von Kulke, aber mehr nicht. Landsea ist vom Fach, wenn auch vielleicht nicht auf Ihrter Seite.
    Thomas Sävert ist Meteorologe und Geophysiker, wie ein paar Klicks im Internet ergeben - folglich nicht ganz ahnungslos.
    #WO HURRIKANE IN EUROPA MÖGLICH SIND
    (Thomas Sävert, Hurrikan-Experte bei Meteomedia)
    www.extremwetterkongress.de/media/Bericht_EWK2007_M_Jaeneke.pdf

    http://www.meteomedia.ch/...;no_cache=1&lang=0
    Analysen von und mit Sävert.

    Es werden in den Medien genug Horrormeldungen über den s.g. Klimawandel und seine Folgen vorgesetzt, daß der geneigte Zeitungsleser durchaus in der Lage sein sollte festzustellen, daß eben noch Fragen offen sind, die Akten nicht geschlossen sind. Sie sollten dem Zeitungleser dieses Urtilsvermögen durchaus zugestehen und nicht versuchen ihm vorzuschreiben, was er denken / nicht denken soll.
    Andernfalls muß ich dann annehemn, das es Ihnen nur um Deutungshoheit geht, weniger um die Sache.

    #Er kann nicht wissen, dass Landsea gar nicht "wissenschaftlicher Direktor des NHC" ist#
    Das muß er garnicht wissen, denn es ändert an seinen Aussagen nichts.
    [Bitte verzichte Sie auf bloße Unterstellungen. Vielen Dank.
    Die Redaktion.

  7. Rainer Hoffmann Klimafolgenforscher kein Klimatologe
    08.09.2008 | 19:46

    Rahmstorf ist KEIN Klimatologe, sondern ein Klimafolgenforscher.

    Solange er diese Differenzierung nicht präzise vornimmt, sind seine Thesen kaum ernst zu nehmen...!!

  8. Krishna Gans Trend
    08.09.2008 | 22:07

    @Herr Rahmstorf

    #Dies haben wir hier bereits ausgiebig diskutiert. Fängt man die Trendbestimmung nicht 1998 (also in einem besonders warmen Jahr) sondern zum Beispiel 1999 an, ging es besonders steil bergan mit den Temperaturen.#

    Die Nullinie, von der aus "Anomalien" berechnet liegt ja bei ca. 14°C, dem Temp. Durchschnitt der Jahre ca. 60-90 ?

    Wieso bedarf es dieses Durchscnitts ?
    Wir haben doch den s.g. natürlichen Treibhauseffekt, der uns eine Erwärmung von -18°C (ohne Athmosphäre) auf 15°C (mit Athmosphäre) beschert.
    Es sollten doch sinnvoller Weise und der Logik folgend diese 15°C als Basis von welchen Anomalien immer genommen werden.
    Wer die mittlere Temperatur 1960-1990 als Basis bestimmt macht nichts anderes als eine willkürliche Festlegung um eine bestimmte Aussage zu dokumentieren. Diverse Institute verwenden andere Jahre als BAsis mit abweichenden Anomalien.
    Das beweist in meinen Augen die ganze Scharlatanerie der s.g. "Klimawissenschaft" wie sie z.B. vom IPCC und PIK oder, oder, oder vetreten wird.

  9. Luegendetektor Aprospos
    08.09.2008 | 23:30

    Zitat:
    [Antwort: Ihre Prognose in Ehren - Sie machen sie hier anonym und werden - im Gegensatz zu uns - nicht mit Ihrer Reputation dafür gerade stehen müssen. .... Stefan Rahmstorf]
    Zitatende:

    Dann machen Sie doch mal, anhand dieser Zahlen!

    http://www.nhc.noaa.gov/pastdec.shtml
    http://www.naturgewalten.de/hurrikan/e23.html

  10. Thomas Sävert Wer ist hier Hurrikanexperte???
    08.09.2008 | 23:56

    Hallo,

    ich empfinde den Text in diesem Blog als mittlere Frechheit. Wer behauptet, dass die Zusammenarbeit mit Herrn Landsea nur in Abschreiben besteht, kennt weder mich noch meine Internetseiten und die deutsche Version der Hurrikan-FAQ wirklich. Ich beschäftige mich seit ca. 25 Jahren mit Hurrikanen und denke schon, dass ich mich als Experten auf diesem Gebiet bezeichnen kann.
    Wer übrigens Hurrikane nur von den 1980er Jahren bis heute untersucht, kann nur auf eine Zunahme kommen, da die 1980er Jahre sehr ruhig waren. Der Zeitraum ist viel zu kurz, um eine wirklich fundierte Aussage treffen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Thomas Sävert

    [Antwort: Lieber Herr Sävert, vielleicht zur Klärung: ein wissenschaftlicher Experte ist für mich jemand, der auf einem Gebiet Forschung betreibt, was in der Regel durch entsprechende Fachpublikationen dokumentiert ist. Herr Landsea ist ein solcher Experte für Hurrikane. Ich bin es nicht - ich habe zahlreiche Fachpublikationen im Bereich Klimaforschung, aber nicht zu Hurrikanen. Sie haben in den relevanten Datenbanken der Fachpublikationen keine Spuren hinterlassen (weder zu Hurrikanen noch zu anderen Themen), sodass ich Sie nicht in dem Sinne zu den wissenschaftlichen Experten gerechnet habe, wie es Herr Landsea ist. Das ist keine Kritik an Ihnen oder an Ihrer sehr interessanten Website, sondern an Herrn Kulke, der, wie ich meine, hier den Lesern seines Artikels einen falschen Eindruck vermittelt. Sollten Sie jedoch eigene Forschungsarbeiten zum Zusammenhang von Hurrikanen und Klimawandel getätigt haben, würde ich mich freuen, wenn Sie uns mehr dazu berichten können.

    Ansonsten geht es natürlich in der Sache um die Daten und nicht um Personen. Mein Punkt steht unverändert: Herr Kulke hätte die nur sehr begrenzt aussagekräftige Datenreihe der Hurrikane, die in den USA auf Land getroffen sind, nicht als definitiven Beleg dafür präsentieren dürfen, dass es insgesamt keine Zunahme gibt. Sind wir uns über diesen Punkt einig?

    Ihren letzten Punkt, dass man nicht nur die Daten ab 1980 betrachten sollte, teile ich voll und ganz - deshalb habe ich ja in meinem Artikel hier auf Klimalounge verschiedene Datenreihen ab 1870 gezeigt. Was ich dort sage deckt sich übrigens im wesentlichen mit den Aussagen des im letzten Jahr publizierten IPCC-Berichts und ist insofern nicht besonders neu oder kontrovers. Stefan Rahmstorf]

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