Zur Person

Seit Kindestagen ist Daniel Lingenhöhl begeistert vom Regenwald und seinen Bewohnern - und betrübt über die rasante Zerstörung des Ökosystems: Einst bedeckten Tropenwälder mehr als zehn Prozent der Erdoberfläche, heute ist davon nur noch die Hälfte übrig. Und die Abholzung schreitet weiter rapide voran, vor allem um Platz zu schaffen für Vieh und dessen Futter, das den wachsenden Fleischhunger der Menschheit decken soll.
Daniel Lingenhöhl ist promovierter Geowissenschaftler von der Universität Erlangen. Er arbeitet und lebt als Wissenschaftsjournalist und Buchautor in Heidelberg - und schreibt bevorzugt über Ornithologie, Artenvielfalt und Regenwälder. Über den World Land Trust „besitzt“ er mehrere Hektar Tropenwald in Ecuador und Brasilien.
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Der Schutz der (Ur)Wälder ist in aller Munde. Regierungen, Firmen und die großen "Umweltorganisationen" schmücken damit schöne Reden, Webseiten und Hochglanzbroschüren. Milliardensummen werden für den Erhalt der Wälder gefordert. Die Wälder sollen einen monetären Wert bekommen, um damit spekulieren und auf Märkten Handel betreiben zu können. "Nachhaltige" kommerzielle Nutzung soll europäische KonsumentenInnen mit "zertifiziertem" Edelholz beliefern, einige Totalschutzgebiete als Arche Noah der Artenvielfalt und Tourismusziel dienen.
Doch Motorsägen, Planierraupen und Zäune sind keine Waldschützer, sie dienen dem Plündern. Sie vernichten nicht nur Biodiversität, zerstören Böden, Wasserhaushalt und Klima, sie vertreiben auch die Menschen, die die Wälder bis heute verteidigt und mit ihrer Lebensweise geschützt haben: Millionen von Kleinbauern und indigenen Ureinwohnern.
Klaus Schenck, Diplom-Holzwirt, Rettet den Regenwald e.V.


