wissenslogs Mehr als Bits und Bytes

Wanderer zwischen den Blogs...

22. Dezember 2009, 10:28

Man merkt, dass die SciLogs ein erfolgreiches Konzept sind - sie wachsen und gedeihen ständig. Ganz besonders bewusst ist das mir, quasi einem Wanderer zwischen den Blogs.

So ist es denn für mich wieder einmal an der Zeit "auf Wiedersehen" zu sagen, und gleichzeitig aber auch "herzlich Willkommen". Aus diesem Grunde habe ich mich auch diesmal entschlossen, einen einzigen Post zu schreiben, den aber zeitglich in zwei Blogs - meinem bisherigen und meinem Neuen. (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (1). Trackbacks: (0). Permalink


Softwaredesign und Programmiersprachen...

16. Oktober 2009, 17:57

Welche Programmiersprache die "Beste" sei, führt oft zu fast religiös anmutenden Diskussionen unter Programmierern. Aber darf die Wahl der Programmiersprache das Design eines Softwaresystems entscheidend beeinflussen? Muss dieses Design anders sein, wenn in C implementiert wird, als wenn in Java implementiert wird?

Ich verwende momentan primär C, da meine aktuellen Projekte im Linux-Systemumfeld angesiedelt sind und dies dort (immer noch) die "Sprache der Wahl" ist. Allerdings meine ich, auch anderen Sprachen gegenüber recht aufgeschlossen zu sein (und diese auch immer wieder zu verwenden). So halte ich beispielsweise auch Java für eine sehr schöne Sprache, in der vieles sehr viel schneller, besser und eleganter als in C (oder auch C++) geht.

In den letzten Tagen habe ich eine für mich sehr interessante Diskussion darüber geführt, inwiefern die Programmiersprache über das Grunddesign eines IT-Systems entscheidet. Wenn ein solches System entwickelt werden soll, so muss man zunächst ein Modell des Sachverhalts entwickeln, und kann diesen dann in einem Programmsystem abbilden. Dabei geht es darum, inwiefern ein Systemdesign für objektorientierte Sprachen (prominenter Vertreter Java) und imperative, also nicht-objektorientierte, Sprachen (prominenter Vertreter C) anders ausschauen muss.  (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (5). Trackbacks: (0). Permalink


Das "echte" Mondlandeprogramm...

24. Juli 2009, 18:19

Während meiner Ausbildung haben wir, wenn es nicht zu sehr auffiel, gerne mal den Großrechner verwendet, um "Mondlandung" zu spielen - auf dem Text-Terminal mit 24 Zeilen zu je 80 Zeichen. Nicht vergleichbar mit einem heutigen Flugsimulator, eher wohl mit einer SMS-Kommunikation...

Um so schöner fand ich es, dass im Zuge des Apollo-40Jahre-Jubiläums der Quellcode von "the real thing" auftauchte, nämlich das Programm, mit dem die erste Mondlangung absolviert wurde. Abrufbar ist es bei Google Code, und die passenden Links finden sich in Google's Blogposting.

Der Code selbst ist sicherlich nur für Programmierer (mit gewisser Erfahrung in der maschinennahen Programmierung) lesbar. Allerdings: die begleitenden Kommentare vermitteln auch dem "Nicht-Eingeweihten" einen guten Einblick in dieses Stück Technologie-Geschichte (und einige sind, wie soll man es sagen, nun, etwas unerwartet - oder eben doch nicht...).

Viel interssanter noch finde ich aber den überaus lesenswerten Artikel über die Programmentwicklung, die technischen Restriktion, Pannen und deren Ursachen von Don Eyles, der an der Entwicklung des Softwaresystems beteiligt war. Zugegeben, man benötigt etwas Zeit, um den Artikel richtig zu würdigen. Investiert man die aber, erfährt man nicht nur einige faszinierende Fakten über das Apollo-Programm, sondern stellt auf einmal fest, dass unsere Rechner heute zwar dramatisch leistungsfähiger und unsere Anwendungsmöglichkeiten umfassender sind - wir aber immer noch mit den selben Problemen kämpfen.

So wird beispielsweise schön dargelegt, wie fehlerhafte Dokumentation zu schwerwiegenden Problemen führen kann. Oder es wird beschrieben, wie wichtig ein korrektes und fehlertolerantes Systemdesign ist. Dabei ist zu beachten, dass viele der damaligen Verfahren auch heute noch durchaus gebräuchlich sind, ja die heutigen Verfahren oft auf den damaligen Arbeiten beruhten.

So als Nebeneffekt kann man daraus ableiten, dass das Apollo-Programm natürlich auch ein riesiges Grundlagenforschungsprogramm war, wenn auch zugegebenermassen mit primär politischer Motivation. Das ändert aber nichts daran, dass durch Apollo viele wichtige Grundlagen geschaffen wurden, die unser heutiges Leben erst ermöglichen. Aber das sei nur am Rande bemerkt.

Im Artikel von Hr. Eyles wird auch immer wieder betont, wie wichtig es war, das technischer Verfahren manuell umgehen zu können. Solche Möglichkeiten sind sicherlich ein zweischneidiges Schwert (Tschernobyl lässt grüßen?), eine zu grosse Technikgläubigkeit erscheint mir aber noch fataler. Und wenn man sich dann vorstellt, dass jedes Jahr ein paar Autos in Gewässer fahren, nur weil das Navigationssystem entsprechende Anweisungen gab...

Aber auch davon genug. Diese Einwürfe sollten eigentlich nur belegen, wie aktuell das Papier auch heute noch ist. Von daher: viel Spaß beim Schmökern!

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Sommerzeit-Verwirrung...

29. März 2009, 08:44

Ende März, alle Jahre wieder, ist es soweit: wir stellen um auf Sommerzeit. Ich möchte jetzt hier nicht erst über das Für und Wider der Zeitumstellung (und insbesondere ihren wirschaftlichen Nutzen) diskutiern, sondern nur eine kleine Anekdote zum besten geben.

Ich persönlich bin übrigens eher ein Fan der Sommerzeit.
Der Hobby-Astronom in mir bedauert zwar ein wenig den nach hinten rückende Beobachtungsbeginn, die langen Abende im Freundes- und Familienkreis lassen mich aber darüber hinweg schauen. Nur die Umstellung, die hat ihre Tücken...

Es ist ja schon schlau gemacht, das mit dem Umstellungstermin von Samstag auf Sonntag
: viele Probleme werden damit vermieden. Schade nur, wenn die SciLogs genau an diesem Wochenende ihr Deidesheimer Bloggertreffen veranstalten. Dann ist eben doch rechtzeitiges Aufstehen (und eine entsprechend kurze Nacht...) angesagt. Aber wer will sich schon beschweren. Tapfer habe ich dann auch gestern Abend meinen Wecker (auch Handy genannt) vorgestellt, auf dass ich den den spannenden Start-Vortrag heute früh nicht verpasse.
 (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (9). Trackbacks: (0). Permalink


Software-Evolution...

24. März 2009, 18:42

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie Software sich entwickelt? Welche Stufen Sie durchläuft? Für proprietäre Software ist das natürlich schwierig, aber Dank Open Source können wir ja heute sehr weitgehend Einblick in die Entwicklungshistorie nehmen. Und, wie ich finde, einige Interessante Schlüsse daraus ziehen.

Im "richtigen Leben" entwickele ich Software, eines meiner zur Zeit wichtigsten Projekte ist rsyslog, ein Dienst der Systemnachrichten protokolliert (so etwas gehört zu jedem Unix/Linux, aber kaum jemand interessiert sich dafür, geschweige denn, hat es jemals bewusst genutzt...). Das Projekt existiert seit einigen Jahren und hat mittlerweile eine recht zufriedenstellende Verbreitung gefunden.

Ich habe mir Gestern einmal Zeit genommen, einen groben Überblick über die Versionshistorie des Projekts zu erstellen. Prinzipiell verfolgen wir mit rsyslog die Strategie, neue Versionen möglichst rasch an die interessierten Nutzer auszuliefern. Dieser Kreis ist klein, leistet aber sehr wichtige Arbeit in Bezug auf erste Praxistest sowie Feedback, um das Projekt auf der richtigen "Marschrichtung" zu halten. Frisch herausgegebene neue Versionen mit neuen Feature sind im Regelfall noch recht fehlerbehaftet und nicht für den Produktiveinsatz geeignet. Daher gibt es verschiedene Entwicklungszweige in rsyslog: den sogenannten Development Zweig, der immer den neuesten Code beinhaltet - und damit natürlich am fehlerbehaftesten ist. Ist die Entwicklung für ein Feature abgeschlossen, so wird der Code in den sogenannten Beta-Zweig übertragen. Dort kann er in Ruhe "reifen". Hier werden nur noch Fehler behoben, aber keine neuen Features mehr hinzugefügt. Dadurch wird im Regelfall ebenfalls verhindert, dass neue Fehler hinzu kommen. Im Laufe der Zeit gibt es daher immer weniger Fehlermeldungen, und irgendwann kommt der Punkt an dem eine Version als "stabil" deklariert wird (übrigens ein im Open Source Umfeld oft sehr subjektives Qualitätskriterium). Zu diesem Zweck wandert der Code bei rsyslog dann in einen so genannten Stable Zweig. Ab jetzt erscheint er tendenziell zum Produktivbetrieb geeignet.
 (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (1). Trackbacks: (0). Permalink


Twitter: Sie auch?

09. März 2009, 17:13

Was, Sie kennen Twitter noch nicht? Die neueste Errungenschaft des Internet-Hype. Das gibt es doch nicht - oder?

Dann lassen Sie es mich einmal kurz mit meinen Worten beschreiben. Stellen Sie sich vor, Sie stellen sich auf den Martkplatz einer beliebigen großen Stadt. Dort beginnen Sie, von morgens bis Abends Anekdoten aus Ihrem Leben - privat wie geschäftlich - heraus in die breite Menge zu schreien. Viele der Passanten werden sie ignorieren. Einige werden vielleicht kopfschüttelnd stehen bleiben, Ihnen eine Weile zuhören, und dann von dannen ziehen - sich wundernd, welche Verrücktheiten die Welt so alles zu bieten hat. Einige davon (die, die auch nie in ein McDonalds gehen) werden Abends Ihren Freunden von Verrücktheiten erzählen, die sie gehört haben. Wieder andere, die etwas mutigeren, werden vielleicht sogar gelegentlich zurück kommen, und Ihnen von Zeit zu Zeit zuhören - manche gar regelmässig. Einige wenige von denen werden Ihnen womöglich sogar antworten, so dass sich ein Dialog entspinnt - unterbrochen von Einwürfen anderer. Und eine gewisse Zahl wird vielleicht selbst ab und an in den Park hinein rufen, so dass sich eine rege aber sehr skurrile Diskussionslandschaft bildet.
 (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (2). Trackbacks: (1). Permalink


Von Gartenarbeit und Multithreading

10. Februar 2009, 18:50

Was in aller Welt habt denn nun Gartenarbeit mit Multithreading zu tun? Was ist denn überhaupt Multithreading? Und warum sollte mich das auch noch interessieren...?

Gemach, gemach, die Erklärung folgt auf dem Fusse. In einem IT-Blog hat man es gelegentlich mit Begriffen und Konzepten zu tun, die nicht immer und für Jedermann sofort verständlich sind. Ohne diese Konzepte ist es aber schwer, "vernünftige" Postings zu schreiben. Nun könnte ich natürlich "einfach loslegen" und zur Erklärung auf Fachquellen oder auch z.B. Wikipedia verweisen. (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (7). Trackbacks: (0). Permalink


IT in den Wissenslogs...

05. Februar 2009, 18:06

Hier ist er, "the new kid on the blog". An dieser Stelle geht es künftig um Computer, Internet und vieles, was damit zusammenhängt. Vor nur 25 Jahren fanden sich Computer fast ausschließlich wohlklimatisiert und wohl geschützt (und entsprechend geheimnisumwittert) in den Rechenzentren großer Organisationen.

Und heute? Fast jeder trägt mindestens einen Computer, Telefon genannt, mit sich herum. Der heimische PC ist nicht mehr wegzudenken, und in Firmen wie Instituten ist die Anzahl der Rechenknechte kaum mehr feststellbar. Ganz zu schweigen von der Vielzahl der Geräte, die wir gar nicht als Computer wahrnehmen. Die moderne Waschmaschine, auch ohne Internet-Anschluss, verfügt über mehr Rechenleistung als viele wissenschaftliche Rechner von 1985.


 (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (14). Trackbacks: (0). Permalink


Internet: Obama bringt die Drähte zum Glühen...

21. Januar 2009, 14:04

US-Präsident Barack Obama hat das Internet in seiner Wahlkampagne massiv eingesetzt und will es auch aktiv als Hilfsmittel in seiner Regierungszeit nutzen. Kein Wunder, dass auch seine gestrige Amtseinführung ein Internet-Grossereignis war. (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (5). Trackbacks: (0). Permalink


Reality-Check: Computerpanne bei der Bahn

15. Januar 2009, 17:19

Die Bahn zeigte uns Gestern eindrucksvoll auf, wie wenig selbstverständlich doch die Selbstverständlichkeiten unsere täglichen Lebens sind. Eine Computerpanne legte Fahrkartenautomaten und auch weite Teile des Bahn-Betriebes lahm. Die Bahn verkündete zwar "alle Fahrgäste seinen angekommen", wusste aber bisher noch nichts über die eigentlich Ursache zu berichten.

Ist es an der Zeit, einmal über unsere Einstellung zu "Selbstverständlichkeiten" nachzudenken?  (weiter)

Geschrieben in Allgemein Kommentare: (1). Trackbacks: (0). Permalink


szmtag