Wissenslogs Vom Hai gebissen

Warum Tierschutz - Bedeutung und Hintergründe

11. März 2010, 20:15

Das Thema "Ökologische Tierhaltung" beschäftigt mich ja nun schon etwas länger, was sich hier zwar erst in zwei Artikeln niedergeschlagen hat, allerdings werden da noch einige folgen. So stoße ich auf meinen täglichen Streifzügen durch die Weiten des Internets immer wieder auf interessante Artikel, neue Erkenntnisse und Videos. Da ich mir natürlich nicht alles merken kann, habe ich mir für dieses Problem ein neues Blog eingerichtet, wo ich meine Ausbeute einfach lagern und meinen Lesern - zumindest über Twitter - sofort zugänglich machen kann. Hier werde ich dann - wenn nötig - einfach auf diese Fundstücke verweisen. So, jetzt aber genug der selbst-darstellenden Einleitung...In diesem Beitrag möchte ich mich mit einem ethischen Thema beschäftigen, welches auch eine - durchaus wichtige - Rolle in der ökologischen Tierhaltung spielt - dem Tierschutz. Oder anders formuliert: Warum sollten wir uns eigentlich um Tierschutz bemühen oder eine grundsätzliche Ethik-Debatte zu verschiedenen Themen führen? Dazu mache ich mir persönlich zwar auch hin und wieder meine Gedanken, allerdings habe ich mir für diesen Artikel ein wenig Hilfe geholt von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Genauer gesagt war Dr. Uta Eser so freundlich, mir ihren Vortrag zu dem Thema Tierschutz und Ethik zuzusenden, den sie auf der 15. Internationalen Fachtagung zum Thema Naturschutz am 25. Februar gehalten hat und auf den hier ich auszugsweise näher eingehe. (weiter)

Geschrieben in Sichtweisen . Kommentare: (18). Trackbacks: (0). Permalink


Schweine in ökologischer Haltung

26. Februar 2010, 12:31

"Man muss ein Schwein sein auf dieser Welt" - ein Lied von den Prinzen, aus meiner Sicht schon Urzeiten her. Vermutlich meinten sie damit aber keineswegs die Tiere, die in unserem Leben oft nur als Schnitzel oder Braten vorkommen. Ein Leben, das vornehmlich aus "Dickwerden" - auch Mästen genannt - besteht und letztlich im Schlachthof endet - erscheint nicht besonders erfüllt. Auch die Haltungsbedingungen geraten oft in die Kritik. Und außerdem: welchen Tieren geht es denn nun besser? Denen aus ökologischer Haltung oder denen aus konventioneller Haltung? Und ist der augenscheinlich logisch wirkende Punkt richtig, dass traditionelle Haustier-Rassen für eine Ökohaltung besser geeignet sind als jene, die für die konventionelle Haltung optimiert wurden? (weiter)

Geschrieben in Wissenschaft . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Quatsch mit Umfragen

14. Februar 2010, 23:07

Umfragen sind äußerst beliebt, wenn es darum geht, die eigene Meinung mit Argumenten zu stärken. Sie sind schnell erstellt und außerdem kommt es immer gut an, wenn Menschen auf der Straße oder im Internet das Gefühl der Mitbestimmung haben. In diesem Artikel soll es um das Thema Klonfleisch gehen. Ich hatte schon mal in einem vorigen Beitrag erwähnt, um was es sich dabei handelt und wieso mir die ethischen Bedenken nicht unbedingt einleuchten, was aber keineswegs eine wie auch immer geartete Verwendung legitimieren soll. Spielte dabei die wissenschaftliche Argumentation des Ethik-Rates die Hauptrolle, soll es hier um Darstellung des Klonens für den "normalen" Leser gehen - sozusagen um die Art der Kommunikation dieses wissenschaftlichen Themas in Kombination mit einer Umfrage. (weiter)

Geschrieben in Sichtweisen . Kommentare: (7). Trackbacks: (1). Permalink


Ökologische Tierhaltung doch nicht besser? (Update)

15. Januar 2010, 23:56

Dieser Artikel ist eine Einleitung zu weiteren Artikeln zu diesem Thema

So, nun will auch ich mal das Jahr 2010 als Blogger begrüßen. Dabei beschäftigt mich das Thema dieses Artikels schon seit 2009. Irgendwie kennt sie jeder. Schließlich kann man sie im Supermarkt kaum übersehen. Ich spreche von Öko- oder Bio-Produkten. Es gibt sie pflanzlich in Form von Obst und Gemüse oder tierisch als saftiges Steak zum Beispiel. Was bei Pflanzen eher weniger ins Gewicht fällt, spielt bei Fleisch für einige Verbraucher eine wichtige Rolle: die Art und Weise, wie die Tiere behandelt wurden, bevor sie in Form von Fleischhappen in den Küchen des Landes zubereitet werden. Dabei scheint die Sache ziemlich klar: den Tieren aus ökologischer Haltung geht es besser als denen aus konventioneller Haltung. Mit dem Adjektiv "besser" assoziiert der Verbraucher dabei eine dem jeweiligen Tier entsprechend artgerechtere Haltung und eine bessere Behandlung - oder einfach gesündere Tiere - und ist auch bereit, mehr Geld für das Fleisch ökologisch gehaltener Tiere zu bezahlen. Soweit alles klar. Noch. Vor einigen Wochen erfuhr ich dann bei der Lektüre eines Magazins, dass das alles gar nicht so einfach ist. Ökologisch gehaltene Tiere sind gar nicht unbedingt gesünder als konventionell gehaltene Artgenossen. Also habe ich den für diese bestimmte Studie verantwortlichen Wissenschaftler Prof. Dr. Albert Sundrum (Agrarprofessor an der Universität Kassel) gebeten, er möge mir doch bitte etwas Material zusenden. Das hat er dann auch so reichlich getan, dass ich das alles gar nicht in einen Artikel bekomme, weshalb ich hier erstmal den Rahmen zu erläutern versuche.  (weiter)

Geschrieben in Wissenschaft . Kommentare: (10). Trackbacks: (0). Permalink


Masturbieren für den Arterhalt

10. Dezember 2009, 00:22

Klingt irgendwie unsinnig? Keineswegs!

Keine Frage, es wirkt einfach nicht besonders natürlich, wenn man beobachtet, wie ein Mensch einem gestandenen Zuchthengst an das harte Glied greift, um eine gezielte Ejakulation in einer eigens dafür entwickelten künstlichen Vagina zu ermöglichen. Auch das danach mithilfe technischer Geräte in das weibliche Tier hineinbugsierte Sperma hat nicht wirklich viel mit sexueller Freude zu tun. Umso paradoxer erscheint es auf den ersten Blick, dass die auf diesem Gebiet erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen nun vielleicht dazu genutzt werden könnten, um das Überleben des Sabah-Nashorns in freier Natur zu sichern. Dabei handelt es sich mit einer Schulterhöhe von 130 cm um das kleinste Nashorn der Welt, das überwiegend in den Flachlandregenwäldern des malaysischen Bundestaates Sabah auf der Insel Borneo lebt. Allerdings wird man es dort wohl nicht mehr allzu lange antreffen, denn die Population besteht nur noch aus 50 Tieren. Dabei ist der Erhalt der Population nicht nur deshalb wichtig, weil es ziemlich schade wäre, wenn die Tiere einfach von dieser Welt verschwänden. Das Sabah-Nashorn ist eine sogenannte Indikatorart, das bedeutet, dass sich das Aussterben auch auf andere Tiere des dortigen Ökosystems negativ auswirken würde.  (weiter)

Geschrieben in Wissenschaft . Kommentare: (7). Trackbacks: (1). Permalink


Zukünftige Steaks und die Gegenwart

28. November 2009, 12:15

Als ich in den letzten Tagen mal wieder die Artikel und Kommentare meines Blogs durchgesehen habe - ja, ich bin so ein unglaublicher Narzisst, dass ich meine eigenen Artikel lese *lacht* - fiel mir auf, dass ich den Weiß-Blauen Belgier zwar schon öfter erwähnt habe, aber nie wirklich erläutert habe, um welche Art von Rinderrasse es sich genau handelt. Das möchte ich hier in diesem Artikel heute nachholen. Auch auf Schweine sollte ich nochmal kurz eingehen, da ich diese auch gerne für einige Beispiele heranziehe. Bevor ich allerdings darauf zu sprechen komme, möchte ich noch mal kurz zusammenfassen, was für mich in der Diskussion unter meinem Klonfleisch-Artikel nochmal sehr deutlich wurde... (weiter)

Geschrieben in Sichtweisen . Kommentare: (21). Trackbacks: (0). Permalink


Klonfleisch und Ethik - eine Betrachtung

05. November 2009, 20:35

Vor einem guten halben Jahr hat Klonfleisch für Furore gesorgt. Und das nicht nur bei den Menschen, die sich eher weniger mit den Hintergründen und biologischen Mechanismen auskennen. Auch Journalisten tappten gerne in die Falle und warfen Klonen und Gentechnik wild durcheinander, wenn sie es nicht schon auf den Tellern der Verbraucher sahen. Jetzt habe ich vor einigen Tagen diesen Artikel entdeckt, dem zufolge der Deutsche Ethikrat die Diskussion um den kommerziellen Vertrieb des Klonfleisches weiter ausbauen möchte. (weiter)

Geschrieben in Sichtweisen . Kommentare: (60). Trackbacks: (1). Permalink


Empathie - Über die Verklärung der Natur

23. Oktober 2009, 23:20

Es gibt Videos und Filme, die einem nahe gehen, bei denen man vielleicht auch mal mit den Tränen kämpft und die einen dann mit einem ganz merkwürdigen Gefühl zurücklassen, das einen für den Rest des Tages gefangen hält. Meist tut die aufkommende Herbst-Stimmung ihr Übriges und so gibt man sich diesem Gefühl hin und denkt über das nach, was man gerade gesehen hat. So wäre es mir heute fast passiert, bei einem Video, das mir zugeschickt wurde. Der Titel lautet "Empathie". Dabei handelt es sich um Einfühlungsvermögen, also die Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt anderer hineinzuversetzen. In dem gut 10 Minuten langen Video sieht man dann auch eine Reihe sehr ungewöhnlicher Beziehungen zwischen Tieren, die man so nicht erwartet hätte. (weiter)

Geschrieben in Sichtweisen . Kommentare: (2). Trackbacks: (0). Permalink


Neuro-Enhancement: Roll on und Pfoten weg

09. Oktober 2009, 14:11

Als Student ist mir die im Memorandum beschriebene Situation in gewisser Weise bekannt. Gerade in der Prüfungsphase, wo die Klausuren und mündlichen Prüfungen Schlag auf Schlag kommen, kann es immer mal passieren, dass man nicht jede Prüfung besteht, während die Studienkollegen - mit denen man regelmäßig das eine oder andere Bier körperlich entsorgt - allen Grund zum Feiern haben. Natürlich gilt dieses Szenario auch umgekehrt. Was macht man also? Es ist immer wieder ein Kampf. Eigentlich niedergeschlagen und lustlos wird man dann doch überredet irgendwo den Erfolg der Freunde zu feiern. Und dann passiert etwas  Eigenartiges: während der Weg zur Disco oder Kneipe die Hölle ist - man hat die Nacht vorher kaum geschlafen und die Enttäuschung verstärkt so ziemlich jedes negative Gefühl noch um ein Vielfaches - ist man spätstens nach dem dritten Bier ziemlich gut drauf ohne betrunken zu sein. Die Musik stimmt, weibliche Ausblicke sind hervorragend und der Gerstensaft gut gekühlt. Passt. Am Ende knallt einem die Wirkung der alloholischen Jährung dann doch arg einen vor den Latz, aber der Abend war gut. Und nein, ich meine nicht nur die geballte Wirkung dreier Biere... (weiter)

Geschrieben in Sichtweisen . Kommentare: (8). Trackbacks: (0). Permalink


Und alle haben Hunger...

25. September 2009, 01:01

Gentechnik - momentan wird wohl kaum ein anderes Thema so aufgeregt diskutiert. Dabei sind die Fronten glasklar. Die Befürworter sehen in der Gentechnik die große Chance, zum einen die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zu optimieren (geringere Nutzung von Pestiziden, höhere Erträge) und zum anderen die Möglichkeit, auch Pflanzen zu entwickeln, die besser an schwierige Umstände wie Dürren angepasst sind. Die Gegner dagegen sind überzeugt, dass die grüne Gentechnik lediglich dazu dient, die Bauern in die Konzernabhängigkeit zu treiben, während die Menschen ungeahnten Gefahren wie Spätfolgen ausgesetzt werden, wenn sie derartige Lebensmittel verzehren. (weiter)

Geschrieben in Wissenschaft . Kommentare: (24). Trackbacks: (0). Permalink


szmtag