wissenslogs Prävention als Risiko

Spitz: Vortrags-Fazit

von Hans Konrad Biesalski, 02. April 2009, 09:43

Prof. Dr. med. Jörg Spitz
Ges. für Medizinische Information und Prävention, Wiesbaden


Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Onkologie. Hier bewirkt Vitamin D eine Unterdrückung des Tumorwachstums - einschließlich der Metastasen! So wird zum Beispiel das Risiko für ein Karzinom der weiblichen Brustdrüse oder des Dickdarms um zwei Drittel reduziert.

Unser Immunsystem benötigt ebenfalls einen ausreichenden Spiegel von Vitamin D im Blut. Das beginnt schon im Mutterleib, wo das angeborene Immunsystem geprägt wird. Ein Vitamin D Mangel zu dieser Zeit führt in späteren Jahren zu überschießenden Abwehrreaktionen  und vermehrten Allergien. Klinisch sind hier vor allem die entzündlichen Gelenkerkrankungen (Rheumatoide Arthritis) und die Darmentzündungen zu nennen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa).

Andererseits regt Vitamin D in den Zellen die Produktion von körpereigenen Antibiotika an (antimikrobielle Proteine).  Diese richten sich sowohl gegen so schwere Gegner wie Tuberkulosebakterien, aber auch gegen banale Grippeviren.

Letztendlich schützt Vitamin D die Nervenzellen vor Erkrankungen. Ein Mangel wird mit der Entstehung der Multiplen Sklerose (MS), der Schizophrenie, dem Morbus Parkinson  und der Depression in Verbindung gebracht.

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