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Vom Gestein zum Regolith - Kaffeekochen mit Gestein.

21. Juni 2010, 23:51

Grob gesagt funktioniert Verwitterung wie Kaffeekochen

Auf unverwittertem, festem Gestein, wie beispielsweise Granit, können nur die wenigsten Pflanzen leben. Es fehlt ihnen an Porenraum und an Nährstoffen. Beides wird erst durch die Verwitterung der Gesteine zur Verfügung gestellt. Die grüne Hülle der Erde wird durch eine braune Hülle von verwitterndem Gestein getragen. Diese Schicht aus zerfallenden und sich aus den Resten der ursprünglichen Mineralen neu bildenden Minerale wird als Regolith bezeichnet, von altgr. ῥῆγμα, regma = Bruch und λἰθος, lithos = Stein. Dieser Regolith bedeckt weite Gebiete der Kontinente. Die Verwandlung eines biologisch weitgehend unbrauchbaren Festgesteins in ein gutes Substrat für die verschiedenen Lebewesen wird hauptsächlich durch den zur Verfügung stehenden Porenraum gesteuert. Man könnte es auch schlicht so ausdrücken: Verwitterung ist im Großen und Ganzen so ähnlich wie Kaffeekochen. Die Kaffeebohnen müssen erst zerkleinert werden, bevor sie einen vernünftigen Kaffee abgeben. Wir erweitern mit der Kaffeemühle vorher den Porenraum unserer Kaffeebohnen und vergrößern damit die Oberfläche. Dann ziehen wir mit Hilfe von Wasser bestimmte, leichtlösliche Elemente aus ihnen heraus und führen diese ab. Zurück bleibt der schwerer lösliche  Rest. (weiter)

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