Dissipatives dunkles Soliton in einem Komplexen Plasma
Normale Wellen verbreitern sich im Laufe der Zeit. Solitonen sind eine Form von Wellen, die sich einzeln fortpflanzen. Die klassischen Solitonen bewegen sich dabei über eine lange Strecke mit konstanter Geschwindigkeit fort, ohne ihre Form zu verändern, was ein Resultat von einem Gleichgewicht zwischen linearen und nicht-linearen Effekten ist. Sie können einander auch durchlaufen, ohne ihre Eigenschaften zu verändern.
Diese Phänomene können zum Beispiel in Glasfasern zur Datenübertragung verwendet werden, um Daten ohne Repeater über enorme Strecken zu übertragen. Allerdings geht in diesen Systemen Energie verloren, so dass sich die Form des Solitons mit der Zeit durchaus ändert und es irgendwann auch völlig verschwunden ist. Man spricht dann von dissipativen Solitonen.
Das Gegenteil eines Solitons besteht aus einem sich fortpflanzenden Loch mit ansonsten genau denselben Eigenschaften - ein "dunkles Soliton".
Kollegen von mir am Max-Planck-Institut haben nun ein solches dissipatives dunkles Soliton in einem unserer Komplexen Plasmen beobachtet und in dem renommierten Journal Physical Review Letters beschrieben. (weiter)
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Aus diesem Anlass beende ich meine doktorarbeits-erzwungene Stille hier jetzt endlich. Wie schon des Öfteren hier im Blog berichtet, besteht ein sogenanntes komplexes Plasma aus einem ionisierten Gas, in dem sich zusätzliche Teilchen befinden, die meistens um ein paar Tausendstel Millimeter groß sind (und damit riesig im Vergleich mit den anderen Teilchen im Plasma, den Ionen, Atomen und Elektronen).
Seit gestern die Sojuz an der Internationalen Raumstation angedockt hat, ist die permanente Besatzung der ISS zum ersten Mal in ihrer Geschichte vollständig. Ab jetzt werden sechs Astronauten / Kosmonauten dort leben und forschen - zum ersten Mal steht etwa 50 Prozent der verfügbaren Zeit für die Wissenschaft zur Verfügung. Die Besatzung ist auch wirklich international - sie besteht aus einem Amerikaner, einem Kanadier, einem Japaner, einem Europäer und zwei Russen. Der ESA-Astronaut, Frank de Winne, hat damit die OasISS - Mission gestartet, in der viele wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden sollen. Mehr dazu bei den



