Wissenslogs Vom Hai gebissen

Schweine in ökologischer Haltung

26. Februar 2010, 12:31

"Man muss ein Schwein sein auf dieser Welt" - ein Lied von den Prinzen, aus meiner Sicht schon Urzeiten her. Vermutlich meinten sie damit aber keineswegs die Tiere, die in unserem Leben oft nur als Schnitzel oder Braten vorkommen. Ein Leben, das vornehmlich aus "Dickwerden" - auch Mästen genannt - besteht und letztlich im Schlachthof endet - erscheint nicht besonders erfüllt. Auch die Haltungsbedingungen geraten oft in die Kritik. Und außerdem: welchen Tieren geht es denn nun besser? Denen aus ökologischer Haltung oder denen aus konventioneller Haltung? Und ist der augenscheinlich logisch wirkende Punkt richtig, dass traditionelle Haustier-Rassen für eine Ökohaltung besser geeignet sind als jene, die für die konventionelle Haltung optimiert wurden? (weiter)

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Ökologische Tierhaltung doch nicht besser? (Update)

15. Januar 2010, 23:56

Dieser Artikel ist eine Einleitung zu weiteren Artikeln zu diesem Thema

So, nun will auch ich mal das Jahr 2010 als Blogger begrüßen. Dabei beschäftigt mich das Thema dieses Artikels schon seit 2009. Irgendwie kennt sie jeder. Schließlich kann man sie im Supermarkt kaum übersehen. Ich spreche von Öko- oder Bio-Produkten. Es gibt sie pflanzlich in Form von Obst und Gemüse oder tierisch als saftiges Steak zum Beispiel. Was bei Pflanzen eher weniger ins Gewicht fällt, spielt bei Fleisch für einige Verbraucher eine wichtige Rolle: die Art und Weise, wie die Tiere behandelt wurden, bevor sie in Form von Fleischhappen in den Küchen des Landes zubereitet werden. Dabei scheint die Sache ziemlich klar: den Tieren aus ökologischer Haltung geht es besser als denen aus konventioneller Haltung. Mit dem Adjektiv "besser" assoziiert der Verbraucher dabei eine dem jeweiligen Tier entsprechend artgerechtere Haltung und eine bessere Behandlung - oder einfach gesündere Tiere - und ist auch bereit, mehr Geld für das Fleisch ökologisch gehaltener Tiere zu bezahlen. Soweit alles klar. Noch. Vor einigen Wochen erfuhr ich dann bei der Lektüre eines Magazins, dass das alles gar nicht so einfach ist. Ökologisch gehaltene Tiere sind gar nicht unbedingt gesünder als konventionell gehaltene Artgenossen. Also habe ich den für diese bestimmte Studie verantwortlichen Wissenschaftler Prof. Dr. Albert Sundrum (Agrarprofessor an der Universität Kassel) gebeten, er möge mir doch bitte etwas Material zusenden. Das hat er dann auch so reichlich getan, dass ich das alles gar nicht in einen Artikel bekomme, weshalb ich hier erstmal den Rahmen zu erläutern versuche.  (weiter)

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Masturbieren für den Arterhalt

10. Dezember 2009, 00:22

Klingt irgendwie unsinnig? Keineswegs!

Keine Frage, es wirkt einfach nicht besonders natürlich, wenn man beobachtet, wie ein Mensch einem gestandenen Zuchthengst an das harte Glied greift, um eine gezielte Ejakulation in einer eigens dafür entwickelten künstlichen Vagina zu ermöglichen. Auch das danach mithilfe technischer Geräte in das weibliche Tier hineinbugsierte Sperma hat nicht wirklich viel mit sexueller Freude zu tun. Umso paradoxer erscheint es auf den ersten Blick, dass die auf diesem Gebiet erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen nun vielleicht dazu genutzt werden könnten, um das Überleben des Sabah-Nashorns in freier Natur zu sichern. Dabei handelt es sich mit einer Schulterhöhe von 130 cm um das kleinste Nashorn der Welt, das überwiegend in den Flachlandregenwäldern des malaysischen Bundestaates Sabah auf der Insel Borneo lebt. Allerdings wird man es dort wohl nicht mehr allzu lange antreffen, denn die Population besteht nur noch aus 50 Tieren. Dabei ist der Erhalt der Population nicht nur deshalb wichtig, weil es ziemlich schade wäre, wenn die Tiere einfach von dieser Welt verschwänden. Das Sabah-Nashorn ist eine sogenannte Indikatorart, das bedeutet, dass sich das Aussterben auch auf andere Tiere des dortigen Ökosystems negativ auswirken würde.  (weiter)

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Und alle haben Hunger...

25. September 2009, 01:01

Gentechnik - momentan wird wohl kaum ein anderes Thema so aufgeregt diskutiert. Dabei sind die Fronten glasklar. Die Befürworter sehen in der Gentechnik die große Chance, zum einen die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zu optimieren (geringere Nutzung von Pestiziden, höhere Erträge) und zum anderen die Möglichkeit, auch Pflanzen zu entwickeln, die besser an schwierige Umstände wie Dürren angepasst sind. Die Gegner dagegen sind überzeugt, dass die grüne Gentechnik lediglich dazu dient, die Bauern in die Konzernabhängigkeit zu treiben, während die Menschen ungeahnten Gefahren wie Spätfolgen ausgesetzt werden, wenn sie derartige Lebensmittel verzehren. (weiter)

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Mensch und Natur - Gentechnik immer die Lösung?

07. September 2009, 22:11

Massentierhaltung und eine fortschreitende Technisierung in diesem Bereich lassen sich wohl nicht mehr verhindern. Also lasst uns doch einfach die Tiere gentechnisch derart beeinflussen, dass sie schlicht keine Schmerzen mehr spüren können und somit ihre Leiden minimiert werden. (weiter)

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Etiketten - Zwischen Information und Konfusion

04. September 2009, 21:26

Transparenz ist bei Lebensmitteln momentan schwer angesagt. Der Kunde soll wissen, was er kauft. Neben der möglichen Zurückverfolgung von Fleisch, Käse und anderer Nahrung haben auch Symbole Konkunktur, die den Kunden auf etwas bestimmtes hinweisen sollen. Spontan fällt mir ein grünes Zeichen ein, das vor einigen Wochen durch die Medien geisterte. Mit diesem Etikett sollten solche Produkte gekennzeichnet werden, die ohne Gentechnik produziert wurden und auch nichts davon enthalten. Auch in Kommentaren unter Blogartikeln taucht immer wieder der Wunsch einer besseren Information auf. Dabei sind Etiketten an sich erstmal nichts Schlechtes, sie aber als Informationsquelle anzusehen und zu nutzen, das finde ich einigermaßen problematisch - auch im Hinblick auf Gentechnik. Warum das so ist, das werde ich im folgenden Artikel kurz beschreiben.

Chymosin ist der Hauptwirkstoff des Labferments, einer Substanz, die man in den Mägen noch säugender Kälber findet. Das Chymosin ermöglicht den Kälbern die Verwertung der Milch. Allerdings profitieren nicht nur die Kälber davon, sondern auch wir, die Menschen, wenn wir Käse essen. Das Enzym ist nämlich für die Spaltung des Caseins zuständig, was zu einer Verdickung der Milch führt, in dem das Casein verklumpt und sich von der wässrigen Molke trennt. Danach beginnt der Reifeprozess der werdenden Käses.

Die Gentechnik-Variante der Chymosin-Gewinnung sieht jetzt so aus, dass lediglich das Gen für Chymosin - und nicht der ganze Magen eines Kalbes - benötigt wird. Dieses wird dann auf Produktionsorganismen wie Hefen oder Schimmelpilze übertragen, die sich dann - schön kultiviert - fleißig an die Arbeit machen, was soviel heißt wie: sie vermehren sich.

Das, was ich hier kurz erklärt habe, passt aber auf kein Etikett, Symbol oder Was-auch-immer. Das bedeutet, dass die Menschen im Supermarkt weiterhin fröhlich Käse kaufen und essen, obwohl sie Gentechnik vielleicht sogar ablehnen würden. Ob sich die Ablehnung nun auf Gentechnik in der Nahrung oder auf Produktionsschritte bezieht, lasse ich jetzt mal außen vor. Sicherlich gäbe es aber allerhand Konfusion unter Verbrauchern, würde der eine oder andere Käse plötzlich mit einem Etikett versehen, das ihn kurz und knapp als "gentechnisch" ausweisen würde, auch wenn er nichts dergleichen enthielte.

Momentan ist eine derartige Kennzeichnung auch nicht vorgeschrieben - zum Glück.



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