Erneute Explosion auf einer Ölplattform
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Paquay FS, Goderis S, Ravizza G, Vanhaeck F, Boyd M, Surovell TA, Holliday VT, Haynes CV Jr, & Claeys P (2009). Absence of geochemical evidence for an impact event at the Bølling-Allerød/Younger Dryas transition. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 106 (51), 21505-10 PMID: 20007789
Daulton,T. L., Pinter, N., and Scott A.C. (2010). No evidence of nanodiamonds in Younger–Dryas sediments to support an impact event Proceedings of the National Academy of Science.
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Die ausgedehnten Waldbrände, die Russland und speziell die Region um Moskau in Atem halten (oder besser gesagt; den Atem rauben), sind selbst aus dem Weltraum leicht zu erkennen. Die brennenden Torfmoore und Wälder verursachen ausgedehnte Rauchwolken, die eine Ausdehnung von mehreren hundert Kilometern erreichen. Die obige Aufnahme stammt vom Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) des Satelliten Terra und wurde am 4. August 2010 aufgenommen. Es zeigt deutlich, wie die gelblich-braune Rauchwolke weite Bereiche Russlands bedeckt. Die Ausdehnung beträgt rund 3000 Kilometer in west- östlicher Richtung. Bis zu 520 Brände sollen am tag der Aufnahme in der Region wüten, aber MODIS hat deutlich weniger erkennen können. Die restlichen Brände können aber ohne weiteres unter dem dichten Rauchteppich verborgen sein, so dass der Satellit sie nicht aufspüren kann.
Der untere Ausschnitt zeigt die Region südöstlich von Moskau mit rot eingezeichneten Stellen, an denen die Feuer brennen, besonders im gebiet der Stadt Rjasan, rund 200 km südöstlich von Moskau. Hier liegen ausgedehnte Brände, die sich durch ihre Rauchsäulen gut abheben. Hier finden sich auch die größten Brände, bei denen sich eine Feuerwolke, eine so genannte Pyrocumulus bildet. Diese Wolken treten im Zusammenhang mit den Feuerstürmen auf, wenn der Kamineffekt bei ausgedehnten Flächenbränden die heiße Luft aufsteigen lässt und dabei der entstehende Sog Frischluft in den Brand nachzieht. Diese dichten und hoch aufgetürmten Wolken enthalten sehr viel Ruß und können. Oft entladen sich in diesen Wolken auch heftige Gewitter, die selber wieder zu neuen Waldbränden führen können. Der Ruß dient aber gleichzeitig als Kondensationskeim und kann zu Regenfällen führen, die dann die Brände löschen helfen.
Ein anderes Instrument an Bord des Terra-Satelliten, das Multi-angle Imaging Spectroradiometer, hat ermittelt, dass der rauch der vergangenen tage bereits rund 12 Kilometer hoch in die Stratosphäre vorgedrungen ist. In dieser Höhe kann der Rauch große Entfernungen zurücklegen und die Luftqualität in sehr weit entfernten Regionen beeinflussen.
Bis zum 4. August haben die Brände mindestens 48 Menschenleben gefordert und unzählige Sachwerte vernichtet, mehr als 2000 Menschen haben ihre Heimat verloren.
Der Rauch selber verursacht eine dramatische Verschlechterung der Luftqualität in dem Gebiet. In Moskau ist die Sichtweite am 4. August bis unter 20 m gefallen. Die Gesundheitsbehörden haben alle Menschen, auch die gesunden, aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden. Ansonsten ist das Tragen von Atemschutzmasken dringend empfohlen, denn Rauch enthält neben Ruß verschiedene gase, welche die Augen und das Atemsystem nachhaltig schädigen können.
Abbildungen: Credit NASA
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Satellitenaufnahme der Golfregion am 28. Juli 2010. Credit: NASA
Am 24. Juli 2010 hatte die Leiterin der U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), Jane Lubchenco, gehofft, dass der Tropensturm „Bonnie“ den Aufräumungsarbeiten an der amerikanischen Golfküste helfen könnte. Durch den Sturm sollte der Ölfilm feiner verteilt und seine Dicke verringert werden. Dadurch sollte das Öl selber schneller den Einflüssen der Verwitterung und des biologischen Abbaus unterliegen. Nachdem der Tropensturm durchgezogen war, stellten Überflüge der NOAA eine Verkleinerung der Ölfilme fest. Auf einer Satellitenaufnahme des Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) vom Satelliten Aqua am 28. Juli sind in der Nähe des Lecks und des Mississippi-Deltas immer noch glänzend reflektierende Flächen zu erkennen. Diese Flächen können auf Ölfilme hinweisen, welche dort das Reflexionsverhalten der Meeresoberfläche beeinflussen. Wenn diese Flächen Ölfilme darstellen, so sollen sie nach Angaben der NOAA nur vergleichsweise geringe Mengen Öl enthalten. Vermutlich wird das Öl die betroffenen Menschen an der Küste noch eine geraume Zeit in Atem halten, sowohl bildlich gesprochen als auch im wahrsten Sinne des Wortes.
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Aufsicht auf den Halema‘uma’u Krater. Credit: NASA
Aus dem neuen Schlot des Halema‘uma’u Kraters am Overlook dringt seit dem 12. März 2007 eine Wolke aus Wasserdampf, Schwefeldioxid und anderen vulkanischen Gasen. Von September 2007 an ist auch ein kleiner Lavasee im Schlot erkennbar. Messungen vom 16. Juli 2010 zeigen, dass täglich rund 700 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag austreten. Der Halema‘uma’u liegt in der mehrere Kilometer durchmessenden Caldera des Kilauea, in der sich auch Lava aus verschiedenen Ausbruchsperioden erkennen lässt. Ältere, bereits angewitterte Lava ist hier bräunlich und stammt von Ausbrüchen aus dem Jahr 1974. Die jüngere Lava ist dunkelbraun und bedeckt die östlichen und südlichen Bereiche der Caldera. Sie stammt aus dem Jahr 1982.
Die Aufnahme stammt vom Advanced Land Imager des EO -1-Satelliten der NASA.
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