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<title>Vom Hai gebissen</title> 
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	<modified>2010-07-29T23:16:15+02:00</modified> 
<tagline>&lt;p&gt;Notizen aus dem Haifischbecken&lt;/p&gt;
</tagline> 
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<copyright>Copyright (c) schewe</copyright> 
  
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 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-07-29:1835</id>
 <title>Sabah-Nashorn - Population ausreichend für den Erhalt?</title> 
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 <modified>2010-07-29T23:16:15+02:00</modified> 
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 <summary type="text/plain"> 
 Das s&amp;uuml;dliche Breitmaulnashorn ist sehr faszinierend. Und das hat 
einen Grund. Als ich mich mit dem Sabah-Nashorn besch&amp;auml;ftigt habe (das 
wiederum eine Unterart des Sumatra-Nashorns ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
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Wissenschaft 
</dc:subject> 
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 &lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Das s&amp;uuml;dliche Breitmaulnashorn ist sehr faszinierend. Und das hat 
einen Grund. Als ich mich mit dem Sabah-Nashorn besch&amp;auml;ftigt habe (das 
wiederum eine Unterart des Sumatra-Nashorns ist und manchmal auch 
Borneo-Nashorn hei&amp;szlig;t...), fiel es mir ziemlich schwer an den Erhalt 
einer Population von 50 Tieren zu denken. Den Gedanken an die 
Vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erung der Population habe ich gar nicht erst aufkommen lassen. 
Und w&amp;auml;hrend ich mich nicht nur mit dem Sabah-Nashorn, sondern auch mit 
Spitzmaulnash&amp;ouml;rnern und Breitmaulnash&amp;ouml;rnern besch&amp;auml;ftigte, erregten 
letztere meine Aufmerksamkeit. &lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das Breitmaulnashorn teilt 
sich n&amp;auml;mlich auf - in eine s&amp;uuml;dliche und eine n&amp;ouml;rdliche Unterart*, die 
sich beide nur geringf&amp;uuml;gig unterscheiden in der mitochondrialen DNA und 
sich auch untereinander fortpflanzen k&amp;ouml;nnen. Auch interessant, aber 
speziell f&amp;uuml;r das Sabah-Nashorn eher weniger relevant.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ende des 19.
Jahrhunderts galt das S&amp;uuml;dliche Breitmaulnashorn als ausgestorben. 
Allerdings wurde 1895 eine kleine Population von 20 Individuen entdeckt.
Und heute ist die Population dank intensiver Schutzbem&amp;uuml;hungen immerhin 
wieder auf 14.500 Tiere angewachsen (Zahlen stammen aus 2005, stimmen 
aber mit aktuellen Werten &amp;uuml;berein). Dass es diesen Tieren gut geht, ist 
keineswegs selbstverst&amp;auml;ndlich, wenn nur ein so kleiner Genpool zur 
Verf&amp;uuml;gung steht, enth&amp;auml;lt dieser doch leider nicht nur positive Merkmale,
sondern auch negative wie Erbkrankeiten.So gesehen besteht also schon mal etwas Hoffnung, dass das Projekt zum Erhalt des kleinen Sabah-Nashorns - von dem es momentan ungef&amp;auml;hr 50 gibt - zumindest dahingehend funktionieren k&amp;ouml;nnte. Die Zeit wird es zeigen. Allerdings will ich nicht hoffen, dass ich das Projekt daf&amp;uuml;r 115 Jahre beobachten muss. Das k&amp;ouml;nnte zeitlich eng werden - sowohl f&amp;uuml;r mich als auch f&amp;uuml;r das Sabah-Nashorn.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB9967DBF46652868E9/Doc~EB0B486E24C654CFAA16A125DDDEA518F~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Auch das 2007 im 
Budapester Zoo geborene S&amp;uuml;dliche Breitmaulnashorn&lt;/a&gt; macht Hoffnung, gelang
es doch erstmals, die aus dem Nutztierbereich adaptierten Technologien 
bei einem Wildtier erfolgreich anzuwenden. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und hier m&amp;ouml;chte ich Euch noch ein sehr sch&amp;ouml;nes Video eines Sumatra-Nashorns zeigen:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
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&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
*Zum N&amp;ouml;rdlichen Breitmaulnashorn habe ich k&amp;uuml;rzlich reichlich Material erhalten, das wird eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Geschichte.
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-07-20:1816</id>
 <title>Landwirtschaft und Ethik - ein Oxymoron?</title> 
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 <modified>2010-07-20T11:50:24+02:00</modified> 
 <issued>2010-07-20T11:50:24+02:00</issued> 
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 Mal ehrlich: Landwirte haben ein Image-Problem. Entweder sie 
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 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
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</author> 
<dc:subject>
Wissenschaft 
</dc:subject> 
 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Mal ehrlich: Landwirte haben ein Image-Problem. Entweder sie 
werden als naive Sch&amp;auml;fchenstreichler bei ihren etwas verstockten 
Versuchen sich dem anderen geschlecht zu n&amp;auml;hern zur Belustigung eines 
Millionen-Publikums im Fernsehen vorgef&amp;uuml;hrt oder die Verantwortungslosen
unter ihnen schaffen es mal wieder in die Schlagzeilen und dem 
geschockten Verbraucher bleibt seine 10er-Packung Grillw&amp;uuml;rstchen f&amp;uuml;r 67 
Cent kurzzeitig im Halse stecken, sieht er doch auf einmal, was er da 
unterst&amp;uuml;tzt. Aber sp&amp;auml;testens nach dem einen oder anderen Sixpack Bier 
ist das wieder 
vergessen. Und dann wird aus allen Rohren gefeuert. Der b&amp;ouml;se Mensch und 
die armen Tiere. Landwirtschaft und Ethik: ein Oxymoron? Nat&amp;uuml;rlich 
nicht. Schwarze Schafe gibt es &amp;uuml;berall. Sehr wohl gibt 
es aber ein Wahrnehmungs-Problem, das sich dann sehr leicht 
manifestiert. Wie man sich dem ethischen Aspekt der Tierhaltung
n&amp;auml;hern kann, das m&amp;ouml;chte ich hier ein wenig anhand einer &lt;a href=&quot;http://fnl.de/uploads/media/Tierhaltung-Ethik.pdf&quot;&gt;Brosch&amp;uuml;re des 
F&amp;ouml;rdervereins nachhaltiger Landwirtschaft erl&amp;auml;utern (PDF)&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Orientierungspunkte in der Tierhaltung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Fleischleistung,
Milchleistung oder Legeleistung haben etwas gemeinsam: sie spielen zum 
einen eine gro&amp;szlig;e Rolle in der Landwirtschaft, zum anderen kann man sie 
ganz einfach messen durch Wiegen oder Z&amp;auml;hlen. Aber wie misst man Ethik? 
In den 1990er Jahren wurden in Gro&amp;szlig;britannien hierf&amp;uuml;r 5 Freiheiten 
beschrieben, denen zufolge ein Tier&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;(1)&lt;/strong&gt; weder unter 
Hunger, Durst, Fehlern&amp;auml;hrung 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;(2)&lt;/strong&gt; Schmerzen, Verletzungen 
und Krankheiten
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
noch unter 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;(3)&lt;/strong&gt; Angst und Stress
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
oder
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;(4)&lt;/strong&gt; Unbehagen
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
leiden sollte. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;(5)&lt;/strong&gt; 
Au&amp;szlig;erdem sollte es dem Tier m&amp;ouml;glich sein, seine nat&amp;uuml;rlichen 
Verhaltensweisen auszuleben. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Diskussion dar&amp;uuml;ber, was denn nun
ethisch vertretbar sei und was nicht, wird gemeinhin emotional gef&amp;uuml;hrt.
Ich nehme mich pers&amp;ouml;nlich da keineswegs aus. Das Problem ist nur, dass 
Emotionen keine Probleme l&amp;ouml;sen. Dazu braucht es einen k&amp;uuml;hlen Kopf. Und 
ein Ethisches Bewertungsmodell zur Tierhaltung, entwickelt am Institut 
Technik Theologie Naturwissenschaften (TTN) in M&amp;uuml;nchen, das sich in der 
oben verlinken PDF-Brosch&amp;uuml;re auf Seite 8 befindet. Daneben gibt es aber 
auch noch einige Fragen, die dabei helfen, einer einigerma&amp;szlig;en rationalen
ethischen Bewertung in der Tierhaltung n&amp;auml;her zu kommen. Zuerst sollte 
nat&amp;uuml;rlich festgelegt werden, was untersucht werden soll. Danach gilt es 
die rechtliche Frage zu kl&amp;auml;ren. Ist es dem Landwirt erl&amp;auml;ubt eine 
bestimmte Technik oder Haltungsmethode zu nutzen? Die dritte Frage 
bezieht sich auf die oben bereits genannten 5 Freiheiten. Inwieweit wird
das Wohlbefinden der Tiere beeinflusst? Um diese Frage beantworten zu 
k&amp;ouml;nnen, muss man nat&amp;uuml;rlich jene Bedingungen kennen, die ein Tier 
ben&amp;ouml;tigt, um sich optimal entwickeln zu k&amp;ouml;nnen. Ein Beispiel: Truth&amp;uuml;hner
reagieren sehr empfindlich auf Transporte, laute Ger&amp;auml;usche wie Blitz 
und Donner oder permanten Wechsel der sie betreuenden Menschen, was sich
dann zB. in schlechteren Mastleistungen niederschl&amp;auml;gt. Damit w&amp;auml;ren wir 
dann auch schon bei der n&amp;auml;chsten Frage unserer Checkliste nach der 
Belastungsgrenze des einzelnen Tieres. Sollte dabei massiv in eine der 5
Freiheiten eingegriffen werden, muss die Technik oder das Verfahren 
fallengelassen werden. Weiter geht es mit der Nutzen-Frage: dient eine 
Neuerung nur dem Landwirt oder auch den Tieren oder belastet sie die 
Tiere gar?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auch wenn es bis zu diesem Punkt keine Beanstandungen 
gibt, sollten m&amp;ouml;gliche Alternativen nicht vergessen werden, die 
wom&amp;ouml;glich noch besser sind. Sei es nun, dass sie effektiver sind oder 
dem Tier noch mehr Leid ersparen k&amp;ouml;nnen als die momentane L&amp;ouml;sung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Es
geht doch nur ums Geld&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Aussagen zur &amp;Ouml;konomie fand ich 
dabei sehr interessant. &amp;quot;Die wollen doch alle nur Geld verdienen&amp;quot;. Das 
ist ein oft gelesener Ausspruch, meist vorwurfsvoll gemeint, wenn mal 
wieder ein Skandal in der Tierhaltung die Runde macht. Dabei ist alles 
noch viel schlimmer. Landwirte wollen nicht nur Geld verdienen, sie &lt;em&gt;m&amp;uuml;ssen&lt;/em&gt;.
Genau wie andere im B&amp;uuml;ro sitzen, verdienen Landwirte Geld mit 
angebauten Lebensmitteln oder eben aufgezogenen Tieren bzw. deren 
Erzeugnissen. Nat&amp;uuml;rlich macht es einen Unterschied, ob man nun als 
B&amp;uuml;rohengst Kugelschreiber zerbei&amp;szlig;t und Papier transportiert oder eben 
als Landwirt mit Tieren arbeitet. Nat&amp;uuml;rlich sollte das Argument der 
&amp;Ouml;konomie nie als Verteidigung von Tierqu&amp;auml;lerei gelten. Kann sich aber 
ein Landwirt neue Maschinen oder Stall-Komponenten - die das Leben der 
Tiere verbessern w&amp;uuml;rden - ncht leisten und gleichzeitig darauf 
hinweisen, dass es seinen Tieren auch jetzt gut geht, so kann er das 
Argument durchaus nutzen.&amp;nbsp; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Und zum Schluss noch ein Dankesch&amp;ouml;n
f&amp;uuml;r das Finden der Brosch&amp;uuml;re an &lt;a href=&quot;http://bachmichels.wordpress.com/&quot;&gt;Andrea Juchem&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-07-09:1795</id>
 <title>Neue Hoffnung für Sabah-Nashorn und Co?</title> 
 <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/wissenschaft/2010-07-09/neue-hoffnung-f-r-sabah-nashorn-und-co" /> 
  
 <modified>2010-07-09T11:33:35+02:00</modified> 
 <issued>2010-07-09T11:33:35+02:00</issued> 
 <created>2010-07-09T11:33:35+02:00</created> 
 <summary type="text/plain"> 
 Schon mal ein lebendiges Mammut gestreichelt? Oder einen
Dinosaurier? Zugegeben, ich mag solch weit ausholende Szenarien nicht,
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 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
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</author> 
<dc:subject>
Wissenschaft 
</dc:subject> 
 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Schon mal ein lebendiges Mammut gestreichelt? Oder einen
Dinosaurier? Zugegeben, ich mag solch weit ausholende Szenarien nicht,
da sie meist Unsinn sind, daf&amp;uuml;r aber hervorragend die Aufmerksamkeit
f&amp;ouml;rdern ... Allerdings kann sich wohl kaum jemand solcher Assoziationen
erwehren. Aber worum geht es &amp;uuml;berhaupt? Man nehme gefrorene Zellen
eines toten Tieres, programmiere sie um zu Gameten - sprich: Spermium
und Eizelle - und nutze diese dann um ausgestorbene Tiere zur&amp;uuml;ckzuholen
oder noch bestehende gef&amp;auml;hrdete Populationen zu erhalten.&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die
Idee dazu hatten Inbar Friedrich Ben-Nun und Jeanne Loring vom Scripps
Research Institute in La Jolla, Kalifornien in Zusammenarbeit mit dem
San Diego Zoo, der die Zellen von 800 verschiedenen Tierarten zur
Verf&amp;uuml;gung stellt. Den beiden Wissenschaftlern war es gelungen, aus den
Hautzellen eines Mandrillen sogenannte iPS-Zellen herzustellen. Dabei
verwendeten sie Viren, die so programmiert waren, dass sie vier
menschliche Gene transportierten, die in der Lage waren aus
&amp;quot;erwachsenen&amp;quot; Zellen wieder embryonale Stammzellen herzustellen. Das
langfristige Ziel dieser Forschung soll dann die Herstellung der oben
erw&amp;auml;hnen Gameten sein.&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nat&amp;uuml;rlich geht es den Wissenschaftlern
weniger um die R&amp;uuml;ckkehr der Dinosaurier oder kuscheliger Mammuts.
Vielmehr steht der Erhalt gef&amp;auml;hrdeter Arten und deren genetische
Vielfalt im Vordergrund, da sich in einer kleinen Population nat&amp;uuml;rlich
auch die Inzucht erh&amp;ouml;ht und damit die Gefahr besteht, dass sich
genetische Krankheiten in der Population manifestieren. Aber auch das
Breitmaulnashorn ist ein potentieller Kandidat. Allerdings funktioniert
hier der Trick mit den menschlichen Genen nicht. Ob es mit den
Nashorn-Versionen klappt, ist noch offen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Warum erw&amp;auml;hne ich das
hier? Nun, ich hatte Anfang der Woche ein kleines Update zum
Sabah-Nashorn ver&amp;ouml;ffentlicht, das ich aber schon letzte Woche
geschrieben habe. Durch eigene Schusseligkeit hatte der Artikel bei der
Ver&amp;ouml;ffentlichung das &amp;quot;alte&amp;quot; Datum und ist daher nie auf der Hauptseite
aufgetaucht. Und in gewisser Weise w&amp;auml;re das auch eine interessante Option f&amp;uuml;r das Sabah-Nashorn, allerdings nur unter der Vorraussetzung, dass der Durchbruch nicht mehr allzu lange auf sich warten l&amp;auml;sst.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wer sich daf&amp;uuml;r interessiert, klickt also mal bitte auf &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/wissenschaft/2010-06-29/kleines-update-zum-sabah-nashorn&quot; title=&quot;Z&amp;uuml;chtungs-Technologien aus dem Nutztier-Bereich&quot;&gt;Update zum Sabah-Nashorn&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.newscientist.com/article/mg20627663.600-zoo-plans-to-bring-rare-animals-back-from-the-dead.html&quot;&gt;&lt;em&gt;Quelle f&amp;uuml;r diesen Artikel &lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-06-29:1743</id>
 <title>Kleines Update zum Sabah-Nashorn</title> 
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 <modified>2010-06-29T09:22:42+02:00</modified> 
 <issued>2010-06-29T09:22:42+02:00</issued> 
 <created>2010-06-29T09:22:42+02:00</created> 
 <summary type="text/plain"> Erinnert Ihr Euch noch an die Geschichte des Sabah-Nashorns in 
diesem Blog?  Nat&amp;uuml;rlich tut Ihr das!  Jetzt liegt die Meldung aber schon 
eine Weile zur&amp;uuml;ck und so habe ich mich ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
 <url>http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen</url> 
</author> 
<dc:subject>
Wissenschaft 
</dc:subject> 
 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;strong&gt;Erinnert Ihr Euch noch an die Geschichte des Sabah-Nashorns in 
diesem Blog? &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/wissenschaft/2009-12-10/masturbieren-f-r-den-arterhalt&quot;&gt;Nat&amp;uuml;rlich tut Ihr das!&lt;/a&gt; Jetzt liegt die Meldung aber schon 
eine Weile zur&amp;uuml;ck und so habe ich mich entschlossen, den Tierarzt Dr. 
Thomas Hildebrandt mal zu fragen, wie es denn um den Fortschritt des 
Rettungsversuchs durch Z&amp;uuml;chtungs-Technologien aus dem Nutztier-Bereich 
steht. Au&amp;szlig;erdem habe ich noch ein kleines Video entdeckt, das sehr sch&amp;ouml;n
illustriert, wie so eine Entsamung eines Nashorns abl&amp;auml;uft.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider
stehen die Chancen f&amp;uuml;r eine Rettung momentan noch eher schlecht. fehlen
daf&amp;uuml;r doch momentan noch die n&amp;ouml;tigen Ressourcen. Ben&amp;ouml;tigt werden ein 
Spezielgehege, eine 24h-Stunden-Kamera&amp;uuml;berwachung und eine Tierklinik. 
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;
Es
gibt in der Tierzucht verschiedene Zuchtmethoden, um zB. bestimmte 
Merkmale zu fixieren oder um den vorhandenen Genpool aufzufrischen. Bei 
der geplanten Rettung des Sabah-Nashorns handelt es sich um eine 
Erhaltungszucht, die - wie sollte es auch anders sein - bei gef&amp;auml;hrdeten 
oder vom Austerben bedrohten Rassen angewendet wird. Das Ziel dieser 
Zuchtmethode ist die Erhaltung des gesamten Genpools, der noch vorhanden
ist. Aufgrund der geringen Populationsgr&amp;ouml;&amp;szlig;e - es gibt nur noch rund 50 
Tiere - l&amp;auml;sst sich dabei eine gewisse Inzucht kaum vermeiden. Trotzdem 
sollte man versuchen, den Inzuchtgrad von Generation zu Generation 
m&amp;ouml;glichst gerung zu halten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Worte wie Z&amp;uuml;chtungstechnologie oder 
k&amp;uuml;nstliche Befruchtung klingen immer erstmal etwas abtrakt. Deshalb habe
ich mich auch sehr gefreut, als ich ein Video entdeckt habe, welches 
zumindest die Vorg&amp;auml;nge der Spermagewinnung sch&amp;ouml;n beschreibt.&amp;nbsp; Hier geht 
es zwar nicht um das Sabah-Nashorn, sondern um ein Breitmaul-Nashorn, 
aber der Ablauf d&amp;uuml;rfte &amp;auml;hnlich sein. Passenderweise handelt es sich bei 
den Experten um Dr. Hildebrandt und sein Team. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;350&quot; data=&quot;http://www.youtube.com/v/n9U8clRxjQc&quot; id=&quot;ltVideoYouTube&quot;&gt;
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&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Hoffen wir mal, dass es bald positive Nachrichten gibt und das kleine Nashorn nicht f&amp;uuml;r immer von dieser Erde verschwunden ist. Sollte es diese geben, werde ich nat&amp;uuml;rlich dar&amp;uuml;ber berichten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;em&gt;PS: Trotz des ernsten Themas kann ich mir eine kleine - sicherlich vollkommen pubert&amp;auml;re - Anmerkung nicht verkneifen. Schaut doch mal, welche Aufgabe der Frau in diesem Video zukommt... &lt;/em&gt;
&lt;/p&gt; 
</content> 
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 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-06-06:1668</id>
 <title>Mit der Königin intim</title> 
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 <issued>2010-06-06T03:03:06+02:00</issued> 
 <created>2010-06-06T03:03:06+02:00</created> 
 <summary type="text/plain"> 
 Jobbschreibung: die m&amp;auml;chtigste Frau im Staate umsorgen, ihren 
Harem fit halten, ihre Gesundheit gew&amp;auml;hrleisten und ihr auch in den 
intimsten Momenten immer eine helfende Hand ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
 <url>http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen</url> 
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 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Jobbschreibung: die m&amp;auml;chtigste Frau im Staate umsorgen, ihren 
Harem fit halten, ihre Gesundheit gew&amp;auml;hrleisten und ihr auch in den 
intimsten Momenten immer eine helfende Hand reichen. Klingt verlockend? 
Gut, vielleicht sollte ich noch erw&amp;auml;hnen, dass die K&amp;ouml;nigin sechs Beine 
hat...Ich habe hier im Blog ja schon &amp;ouml;fter &amp;uuml;ber tierz&amp;uuml;chterische Themen 
berichtet. Wer sich daf&amp;uuml;r interessiert, aber statt den Genitalien eines 
Hengstes oder jenen eines Bullen lieber filigranere Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enordnungen 
bevorzugt, der sollte sich mal die Bienenzucht anschauen.&lt;/strong&gt; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auch
hier ist es schon g&amp;auml;ngige Praxis, bestimmte Eigenschaften der Tiere 
durch menschliches Selektieren zu f&amp;ouml;rdern. Genauso wie es bei den 
anderen Nutztieren wie Rindern oder Schweinen gewisse Zuchtziele gibt, 
die sich nach der jeweiligen Nutzung richten - Rind: Fleisch und Milch, 
Schwein: Fleisch - existieren auch f&amp;uuml;r Bienen sogenannte Parameter in 
der Zuchtwertsch&amp;auml;tzung, die bei der Z&amp;uuml;chtung der n&amp;auml;chsten Generation 
besondere Schwerpunkte bilden. Bei der Biene sind das: Winterfestigkeit,
gute Volksst&amp;auml;rke, schwacher Schwarmtrieb, Sanftmut, Widerstandskraft 
gegen Krankheiten und - nat&amp;uuml;rlich - eine gute Honigleistung. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nat&amp;uuml;rlich
lassen sich diese Parameter viel schneller und gezielter durch eine 
k&amp;uuml;nstliche Befruchtung f&amp;ouml;rdern. Auf nat&amp;uuml;rlichem Wege kommen die 
K&amp;ouml;niginnen nach vier bis f&amp;uuml;nf Tagen in die Brunst (Ich w&amp;uuml;rde mal gerne 
wissen, wie man das bei einer Biene feststellt. &amp;quot;G&amp;auml;ngige&amp;quot; Symtome bei 
Rindern, Pferden und Schweinen sind Unruhe, vaginaler Ausfluss und 
Duldung bei Bespringen. Uns wurde mal in einem Video gezeigt, wie 
ein Landwirt genau das bei einer Sau getestet hat...). Aber zur&amp;uuml;ck zur br&amp;uuml;nstigen 
Biene, die sich dann in ca. 10 Metern H&amp;ouml;he mit den Drohnen paart. Zeit 
f&amp;uuml;r eine Zigarette danach haben die gl&amp;uuml;cklichen Drohnen allerdings 
nicht. Sie sterben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Im Labor werden f&amp;uuml;r die Befruchtung 7 bis 12 
Drohnen ben&amp;ouml;tigt, wobei das Ejakulat-Volumen einer einzelnen Drohne 1,7 
&amp;micro;l betr&amp;auml;gt. Dieses wird dann mit einer Pipette aufgesogen und in die 
fixierte - und mit Gas &lt;strong&gt;narkotisierte&lt;/strong&gt; - K&amp;ouml;nigin bugsiert. Und damit Ihr Euch das nicht nur vorstellen m&amp;uuml;sst, gibt es hier zwei Videos, die das ganz praktisch zeigen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Erst wird das Sperma gewonnen... 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
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&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
...dann folgt die Befruchtung der K&amp;ouml;nigin: 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;object type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;450&quot; height=&quot;350&quot; data=&quot;http://www.youtube.com/v/oigJ0V7xux4&quot; id=&quot;ltVideoYouTube&quot;&gt;
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&lt;/object&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.tiergesundheit.bayervital.de/pages/service/pdf/infomaterial_pub/na018_kleine_bienenkunde.pdf&quot;&gt;Weitere spannende Informationen &amp;uuml;ber Bienen gibt es hier (PDF)&lt;/a&gt; 
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-06-01:1661</id>
 <title>Ein Jahr Vom Hai gebissen - Ein Live-Versuch</title> 
 <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/allgemein/2010-06-01/ein-jahr-vom-hai-gebissen-ein-live-versuch" /> 
  
 <modified>2010-06-01T03:08:08+02:00</modified> 
 <issued>2010-06-01T03:08:08+02:00</issued> 
 <created>2010-06-01T03:08:08+02:00</created> 
 <summary type="text/plain"> 
 &amp;quot;Da will ich hin. Unbedingt!&amp;quot; Dieser Gedanke liegt jetzt ungef&amp;auml;hr 
ein Jahr zur&amp;uuml;ck. Ausgel&amp;ouml;st wurde er durch meine Entdeckung der Scilogs. 
Wow. Nur wie kommt man ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
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</author> 
<dc:subject>
Allgemein 
</dc:subject> 
 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;p&gt;
&lt;strong&gt;&amp;quot;Da will ich hin. Unbedingt!&amp;quot; Dieser Gedanke liegt jetzt ungef&amp;auml;hr 
ein Jahr zur&amp;uuml;ck. Ausgel&amp;ouml;st wurde er durch meine Entdeckung der Scilogs. 
Wow. Nur wie kommt man dahin? &amp;Uuml;ber Twitter. Der Kontakt zu Lars war 
schnell hergestellt, schlie&amp;szlig;lich hat man bei 140 Zeichen keinen Platz 
f&amp;uuml;r ein Vorspiel. Und tats&amp;auml;chlich bekam ich eine Woche sp&amp;auml;ter eine Mail,
die meiner realistischen Selbsteinsch&amp;auml;tzung eher unzutr&amp;auml;glich war. Kid 
Rock formulierte es in einem seiner Songs so: &amp;quot;6 Foot 1, I walked around
like I was 10 feet tall&amp;quot; &lt;em&gt;(1,90m gro&amp;szlig; und ich lief herum als w&amp;auml;re ich
3m gro&amp;szlig;)&lt;/em&gt;. Ich durfte nun also auch die Scilogs vollschreiben. 
Allerdings musste erst noch mein Spielplatz eingerichtet werden. Als ich
dann endlich loslegen konnte, war mein Selbstvertrauen wohl gerade 
ausw&amp;auml;rts. Schlie&amp;szlig;lich bin ich weder Wissenschaftler noch Journalist, 
sondern Student. Was wollte ich also hier? Fragen konnte ich auch 
niemanden. Also habe ich einfach losgelegt in der Erwartung, dass mich 
gleich mal jemand zurechtstutzt. Und dieser Jemand kam tats&amp;auml;chlich in 
Form von &lt;a href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei&quot;&gt;Helmut Wicht&lt;/a&gt;, der mich gleich unter meinem &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/sichtweisen/2009-07-17/mensch-und-natur-beziehung-wider-willen&quot;&gt;dritten
hier ver&amp;ouml;ffentlichten Artikel&lt;/a&gt; auf seine unnachahmliche Art in eine 
wilde Diskussion verwickelte. Gut, ich k&amp;ouml;nnte jetzt schreiben, dass ich 
da wohl irgendwann den Faden verloren habe. Aber das stimmt nicht, 
impliziert es doch, dass ich ihn w&amp;auml;hrend der Diskussion jemals besessen 
h&amp;auml;tte.&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wie man erkennt, habe ich mir keine gro&amp;szlig;en Gedanken 
gemacht, was ich hier eigentlich genau machen wollte. Bloggen eben. &amp;Uuml;ber
Themen, die mich interessieren oder die mir im Studium begegnen. Und 
meine Meinung zu bestimmten Themen darstellen. Und diskutieren. Womit 
wir bei einer weiteren Geschichte w&amp;auml;ren, bei der ich mich jetzt frage, 
was denn da los war. Da glaubte ich doch allen Ernstes, ich k&amp;ouml;nnte es in
einer Diskussion &amp;uuml;ber Journalismus mal eben mit jemandem wie Carsten 
K&amp;ouml;nneker aufnehmen. Urgs. Irgendwie sind wir dabei auf die Idee des 
Gonzo-Journalismus gekommen. Als er mich dann fragte, was das denn genau
sein k&amp;ouml;nnte, steckte die Karre im Dreck. Woher sollte ich das denn 
wissen? Ich hatte ja nicht mal ein Konzept f&amp;uuml;r mein Blog. Mittlerweile 
hat sich der Nebel aber durchaus gelichtet und ich glaube die Antwort 
auf diese Frage gefunden zu haben: das hier. Das beginnt schon damit, 
dass ein gewisser Knall im Oberst&amp;uuml;bchen nicht schaden kann. Oder? Warum 
sollte man das sonst tun? Zumal ich ja nicht mal Wissenschaftler 
bin...Ganz einfach: Weil es so unglaublich spannend ist, mit anderen zu 
diskutieren. Ich habe teilweise aus den Kommentaren zu meinen Artikeln 
mehr gelernt als durch das Schreiben des Artikels. Einen nicht ganz unwesentlichen Anteil daran hat &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/libertarian&quot;&gt;Edgar Dahl&lt;/a&gt; (siehe &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/sichtweisen/2009-11-05/klonfleich-und-ethik-eine-betrachtung&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;) Und weil das so ist, 
sind die behandelten Themen auch nie abgeschlossen, die werden also 
immer wieder erg&amp;auml;nzt, verbessert und wieder neu diskutiert - sofern 
Bedarf besteht. Zugegeben, auch diese Idee steckt noch ein St&amp;uuml;ck weit in
der Versuchsphase. Wirklich gegl&amp;uuml;ckt ist mir das nicht immer (siehe &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/wissenschaft/2010-01-15/kologische-haltung-doch-nicht-besser&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;
und &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/wissenschaft/2010-02-26/schweine-in-kologischer-haltung&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;).
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das mag jetzt vielleicht kindisch klingen, aber ich finde es 
tats&amp;auml;chlich ziemlich aufregend, wenn ich &amp;uuml;ber Twitter oder Facebook 
Themenvorschl&amp;auml;ge bekomme. Da sto&amp;szlig;en also Leser dieses Blogs irgendwo im 
Internet auf interessante Geschichten und denken an mich. Das finde ich 
wirklich r&amp;uuml;hrend. Auch das z&amp;auml;hle ich zu dem Versuch. Schlie&amp;szlig;lich h&amp;auml;tte 
ich zu Beginn nie gedacht, dass sowas wirklich passiert bzw. 
funktioniert. F&amp;uuml;r mich pers&amp;ouml;nlich hat sich Bloggen zu einem best&amp;auml;ndigen Geben und Nehmen entwickelt, wobei letzteres fast noch &amp;uuml;berwiegt - kurioserweise. Und auch das hat etwas Gonzo-Artiges, etwas Sprunghaftes, 
wenn man sich mal wieder ein Thema &amp;uuml;berlegt hat und dann pl&amp;ouml;tzlich ein 
Vorschlag reinkommt, der alles umwirft. Und das ist aufregend. Bloggen 
hei&amp;szlig;t: ich wei&amp;szlig; nie, was kommt. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich war in der Schule nie ein 
Viel-Schreiber. Hatten die anderen schon sieben oder acht Seiten 
gef&amp;uuml;llt, vollendete ich gerade meine zweite, war zwischendurch schon mal
auf Toilette, habe einen M&amp;uuml;sliriegel gefuttert und Traubenzucker 
ausgepackt. Vielleicht liebe ich auch deswegen dieses Blogformat. Hier 
ist tats&amp;auml;chlich weniger mehr. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zum Schluss m&amp;ouml;chte noch ich den 
Trailer zum Film &amp;uuml;ber HST einf&amp;uuml;gen. Viel Spa&amp;szlig;!&amp;nbsp; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
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&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-05-23:1639</id>
 <title>Vorurteile, Sex und Eselsbrücken</title> 
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 <modified>2010-05-23T18:19:24+02:00</modified> 
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 <summary type="text/plain"> 
 Als Mensch und Mann sieht man sich beim Kontakt mit dem weiblichen
Geschlecht von eben diesem gelegentlich mit dem Vorwurf konfrontiert, 
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 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
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</author> 
<dc:subject>
Sichtweisen 
</dc:subject> 
 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Als Mensch und Mann sieht man sich beim Kontakt mit dem weiblichen
Geschlecht von eben diesem gelegentlich mit dem Vorwurf konfrontiert, 
dass man sich bei der Partner-Wahl gerne mal verst&amp;auml;rkt von den Signalen 
aus der eigenen K&amp;ouml;rpermitte leiten lasse und das F&amp;uuml;r und Wider aus dem 
Oberst&amp;uuml;bchen daf&amp;uuml;r in den Hintergrund stelle. Das ist nat&amp;uuml;rlich ein 
&amp;auml;u&amp;szlig;erst perfider Vorwurf und selbstverst&amp;auml;ndlich vollkommen 
richtig. Zumindest zuerst. Auf den ersten Blick. Man hat ja auch nicht 
immer so viel Zeit zum Gucken. Autofahren im Sommer kann da schon mal 
die H&amp;ouml;lle sein. Aber das Problem liegt nat&amp;uuml;rlich ganz woanders. Wir 
Menschen haben einfach keinen fixen Paarungstermin. Da haben es die 
Kr&amp;ouml;ten viel besser...&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.focus.de/panorama/welt/amphibien_aid_107818.html&quot;&gt;Wenn 
die M&amp;auml;nnchen die ersten Fr&amp;uuml;hlings-Gef&amp;uuml;hle bekommen&lt;/a&gt;, sind die zu 
nichts anderem mehr zu gebrauchen. Dann denken die nur noch an Frauen 
und...Fortpflanzung nat&amp;uuml;rlich. Dabei kommt es durchaus vor, dass ihnen 
das Letztere ein gr&amp;ouml;&amp;szlig;eres Bed&amp;uuml;rfnis ist als das &amp;Uuml;berleben der 
eigentlichen Frau, was in letzter Konsequenz schon mal zum Tod des 
Weibchens durch Ertrinken f&amp;uuml;hren kann. Das ist nicht nur tragisch f&amp;uuml;r 
das Weibchen, sondern auch v&amp;ouml;llig sinnlos f&amp;uuml;r den Arterhalt. Hat den 
Kr&amp;ouml;ten aber wohl nie wirklich geschadet. Schlie&amp;szlig;lich gibt es sie immer 
noch. Die richtige Reihenfolge von Sex und Tod eines Partners - wenn es 
denn schon so sein muss - kann man sich zB. bei der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kraushaar-Vogelspinne&quot;&gt;Kraushaar-Vogelspinne&lt;/a&gt;
anschauen. Dort kann es vorkommen, dass das Weibchen das M&amp;auml;nnchen nach 
der Paarung verspeist. Nicht sch&amp;ouml;n f&amp;uuml;r das M&amp;auml;nnchen, aber wenigstens ist
der Arterhalt gesichert. Das kann man auch hervorragend als Beispiel 
f&amp;uuml;r die harmonische und idyllische Natur verwenden. Aber ich schweife 
ab.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mit dem Beispiel der Kr&amp;ouml;te wollte ich auf etwas Bestimmtes 
hinaus: den begrenzten Zeitraum des Jahres, in dem so ein &amp;quot;Kr&amp;ouml;terich&amp;quot; 
eben v&amp;ouml;llig von der Rolle ist. Danach ist er wieder ziemlich entspannt -
bis zum n&amp;auml;chsten Fr&amp;uuml;hling. In der Tierzucht unterteilt man die Tiere 
dabei anhand ihres Zyklustyps. Auch die Rehe und Hirsche haben es 
ziemlich gut, geh&amp;ouml;ren sie doch zu den mono&amp;ouml;strischen Tieren, die nur 
einmal im Jahr paarungsbereit sind. Danach kommen die Hunde mit einem 
di&amp;ouml;strischen Zyklus, was bedeutet, dass sie zwei Mal pro Jahr l&amp;auml;ufig 
werden. Rinde, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde sind poly&amp;ouml;strisch, 
werden also mehrmals pro Jahr br&amp;uuml;nstig. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Da es in der modernen 
Tierzucht schon Routine ist, dass die weiblichen Tiere k&amp;uuml;nstlich besamt 
werden - was vorraussetzt, dass den M&amp;auml;nnern ihr kostbares Sperma 
mithilfe einer k&amp;uuml;nstlichen Vagina abgeluchst wurde - gibt es auch 
tats&amp;auml;chlich Angaben &amp;uuml;ber die Menge einer durchschnittlichen Ejakulation.
So etwas muss man im Studium wissen...Da das aber ziemlich trocken zu lernen ist -
was Werte allgemein so an sich haben - verbindet man diese Zahlen mit 
g&amp;auml;ngigen Beh&amp;auml;ltnissen. So macht zum Beispiel ein gestandener Zuchteber 
ganz locker ein Bierglas (0,5l) voll, w&amp;auml;hrend ein Hengst es eher auf 
eine Tasse Kaffe bringt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Gibt es da eigentlich auch einen Wert f&amp;uuml;r
Menschen? Nur so aus Interesse...
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-04-14:1550</id>
 <title>&quot;Echte&quot; coole Säue</title> 
 <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/wissenschaft/2010-04-14/echte-coole-s-ue" /> 
  
 <modified>2010-04-14T00:40:27+02:00</modified> 
 <issued>2010-04-14T00:40:27+02:00</issued> 
 <created>2010-04-14T00:40:27+02:00</created> 
 <summary type="text/plain"> Ich hatte mich im September letzten Jahres an dieser Stelle  einem 
Artikel gewidmet , in dem der Philosoph Adam Shriver vorgeschlagen hat, 
wir sollten doch gen-technisch modifizierte Tiere ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
 <url>http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen</url> 
</author> 
<dc:subject>
Wissenschaft 
</dc:subject> 
 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;strong&gt;Ich hatte mich im September letzten Jahres an dieser Stelle &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/wissenschaft/2009-09-07/mensch-und-natur-gentechnik-immer-die-l-sung&quot;&gt;einem 
Artikel gewidmet&lt;/a&gt;, in dem der Philosoph Adam Shriver vorgeschlagen hat, 
wir sollten doch gen-technisch modifizierte Tiere entwickeln, die keinen
Schmerz mehr sp&amp;uuml;ren k&amp;ouml;nnen. Der Sinn dahinter sollte sein, dass wir den
Tieren damit einen Teil des Leids ersparten, welches ihnen w&amp;auml;hrend der 
Mast oder des Transportes widerf&amp;auml;hrt. Warum diese Idee ziemlicher Unsinn
ist, hatte ich in meinem Artikel dann auch erl&amp;auml;utert. &amp;Uuml;ber eine viel 
interessantere - und vor allem wissenschaftlich fundiertere - Methode, 
das Leben der Tiere bzw. ihr Wohlbefinden zu verbessern, stie&amp;szlig; ich dann 
vor ein paar Tagen.&lt;/strong&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;
Wie werde ich so eine richtig coole Sau? 
Die Frage hat sich vielleicht schon mal der eine oder andere gestellt. 
Vermutlich ist sie auch gar nicht mal so selten unbeantwortet geblieben.
Wissenschaftler des Agricultural Research Service in West Lafayette 
haben sich dieser elemantaren Frage des Lebens ebenfalls angenommen. 
Allerdings nicht f&amp;uuml;r sich, sondern f&amp;uuml;r Schweine, weshalb die Frage hier 
erst so richtig sinnvoll ist. Als Schl&amp;uuml;sselelement auf dem Weg zur 
chilligen Sau haben die Wissenschaftler dabei Tryptophan ausgemacht, 
welches sie Jungsauen eine Woche lang mit einer Nahrung verabreicht 
haben, die diese Aminos&amp;auml;ure in 2,5-facher Dosis enthielt.Die Sauen waren
dabei drei und sechs Monate alt. Eine Kontroll-Gruppe erhielt Futter 
mit einem normalen Gehalt an Tryptophan. Das Verhalten der Schweine 
wurde vor und nach den sieben Tagen untersucht. Bei dem Versuch wurde 
ein Schwein als K&amp;ouml;der verwendet, das dann &amp;uuml;ber einen Zeitraum von f&amp;uuml;nf 
Minuten eine provozierende Situation verursachen sollte. Das Ergebnis 
war, dass jene Schweine, die die Nahrung mit dem erh&amp;ouml;hten 
Tryptophan-Wert erhielten, weit weniger agressiv reagierten.&amp;nbsp; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei
Tryptophan handelt es sich um eine essentielle Aminos&amp;auml;ure. Das 
bedeutet, dass sie nicht vom K&amp;ouml;rper gebildet werden kann. Es gibt also 
nur einen Weg, sie aufzunehmen: &amp;uuml;ber die Nahrung. Dort wird die 
Aminos&amp;auml;ure dann in Serotonin umgewandelt, welches f&amp;uuml;r ein gl&amp;uuml;ckliches 
bzw. zufriedenes Gef&amp;uuml;hl im Schwein - aber nat&amp;uuml;rlich nicht nur da - 
verantwortlich ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und genau das ist elementar wichtig im 
Schweinestall, denn chronischer Stress kann verschiedene unerw&amp;uuml;nschte 
Folgen haben. Beispiele sind allgemeines Unwohlsein, schlechte 
Gewichtszunahmen oder eben auch von Artgenossen verursachte 
Verletzungen. Im Gegensatz zu Adam Shriver, der schmerzfreie Tiere f&amp;uuml;r 
DIE L&amp;ouml;sung hielt und dessen Idee lediglich ein Hirngespinst war, konnte 
hier real gezeigt werden, dass die Agressionen abnahmen. &amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nat&amp;uuml;rlich
ist das auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss und die L&amp;ouml;sung 
aller Probleme der konventionellen Tierhaltung. Aber ein 
Mosaik-Steinchen macht auch noch kein Bild. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Viele schon.&amp;nbsp; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.innovations-report.de/html/berichte/agrar_forstwissenschaften/tryptophan_enriched_diet_reduces_pig_aggression_151159.html&quot;&gt;&lt;em&gt;Quelle &lt;/em&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt; 
</content> 
</entry> 
 
 <entry> 
 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-03-26:1516</id>
 <title>Bio, konventionell und dann?</title> 
 <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/sichtweisen/2010-03-26/bio-konventionell-und-dann" /> 
  
 <modified>2010-03-26T00:36:55+01:00</modified> 
 <issued>2010-03-26T00:36:55+01:00</issued> 
 <created>2010-03-26T00:36:55+01:00</created> 
 <summary type="text/plain"> oder: &amp;Uuml;ber die menschliche Neigung zu einfachen L&amp;ouml;sungen  
 
Volker Pispers sagte mal: Wenn man wei&amp;szlig;, wer der Feind ist, dann hat der Tag 
Struktur. Ich glaube, er nutzte dabei ...</summary> 
 <author> 
  
 <name>schewe</name> 
 <url>http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen</url> 
</author> 
<dc:subject>
Sichtweisen 
</dc:subject> 
 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 &lt;strong&gt;oder: &amp;Uuml;ber die menschliche Neigung zu einfachen L&amp;ouml;sungen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volker Pispers sagte mal: Wenn man wei&amp;szlig;, wer der Feind ist, dann hat der Tag 
Struktur. Ich glaube, er nutzte dabei den Feminismus als Beispiel, aber 
das tut jetzt nichts weiter zur Sache. Wenn ich Berichte in den Medien 
verfolge, gewinne ich immer wieder den Eindruck, dass wir Menschen gar 
keine richtigen - im Sinne von ausgereiften - L&amp;ouml;sungen wollen. Wir 
erfahren etwas &amp;uuml;ber einen Skandal und wollen direkt den Schuldigen 
ausmachen. Sollte irgendwie ein Konzern involviert sein, ist es 
nat&amp;uuml;rlich eben dieser. Alles andere ist so gut wie ausgeschlossen. Sch&amp;ouml;n
ist auch das viel gelesene Argument, dass uns in Superm&amp;auml;rkten bestimmte
Produkte psychologisch so pr&amp;auml;sentiert werden, dass wir gar nicht anders
k&amp;ouml;nnen als diese zu kaufen. Und deshalb sind die M&amp;auml;rkte schuld. H&amp;auml;h? 
Nat&amp;uuml;rlich ist es so, dass mir im September schon die ersten 
Schoko-Weihnachtsm&amp;auml;nner entgegengrinsen. Aber muss ich deshalb einen 
kaufen? Schie&amp;szlig;en die mich vielleicht &amp;uuml;ber den Haufen, wenn ich sie 
ignoriere? Mag sein, dass es da Versuche gibt, die Kunden irgendwie 
psychologisch zu beeinflussen durch Anordnung oder Pr&amp;auml;sentation, aber am
Ende entscheide immer noch ich, was &lt;strong&gt;ich&lt;/strong&gt; kaufe und &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; 
der Supermarkt. Und wenn ich im September Gummib&amp;auml;rchen will, dann kaufe 
ich Gummib&amp;auml;rchen - das gilt &amp;uuml;brigens auch f&amp;uuml;r Dezember - und keinen 
Schoko-Nikolaus, auch wenn die Kerle nur einen Meter daneben stehen. Und
wenn ich im April einen haben m&amp;ouml;chte, hab ich eben Pech gehabt...So, 
das musste mal raus. 

&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Einfache Einteilung &lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein anderes Ph&amp;auml;nomen begegnet mir immer, wenn ich den Supermarkt 
meines Vertrauens betrete und direkt im Obst- und Gem&amp;uuml;se-Bereich stehe. 
Auch hier findet sich eine sehr simple Einteilung. Da gibt es einmal das
&amp;quot;normale&amp;quot; Obst und Gem&amp;uuml;se aus konventionellem Anbau und dann gibt es 
jenes mit dem Bio-Siegel. Das ist doch eigentlich ein recht 
&amp;uuml;berschaubares und leicht verst&amp;auml;ndliches Angebot, oder? Gut, vielleicht 
ist nicht jedem Kunden der Unterschied zwischen konventionellen Pflanzen
und biologischen/&amp;ouml;kologischen Pflanzen bekannt, aber im Grunde ist 
alles klar.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Folgen einer zu fr&amp;uuml;hen Einteilung&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vor einigen 
Wochen bin ich dann auf &lt;a href=&quot;http://www.biofortified.org/2010/02/silicon-food/&quot;&gt;dieses Cartoon&lt;/a&gt; auf dem englisch-sprachigen Blog 
&lt;a href=&quot;http://www.biofortified.org&quot;&gt;Biofortified&lt;/a&gt; gesto&amp;szlig;en, welches dieses recht simple Weltbild ziemlich 
heftig ins Wanken bringt:&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.biofortified.org/wp-content/uploads//2010/02/silicon.png&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;1903&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zugegeben, es ist etwas &amp;uuml;berspitzt dargestellt, allerdings 
illustriert es wunderbar, welche Schwierigkeiten entstehen, wenn wir 
unsere Nahrung zu schnell in das eine bzw. das andere einteilen. Stellen
wir uns mal vor, es ist der Tag gekommen, an dem gentechnisch 
ver&amp;auml;ndertes Obst und Gem&amp;uuml;se angeboten wird. Wie verl&amp;auml;uft dann die 
Grenze? Wird die Nahrung aus konventioneller Produktion dann pl&amp;ouml;tzlich 
besser?&amp;nbsp; Und was ist mit dem &amp;Ouml;ko-Gem&amp;uuml;se? 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Es ist ja nicht so, dass
das Gem&amp;uuml;se mit dem Bio-Siegel natur-gegeben ist. &amp;quot;Bio&amp;quot; bedeutet 
lediglich, dass dieses Gem&amp;uuml;se - nat&amp;uuml;rlich auch das Obst - unter den vom 
Menschen festgelegten Bedingungen f&amp;uuml;r &amp;ouml;kologische Landwirtschaft 
gewachsen ist. Und bei der Optimierung der Pflanzen - und auch der Tiere
- war der Mensch durchaus einfallsreich. Eine dieser Methoden zur Optimierung der Pflanzen ist das sogenannte Radiation Breeding. Dabei hat man Felder um eine radio-aktiv strahlende Quelle angelegt, die Pflanzen wachsen lassen und hat dann untersucht, welche Eigenschaften die so gewachsenen Pflanzen hatten. Auf diese Weise ist zum Beispiel Getreide mit einem h&amp;ouml;heren Gluten-Gehalt entstanden, was f&amp;uuml;r Nudeln nicht ganz unwichtig ist.So ziemlich den einzigen Artikel zu diesem Thema habe ich &lt;a href=&quot;http://www.nytimes.com/2007/08/28/science/28crop.html?pagewanted=1&amp;amp;_r=1&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; gefunden. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Warum erw&amp;auml;hne 
ich das hier? Weil ich tats&amp;auml;chlich 
glaube, dass wir bald &amp;auml;hnlich doof aus der W&amp;auml;sche schauen wie die 
Roboter im obigen Cartoon. Die Vorraussetzungen daf&amp;uuml;r sind perfekt. Schlie&amp;szlig;lich wird kaum jemand abstreiten, dass er beim Kauf einer Bio-Tomate ein besseres Gef&amp;uuml;hl hat, verglichen mit dem Kauf einer konventionellen. Ein dritter Part w&amp;uuml;rde da f&amp;uuml;r v&amp;ouml;llige Konfusion sorgen. 
&lt;/p&gt; 
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 <id>tag:www.wissenslogs.de,2010-03-11:1475</id>
 <title>Warum Tierschutz - Bedeutung und Hintergründe</title> 
 <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen/sichtweisen/2010-03-11/warum-tierschutz-bedeutung-und-hintergr-nde" /> 
  
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 <summary type="text/plain">Das Thema &amp;quot;&amp;Ouml;kologische Tierhaltung&amp;quot; besch&amp;auml;ftigt mich ja nun schon
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Sichtweisen 
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 <content type="text/html" mode="escaped" xml:lang="de" xml:base="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/vom-hai-gebissen"> 
 Das Thema &amp;quot;&amp;Ouml;kologische Tierhaltung&amp;quot; besch&amp;auml;ftigt mich ja nun schon
etwas l&amp;auml;nger, was sich hier zwar erst in zwei Artikeln niedergeschlagen
hat, allerdings werden da noch einige folgen. So sto&amp;szlig;e ich auf meinen
t&amp;auml;glichen Streifz&amp;uuml;gen durch die Weiten des Internets immer wieder auf
interessante Artikel, neue Erkenntnisse und Videos. Da ich mir
nat&amp;uuml;rlich nicht alles merken kann, habe ich mir f&amp;uuml;r dieses Problem ein &lt;a href=&quot;http://haifischbecken.posterous.com/&quot;&gt;neues Blog&lt;/a&gt;
eingerichtet, wo ich meine Ausbeute einfach lagern und meinen Lesern -
zumindest &amp;uuml;ber Twitter - sofort zug&amp;auml;nglich machen kann. Hier werde ich
dann - wenn n&amp;ouml;tig - einfach auf diese Fundst&amp;uuml;cke verweisen. So, jetzt
aber genug der selbst-darstellenden Einleitung...In diesem Beitrag
m&amp;ouml;chte ich mich mit einem ethischen Thema besch&amp;auml;ftigen, welches auch
eine - durchaus wichtige - Rolle in der &amp;ouml;kologischen Tierhaltung spielt
- dem Tierschutz. Oder anders formuliert: Warum sollten wir uns
eigentlich um Tierschutz bem&amp;uuml;hen oder eine grunds&amp;auml;tzliche Ethik-Debatte
zu verschiedenen Themen f&amp;uuml;hren? Dazu mache ich mir pers&amp;ouml;nlich zwar auch
hin und wieder meine Gedanken, allerdings habe ich mir f&amp;uuml;r diesen
Artikel ein wenig Hilfe geholt von der Hochschule f&amp;uuml;r Wirtschaft und
Umwelt N&amp;uuml;rtingen-Geislingen. Genauer gesagt war Dr. Uta Eser so
freundlich, mir ihren Vortrag zu dem Thema Tierschutz und Ethik
zuzusenden, den sie auf der 15. Internationalen Fachtagung zum Thema
Naturschutz am 25. Februar gehalten hat und auf den hier ich
auszugsweise n&amp;auml;her eingehe.&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Drei Gr&amp;uuml;nde, warum wir uns um Tierschutz bem&amp;uuml;hen sollten&lt;/strong&gt; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zum
einen w&amp;auml;re da die Klugheit. Schlie&amp;szlig;lich br&amp;auml;chten Tiere in artgerechter
Haltung bessere Leistungen, lebten l&amp;auml;nger und w&amp;auml;ren seltener krank. Das
bezieht sich wohl auf Nutztiere, allerdings kann man dieses Argument
auch auf Tiere im Zoo &amp;uuml;bertragen, wo sich die Zufriedenheit der Tiere
sehr oft in der Anzahl der Geburten und dem Verhalten der Tiere &amp;auml;u&amp;szlig;ert.
So profitiert der Mensch von dieser Klugheit einerseits durch bessere
Leistungen im Nutztierbereich und kann andererseits durch Attraktionen
in Tierparks, die ihrerseits wieder Geld f&amp;uuml;r weitere interessante
Projekte im Natur- und Tierschutz einspielen, der Natur wieder auf die
Spr&amp;uuml;nge helfen, wo sie unter dem Menschen zu sehr gelitten hat. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sehr
interessant finde ich den zweiten Punkt: Tugend, die - nach Dr. Eser -
den Eigennutz f&amp;uuml;r den Menschen in den Hintergrund stellt. Stattdessen
kommt hier die Empathie einiger Menschen zum Tragen. So essen zum
Beispiel manche Menschen kein Fleisch, weil ihnen der Gedanke an das
T&amp;ouml;ten der Tiere und das wom&amp;ouml;glich vorhergehende Leid den Appetit
verdirbt. Sehr interessant finde ich dabei den Zusatz des Vortrages,
dass dieser Verzicht auf Fleisch eine individuelle Entscheidung sei,
die aber keine Verpflichtungen derjenigen nach sich ziehe, die die
Entscheidung nicht teilen. Interessant deshalb, weil ich in den letzten
Tagen auf &lt;a href=&quot;http://haifischbecken.posterous.com/muss-es-denn-immer-gleich-extrem-sein&quot;&gt;dieses Video&lt;/a&gt;
hingewiesen wurde, in dem die durchaus - auf den ersten Blick -
beeindruckenden Effekte dargestellt wurden, die eine vegane Ern&amp;auml;hrung
der Menschheit auf den Planeten h&amp;auml;tte. Aber ist das realistisch?
Nat&amp;uuml;rlich nicht. Schlie&amp;szlig;lich kann man nicht eine ganze Weltbev&amp;ouml;lkerung
zu einer bestimmten Lebensweise zwingen - nicht mal &amp;uuml;berreden - das ist
komplett utopisch. Ob ich mich nun vegetarisch, vegan oder eben von all
dem ern&amp;auml;hre, was der Supermarkt so hergibt, bleibt letztlich eine
individuelle Entscheidung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der dritte und letzte Punkt zu der Frage nach dem &lt;strong&gt;Warum&lt;/strong&gt; ist mit &lt;strong&gt;Pflicht&lt;/strong&gt; &amp;uuml;berschrieben und damit
kommen wir dann auch in den ethischen Bereich. Genauer gesagt geht es
dabei um die normative Ethik, deren Ziel es ist - unabh&amp;auml;ngig von
individuellen Haltungen - Rechte und Pflichten zu formulieren. Und das
ist gar nicht so einfach, da Menschen miteinander anders umgehen als
mit Tieren. Beispiele aus dem Vortrag sind zum Beispiel der Handel mit
Tieren, w&amp;auml;hrend Menschenhandel verboten ist. Au&amp;szlig;erdem optimieren wir
Tiere durch Z&amp;uuml;chtung oder Gentechnik. Auch Sterbehilfe - bei uns
Menschen sehr strittig - ist bei Tieren normal, wenn es keine Aussicht
auf Besserung des Gesundheitszustandes gibt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Definition des Tierschutzes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um nochmal zu erw&amp;auml;hnen, wie schwierig es momentan ist,
wissenschaftliche Definitionen zum Tierschutz aufzustellen, zitiere ich
aus einem Artikel von &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/forschern-auf-der-spur/biologie/2009-10-23/mitleid_mit_tieren&quot;&gt;Reinhard Breuer&lt;/a&gt; zu diesem Thema:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Es geht also um Leiden und Schmerz. Und das Tierwohl wird oft
gesehen als Abwesenheit von Stress und Schmerz. Das klingt plausibel
und wirft doch sogleich Probleme auf. Wie stellt man das fest? Wie
misst man das Leiden von Tieren oder reicht einfach der &amp;auml;u&amp;szlig;ere
Eindruck? Und: Sch&amp;uuml;tzt man eher die subjektiven Gef&amp;uuml;hle, die
Bed&amp;uuml;rfnisse oder die Integrit&amp;auml;t eines Tieres? Die Forscher sind sich
dar&amp;uuml;ber uneins. &lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;em&gt;
Hier einige Definitionen: Der Brite Donald Broome von der Cambridge
University, auch einer der Tagungsredner, dekretierte 1986: Das
Wohlbefinden eine Individuums h&amp;auml;nge davon ab, inwieweit es mit seiner
Umwelt zurechtkomme. Ian Duncan sagte 1993: Es gehe nicht um Gesundheit
oder Mangel an Stress, sondern das Tierwohl h&amp;auml;nge davon ab, was Tiere
f&amp;uuml;hlen. Und die Verhaltensforscherin Marian Dawkins von der Oxford
University meinte 2005: Das Tierwohl h&amp;auml;nge von seiner Gesundheit ab und
davon, ob es bekomme, was es m&amp;ouml;chte.
&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;em&gt;Jeder dieser Begriffe ist in der Szene umstritten, denn subjektive Gef&amp;uuml;hle sind notorisch schwer objektiv zu messen.&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Nach
dem Warum widmet sich Dr. Eser in ihrem Vortrag der Frage, um wen bzw.
was es eigentlich geht, wenn wir &amp;uuml;ber Tierschutz reden. &lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zum
einen w&amp;auml;re da der Tauschwert als &amp;ouml;konomische Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e, also der Wert, den
wir f&amp;uuml;r ein Tier verlangen bzw. bekommen, wenn wir es verkaufen. Als
n&amp;auml;chstes folgt der Nutzwert. Der kann zwar durchaus &amp;ouml;konomisch
betrachtert werden - und wird es auch - geht aber durchaus auch dar&amp;uuml;ber
hinaus, da ein Nutzwert auch darin liegen kann, dass das Tier einem
Menschen Gesellschaft leistet und damit zwar keinen finanziellen
Nutzen, aber einen seelischen Nutzen hat. Pers&amp;ouml;nlich m&amp;ouml;chte ich dabei
noch solche Tiere erw&amp;auml;hnen, die Menschen helfen, ihren Alltag zu
bew&amp;auml;ltigen, wie zum Beispiel Blindenhunde.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als letztes m&amp;ouml;chte ich
noch auf den Punkt des Eigenwertes eingehen, weil dieser mir pers&amp;ouml;nlich
auch sehr am Herzen liegt. Nach Dr. Eser besteht der Eigenwert eines
Tieres darin, dass ich es um seiner selbst willen sch&amp;auml;tze. Im
Mittelpunkt dieser Wertsch&amp;auml;tzung stehe ihrer Meinung nach die Beziehung
zu einem Tier. Sie schreibt, wer ihr nach dem Tode ihres Hundes
vorschlage, sie solle sich doch einen neuen zulegen, der habe das nicht
verstanden. Dem kann ich auch eigener Erfahrung nur bedingt zustimmen.
Nat&amp;uuml;rlich wirkt das extrem hart, wenn man so etwas direkt ein paar Tage
nach dem Tode des geliebten Gef&amp;auml;hrten zu h&amp;ouml;ren bekommt. Dennoch sollte
die Trauer nicht allzu lange dauern. Als vor mittlerweile drei Jahren
unser Sch&amp;auml;ferhund starb, war ich erstmal ziemlich niedergeschlagen,
schlie&amp;szlig;lich hatte ich zu dem Zeitpunkt einen Gro&amp;szlig;teil meines Lebens mit
diesen Tier verbracht und pl&amp;ouml;tzlich fehlte da etwas. Nun ist es so,
dass ich aus Studiengr&amp;uuml;nden nicht mehr zu Hause lebe. Gut zwei Monate
nach dem Tod unseres Hundes besuchten meine Eltern ein Tierheim und
holten wieder einen Hund - womit ich erstmal gar nicht einverstanden
war. Irgendwie war doch noch sehr viel Trauer in mir. Doch als ich
diesen &amp;quot;neuen&amp;quot; Hund kennenlernte und erfuhr, welch schlimmes Leben er bisher kennengelernt hatte, wurde mir pl&amp;ouml;tzlich eines klar: &lt;strong&gt;dieser Hund
brauchte uns bzw. meine Eltern - eine verst&amp;auml;ndnisvolle Familie, die ihn
auf seinen ersten Schritten in ein neues Leben begleitet. &lt;/strong&gt;H&amp;auml;tten
meine Eltern - so wie ich - noch l&amp;auml;nger getrauert, h&amp;auml;tte dieser Hund
nur l&amp;auml;nger Tierheim verbracht. Unsere Sch&amp;auml;ferh&amp;uuml;ndin, die uns fast 13
Jahre begleitet hat, war tot. Wir konnten nichts mehr f&amp;uuml;r sie tun. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber dieser Hund lebte.
&lt;/p&gt; 
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