Zuendspannung wissenslogs

Parabelflug - Wrap-Up

14. Februar 2009, 19:01

Michael 500Gestern sind wir wieder aus Bordeaux zurück nach München gekommen - die Parabelflugkampagne ging dann, nach der vielen Vorbereitung, wirklich schnell vorbei.

Am letzten Flugtag hatten wir noch etwas Stress, da derjenige, der die meisten Experimente für diesen Tag (Anregung von einzelnen Wellen im komplexen Plasma) vorbereitet hatte, am Vorabend plötzlich krank geworden ist. So mussten wir mit einem Ersatzteam fliegen und uns genau an die Arbeitsanweisungen halten, auf denen die Parameter festgehalten waren, die eingestellt werden sollten. Teilweise sind wir dann aber doch von den geplanten Werten abgewichen, da uns nach den Beobachtungen andere Dinge sinnvoller erschienen - hoffentlich im Sinne des Erfinders.

Der Flug selbst war wieder toll - mit jedem Tag gewöhnt man sich besser an die Schwerelosigkeit  (weiter)

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Parabeln reloaded

11. Februar 2009, 22:46

Ralf beim SchwebenDer zweite Flugtag der Parabel-flugkampagne ist jetzt auch schon vorbei. Im Vergleich zu gestern lief bei uns alles entspannter ab, wir hatten jetzt schon fast Routine.

Die Hardware hat wieder perfekt funktioniert, und auch die Experimente sind gelaufen. Bei einem Teil der Experimente, die ich vorbereitet hatte, ist genau das Ergebnis herausgekommen, das wir uns gedacht hatten, bei einigen anderen nicht so ganz. Morgen mache ich aber weiter, dieses Mal mit Neon anstelle von Argon, worauf ich schon sehr gespannt bin.

Durch die zusätzliche Routine im Vergleich zu gestern und den glücklichen Umstand, dass sich während des ganzes Flugs wieder alle Teammitglieder wohl gefühlt haben und die Hardware sehr gut funktionierte, hatten wir tatsächlich auch Experimente, an denen zwei Experimentatoren ausreichten, und der jeweils andere konnte in die Free Float - Area gehen (für zwei der 31 Parabeln).

Dort macht das Schweben gleich noch einmal mehr Spaß als direkt vor dem Rack bei der Arbeit, man hat mehr Platz zur Verfügung. Allerdings kommt es auch vor, dass man vor dem Rack "abhebt", wie in dem Foto oben mein Kollege Ralf Heidemann. Dabei muss man natürlich besonders darauf achten, die Tastatur im Griff zu behalten.

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Warten auf die Sicherheitsüberprüfung

09. Februar 2009, 10:00

Heute morgen wurde das Parabelflug-Flugzeug schon um 7:15 geöffnet, so dass die Experimentatoren weitere Vorbereitungen durchführen können. Wir haben hauptsächlich gepumpt, um ein möglichst gutes Vakuum zu erreichen (leider dürfen wir nichts anlassen, wenn niemand beim Experiment ist, d.h. auch nicht das Wochenende über pumpen). Ansonsten haben wir noch einmal die Prozeduren getestet.

Jetzt wurden alle aus dem Flugzeug geschmissen, und die Experimente werden nach und nach noch einmal durchgecheckt. Dazu müssen dann die Teammitglieder des jeweiligen Experiments ins Flugzeug gehen, alle anderen bleiben draußen. Wir warten gerade darauf, dass wir an die Reihe kommen - und nutzen die Zeit, um noch mehr Dokumentation zu unseren Vorgängen zu schreiben, alle Parameter noch einmal zu überprüfen usw.

Heute nachmittag folgt dann die Sicherheitseinweisung, an der alle teilnehmen müssen, die mitfliegen wollen. Dann haben wir noch einmal kurz Zeit mit den Experimenten, und schließlich gibt es eine kleine Begrüßungsfeier.



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Viele Vorbereitungen

08. Februar 2009, 12:10

Das Parabelflug-FlugzeugDie letzte Woche war ziemlich anstrengend. Wir sind morgens um viertel vor acht aufgebrochen zu Novespace, um dort bis abends an dem Rack im Parabelflug-Flugzeug zu arbeiten und zu testen. (Das Foto links zeigt das Flugzeug, und das unten mich vor einem der extra großen Triebwerke, aufgenommen von M. Kretschmer).

Das Arbeiten in dem Flugzeug ist schon alleine wegen des Lautstärkelevels und den vielen Leuten im Flieger anstrengend.  Neben uns ist z.B. ein Experiment aufgebaut, (weiter)

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Parabelflug-Rack montiert

05. Februar 2009, 00:49

.Nur ein kurzes Status-Update betreffs unseres Parabelflug-Experiments: Das Rack ist gut hier in Bordeaux angekommen, hat am Dienstag dann auch die Sicherheits- überprüfung der Firma, die den Flug durchführt, überstanden. Heute morgen durften wir es dann schon im Flugzeug montieren, was auch perfekt funktioniert hat.

Nachmittags haben wir weitere Tests durchgeführt und das Rack außerdem mit Schaumstoff verkleidet, so dass keine Kanten vorhanden sind, an denen man sich während der Schwerelosigkeit verletzten könnte. Morgen werden wir vermutlich die genauen Abläufe während des Fluges durchspielen.



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Auf zum Parabelflug!

01. Februar 2009, 14:09

Kaum ist die 10. Mission von PK-3 Plus abgeschlossen, geht es schon mit dem nächsten Projekt weiter - Fast PK-3 Plus, das auf dem Parabelflug des DLR im Februar fliegen soll. Unsere Vorbereitungen sind jetzt so gut wie abgeschlossen - und das sollten sie auch sein, denn nächste Woche geht es schon nach Bordeaux! Das Experiment-Rack ist rechtzeitig fertig geworden, dank der Hilfe und Arbeit vieler Mechaniker, Ingenieure und Elektrotechniker des Instituts. (Auf dem Foto oben sieht man Michael Kretschmer, Ralf Heidemann und mich vor dem Rack mit dem Fast PK-3 Plus Logo.)

Ich war wirklich überrascht,  (weiter)

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Erstes Licht im Parabelflugaufbau

18. Dezember 2008, 22:07

Beim Kalibrieren des LasersUnsere Vorbereitungen für den Parabelfug schreiten voran. Gestern haben wir unseren neuen grünen Laser mit der fertigen, parabelflugsicheren Optik, Verschiebetisch usw. getestet. Links sieht man zwei meiner Kollegen beim Kalibrieren des Lasers in dem recht engen Parabelflugrack.

Der grüne Laser hat im Vergleich zu unserem vorherigen roten den Vorteil, dass die Kamera bei dieser Wellenlänge lichtempfindlicher ist und wir also besser mit einer hohen Bildrate aufnehmen können - und das ist schließlich der ganze Sinn unser geplanten Experimente: schnelle Aufnahmen in dem komplexen Plasma.

Teilchen haben wir auch schon testweise mit dem Laser beleuchtet, wie man auch in dem Beweisfoto unten sieht. Das silberne Runde im Vordergrund ist unsere Elektrode, das blaue Leuchten das Argonplasma. Die grüne Wolke in der Bildmitte sind unsere Teilchen, weiter hinten sieht man eine Reflexion an einem Fenster der Plasmakammer - und noch weiter hinten eine gewisse Physikerin. 

Erstes Licht im ParabelflugaufbauAuch der Rest des Aufbaus macht Fortschritte. Der Laser und der Hochfrequenzgenerator, mit dem das Plasma erzeugt wird, sind an das Interlock-System angeschlossen. Später soll das die beiden Geräte ausschalten, sobald die Abdeckungen des Racks geöffnet werden, um so zu verhindern, dass z.B. jemand aus Versehen in den Laserstrahl guckt.

Die administrativen Dinge ziehen sich etwas hin. Wir brauchen zum Beispiel noch Bescheinigungen, dass unsere Gasflaschen einen hohen Druck abkönnen, was bei den kleinen Gasflaschen, die wir verwenden, schwierig ist. Ich hoffe, dass wir das alles bald geregelt bekommen; dieser Teil der Vorbereitung ist auf alle Fälle aufwendiger, als ich befürchtet hatte.


"Beweisfoto" unten von M. Kretschmer

 



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Parabelflug - Vorbereitungen

30. November 2008, 11:42

Es gibt (immer noch ;) ) keine Anti-Schwerkraftmaschine. Daher muss man auf einen Trick zurückgreifen, um Versuche ohne den Einfluss der Gravitation durchführen zu können: Wenn ein Objekt fällt, ist es schwerelos. Das nutzt auch die Raumstation aus, die sozusagen um die Erde herum fällt. Es gibt außerdem Falltürme, bei denen Experimente in einem Vakuum fallen gelassen werden und in dieser Zeit schwerelos sind. Wenn nun aber der Experimentator mitkommen soll,  (weiter)

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