Wissenslogs Sprechstunde

Kernspin statt Mammographie?

05. März 2010, 10:25

Bei Frauen in Deutschland ist Brustkrebs mit einem Anteil von 28 % aller Krebsneuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung. Jede achte bis zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Auch aus diesem Grunde wurde vor kurzem das größte, bisher bekannte Screening Programm angestoßen. Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden angeschrieben und zur Vorsorge eingeladen. Wie es die Leitlinien vorschreiben, erfolgt das Screening mittels der Mammographie. (weiter)

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Haustierverbot in Flugkabinen?

23. Februar 2010, 10:26

Die deutsche Gesellschaft mit dem Kranich macht es schon lange, eine kanadische Fluggesellschaft seit Juli 2009: sie bietet Passagieren die Möglichkeit, ihre Haustiere in der Kabine mit zu nehmen. Kanadische Asthmaexperten (PDF) fordern jetzt jedoch ein Verbot dieses Transportes.

Die Argumentation: Menschen, die an einer Allergie gegen Katzen- oder Hundehaare leiden, könnten im Flugzeug einer erhöhten Gefahr ausgesetzt werden. Zwar sei das Risiko einer schweren, allergischen Reaktion (zum Beispiel ein anaphylaktischer Schock) nicht sehr groß, auf der anderen Seite gäbe es jedoch in Flugzeugen, weit ab von jedem Krankenhaus, nur eingeschränkte Möglichkeiten der medizinischen Versorgung. (weiter)

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Rauchentwöhnung ohne Hilfsmittel

10. Februar 2010, 10:56

Nachdem der vorletzte Artikel in der Sprechstunde zum Thema "Mäuse erschnuppern Lungenkrebs im Urin" einen wahren Sturm an Kommentaren zum Thema Rauchen ausgelöst hat, widmet sich die Autorin im heutigen Blogartikel nochmals dem Thema. Diesmal allerdings von einer anderen Seite, denn es geht um die Rauchentwöhnung. Dass das entgegen aller medienwirksamen Berichte auch sehr gut ohne Hilfsmittel funktioniert, haben nun australische Forscher heraus gefunden. (weiter)

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Mit dem Antidepressivum gegen die Folgen des Schlaganfalls

02. Februar 2010, 18:33

Der Schlaganfall ist ein häufiges Vorkommnis. Weltweit steht er an zweiter Stelle der Todesursachen und ist die dritthäufigste Ursache für Behinderungen und vorzeitige Invalidität in Europa. Im Jahre 2003 starben in Deutschland 75 114 Menschen an einem Schlaganfall. (weiter)

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Mäuse erschnuppern Lungenkrebs im Urin

28. Januar 2010, 10:18

Lungenkrebs ist immer noch die häufigste Krebstodesursache auf der Welt. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes erkranken in Deutschland pro Jahr über 46.000 Menschen an Lungenkrebs. Bei Männern und Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung. Da die Krankheit oft erst spät erkannt wird, kommt meist jede therapeutische Maßnahme zu spät. Nur 25% der Fälle werden entdeckt, bevor es zu einer Metastasierung gekommen ist. (weiter)

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Schützt Helicobacter Pylori vor dem Ausbruch von Tuberkulose?

21. Januar 2010, 10:29

Die Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die sich in den meisten Fällen in der Lunge manifestiert und vom Mycobacterium tuberculosis ausgelöst wird. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist rund ein Drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkulose infiziert, aber nur ein Zehntel der Infizierten erkrankt auch daran. Die Tuberkulose tritt häufig in Ländern mit schlechten, hygienischen Bedingungen auf, die meisten Fälle werden aus Asien, Afrika sowie aus den Staaten der früheren Sowjetunion gemeldet. (weiter)

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Licht im Dunklen der Migräneanfälle

11. Januar 2010, 11:51

Fast könnte man diesen Blog in den "Migräne-Blog" umbenennen, gibt es doch hier zahlreiche Artikel zu eben jener Erkrankung.
Das mag zum einen daran liegen, dass die Autorin aus eigener Erfahrung und somit persönlichem Interesse schreibt.
Zum anderen handelt es sich bei der Migräne um eine Volkskrankheit und jede neue Studie, die zu dem Thema
durchgeführt wird, könnte mehr Licht ins Dunkle bringen. (weiter)

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Botox im Kampf gegen die Migräne

05. Januar 2010, 11:48

Wir kennen es vor allem aus der Welt der Stars und Sternchen. Es gibt kaum einen Promi, der sich nicht mit Botox hätte behandeln lassen, ob er es nun zu gibt oder nicht. Und so ist diese Substanz in der Öffentlichkeit vor allem bekannt und auch ein wenig belächelt als Faltenglätter und Must Have für die wirklich Wichtigen.

Dass es aber auch noch ganz andere Wirkweisen hat, weiß kaum einer. So wird das Botulinum Toxin schon seit längerer Zeit als Therapie bei schweren, neurologischen Erkrankungen eingesetzt oder auch bei Bewegungsstörungen infolge von Hirnschäden. Bei bestimmten Fehlhaltungen ist es nach Angabe der aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sogar Mittel der ersten Wahl.

Und nun könnte sich das Therapiespektrum des Nervengiftes noch um eine Indikation erweitern, nämlich: Migräne.

Die Ergebnisse zweier Studien mit 1400 europäischen und nordamerikanischen Teilnehmern belegen, dass die Injektion von Botox die Kopfschmerztage deutlich stärker verringerte, als es die Injektion mit einem Placebo tat.

Über einen Zeitraum von 24 Wochen wurden den Probanden das Botox in geringen Mengen in die Kopf- Gesichts- und Nackenmuskeln injiziert. Nach dieser Zeit hatten die Betroffenen neun schmerzfreie Tage mehr. Und wer je unter Migräne gelitten hat weiß, dass jeder Tag ohne Schmerzen ein Geschenk ist.

 

Die Migräne ist eine Volkskrankheit, etwa 10-12% der deutschen Bevölkerung leidet darunter, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind, wie Männer. Warum genau es zur Migräne kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Für das Auslösen eines Anfalls scheint es bestimmte Triggerfaktoren zu geben, die je nach Person unterschiedlich sind. Dazu zählen der hormonelle Status, bestimmte Nahrungsmittel, Stress, Schlafstörungen oder auch Umwelteinflüsse (z.B. Kälte, Hitze).

 

Es gibt derzeit viele Migränemittel auf dem Markt und viele sind sicher gut wirksam und bringen den Betroffenen Linderung. Nach Angaben des Instituts für Kinderschmerztherapie leiden allerdings alleine in Deutschland rund 200.000 Kinder (und vermutlich noch viel mehr Erwachsene) an therapierefraktärer Migräne. Das heißt: ein Anfall kann mit den derzeitig vorhandenen Medikamenten nicht bekämpft werden.

 

Insofern bedeutet die aktuelle Studie mit dem Botulinumtoxin vielleicht einen Hoffnungsschimmer für all diejenigen, die den Migräneanfällen hilflos ausgeliefert sind. Denn was sind schon ein paar Falten gegen einen klaren und schmerzfreien Kopf?

 

 



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Kalorienreiche Weihnachtsessen und die Schuld der Hormone

29. Dezember 2009, 17:39

 

Natürlich sind die Hormone Schuld, wenn Sie nach den Festtagen ein paar Pfunde mehr auf den Rippen haben. Warum mussten Sie nach dem Gänsebraten auch noch die Mousse au Chocolat essen (natürlich mit Sahnehäubchen?).Die Hormone sind für viele Vorgänge im Körper verantwortlich, unter anderem auch für das Hungergefühl. Um Hunger aber kann es doch eigentlich nach einem reichlichen Mahl nicht mehr gehen, oder?

 

Nein, dafür aber um das Hormon Ghrelin. Forscher haben in der Zeitschrift Biological Psychiatry interessante Studienergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass das Ghrelin auch Hirnareale beeinflusst, die das Lustempfinden steigern und außerdem das Gehirn dazu veranlasst, den Ort fettreicher Nahrung besser in Erinnerung zu behalten.

 

Zum Design: die Forscher fütterten Mäuse, wobei sie einmal normale und einmal fettreiche Nahrung verwendeten. Die Nahrung wurde an zwei verschiedenen Orten angeboten.Die Mäuse wurden daraufhin in drei Gruppen eingeteilt: bei zwei Gruppen wurde das Ghrelin blockiert. Bei der einen Gruppe mittels eines Medikaments (ein Ghrelin- Antagonist), bei der anderen Gruppe wurde das Ghrelin - Gen blockiert. Die dritte Gruppe blieb ohne Manipulation, bei ihr war die Funktionsweise des Ghrelins also normal.

 

Die Ergebnisse: die Mäuse, bei denen das Ghrelin normal funktionierte, blieben wesentlich länger als die manipulierten Tiere an dem Ort, an dem vorher die fettreiche Nahrung gegeben worden war. Ebenfalls waren sie sehr viel ausdauernder bei der Erlangung von fettreicher Nahrung. Wurde diese durch ein kleines Loch in einer Wand angeboten, gaben die Mäuse mit blockierter Ghrelin Funktion schnell auf, während ihre nicht-manipulierten Genossen sehr viel hartnäckiger waren. Keinen Einfluss hingegen hat das Hormon offenbar auf die Körperhomöostase. Das bedeutet: der Körper ist immer bemüht, ein bestimmtes Gewicht zu halten bzw. zu erlangen. Wurde also Gewicht abgenommen, dann versucht der Körper, dieses wieder zuzunehmen und zwar unabhängig davon, ob das Ghrelin blockiert ist oder nicht.

 

Jetzt sind Sie zwar die überflüssigen Pfunde immer noch nicht los, aber ein Stück schlauer, warum Sie nach dem Hauptmahl auch noch zum Dessert gegriffen haben. Und wo der Kühlschrank ist, wissen Sie bestimmt auch, oder?



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War es das mit der Schweinegrippe?

01. Dezember 2009, 10:56

Fast täglich sind in den einschlägigen Printmedien Neuigkeiten zum Thema Schweinegrippe zu lesen. Das Robert Koch Institut (RKI) widmet seine gesamte Startseite dem Bösewicht, der zur Zeit über Deutschland herfällt. Und es gibt einige, die können das Wort "Schweinegrippe" inzwischen schon nicht mehr hören. (weiter)

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