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Ölpest am Golf von Mexiko - Nach dem Sturm

30. Juli 2010, 15:06

 

 

 Satellitenaufnahme der Golfregion am 28. Juli 2010. Credit: NASA

Am 24. Juli 2010 hatte die Leiterin der U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), Jane Lubchenco, gehofft, dass der Tropensturm „Bonnie“ den Aufräumungsarbeiten an der amerikanischen Golfküste helfen könnte. Durch den Sturm sollte der Ölfilm feiner verteilt und seine Dicke verringert werden. Dadurch sollte das Öl selber schneller den Einflüssen der Verwitterung und des biologischen Abbaus unterliegen. Nachdem der Tropensturm durchgezogen war, stellten Überflüge der NOAA eine Verkleinerung der Ölfilme fest. Auf einer Satellitenaufnahme des Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) vom Satelliten Aqua am 28. Juli sind in der Nähe des Lecks und des Mississippi-Deltas immer noch glänzend reflektierende Flächen zu erkennen. Diese Flächen können auf Ölfilme hinweisen, welche dort das Reflexionsverhalten der Meeresoberfläche beeinflussen. Wenn diese Flächen Ölfilme darstellen, so sollen sie nach Angaben der NOAA nur vergleichsweise geringe Mengen Öl enthalten. Vermutlich wird das Öl die betroffenen Menschen an der Küste noch eine geraume Zeit in Atem halten, sowohl bildlich gesprochen als auch im wahrsten Sinne des Wortes.



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Ölpest im Golf von Mexiko - Natürliche Öl Lecks

22. Juli 2010, 14:49


 
  Natürliche Ölquellen im Golf von Mexiko. Image Credit: NASA
 
 Die Katastrophe im Golf von Mexiko hält uns immer noch in Atem. Zwar ist es wohl mittlerweile gelungen, das Leck in 1500 m Wassertiefe weitgehend abzudichten, aber es befindet sich noch genug Öl im Golf von Mexiko, um die empfindlichen Ökosysteme an den Küsten und im Meer zu schädigen.
Aber auch wenn normalerweise menschlich Aktivitäten, gerne auch in Zusammenarbeit mit Stürmen und Unfällen für die Verseuchung des Meeres mit Öl verantwortlich gemacht werden (was sie allzu oft ja auch sind), so darf nicht vergessen werden, dass es auch natürliche Austritte von Rohöl geben kann. Und das natürlich auch im Golf von Mexiko, wo sie durchaus in einem erheblichen Maße zur Gesamtmenge des Öls im Meer beitragen. Normalerweise lassen sie sich aber in Satellitenbildern kaum nachweisen, weil sie in der tiefblauen Farbe der Ozeane untergehen. Unter bestimmten Umständen sind sie aber doch sichtbar, zum Beispiel wenn man direkt in die Regionen schaut, in denen das Sonnenlicht in den Meeren reflektiert. Die beiden obigen Aufnahmen stammen vom Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) an Bord des Satelliten Terra und wurden am 13. Mai 2006 aufgenommen (also deutlich vor der aktuellen Katastrophe). Das Öl schwächt die wellen auf der Wasseroberfläche ab, die normalerweise dafür sorgen, dass das Sonnenlicht in viele verschiedene Richtungen reflektiert wird. Dadurch können sich auch kleinere Ölteppiche durch ihr unterschiedliches Reflexionsverhalten von der Umgebung abheben.



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Atommüll: Endlagerung in Graniten?

09. April 2010, 00:29

Auf Öko-logisch wird über das leidige Problem des Atommülls diskutiert. Es ist ja auch zum haareausraufen. Selbst wenn wir sofort, also heute in dieser Sekunde, aus der Atomenergie aussteigen, so haben wir doch jede Menge hochradioaktiven Müll bereits produziert, und den müssen wir wohl oder übel irgendwo lagern. Und zwar für eine verdammt lange Zeit. Und es sieht zurzeit auch danach aus, als wenn da noch eine Menge Müll hinzu kommt. Hier in Deutschland wird über eine verlängerte Laufzeit nachgedacht, und weltweit gelten Atomkraftwerke als eine Antwort auf das ebenfalls drängende Problem des Klimawandels und dem Hunger nach bezahlbarer Energie. Dabei ist die Kernenergie, so wie sie heute betrieben wird, nicht nur eine recht heikle Sache (wehe, es geht mal was schief), sie hinterlässt auch eben den besagten hochradioaktiven Müll, den man weltweit noch nirgends (zumindest soweit ich weiß) sicher lagern kann. Und Uran, der Treibstoff der Meiler, ist wie Öl und Kohle eine endliche Ressource. Will man sie strecken, kommt man um weitere heikle Techniken nicht herum, wobei ebenfalls radioaktive Abfälle anfallen. (weiter)

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Speicherung von Kohlendioxid - eine geologische Perspektive

19. Februar 2010, 14:58

In den Diskussionen um den Klimawandel und die Rolle, welche das anthropogene CO2 darin spielt, taucht immer wieder die Idee auf, das bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxid einfach abzuscheiden und einzulagern. In der Hoffnung, dass dadurch das Kohlendioxid lange genug dem globalen Kreislauf entzogen wird.
Rund 55% der anthropogenen Kohlendoxideinträge in die Atmosphäre gehen auf das Konto der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen. Dieser Anteil steigt stetig um ungefähr 2,5 %, allen Bemühungen zum Trotz (SOLOMON et al., 2007).
Da die Menschheit also allem Anschein nicht in der Lage ist, auf die Verwendung dieser Energiequellen zu verzichten, und um die klimatischen Auswirkungen steigender Kohlendioxidgehalte der Erdatmosphäre zu mindern, wird verschiedentlich vorgeschlagen, das Kohlendioxid aus den Abgasen herauszufiltern und an einem geeigneten Ort zu lagern. Eventuell, so wird gehofft, würde diese Technik auch eine Möglichkeit darstellen, aus der Atmosphäre Kohlendioxid herauszufangen, sollten wir es nicht schaffen, die Gehalte dieses Gases auf einem vertretbaren Level zu halten. Hierzu sieht die Planung unter anderem die Verwendung von pflanzlichen Rohstoffen als Biotreibstoff vor, die während ihres Wachstums CO2 binden. Das bei der Verbrennung frei werdende Kohlendioxid würde dann aus den Abgasen herausgefiltert. Die Kosten werden von AL JUAIED & WHITMORE (2009) für das Abtrennen und komprimieren des Gases mit rund 35 bis 150 $ pro Tonne vermiedener CO2 Emissionen beziffert. Der Transport und die Lagerung würden noch einmal mit rund 20 $ zu Buche schlagen.  Eine vollständige Abtrennung des Kohlendioxides könnte demnach die Elektrizitätskosten alleine in den USA um rund 50 bis 100 % erhöhen. Die tieferen Angaben gelten hauptsächlich für den Fall, dass durch fortgeschrittene Technik hier eine Kostensenkung erzielt werden kann.

 (weiter)

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