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Die Banken verbaseln alles!

22. Juni 2008, 14:38

Die so genannten Basel II Regeln verlangen von Banken, dass sie die Risiken vermeiden und managen. Tatsächlich aber werden die Risiken erhöht. Das sehen wir ja jetzt. Die Banken haben das Geld nicht sorgsam gehütet, sondern verbaselt. Wie geht das? Ich versuche, Ihnen eine Idee von Risikomanagement zu geben.

Wenn man einen Kredit vergibt, kann es sein, dass der nicht zurückgezahlt wird. Das ist das Risiko der Bank. Sie muss für diesen Fall gewappnet sein. Deshalb wäre es klug, wenn sie Geld zurücklegen würde, so viel, wie es dem eingegangenen Risiko entspräche. Sie deckt dann etwaige Verluste mit ihrem Eigenkapital ab. (weiter)

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Das Schweigen ist Schrei!

03. Juni 2008, 15:29

„Cum tacent clamant.“ Übersetzt: Ihr Schweigen ist wie Schreien, wie eine Anklage. Dieser berühmte Satz ist von Cicero. Es gibt heute eine Menge Schweigen. Das ist mehr wie Verzweiflung, aus Angst nicht anders als schweigen zu können. Oder das, wovon die Rede ist, liegt so fern, dass nur noch geschwiegen werden kann. Die aber reden, wissen das lieber nicht.

Wenn die Nachricht zu schrecklich ist, fürchten wir, als Bote gelyncht zu werden. Dann ist Schweigen für uns wie Gold. Wenn wir etwas befehlen wollen, was für andere schwer zu schlucken ist, sind wir mit dem Schlucken der Kröten ganz zufrieden. Die Gewalt, die wir übten, traf auf keine Gegengewalt. Immerhin. (weiter)

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Menschenbewertungen, das Perfekte Dinner und das Subjekt Inferior

25. Mai 2008, 13:59

Im Fernsehen gibt es jetzt Kochsendungen – auf allen Kanälen. Damit sich normale Deutsche überhaupt so etwas ansehen mögen, muss nach jedem Menü immer festgestellt werden, wie gut gekocht wurde. Wir müssen ja beckmessern, wer am besten war, oder? Es gibt bis zu zehn Punkte! „Ich mag wegen Schneckenphobie nur Dosengemüse, deshalb Null Punkte für den ekelhaft frischen Salat.“ Was wird da eigentlich bewertet? (weiter)

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ViaGrata - die Ethikpille

27. April 2008, 12:42

Jetzt kursieren Berichte um Bemühungen, unser Hirn zu verbessern. Die neue Bewegung heißt Neuro-Enhancement oder Cognitive Enhancement. Viele nehmen schon Constant-Focus-Pills, damit sie immer dasselbe gut können, ohne abgelenkt zu werden. Noch Viagra dazu und das Galeerensklaven-Diplom ist ein Klacks? (weiter)

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Zeile beherrscht Spalte und dominiert das Denken

16. April 2008, 11:10

Im Leben zählt meist nicht nur eines, oft auch ein anderes. Wir versuchen, dann zweidimensional zu denken, was wir nicht wirklich können. Wir stellen unsere Gedanken hilfsweise in einer Tabelle dar. Und jetzt verrate ich Ihnen ein Geheimnis: Das Wichtige schreiben Sie irgendwie immer in die Zeilen. Und deshalb irren Sie so oft. Zweidimensionales Denken ist wirklich in höherer Dimension, nicht erst Zeile, dann Spalte. Huuh, das ist zu theoretisch, ich weiß. (weiter)

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Verpuffen Sie bei schlechter Energieeffizienz?

25. März 2008, 08:49

Bei Elektrogeräten verpufft die meiste Energie irgendwie als Wärme – viel zu viel! Es gibt zu viele Reibungsverluste. Das scheint mir bei der Arbeit auch so zu sein. Alle schauen nur wie bei Glühbirnen, wie hell wir leuchten, aber nicht, wie viel Strom wir kriegen.

Glühbirnen sind zum Beispiel die effektivste Art, die Wohnung zu heizen. Sie setzen 95 bis 97 Prozent der Energie in Wärme um. Das schaffen andere Heizgeräte nie und nimmer. Dann wäre es doch besser, in Glühbirnen anstatt in Heizungen zu investieren! Ist da noch keiner drauf gekommen? Unser Tunnelblick auf Licht verhindert kreative Perspektiven, denke ich. Wer immer nur Licht will, sagt: Die meiste Energie verpufft in der Glühbirne zu Wärme. (weiter)

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Versager bringen satten Profit

09. März 2008, 15:45

„Das verstehe ich nicht! Bei unserer Sparkasse haben wir neue Leistungsgehälter vereinbart. Wir hatten aber leider ein rabenschwarzes Jahr. Mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter haben ihre Ziele verfehlt. Jetzt erfahren wir, dass die Vorstände satte Gehaltserhöhungen bekommen haben. Wie geht das? Alle versagen – und die da oben bedienen sich trotzdem?“ Ich hörte zu und seufzte. Keiner hat Ahnung von Finanzen! (weiter)

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Chemie des Dankes

24. Februar 2008, 22:39

Dank ist (so der Duden) ein Ausdruck der Anerkennung und des Verpflichtetseins für etwas, was man bekam. Undank ist Nichtanerkennung. Von dem einen gibt es zuwenig, vom andern zuviel. Und dann ist es noch eine Kunst, richtig zu danken. Das geht nicht irgendwie! Bitte – es gibt eine Chemie des Dankes! (weiter)

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Die Rede sind Sie!

14. Februar 2008, 14:47

Konferenzbesucher müssen so viele Reden erdulden. Viele Werbebotschaften, Wahl Gewinnendes, Flaches, langweilige Firmenvorstellungen und auch ganz unverständlich Technisches. Zuhören aber ist Pflicht, weil der Konferenzbesuch so teuer war. In uns weht die Sehnsucht nach jemandem, der etwas zu sagen hat, und wie!

Ich habe hier an dieser Stelle überzeichnete Beispielreden vorgestellt. Ich habe mich hinterher gefragt, warum die Reden meistens so schlecht sind – wo auch immer. (weiter)

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Über Konferenzpausen

28. Januar 2008, 16:29

„Ich darf Sie ganz herzlich zu unserer Konferenz begrüßen. Es ist alles auf das Beste vorbereitet. Wir haben uns viel vorgenommen. Ein dichtgepacktes Programm erwartet uns. Wir haben jetzt leider durch das Kaffeetrinken am Anfang schon 15 Minuten Puffer eingebüßt. Wir sind etwas lax gewesen, weil wir ja wissen, wie wichtig die Pausen bei einer Tagung sind, besonders für Sie als Konferenzteilneh-mer. Sie wollen ja auch Netzwerke während dieser Veranstaltung bilden. Das verstehen wir gut. Wir müssen jetzt aber wirklich mit der Konferenz beginnen. (weiter)

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