Zuendspannung wissenslogs

Spannende Wochen

19. Mai 2009, 18:00

Die letzten Wochen waren sehr spannend bei uns im Institut.

Vor zwei Wochen sind unsere russischen Kollegen zu Besuch gekommen und haben die Daten der letzten Mission auf der Raumstation mitgebracht, die vorher von der Sojuz zurück zur Erde geholt wurden.

Das läuft dann immer so ab, dass das gesamte Team sich in einem Besprechungsraum trifft und die Videos der Daten anschaut. Wir haben dabei einiges an sehr schöner Kristallisation der Mikroteilchen im Plasma beobachten können, und auch die Durchdringung einer Wolke von Teilchen von anderen, neu eingeschüttelten.

Blasen, wie sie auf der Erde unter Einwirkung von Thermophorese entstehen (und die unter anderem Teil meiner Doktorarbeit sind), konnten wir allerdings leider wieder nicht sehen; die Teilchen wurden durch den angelegten Temperaturunterschied einfach zur Seite gedrückt. Natürlich ist auch das Nicht-Auftreten eines Effekts ein Ergebnis (wenn auch kein sehr befriedigendes):  (weiter)

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Obama: Das große Ziel unserer Generation

09. Mai 2009, 18:42

"Wir wählen es, zum Mond zu fliegen [...], nicht weil es leicht ist, sondern schwierig, weil dieses Ziel die besten unserer Energien und Fähigkeiten organisieren und messen wird, weil diese Herausforderung eine ist, die wir annehmen, eine, die wir nicht verschieben wollen, und eine, die wir vorhaben zu gewinnen."

Mit dieser historischen Rede hat Präsident Kennedy vor fast 50 Jahren die amerikanische Nation auf ein Ziel eingeschworen, das neben eines Triumphs im Rennen zum Mond gegenüber der Sowietunion auch zu vielen neuen Technologien und einer massiven Investition in Wissenschaft, Bildung und Forschung führte. Viele Menschen wurde inspiriert, haben eine technische oder wissenschaftliche Karriere eingeschlagen, von der die USA noch heute profitiert.

Präsident Obama hat am 27. April bei einer Rede vor der amerikanischen Akademie der Wissenschaften etwas ähnliches versucht.  (weiter)

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Blogvisite 2009 – Wenn der Funken überspringt

19. April 2009, 12:48

[Eine Blogvisite verfasst von Sandra ThalAmuse gueule
 
Kochen ist Physik - ebenso wie Biologie und Biochemie. Als Biologin habe ich zwar gewisse Grundkenntnisse in der Physik, zähle mich aber eher zum interessierten Publikum, als zum Fach-Publikum. Deshalb finde ich es toll, wenn eine Physikerin, es schafft - mich eine Biologin- für ihren Arbeitsalltag und die Physik zu begeistern.
 
In über 100 Einträge konnte man bisher mitverfolgen, wie physikalische Experimente geplant und durchgeführt werden. Ob beim Parabelflug, auf der ISS oder bei einem Fachvortrag im Max-Planck-Institut über „Leuchtende Nachtwolken“ immer hat man das Gefühl, Live dabei zu sein.
 
Tatsächlich verwirklicht dieser Blog für mich am stärksten die Grundidee der Scilogs: der Blog als wissenschaftliches Tagebuch – aktuell, regelmäßig, informativ und einfach geschrieben. Die zusätzlichen Themen-Links und die eindrucksvollen Bilder, die die meisten Einträge begleiten, sind so etwas wie Sahnetoppings – sie runden die Beiträge perfekt ab.
 
Einzig bei den eingestreuten Comic-Sequenzen ohne Begleittexte, springt der Funke bei mir nicht über. Bedenklich einerseits wegen möglicher Urheberrechtsverstöße - andererseits fehlt mir einfach ein Text, ähnlich einer Verzehranweisung, wie man sie heutzutage auch für die Molekulare Küche braucht.
 
Trotzdem ich freue mich, wie viele andere darauf, demnächst wieder in dem physikalischen Tagebuch von Mierk Schwabe zu lesen.


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Wunder - Bare Wissenschaft

30. März 2009, 23:43

When I heard the learn'd astronomer,
When the proofs, the figures, were ranged in columns before me,
When I was shown the charts, the diagrams, to add, divide, and measure them,
When I sitting heard the learned astronomer where he lectured with much applause in the lecture room,
How soon unaccountable I became tired and sick,
Till rising and gliding out I wander'd off by myself,
In the mystical moist night-air, and from time to time,
Look'd up in perfect silence at the stars.

(Übersetzung ins Deutsche - ganz am Ende)  

Dieses Gedicht, When I Heard the Learn'd Astronomer von Walt Whitman, stammt aus dem 19. Jahrhundert, aber es beschreibt, was der Wissenschaft immer wieder einmal vorgeworfen wird - so auch während des Deidesheimer Bloggertreffens letztes Wochenende bei einer Diskussion: Die Entzauberung der Welt. (weiter)

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Leuchtende Nachtwolken

09. März 2009, 21:58

Im Moment ist einer der weltweit führenden Experten für Leuchtende Nachtwolken (noctilucent clouds auf Englisch, NLC) bei uns im Institut zu Besuch, Prof. Ove Havnes. Professor Havnes hat dann auch gleich einen Vortrag zu diesem Phänomen gehalten, darüber, welche Fakten dazu man bisher erklären kann, und - besonders spannend - welche nicht.

Leuchtende Nachtwolken treten in den nördlichen Breiten vor allem in den Sommermonaten auf. Man sieht diese Wolken noch nach Sonnenuntergang hell am Nachthimmel leuchten. 

Dass sie noch nach Sonnenuntergang sichtbar sind, liegt natürlich daran, dass die Eisteilchen, aus denen die Wolken bestehen,  (weiter)

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Evolutionstag

25. Februar 2009, 22:41

Mal etwas offtopic, aber passend zum Darwin-Jahr: Die Giordano Bruno Stiftung hat eine online Petition mit dem Ziel gestartet, Christi-Himmelfahrt in "Evolutionstag" umzubenennen. An diesem Tag soll gefeiert werden, dass wir "endlich den kindlichen Narzissmus überwunden haben, der uns dazu verleitete, unsere Art als „Krone der Schöpfung“ zu betrachten."

Ein christlicher Feiertag soll deswegen umbenannt werden, da es wohl aus politischen Gründen unmöglich ist, einen neuen Feiertag einzuführen - aber das konfessionslose Drittel der Bevölkerung auch in den Feiertagen vertreten sein sollte. Außerdem wird ein wirksames Zeichen für die Evolutionstheorie und den damit einhergehenden Erkenntnisgewinn gesetzt.

Die Petition kann hier unterschrieben werden:

http://www.darwin-jahr.de/e-day

Passend zum Thema wurde auch gleich ein You-Tube-Video veröffentlicht:


 



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Der Unterschied zwischen Wissenschaftlern und normalen Leuten

23. Februar 2009, 13:20

Mehr hier

TOTH: Peter Huber

 



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Parabelflug - Wrap-Up

14. Februar 2009, 19:01

Michael 500Gestern sind wir wieder aus Bordeaux zurück nach München gekommen - die Parabelflugkampagne ging dann, nach der vielen Vorbereitung, wirklich schnell vorbei.

Am letzten Flugtag hatten wir noch etwas Stress, da derjenige, der die meisten Experimente für diesen Tag (Anregung von einzelnen Wellen im komplexen Plasma) vorbereitet hatte, am Vorabend plötzlich krank geworden ist. So mussten wir mit einem Ersatzteam fliegen und uns genau an die Arbeitsanweisungen halten, auf denen die Parameter festgehalten waren, die eingestellt werden sollten. Teilweise sind wir dann aber doch von den geplanten Werten abgewichen, da uns nach den Beobachtungen andere Dinge sinnvoller erschienen - hoffentlich im Sinne des Erfinders.

Der Flug selbst war wieder toll - mit jedem Tag gewöhnt man sich besser an die Schwerelosigkeit  (weiter)

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Parabeln reloaded

11. Februar 2009, 22:46

Ralf beim SchwebenDer zweite Flugtag der Parabel-flugkampagne ist jetzt auch schon vorbei. Im Vergleich zu gestern lief bei uns alles entspannter ab, wir hatten jetzt schon fast Routine.

Die Hardware hat wieder perfekt funktioniert, und auch die Experimente sind gelaufen. Bei einem Teil der Experimente, die ich vorbereitet hatte, ist genau das Ergebnis herausgekommen, das wir uns gedacht hatten, bei einigen anderen nicht so ganz. Morgen mache ich aber weiter, dieses Mal mit Neon anstelle von Argon, worauf ich schon sehr gespannt bin.

Durch die zusätzliche Routine im Vergleich zu gestern und den glücklichen Umstand, dass sich während des ganzes Flugs wieder alle Teammitglieder wohl gefühlt haben und die Hardware sehr gut funktionierte, hatten wir tatsächlich auch Experimente, an denen zwei Experimentatoren ausreichten, und der jeweils andere konnte in die Free Float - Area gehen (für zwei der 31 Parabeln).

Dort macht das Schweben gleich noch einmal mehr Spaß als direkt vor dem Rack bei der Arbeit, man hat mehr Platz zur Verfügung. Allerdings kommt es auch vor, dass man vor dem Rack "abhebt", wie in dem Foto oben mein Kollege Ralf Heidemann. Dabei muss man natürlich besonders darauf achten, die Tastatur im Griff zu behalten.

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Völlig losgelöst

10. Februar 2009, 23:01

Der erste Parabelflug ist geschafft!

Aber von Anfang an. Gestern nachmittag fand die Sicherheitsbelehrung statt. Dort wurde das Parabelflug-Manöver genau erklärt, verschiedene Sicherheitsaspekte erläutert, medizinische Infos gegeben und alle Experimente kurz vorgestellt. Außerdem wurde uns gesagt, dass ein Sturm aufzog und es deshalb nicht sicher sei, ob wir überhaupt fliegen können.

Nach einer sehr windigen Nacht sind wir Flieger dann heute morgen gegen halb Acht bei Novespace angekommen (die Nicht-Flieger schon früher, um die Pumpen am Experiment anzuschalten). Dort haben wir die freudige Nachricht bekommen, dass der Flug stattfindet, da der Sturm mittlerweile weitergezogen war. Alle, die mitfliegen sollten, haben sich dann in die aushängende Liste eingetragen. Danach haben wir noch etwas bei der Vorbereitung des Experiments geholfen (was der Rest unserer Truppe aber super unter Kontrolle hatte) und sind dann in die blauen feuerfesten Overalls des DLR geschlüpft.

Wer wollte, konnte sich vom Fliegerarzt Scopolamin gegen Reisekrankheit abholen,  (weiter)

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szmtag