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  <title>Die Haspel</title>
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  <description>&lt;p&gt;[&quot;Haspel&quot;: Spulen-, oder walzenförmige Vorrichtung zum Aufwickeln von Seilen, historisches Fördergerät im Bergbau.]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin der Paläontologe Björn Kröger und hole mit der Haspel aktuelles zur Naturgeschichte aus Netz und echtem Leben.&lt;/p&gt;
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  <pubDate>Tue, 06 Jul 2010 21:26:14 +0200</pubDate>
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    <item>
   <title>Ohne Flut-Disput in Gent</title>
   <description>
    &lt;p&gt;Ich komme gerade von einem kleinem kleinem Symposium an der Uni Gent. Jedes Jahr treffen sich dort die Doktoranden der pal&amp;auml;ontologischen Institute Nord-Frankreichs und Belgiens. Es werden Vortr&amp;auml;ge gehalten und anschlie&amp;szlig;end wird ausgiebig gespeist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Ganze ist eine wirklich spannende kleine Veranstaltung. Viele der Institute der Gegend bilden wirklich exzellente Mikropal&amp;auml;ontologen aus  und entsprechend anspruchsvoll war die Veranstaltung. Eines meiner pers&amp;ouml;nlichen highlights war der Vortrag von zwei Gentern, die die nun schon Wochen damit zubringen die &lt;a href=&quot;http://www.geus.dk/departments/quaternary-marine-geol/research-themes/env-cli-dino-uk.htm&quot;&gt;fusseligen Anh&amp;auml;ngsel von Dinoflagellatenzysten zu messen&lt;/a&gt;. Da Dinoflagellatenzysten recht klein sind (&amp;lt; 1/10 mm) ist das ziemlich aufwendig. Die ersten Ergebnisse ihrer Z&amp;auml;hlerei sind allerdings die Sache Wert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es geht geht n&amp;auml;mlich in ihrer Arbeit um nichts Geringeres als Noahs Flut, oder besser, um etwas was in den sp&amp;auml;ten 1990ern als die Schwarzmeer Flut bekannt geworden ist. Damals hatte eine Gruppe von Wissenschaftlern die These aufgestellt das Schwarze Meer, dessen Meeresspiegel bis zu 100 m unter dem heutigen gelegen hatte und das nicht immer &amp;uuml;ber den Bosporus mit dem Mittelmeer verbunden war, sei vor etwa 7150 Tausend Jahren in einem katastrophalen Ereignis geflutet worden und vollgelaufen [&lt;a href=&quot;http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;amp;_udi=B6V6M-3T7JM89-8&amp;amp;_user=10&amp;amp;_coverDate=04%2F30%2F1997&amp;amp;_rdoc=9&amp;amp;_fmt=summary&amp;amp;_orig=browse&amp;amp;_srch=doc-info(%23toc%235818%231997%23998619998%2315652%23FLP%23display%23Volume)&amp;amp;_cdi=5818&amp;amp;_sort=d&amp;amp;_docanchor=&amp;amp;_ct=11&amp;amp;_acct=C000050221&amp;amp;_version=1&amp;amp;_urlVersion=0&amp;amp;_userid=10&amp;amp;md5=3bcdac1cbcc82912836ad1f83f1795da&quot;&gt;1&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://ocean-ridge.ldeo.columbia.edu/BlackSeaShelf/BlackSeaText.html&quot;&gt;hier frei im Netz&lt;/a&gt;].&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist nat&amp;uuml;rlich eine wahnwitzige Vorstellung hinter denen der geborstene South Fork Dam in Pennsylvania von 1889, bei dem 2000 Leute ertrunken sind, wie ein Badewannenspielchen erscheint und in Anbetracht des Zeitpunktes liegt hier die Vermutung nahe dies sei Noahs Flut gewesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun ist es leider so, dass die Beweise f&amp;uuml;r solch eine Katastrophe rapide schwinden. Gerade erst konnte gezeigt werden, dass das Schwarze Meer definitiv nicht bis hinab ins tiefe Schelf trockengefallen ist,  und dass es in dem Zeitraum von ab etwa 8.6 Kilojahren immer wieder im Kontakt mit dem Mittelmeer gestanden haben mu&amp;szlig; und dabei allm&amp;auml;hlich den heutigen Salzgehalt annahm [&lt;a href=&quot;http://www.icms.com.au/inqua2007/abstract/1079.htm&quot;&gt;2&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.es.ucl.ac.uk/people/m-kaminski/reprints-pdfs/HiscottQI.pdf&quot;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Bosporus war also vermutlich schon lange offen und das Schwarzmeerwasser ist zeitweise sogar in die Marmarasee geflossen und hat dort kleinere Deltas gebildet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das letzte Wort ist in diesem Disput jedoch noch nicht gesprochen. Die beiden Genter jedenfalls messen die Fusseln an den Dinoflagelattenzysten um genau herauszufinden, wie sich die Salinit&amp;auml;t an den verschiedenen Orten ver&amp;auml;ndert hat und sie k&amp;ouml;nnen bestimmt in ein paar Monaten gewichtige Argumente zum Thema beitragen. Heute waren sie jedoch noch recht vorsichtig in ihrer Kritik an der Schwarzmeer Flut-Hypothese. Vielleicht lag es an einem gewissen Gro&amp;szlig;mut in der Erwartung des guten Essens.&lt;/p&gt;
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   <link>http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/die-haspel/allgemein/2007-12-06/ohne-flut-disput-in-gent</link>
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         <dc:creator>kroeger</dc:creator>
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    <category>Allgemein</category>
         <pubDate>Thu, 06 Dec 2007 00:14:25 +0100</pubDate>
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   <title>Kitsch reichen</title>
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    Nehmen wir das Hirschgem&amp;auml;lde - dazu geh&amp;ouml;rt nat&amp;uuml;rlich ein Rauchverzehrer, vorzugsweise als Eule, - eine Kuckucksuhr k&amp;ouml;nnte noch passen und Motivtapete &amp;quot;Waldbach&amp;quot;.  &lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;div&gt;Hier das Hirschdiorama: 
&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/gallery/10/ahirsch.png&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;hirsch&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Hier der Waldbach: 
&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/gallery/10/abach.png&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;bach&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eule und Kuckuck gibt es nat&amp;uuml;rlich auch. 
&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Womit wir in der Dauerausstellung des Naturhistorischen Museums Stockholm w&amp;auml;ren. Das ist nicht anders im American Museum of Natural History in New York, in der Grande Galerie des Mus&amp;eacute;um National d&amp;#39;Histoire Naturelle in Paris und auch das neue Museum f&amp;uuml;r Naturkunde Berlin macht da keine Ausnahme, selbst wenn frisch aufgestellte ausgestopfte Tiere besser aussehen als welche im Gips der 1960iger.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Warum mag ich diese Daueraustellungen nicht, oder besser, warum mag ich so vieles daran nicht? Es hat immer etwas von Rummelplatz dort. Es ist ein Aspekt den man im Adorno&amp;#39;schen Sinn vielleicht am besten mit Kitsch bezeichnen k&amp;ouml;nnte, der mir in all den Museen sauer aufst&amp;ouml;&amp;szlig;t in denen ich mein Brot verdiene.

Es wird mir etwas aufgedr&amp;auml;ngt, was ich zu sehen habe, und wie ich es zu sehen habe. Ein aufkl&amp;auml;rerischer Imperativ verkittet die Pr&amp;auml;parate, die hinten in den Sammlungen voller Geheimnisse stecken. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wie soll ich, frag ich mich mehr oder weniger peinlich ber&amp;uuml;hrt, hier die Faszination und das Besondere das von den Objekten ausgeht und mich zum Forschen (!) anregt, repr&amp;auml;sentiert finden? Genau dar&amp;uuml;ber wurde schon Vieles und sehr Witziges geschrieben und ich brauche mich darin nicht zu wiederholen. &lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span&gt;Aber seltsamerweise finde ich in vielen popul&amp;auml;ren wissenschaftlichen Texten und Filmen genau diese verkitschende Verkittung wieder. 

Ich meine, und damit bin ich am Punkt meines &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;posts&lt;/span&gt;, dass Wissenschafts-outreaching sich vielleicht besser gar nich so sehr auf die Ergebnisse und &amp;quot;Produkte&amp;quot; des Forschens werfen, sondern die Prozesse und Motivationen des Forschens nachf&amp;uuml;hlbar machen sollte. Outreaching muss sozusagen haptisch sein und statt mich fraglos und beeindruckt machen neugierig und fragend. 
&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es gibt im Pariser Naturkundemuseum diese wunderbare Galerie d&amp;#39; Anatomie Compar&amp;eacute;e in der in einem wildem Durcheinander an die tausend Skelette gezeigt werden, ganz wie in einem Sammlungssaal. Wenn man da hindurch gegangen ist, wei&amp;szlig; man nicht sehr viel mehr von all den Tieren, aber man ist ganz aufgeregt und m&amp;ouml;chte gerne Wissen, was diese Vielfalt, diese Formen zu bedeuten haben. 
&lt;div&gt;&lt;br class=&quot;khtml-block-placeholder&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Jere Lipps, Pal&amp;auml;ontologe und Kurator in Berkeley hat einen sehr lesenswerten Artikel [&lt;a href=&quot;http://palaeo-electronica.org/2007_2/editorial/focus.htm&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;] zu seinem Eindruck von der Galerie geschrieben, den ich hier nur empfehlen kann.

Vielleicht sind diese Ausstellungen erst dann interessant, wenn sie unser Nichtwissen zeigen und Neugierig darauf machen, etwas wissen zu wollen. Aber ist das dann noch etwas f&amp;uuml;rs Museum?&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
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         <dc:creator>kroeger</dc:creator>
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    <category>Allgemein</category>
         <pubDate>Thu, 22 Nov 2007 23:11:38 +0100</pubDate>
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   <title>Pusten mit Synthesys</title>
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    &lt;p&gt;Pusten, das ist gerade die Besch&amp;auml;ftigung mit der f&amp;uuml;r mich hier alles anf&amp;auml;ngt, hier in Stockholm. Ich bin n&amp;auml;mlich gerade im sch&amp;ouml;nen Stockholm am &lt;a href=&quot;http://www.nrm.se/forskningochsamlingar/fossil/paleozoologi.31.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Naturhistoriska Riksmuseet&lt;/a&gt; und arbeite in der Pal&amp;auml;ontologischen Sammlung. Nicht, dass die Sammlung verstaubt w&amp;auml;re. Das ist sie keinesfalls aber, wie in den meisten Museen gibt es da Ecken in denen weniger Bewegung stattfindet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In meinem Fall geht es um Fossilien, die auf der Insel &amp;Ouml;land im sp&amp;auml;ten 19Jh von einem gewissen Herrn Gerhard Holm und seiner Frau gesucht wurden. Viele Fossilien. Die Holms waren leidenschaftlicher Sammler und m&amp;uuml;ssen st&amp;auml;ndig an der K&amp;uuml;ste von &amp;Ouml;land rumgeklopft haben. Holm war lange Jahre der pal&amp;auml;ontologische Kustos am Stockholmer Museum und hat eine einmalige Sammlung zusammengetragen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/gallery/10/holm.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Holms Nautiliden&quot; /&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er hat dort nun auch viele Cephalopoden gesammelt. Selbst hat er nur ganz wenig zu diesen St&amp;uuml;cken ver&amp;ouml;ffentlicht, vor mehr als hundert Jahren. Seitdem wurden nur ganz wenige von den tausenden St&amp;uuml;cken bearbeitet und beschrieben. 1990 hat einmal ein armer Brite eine dicke Doktorarbeit dar&amp;uuml;ber verfasst, die Arbeit jedoch nie ver&amp;ouml;ffentlicht. Dabei sind die St&amp;uuml;cke extrem wichtig. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Cephalopoden geh&amp;ouml;ren ja in &amp;Ouml;land zu den h&amp;auml;ufigsten Fossilien, alle sagen immer nur &amp;quot;Orthoceren&amp;quot; dazu, dabei gibt es eine gro&amp;szlig;e Vielfalt die uns Wichtiges von dem Leben im Ostseeraum vor 480 Millionen Jahren erz&amp;auml;hlen k&amp;ouml;nnte. In den USA wurden die gleichalten Faunen bereits ab den 1930igern komplett beschrieben, in Russland in den 1960igern und in China in den 1980igern. Nur die baltische Nautilidenfauna kennt niemand, weil sich bisher noch niemand gefunden hat das zu machen. Schweden ist ja ein kleines Land und die Pal&amp;auml;ontologen hatten anderes zu tun. Dabei ist das so &amp;auml;hnlich, als wenn wir es bisher vers&amp;auml;umt h&amp;auml;tten die schwedischen Heidekr&amp;auml;uter botanisch zu beschreiben (und das im Lande von Linn&amp;eacute;). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun aber komme ich, ha, unterst&amp;uuml;tzt von der Europ&amp;auml;ische Science Foundation. Die gibt n&amp;auml;mlich den gro&amp;szlig;en Europ&amp;auml;ischen Museen seit ein paar Jahren Geld damit sie Systematiker einladen k&amp;ouml;nnen um an ihren Sammlungen zu arbeiten. &lt;a href=&quot;http://www.synthesys.info/access.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Synthesys&lt;/a&gt; nennt sich das Programm und ist etwas Wunderbares. Ich k&amp;ouml;nnte, wenn ich Zeit h&amp;auml;tte, halb Europa damit bereisen. Aber hier in Stockholm bin ich wohl noch eine Weile besch&amp;auml;ftigt. Ist ja auch sch&amp;ouml;n. &lt;/p&gt;
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    <category>Allgemein</category>
         <pubDate>Thu, 15 Nov 2007 00:42:51 +0100</pubDate>
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    <item>
   <title>Der dänische Typ</title>
   <description>
    &lt;p&gt;Fossilien kann man &amp;uuml;berall sammeln, selbst in &lt;a href=&quot;http://maps.google.de/maps?q=gutengermendorf&amp;amp;hl=de&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;ll=52.941759,13.174238&amp;amp;spn=0.022655,0.053473&amp;amp;t=k&amp;amp;z=14&amp;amp;om=1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gutengermendorf&lt;/a&gt;. Da liegen die am Feldrand. Und wenn man beim spazieren mit einem H&amp;auml;mmerchen auf die Kalkbrocken klopft findet man mal einen Trilobit oder mal einen Endocerat, manchmal auch einen Seeigel und wenn man ganz gro&amp;szlig;es Gl&amp;uuml;ck hat auch einen Xenusion.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber das ist bisher nur einmal passiert und nicht in Gutengermendorf im L&amp;ouml;wenberger Land, sondern ein bisschen weiter westlich in Heiligengrabe in der Prignitz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das wissen Leute, die sich Geschiebesammler nennen. Das h&amp;ouml;rt sich seltsam an, &amp;ldquo;Geschiebe&amp;rdquo;. Der alte Leopold von Buch hat dazu noch &amp;ldquo;Rollsteine&amp;rdquo; gesagt, weil er glaubte eine Flutkatastrophe h&amp;auml;tte die Gesteine in Norddeutschland derart durcheinandergewirrt, dass sich Vaginatenkalk friedlich neben Rhombenporphyr tummelt. Den Geschiebesammlern ist es eine Lust, weil es immer eine &amp;Uuml;berraschung bleibt mit welchen Funden sie am Abend heimkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img src=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/gallery/10/previews/remel%E9.gif&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Preview&quot; title=&quot;Preview&quot; /&gt; *Adolf Remel&amp;eacute;, sitzend, in Liepe bei Berlin, 1880&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Geschiebesammler sind gesellige Leute und daher veranstalten sie viele Tagungen. An diesem Wochendende findet eine davon am Berliner Museum f&amp;uuml;r Naturkunde statt, eine andere gab es schon am letzten Wochenende in der sch&amp;ouml;nen Holsteinischen Schweiz und das n&amp;auml;chste Treffen findet wohl im Fr&amp;uuml;hjahr in L&amp;uuml;beck statt und wenn ich das richtig verstehe werden wir dort etwas &amp;uuml;ber den &amp;ldquo;D&amp;auml;nischen Typ&amp;rdquo; erfahren. Nein, das ist kein ber&amp;uuml;hmter d&amp;auml;nischer Existenzialist sondern schlicht ein amphibolporphyroblastischer Fels.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum schreib ich das? Weil ich gerne bei diesen Tagungen dabei bin und mich hiermit als Geschiebesammler oute. Und was passt besser zur Er&amp;ouml;ffnung eines neuen Blogs, als ein Outing.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Links:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.geoversum.info/forum/viewtopic.php?t=1511%20%20target=&quot;&gt;12. Berliner Tagung f&amp;uuml;r Geschiebeforschung &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Zeitschrift &amp;quot;&lt;a href=&quot;http://www.geschiebesammler.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Der Geschiebesammler&lt;/a&gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://geschiebekunde.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gesellschaft f&amp;uuml;r Geschiebekunde&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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    <category>Allgemein</category>
         <pubDate>Thu, 08 Nov 2007 23:20:04 +0100</pubDate>
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