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Wassertanz im Schatten der Milchstraße

28. August 2010, 13:45

In unseren Breiten ist ja schon selten, die Milchstraße überhaupt sehen zu können. Selbst wenn es völlig sternenklar ist, ist doch an vielen Orten das Umgebungslicht viel zu stark, als dass man mehr als die hellsten paar Sterne ausmachen könnte. Viele Menschen sind sogar felsenfest davon überzeugt, keine farbigen Himmelslichter sehen zu können - nicht einmal den Mars sehen sie als rot an.

Am besten habe ich die Milchstraße bei einem Besuch in Patagonien in Chile sehen können. Sie spannte sich majestätisch über den Himmel, mit unglaublich vie Detail. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Da war es auch, dass ich das erste Mal versucht habe, mit meiner kleinen Digitalkamera die Sterne zu fotografieren. Leider ergebnislos, das Rauschen war bei meinem Chip einfach zu stark. 

Hier sieht man das andere Ende von Spektrum der Sternfotografie. Die Milchstraße über dem Loch Ard Gorde in Australien. Man sieht sogar den Schatten, den die Milchstraße wirft! Wunderschön!


Water Dance from Alex Cherney on Vimeo.


via: Astronomy Picture of the Day



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Warum wir die Entdecker brauchen

05. Juni 2010, 00:45

Die Zeiten sind hart, überall soll und muss gespart werden. Warum wir trotzdem die Entdecker, die durch Neugierde getriebene Wissenschaft weiter finanzieren müssen, erklärt der wunderbare Brian Cox, Teilchenphysiker, im Rahmen eines TED-Vortrags. Für diejenigen, die den englischsprachigen Vortrag lieber im Original anschauen wollen: Ich füge ihn unten ein. Für alle anderen meine kurze Zusammenfassung:

Cox beginnt dabei mit einer Übersicht über die britischen Ausgaben für Wissenschaft im Jahr 2008/2009: von dem 620 Milliarden Pfund Jahresbudget werden gerade einmal 3.3 Milliarden für Wissenschaft ausgegeben-ein Prozentsatz, der in Deutschland ganz ähnlich ist.

Als nächstes geht Cox darauf ein, was dieses eingesetzte Geld "bringt": Die Erforschung des Sonnensystems hat zunächst einfach wunderschöne Bilder produziert, wie das folgende von der Cassini-Mission: 

Cassini Enceladus
Bild: NASA/JPL/SSI

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Vulkanische Blitze

09. Mai 2010, 21:04

Der Luftraum über München ist wieder einmal wegen Aschegefahr gesperrt - und es ist kein Ende in Sicht, es sieht so aus, als würde uns der Vulkan noch auf lange Zeit immer wieder einmal auf Trab halten.

Immerhin beschert uns der Eyjafjallajökull nicht nur Ärger und Probleme, sondern auch Bilder wie dieses: 

Blitze am Eyjafjallajökull
Blitze am Eyjafjallajökull, mit freundlicher Genehmigung von Olivier Vandeginste

Dass Blitze beim Ausbruch von Vulkanen auftreten, ist keinesfalls selten.Dieser Stich aus dem Jahr 1794 beispielsweise zeigt einen Ausbruch des Vesuv. Blitze sind gut in der Wolke zu erkennen:

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Ein langer Weg

22. März 2010, 22:32

Stille... herrschte nicht nur viel zu lange in diesem Blog, sondern war unter anderem auch das, was ich in meinem Urlaub in Tansania gesucht habe - was dann wieder die Stille im Blog erklärt. So wird meine Rückkehr zum Bloggen auch offtopic beginnen: mit einem kurzen Bericht über einen kleinen Teil meiner Erlebnisse in Afrika.

Wir waren also in Tansania. Dieses Land besteht aus zwei Teilen, Tanganjika auf dem Festland und den Inseln, die unter dem Namen Sansibar zusammengefasst sind. Wir haben den Norden Tanganjika besucht, die Serengeti und den Ngorongoro-Krater, und die Hauptinsel Sansibars.

Hier möchte ich, wenigstens vorerst, nur über einen Ort berichten, der mich besonders beeindruckt hat: die Olduvai-Schlucht. Diese Schlucht liegt am Rand der Serengeti und wird durch Regenwasser geformt, das aus der Serengeti abläuft [1]. Dabei werden Fossilien freigelegt, die Jahrmillionen im Gestein verborgen waren. Dies hat dazu geführt, dass viele Tierfossilien gefunden wurden, aber auch Millionen Jahre alte Steinwerkzeuge und Fossilien der Vorgänger der Menschen.

IMG_0558
Die Olvudai-Schlucht [3]

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Das Hubble Deep Field

14. August 2009, 21:55

Ich habe mittlerweile schon zwei Mal einen Vortrag beim Girls' Day bei uns am Institut gehalten, bei dem es um meine Erfahrungen als Frau in der Physik gehen sollte. Ich erzähle, wie ich zur Physik gekommen bin - denn eine meine Erfahrungen ist, dass ich als Studentin schon oft völlig verständnislos gefragt wurde "Warum denn gerade PHYSIK?".

Bei diesem Vortrag zeige ich dann das Hubble Deep Field, das mich als 16jährige sehr beeinflusst hat - und auch bei den Mädchen im Publikum gut ankommt, einmal wurde es sogar während des Vortrags von der Leinwand abfotografiert.

Das Bild ist im Jahr 1996 entstanden, indem das Hubble-Team das Teleskop auf einen kleinen Flecken im Weltraum gerichtet hat, der bis dahin als völlig leer galt, in dem es keine bisher bekannten Galaxien gab, keine hellen Sterne, usw. Die Größe dieses Gebiets entspricht mit einer Kantenlänge von 144 Bogensekunden ungefähr der Größe, unter der ein Tennisball in 100 Metern Entfernung erscheint. Nach 10 Tagen und 342 Fotografien wurde das endgültige Bild zusammengesetzt:

Hubble Deep Field
Hubble Deep Field - Robert Williams and the Hubble Deep Field Team (STScI) and NASA
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Wunder - Bare Wissenschaft

30. März 2009, 23:43

When I heard the learn'd astronomer,
When the proofs, the figures, were ranged in columns before me,
When I was shown the charts, the diagrams, to add, divide, and measure them,
When I sitting heard the learned astronomer where he lectured with much applause in the lecture room,
How soon unaccountable I became tired and sick,
Till rising and gliding out I wander'd off by myself,
In the mystical moist night-air, and from time to time,
Look'd up in perfect silence at the stars.

(Übersetzung ins Deutsche - ganz am Ende)  

Dieses Gedicht, When I Heard the Learn'd Astronomer von Walt Whitman, stammt aus dem 19. Jahrhundert, aber es beschreibt, was der Wissenschaft immer wieder einmal vorgeworfen wird - so auch während des Deidesheimer Bloggertreffens letztes Wochenende bei einer Diskussion: Die Entzauberung der Welt. (weiter)

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