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Die Auschwitzlüge

von Edgar Dahl, 27. Januar 2009, 07:27

Der französische Philosoph Voltaire sagte einmal: „Ich teile Ihre Ansicht nicht, doch ich werde bis zu meinem letzten Atemzug dafür kämpfen, dass Sie Ihre Meinung frei äußern dürfen.“ Die von den Aufklärern des 18. Jahrhunderts erkämpfte Meinungsfreiheit wird inzwischen überall in der westlichen Welt als ein grundlegendes Menschenrecht betrachtet. So heißt es etwa in Paragraph 5, Absatz 1, der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern.“

Wenn die Meinungsfreiheit aber ein durch das Grundgesetz garantiertes Recht ist, wie kann es dann sein, dass unser Staat in Paragraph 130, Absatz 3, des Strafgesetzbuches die „Leugnung des Holocaust“ mit bis zu fünf Jahren Gefängnishaft unter Strafe stellt? Ist die Ansicht, dass es sich bei dem Völkermord an Millionen von Juden um eine bloße Erfindung handele, nicht eine Ansicht, die unter den Schutz der Meinungsfreiheit fällt?


 

Nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts lautet die Antwort: Nein! Am 13. April 1994 entschieden die Karlsruher Richter, dass die Leugnung des Holocaust „nicht den Schutz der Meinungsfreiheit genießt“. Warum? Weil der Holocaust keine bloße „Meinung“ darstelle, sondern eine erwiesene „Tatsache“ sei – und die Verfassung nur die ungehinderte Erörterung von Meinungen, nicht aber die freie Diskussion von Tatsachen schütze.

Mit seiner Unterscheidung zwischen bloßen Meinungen und erwiesenen Tatsachen hat sich unser höchstes Gericht allerdings auf philosophisches Glatteis begeben. Worin soll der Unterschied zwischen Meinungen und Tatsachen bestehen? Angeblich darin, dass letztere durch die Wissenschaft gestützt seien, erstere dagegen nicht. Doch damit verleihen die Karlsruher Richter der Wissenschaft eine Autorität, die sie sich gar nicht anmaßt.

Anders als der Papst, betrachtet sich die Wissenschaft nicht als unfehlbar. Die Wissenschaft weiß: So wie die Wahrheiten von gestern die Irrtümer von heute sind, so mögen auch die Wahrheiten von heute die Irrtümer von morgen sein. Aufgrund dieser Einsicht hat sich die Wissenschaft denn auch längst zu bescheiden gelernt. Sie geht heute von der grundsätzlichen Fehlbarkeit unserer Vernunft und der Vorläufigkeit all unseres Wissens aus.

Weit fragwürdiger als die wissenschaftstheoretische Annahme der Karlsruher Richter ist jedoch ihre rechtsphilosophische Annahme. Selbst wenn unsere Kenntnis vom Holocaust auf erwiesenen Tatsachen beruhen würde, gäbe es noch lange keine Rechtfertigung dafür, die Leugnung des Holocaust strafrechtlich zu verfolgen. Nach allem, was wir wissen, ist 2 x 2 = 4. Doch mit welchem Recht wollten wir jemanden, der behauptet, dass 2 x 2 = 5 sei, hinter Schloss und Riegel sperren?

Der Grund für das Verbot der Auschwitzlüge scheint denn auch in etwas ganz anderem zu bestehen, als dem Schutz der Wahrheit. Es ist der Schutz des Andenkens der Opfer des Holocaust. Und dies erscheint auch weit plausibler.

Da ich selbst einen jüdischen Großvater hatte, der in Auschwitz-Birkenau umgekommen ist, kann ich den Geist des Gesetzes durchaus verstehen. Man stelle sich nur einmal vor, dass ein Revisionist meiner Großmutter weißzumachen suchte, dass die Vernichtung der Juden ein Märchen sei. Wäre es nicht unerträglich? Natürlich wäre es unerträglich! Die Leugnung des Holocaust machte sie in gewisser Weise sogar zu einem doppelten Opfer. Zum einen ist sie ein Opfer, da sie ihren Ehemann verloren hat; zum anderen aber ist sie ein Opfer, da man sie nun auch noch als Lügnerin hinstellte. Das ist mehr, als sie verkraften könnte. Und daher ist es auch durchaus verständlich, wenn sie der Entscheidung des Bundesgerichtshofes, die Leugnung des Holocaust strafrechtlich zu verfolgen, Beifall zollt.

So sehr ich den Geist der Gesetzgebung verstehe, halte ich die strafrechtliche Verfolgung der Auschwitzlüge jedoch aus einem ganz einfachen Grunde für falsch: Ein Staat, der sich anschickte, nicht nur die Rechte seiner Bürger, sondern auch die Gefühle seiner Bürger zu schützen, würde den Pluralismus untergraben und den Weg zu einer Diktatur ebnen.

Man stelle sich nur für einen Moment vor, wohin es führen würde, wenn wir allen Ernstes die Gefühle der Menschen zu schützen suchten. Nahezu alles, was jemand sagt, schreibt oder tut, ist dazu geeignet, die Gefühle zahlloser anderer zu verletzen. Viele Menschen fühlen sich nach wie vor in ihren moralischen Gefühlen verletzt, wenn zwei Männer Hand in Hand spazieren gehen oder sich gar küssen. Andere fühlen sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt, wenn das Christentum in anmaßender Weise als Opium des Volkes abgetan wird. Und wieder andere fühlen sich in ihren ästhetischen Gefühlen verletzt, wenn Goethes Faust in einer für ihren Geschmack zu modernen Inszenierung aufgeführt wird.

Insofern jeder von uns in Gefahr ist, die Gefühle anderer zu verletzen, lassen sie sich also gar nicht schützen. Jeder von uns würde stets mit einem Bein im Gefängnis stehen. Gefühlen, ob sie nun moralischer, religiöser oder ästhetischer Natur sind, kann und darf daher auch kein Anspruch auf rechtlichen Schutz zugebilligt werden.

Obgleich dies einleuchtend sein mag, werden doch viele geneigt sein einzuwenden: „Die Meinungsfreiheit ist zweifellos ein hohes Gut. Dennoch: Das Leugnen eines so ungeheuerlichen Verbrechens, wie das des Holocaust, ist eindeutig ein Missbrauch der Meinungsfreiheit.“ Wie das Bundesverfassungsgericht auch, werden sie darauf beharren, dass einige Meinungen so absurd oder, wie in unserem Falle, so perfide sind, dass sie einfach keinen rechtlichen Schutz durch das Grundgesetz verdienen. Dies klingt vernünftig, ist es aber leider nicht. Denn welche Instanz soll eigentlich darüber entscheiden, welche Meinungen schützenswert sind und welche nicht – der Bundespräsident, der Oberrabbiner, der Papst oder gar die Mehrheit der Bevölkerung?

Gerade im Hinblick auf den Holocaust gibt es noch ein drittes Argument gegen die strafrechtliche Verfolgung unliebsamer Meinungen. Kurz vor seinem Tode hat der jüdische Historiker Raul Hilberg, Autor des dreibändigen Standardwerkes „Die Geschichte der Vernichtung der europäischen Juden“, auf einer Veranstaltung des Simon-Wiesenthal-Instituts beteuert, dass „wir lediglich 20 Prozent über die Geschichte des Judenmords wissen. Das meiste ist noch offen.“ Befragt, ob man Holocaustleugner wie David Irving strafrechtlich verfolgen sollte, sagte er: „Meiner Ansicht nach nicht. Ich bin für die Freiheit auch dieser Leute. Man kann sogar von ihnen lernen. Sie sagen wie Kinder: Beweis’ das. Und wir müssen es beweisen.“


Da die Forschung, wie wir spätestens seit Karl R. Popper wissen, auf der Falsifikation beruht, also dem Widerlegen von Behauptungen und dem Ausräumen von Irrtümern, bedarf der Fortschritt der Wissenschaften daher nicht nur der Forschungsfreiheit, sondern immer auch der Meinungsfreiheit.

Nachdem ich mit einem Zitat eines französischen Aufklärers begonnen habe, möchte ich mit einem Zitat eines amerikanischen Aufklärers schließen. Thomas Paine, Autor des Buches „Die Rechte des Menschen“, sprach vor zwei Jahrhunderten eine Warnung aus, die nichts von ihrer Dringlichkeit eingebüßt hat und die wir gerade auch heute beherzigen sollten: „Wer seine eigene Freiheit sichern will, muss auch seine Feinde vor der Unterdrückung bewahren. Wer das versäumt, schafft einen Präzedenzfall, der auf ihn zurückfallen wird.“

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Kommentare

  1. Hendrik Brümmer "Freiheit" in der Demokratie
    27.01.2009 | 09:22

    Vielleicht ist es auch wichtig einzusehen, dass die Demokratie, anders als wir es vielleicht lernen oder glauben sollen, auch nur ein Staatssystem ist, wie viele andere, das nicht allein mit Logik und Freiheit, sondern auch mit Gesetzen und mancher Unlogik seinen Status verteidigen muss. Wie jedes System, muss die Demokratie auch Grenzen setzen. Sie muss antidemokratische Bestrebungen unterdrücken und Grundpfeiler ihres Systems, wie das Lernen aus ihrer eigenen Geschichte, verteidigen gegen solche, die an diesen Fundamenten rütteln.
    Ich fand Ihren Beitrag toll, vielen Dank!

  2. Helmut Wicht kein Betreff
    27.01.2009 | 09:27

    Das wär' schön, wenn man die Lüge qua Paragraph abschaffen könnte! Man stelle sich vor - die Wahrheit, einfach angeordnet, legislativ, judikativ und exekutiv durchgezogen und zack: the world's a better place.

    Problematisch halt: was IST eine Lüge? Eine Falschaussage wider besseres Wissen? Und wenn's einer nicht besser weiss? Ein Irrtum? Kann man den Irrtum gleich mit verbieten?

    Du hast recht: man könnte es, wenn man die Wahrheit kennte. Die Wahrheit ist aber die Übereinstimmung des Urteils mit dem Sachverhalt, und dazu müsste man den wieder kennen.

    Und mit historischen Sachverhalten ist das halt so eine Sache: so, wie unser privates autobiographisches Gedächtnis seine Inhalte überformt und modelliert, modelliert auch das kollektive Gedächtnis das Geschichtswissen.

    Nein, ich werd' jetzt nicht den Holocaust leugnen, bewahre. Ich las aber vor einiger Zeit ein Buch eines Frankfurter Mediävisten: und siehe, ganze Schlachten, die Barbarossa angeblich schlug, wurden wohl nie geschlagen.

    Ich tu' mich, mit anderen Worten, mit der historischen "Wahrheit" schwer, vor allem, wenn's lang her ist, und wenn die Gegenstände sehr komplex werden.

    Von daher bekomm' ich - vor allem jetzt im Darwin-Jahr - immer so nervöse Magenbeschwerden, wenn jemand von der "Tatsächlichkeit und Wahrheit" der Evolution redet. Nein, ich will kein Wasser auf die Mühlen der Kreationisten giessen. Aber Darwins Theorie - sofern sie sich auf historische Vorgänge bezieht - ist eben das, was naturwissenschaftlichen Theorien sind: Hypothesen, und keine dogmatischen Wahrheiten. Eine sehr gut begründete Hypothese im übrigen, an der zu zweifeln wir wenig Grund haben. Aber eben formbar, veränderlich - man bedenke die aktuelle Debatte um den "horizontalen Gentransfer", der so ziemlich alles über den Haufen wirft, was mir zum Beispiel in meinem Studium über die Mechanismen der Speziation und der resultierenden Klassifikation von Organismen beigebracht wurde.

  3. adenosine kein Betreff
    27.01.2009 | 09:40

    Ich glaube nicht, dass das BVG die Gefühle von Betroffenen schützen wollte, denn dann wäre es wirklich zu naheliegend auch religiöse Gefühle der Leute vor der Meinungsfreiheit und z.B. der Evolutionstheorie zu schützen. Hier wurde aus praktischen und sozialen Gründen, die Kathegorie der unmoralischen Lüge geschaffen, also einer Lüge aus niedrigen Beweggründen. Die Vermutung, das alles letztlich nicht beweisbar und jede Meinung dazu begründet sein kann, ist für ein Gericht nicht praktikabel. Die Unterscheidung von Tatsachen und Vermutungen ist eine reine Quantität und keine Qualität. Es gibt Naturgesetze wie z.B. die Wirkung der Gravitation und der Evolution deren Wahrscheinlichkeit so hoch (> 1:1E10), dass sie in der Quantität nicht von absoluten Tatsachen zu unterscheiden ist. Im sozialen Bereich und historischen Bereich sind die Anforderungen an die Quantität eines Beweises viel niedriger weil es dort keine objektivierbaren Verifikationen gibt. Dort reicht als Beweis eine Wahrscheinlichkeit von 90..99% (zumindest um als überführter Täter im Knast zu landen) und das aus rein praktischen Erwägungen. Es ist eine Notwendigkeit im praktischen Leben Entscheidungen mit unvollständigem Wissen zu treffen. Das BVG hat also nicht im Namen einer Wissenschaft oder von Prinzipien agiert, sondern im praktikablen politischen Raum.

  4. Dankwartz Dussek Soso ...
    27.01.2009 | 10:46

    Aha!
    Liesbert Müller versucht sich der Abwechslung halber mal in Philosophie.
    Und übersieht dabei staunenden Auges den überzeugendsten Grund für diesen zweifellos rigorosen Eingriff in den Grundwert Meinungsfreiheit: die besondere Verantwortung der Deutschen ihrer jüngeren Geschichte gegenüber. Lieber Herr Dahl: DA blieb dem Gesetzgeber nun wirklich keine andere Möglichkeit!
    Dass obendrein als Titel dieses Blogs das fürchterliche Wort "Die Auschwitzlüge" gewählt worden ist, unterstreicht nur die Naivität des sicherlich gut gemeinten Essays - ist doch dies ein Ausdruck, der dermassen rechtsideologisch aufgeladen ist, dass er tatsächlich nur in einer Richtung interpretiert werden kann ... auch wenn das hier bestimmt nicht so gemeint ist ...

    mfg
    DD

  5. Monika Armand Super....Blogbeitrag
    27.01.2009 | 13:03

    mit "Tiefgang"....Vielen Dank.....

    Leider muss man für so viel "Tiefgang" genau lesen, jeden Satz behalten und ordentlich nachdenken und deshalb kann man gedanklich nicht auf der Argumentatsionsebene eines "Stammtisches" stehen bleiben ;-))

    Sie haben mit Ihrem Beitrag eine der vielen Widersprüchlichkeiten und pseudowissenschaftlichen Juristereien entlarvt. Leider gibt es Hunderte davon....Ein Anfang ist gemacht...dass wirklich einmal darüber "richtig" nachgedacht wird!

    Besonders gefallen hat mir das Zitat von Irving, denn damit wird bestätigt, dass wir bei der Strafbarkeit der Holocaustleugner in der "Ideologiefalle" hängen.....:
    "Befragt, ob man Holocaustleugner wie David Irving strafrechtlich verfolgen sollte, sagte er: „Meiner Ansicht nach nicht. Ich bin für die Freiheit auch dieser Leute. Man kann sogar von ihnen lernen. Sie sagen wie Kinder: Beweis’ das. Und wir müssen es beweisen.“

    Tja....ich denke, dass "Wissenschaftstheorie" in allen Studiengängen zur Pflicht werden sollte.

  6. ali Falscher Autor
    27.01.2009 | 13:24

    Das Zitat stammt nicht von Voltaire (wird ihm aber fälschlicherweise oft zugeschrieben).
    Es stammt von Evelyn Beatrice Hall in Die Freunde von Voltaire

  7. Thilo @ Monika Armand
    27.01.2009 | 13:52

    Leute wie Irving sind NICHT wie Kinder, die etwas erklärt haben wollen. Irving befaßt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema, und alles, was gesagt werden kann, ist ihm zweifellos schon hundert mal von vielen Leuten erklärt worden.

    Leute wie Irving wollen nicht etwas verstehen oder etwas erklärt bekommen, sondern sie wollen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Stimmung gegen Minderheiten (hier: gegen Juden) machen. Hinter der Behauptung von der "Auschwitzlüge" steckt ja nicht nur eine Aussage über ein historisches Ereignis, sondern es soll (ohne es explizit auszusprechen) der Eindruck erweckt werden, daß "die Juden" angeblich finanziellen und moralischen Nutzen aus dieser angeblichen Lüge ziehen würden.

    Forschungsfreiheit beim Thema Auschwitz haben wir übrigens. Es gibt viele aktuelle Forschungen zum 3. Reich und wenn (wie etwa im Zusammenhang mit einzelnen Fotos der Wehrmachtsausstellung) Fehler in irgendwelchen historischen Details ans Licht kommen, dann wird das natürlich auch publiziert.

    Bei den "Forschungen" der Holocaust-Leugner geht es hingegen (ähnlich wie z.B. auch bei den Skeptikern der Evolutionstheorie) nicht um Forschung, sondern einfach nur darum, in der Öffentlichkeit den Eindruck einer Debatte zu erwecken, die es in der Wissenschaft so nicht gibt. Eine einfache Ermüdungsstrategie: man holt immer wieder irgendwelche aus dem Zusammenhang gerissenen Argumente hervor und hofft, daß die andere Seite früher oder später keine Lust mehr hat, immer denselben Unsinn stets aufs Neue zu widerlegen.

  8. Horst Deckert Auschwitz und die Urheber
    27.01.2009 | 14:01

    Sehr gut, ich teile Ihre Meinung. „Wer seine eigene Freiheit sichern will, muss auch seine Feinde vor der Unterdrückung bewahren. Wer das versäumt, schafft einen Präzedenzfall, der auf ihn zurückfallen wird.“

    Genau das wird uns bald einholen, denn Deutschland ist keine Demokratie, sondern eine Parteien-Diktatur, in der das Wahlvolk als Stimmvieh dient, aber noch nicht bemerkt hat, dass es dazu nur missbraucht wird. Am Beispiel Ypsilanti sehen wir, dass Menschen in ein Parlament einziehen können, die es nach dem Wahlergebnis nicht schaffen würden. Was ist hier noch Demokratie, wenn Leute in ein Parlament einziehen können, die keine Mehrheit hinter sich haben?

    Dass wir nur lediglich 20 Prozent über die Geschichte des Judenmords wissen, liegt daran, dass niemand an der ganzen Wahrheit interessiert ist. Und warum wird die Wahrheit erfolgreich unterdrückt?

    Weil "die Geschichte der Vernichtung der europäischen Juden" die Geschichte der Päpste und der römisch-katholischen Kirche ist.

    Ich erinnere an das Buch von Gerald Steinacher, “Nazis auf der Flucht. Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen.” Aber auch an die Bücher "Pius XII." von John Cornwell und "The Secret History of the Jesuits" von Edmond Paris. Alles wird unter den Teppich gekehrt.

    Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am 25. Januar 2005 im Deutschen Theater Berlin bei der Gedenkveranstaltung des Internationalen Auschwitz Komitees an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 60 Jahren erinnert und u.a. gesagt: "Die Nazi-Ideologie war menschengewollt und menschengemacht…"

    Schröder sagte leider nicht, welche Unmenschen die Nazi-Ideologie gewollt, gemacht und realisiert haben. Er sagte nicht, wer den Antisemitismus in die Welt gebracht hat. Natürlich sagte er auch nicht, wer Adolf Hitler als Killer engagiert hat, die Nazi-Ideologie umzusetzen.

    Wer profitiert davon, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt?

    Die geistigen Urheber der Nazi-Ideologie, die diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Auftrag gaben!

    Wer sind die geistigen Urheber der Nazi-Ideologie? Wer hat die Umsetzung der Nazi-Ideologie angeordnet und in Auftrag gegeben?

    Wenn wir im Internet und in alten Schriften recherchieren, wer damit angefangen hat, die Juden zu diskriminieren und zu verfolgen, kommen wir zu einem überraschenden Ergebnis:

    Der “Nazi - Papst”: Innozenz III.

    1212 hat der “Nazi - Papst” Innozenz III. die Juden dazu aufgefordert, ein bestimmtes Abzeichen zu tragen. Außerdem durften sie kein öffentliches Amt innehaben. Dieser Erlaß gilt heute noch! Und in Pius XII. hat er über 700 Jahre später einen treuen Nachfolger gefunden, der den Vollstrecker dieses Erlasses und Verfahrens aufgebaut, eingesetzt und unterstützt hat: seinen persönlichen Freund Adolf Hitler.

    Das 4. Laterankonzil ist das bedeutendste Konzil des Mittelalters. Es wurde durch die Bulle Vineam Domini Sabaoth von Papst Innozenz III. vom 19. April 1213 einberufen und fand im November 1215 im römischen Lateran statt. Es war das 12. ökumenische Konzil der katholischen Kirche.
    Das vierte Laterankonzil von 1215 verlangte von Juden, dass diese ein Unterscheidungsmerkmal tragen mussten.
    Ein ebenfalls mittelalterliches Stigma war der Gelbe Fleck.
    Der gelbe Fleck bezeichnet ein Stigma aus gelbem Stoff, zu dessen Tragen die Juden des Mittelalters - zusammen mit dem spitzen Judenhut - in vielen Städten Europas gezwungen wurden.

    In der Zeit des Nationalsozialismus nahmen die Machthaber mit dem Judenstern diese “römisch-katholische Kirchen-Tradition” wieder auf. Der sog. Judenstern - seltener auch als Gelber Stern bezeichnet - ist ein in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland eingeführtes Zeichen zur Kennzeichnung von Juden.

    Ab dem 23. November 1939 hatten Juden im von deutschen Truppen besetzten Polen, ab dem 1. September 1941 aufgrund der Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden vom 1. September 1941 die Juden im Deutschen Reich ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr den gelben Judenstern "sichtbar auf der linken Brustseite des Kleidungsstückes zu tragen”.

    Die Nationalsozialisten stellten damit eine Verbindung zur mittelalterlichen Kleidung her, die Juden als Kennzeichen zu tragen hatten (Judenhut und gelber Fleck). Als Zeichen wurde eine Form gewählt, die an das national-religiöse Symbol des Judentums, (das Hexagramm des Davidsterns), anknüpfte: einen gelben, aus zwei überlagerten, schwarzumrandeten Dreiecken bestehenden, 6-zackigen Stern mit der schwarzen Aufschrift “Jude”.

    Mein Fazit:

    Innozenz III. ist wahrscheinlich der erste “Nazi-Papst” der Geschichte! Er ist nachweislich einer, wenn nicht sogar der Erfinder der Nazi-Ideologie und Gründer des “Nazi-Regime Römisch-katholische Kirche” im Staat Vatikan und in allen päpstlich kontrollierten Staaten. Gibt es einen erkennbaren Unterschied zum Dritten Reich?

    “Nazi - Papst”: Paul III.

    1545 wurden die römisch-katholischen Inquisitionsgesetze im Konzil zu Trient unter Papst Paul III. beschlossen. Sie gelten noch heute! Dies hat Papst Johannes XXIII. auf dem 2. Vatikanischen Konzil 1963 bestätigt. Auch Papst Johannes Paul II. hat dies bekräftigt. Und der deutsche Papst Ratzinger war 25 Jahre lang Vorsitzender der “Verwaltung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit” im Staat Vatikan.

    “Nazi - Papst”: Paul IV.

    Papst Paul IV. (Papst) legte 1555 ebenfalls fest, dass die Juden einen speziellen Hut tragen mussten. Der Judenhut war eine gelbe, spitz zulaufende Kappe, die im Mittelalter von den Juden (nicht allerdings von den Jüdinnen) außerhalb ihres Ghettos als Erkennungszeichen getragen werden musste. Judenhüte konnten ebenfalls als Stigma für überführte Wucherer, Zauberer etc. verlangt werden, die selbst nicht unbedingt Juden sein mussten. Erst in Folge der Judenemanzipationen in den Staaten Europas wurde er abgeschafft.

    “Nazi - Papst”: Pius XII., der persönliche Freund Adolf Hitlers

    Das 1933 unterzeichnete und noch heute gültige Konkordat zwischen dem wahrscheinlich ersten Nazi-Staat der Welt, dem Vatikan, und dem NS-Regime gab Hitler das römisch-katholische Recht, Juden wie Nicht-Katholiken gleichermaßen umzubringen und das Land von “Ketzern” zu säubern.

    Ein Konkordat ist eine Vereinbarung zwischen dem Vatikan und einer Regierung und besagt, dass die unterzeichnete Regierung angeblich ein Teil der Regierung Gottes ist und der Vatikan beabsichtigt, diese zu festigen und ihr angeblich göttlichen und internationalen Schutz zu geben. Perverser geht's nimmer. Die Unterzeichner dieses teuflischen Werkes waren:

    1. Kardinal Eugenio Pacelli als Staatssekretär. Der Hitlerfreund, Freimaurer und spätere “Nazi - Papst” Pius XII. verführte über Hirtenbriefe und Priester die Katholiken und gewann für Hitler die “katholische Wahl” 1933.

    2. Prälat Montini, der spätere Papst Paul VI. und

    3. Franz von Papen, Agent des Vatikans und gleichzeitig Hitlers bester Diplomat.

    Hitler, Mussolini und Franco wurden als Verteidiger des römisch-katholischen Glaubens auserkoren. Papst, Bischöfe und Priester beteten für Hitler. Fragt sich nur zu wem sie beteten? Doch der “Heilige Krieg” der Stellvertreter Satans ging, Gott sei Dank, verloren.

    Hitler wurde vom Vatikan finanziert, um die Welt für den Katholizismus zu erobern.

    “Wir haben Herrn Hitler engagiert”, sagte der päpstliche Vertrauensmann und spätere Hitler-Vize Franz von Papen.

    Hitler, der Killer des Papstes, konnte nur mit Hilfe der katholischen Kirche seine Gräueltaten an Juden, Christen und Andersdenkenden verüben.

    Jesuitenpater Staempfle schrieb Hitlers “Mein Kampf”, das Meisterstück der Jesuiten und der katholischen Kirche für Hitlers Machtübernahme!

    Von Papen prahlte vor der Welt: “Das Dritte Reich ist die erste Macht, die nicht nur die hohen Prinzipien des Papstes anerkennt, sondern auch praktiziert.”

    Die Gestapo wurde vom Jesuiten Heinrich Himmler nach den Prinzipien des Jesuitenordens gegründet und geleitet. Hitler wörtlich: “Ich sehe Himmler als unseren Ignatius von Loyola an.”

    Auch Propagandaminister Dr. Josef Goebbels war Jesuit: “Wir gehen in diesen Kampf wie in einen Gottesdienst.”

    Erwiesene Tatsachen:

    Die Päpste haben Kaiser und Könige gekrönt, Regierungen ein- und abgesetzt. Sie haben unter Mithilfe der Jesuiten und der römisch-katholischen Kirche mehr Menschen wegen ihres Glaubens umbringen lassen als alle Diktatoren dieser Welt zusammen. Keiner hat mehr Menschen grausam ermorden lassen als das Papsttum durch seine kleinen und großen Hitler.

    Die Päpste, einschließlich Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die ihre angeblich eigene und die Unfehlbarkeit ihrer Vorgänger - und damit auch die Richtigkeit der Unterstützung Hitlers - bestätigten, stehen für die grausame Ermordung von über 100 Millionen Menschen. Und nach wie vor werden es immer mehr.

    Interessant ist, dass der Jesuitenfreund und fromme Katholik Adolf Hitler bis heute nicht von seiner römisch-katholischen Kirche exkommuniziert wurde!

    Der römisch-katholischen Kirche fehlt jede Legitimation durch Jesus Christus.

    Martin Luther, der selbst römisch-katholischer Priester war, bevor ihm Gott die Augen geöffnet hat, hat sie als “Stiftung des Teufels” entlarvt.

    Die römisch-katholische Kirche hat unzählige Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, die alles in den Schatten stellen. Sie sind die geistigen Urheber und Verantwortlichen für Holocaust, Christen- und Judenverfolgung, Völkermord auf der ganzen Welt.

    Und bereits Johannes, der den Menschen und Messias Jesus Christus noch persönlich kannte und ihm näher war als jeder andere Jünger, wurde von der römischen Hure Babylon grausam verfolgt (Offb. 17, 6.18; Luk. 2, 1).

    So sehr sich der Papst und seine Anhänger auch mühen, der Papst ist nach der Bibel als der Antichrist entlarvt. Er ist weder der Stellvertreter Jesu, noch der Nachfolger Petri. Der Papst ist der Nachfolger Cäsars, denn er trägt auch den gleichen Titel: Pontifex Maximus. Und selbst diesen Cäsar haben die Päpste in ihrer Unmenschlichkeit und mit ihren Verbrechen gegen die Menschlichkeit weit übertroffen!

    Und wenn wir feststellen wollen, wer für die Kreuzigung Christi die Verantwortung trug, werden wir unseren Augen nicht trauen. Sein vollständiger Name zum Zeitpunkt seines Todes lautete:

    Tiberius Caesar Divi Augusti filius Augustus, PONTIFEX MAXIMUS, Tribunicia potestate XXXVIII, Imperator VIII, Consul V.

    In der Lex de imperio Vespasiani des Jahres 69 wird Tiberius zu den vergöttlichten Caesaren gezählt.

    Der Historiker Tacitus schrieb in seinen Annalen
    - siehe http://www.thelatinlibrary.com/...c.ann15.shtml#44 -
    dass Christus unter Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war. Dies bestätigt auch Lukas 3, 1: “In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judäa war …”

    Fazit:

    Der PONTIFEX MAXIMUS war für die Hinrichtung, die Kreuzigung Jesu Christi verantwortlich.
    Benedikt XVI., alias Joseph Alois Ratzinger ist der wahre Nachfolger des vergöttlichten Caesaren Tiberius Pontifex maximus.

    Ist es nicht bezeichnend, dass sich der Papst gleichzeitig als PONTIFEX MAXIMUS und als Stellvertreter Christi ausgibt?

    Ist es nicht bezeichnend, dass die Juden seit dem 13. Jahrhundert von den Nazi-Päpsten als angebliche ”Christus-Mörder” verfolgt werden?

    Und dann stellt sich auf einmal heraus:

    Der PONTIFEX MAXIMUS war der ”Christus-Mörder”!

    Wir stellen fest:

    1. Die römisch-katholische Kirche, das Papsttum, die päpstliche Nazi-Ideologie und der Nationalsozialismus sind ein Werk Satans.

    2. Der Staat Vatikan mit seinen “Nazi-Päpsten” und Stellvertretern Satans in Menschengestalt ist vermutlich der älteste “Nazi”-Staat der Welt. Denn die Gesinnung der Päpste ist exakt identisch mit Hitlers Nationalsozialismus.

    3. Das Papsttum im Staat Vatikan bezieht sich ebenso wie Hitler in Deutschland auf die religiösen Grundsätze der römisch-katholischen Kirche! Und um diese religiösen Grundsätze zu erfüllen, mußte als oberstes Ziel der Erlaß von “Nazi - Papst” Innozenz III. aus dem Jahre 1212 gegen die Juden umgesetzt werden.
    Es steht ja nicht ohne Grund in Offenbarung 17, 5: “Die große Babylon, Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden”!

    Hitler sagte selbst:
    “Ich lernte viel von der Unterweisung durch die Jesuiten. Bis jetzt hat es nie etwas Großartigeres auf Erden gegeben, als die hierarchische Organisation der katholischen Kirche. Ich übertrug viel von dieser Organisation in meine eigene Partei. Was die Juden betrifft, führe ich nur dieselbe Politik fort, die die katholische Kirche sich seit 1500 Jahren angeeignet hat … indem sie Juden als gefährlich beurteilte und sie in Gettos etc. verstieß … weil sie wusste, wie die Juden seit jeher wirklich waren …” (The Nazi Persecution of the Churches by Conway, pgs. 25, 26)

    1940 minus 1500 Jahre? Was war im Jahre 440 ?
    Da wurde Leo I. zum Papst gekrönt. Und Leo I. war der erste Bischof von Rom, der sich Papst nannte! Er war auch der erste, der den Titel der babylonischen Baalspriester “Pontifex maximus” (Oberster Priester) verwendete, der zuletzt den römischen Kaisern gehörte.

    Sie sehen jetzt, welche Vorbilder und Auftraggeber Adolf Hitler hatte. Er war ein guter römisch-katholischer Christ.

  9. Monika Armand @ weitere Kommentare
    27.01.2009 | 14:08

    Schade, die philosophischen und darin enthaltenen wissenschaftstheoretischen Überlegungen von Edgar Dahl scheinen die Kommentatoren leider recht wenig zu interessieren......

  10. paul sievers au weia!!!
    27.01.2009 | 16:51

    "--Nach allem, was wir wissen, ist 2 x 2 = 4. Doch mit welchem Recht wollten wir jemanden, der behauptet, dass 2 x 2 = 5 sei, hinter Schloss und Riegel sperren?--"

    ich finde das durch diesen satz der ganze artikel zu einem einzigen blabla verkommt!

    es geht hier ja nicht mal im ansatz(!) um eine theoretisch, wissenschaftliche frage die verboten ist.

    sondern es geht um den groessten massenmord in der geschichte der menschheit (10 millionen, davon 6 millionen juden).
    die leugnung, bzw relativierung des holocaust geschieht ja nicht aus der motivation herraus, philosophische grenzen auszuloten, oder zur erlangung wissenschaftlicher erkenntnisse, sondern ganz klar aus einer politischen intention herraus: naemlich der verharmlosung des nationalsozialismus, oder doch zumindest um einer relativierung der 'schuldfrage'.

    wer das nicht sehen will ist entweder naiv, oder eben selbst holocaust skeptiker.

    durch die fehlende moeglichkeit einer freien 'meinungs-'verbreitung der holocaust leugner, die ja selbst ganz bewust pseudowissenschaftliche propaganda betreibt, bleiben deren luegen eben weiterhin 'nur' in den kreisen verfuegbar, die ohnehin schon motiviert sind, zb in allen die 'meinungsdominanz der juden' zu beweisen etc.

    aber dazu hat thilo ja auch schon alles
    gesagt

  11. Dr. Gundolf Fuchs kein Betreff
    27.01.2009 | 20:54

    Elke und Dr. Gundolf Fuchs, Telsekamp 11, 25770 Hemmingstedt, d. 27.01.2009
    Der Geist der Ausarbeitung ist anzuerkennen, weil er Gefühle gegen Grundrechte abwägt. Aber ein wichtiger Punkt ist nicht betrachtet: Warum macht man sich bei einem solch riesigen Verbrechen — wenn wir nur die Zahl von 500.000 von Fritjof Meyer für Auschwitz zugrunde legen — nicht die Mühe, Sachbeweise vorzulegen, um Zweifler zu widerlegen? Das so etwas möglich ist, beweisen die Untersuchungen des Massengrabs bei Marienburg mit etwa 2.000 Opfern und die auf dem Gelände eines argentinischen geheimen Militärcamps mit etwa 10.000 Ermordeten. Es ist doch merkwürdig, daß solche Untersuchungen wegen „Offenkundigkeit“ abgelehnt werden, denn Offenkundigkeit setzt voraus, daß keine anderen Meinungen bestehen!

  12. Ingo @ Paul Sievers, Thilo
    27.01.2009 | 21:57

    Wer definiert, was Wissenschaft ist?

    Ich finde, Raul Hilberg hat es vollkommen richtig gesagt: Wissenschaftler sind - bestenfalls - erst einmal Kinder. ALLES ist zu fragen erlaubt, ALLES. AUCH Wissenschaftler dürfen - wie jeder - fragen, ob der Kaiser nackt ist. Und dürfen auch die Kleidung, die alle sehen, sehr genau unter die Lupe nehmen. Sogar das Elektronenmikroskop dürfen sie dabei benutzen. Und sogar DNS-Sequenzierungsmaschinen. Und sie dürfen sogar zu Haarspaltern dabei werden. Oh, wirklich schlimm, was man heutzutage Wissenschaftlern alles erlaubt. Wirklich schlimm. Wir sollten etwas dagegen unternehmen ...

    - Und: Ja, was denn Thilo? Und die Kreationisten können die Verteidiger des Darwinismus "ERMÜDEN"? WIRKLICH? Dann wären sie ziemlich wenig begeistert von ihrer Wissenschaft. Dann würden sie wirklich nicht sehr viel vom Darwinismus halten. Und ich sehe, wenn ich mich im Netz und sonstwo umschaue, wirklich nicht, daß das irgendwo geschieht, daß da irgend jemand müde wird. Vielleicht ist es ja auch sehr bequem, aus Angst vor Ermüdung Strafgesetze zu erlassen?

    Unsere aufgeklärte Gesellschaft ist sehr, sehr wachsam. - Aber tatsächlich. Sie ist es nicht genug, bei weitem nicht genug. Ständig geschehen neue Völkermorde und Kriegsverbrechen. DA können vielleicht die Menschen zu leicht müde werden, weil sie sich auf dem Wissen von angeblich "gesicherten Tatsachen" ausruhen. Wir gedenken doch Auschwitz. Da haben wir doch offensichtlich schon alles getan, um gegenwärtiges und künftiges Unheil abzuwenden - nicht wahr?

  13. Thilo Kinder, die alles fragen dürfen?
    28.01.2009 | 00:00

    Soso, die Leute, die Auschwitz in Frage stellen, sind also einfach nur wie wißbegierige, neugierige Kinder.

    Schon komisch: wenn man kurz nachrecherchiert, stellt sich jedes mal aufs neue heraus, daß es sich bei den ach so neugierigen und wißbegierigen Fragen-Stellern keineswegs um naive Kinderseelen, sondern ganz im Gegenteil um altbekannte politische Protagonisten handelt.

    Zum Beispiel das Ehepaar Elke und Gundolf Fuchs mit der "neugierigen" Frage im vorletzten Kommentar. Sie waren schon einmal Thema eines FOCUS-Artikels über die Ludendorff-Sekte und verkünden zum Beispiel im Artikel "Die Volksseele mahnt, aber nur die Philosophie kann eine Lösung bringen" (etwas runterscrollen) allerlei Weisheiten über Juden und ihre angebliche Medienmacht.

    Es ist bestimmt reiner Zufall, daß solche "neugierigen", "wißbegierigen", "naiven", "kindlichen", "wissenschaftlichen" (noch irgendein Adjektiv?) Fragen immer wieder gerade von Vertretern einer ganz bestimmten weltanschaulichen Richtung gestellt werden.

  14. Edgar Dahl @ - Paul Sievers
    28.01.2009 | 12:48

    "'Nach allem, was wir wissen, ist 2 x 2 = 4. Doch mit welchem Recht wollten wir jemanden, der behauptet, dass 2 x 2 = 5 sei, hinter Schloss und Riegel sperren?'

    Ich finde das durch diesen satz der ganze artikel zu einem einzigen blabla verkommt!"

    Dieser Satz diente nur zum Beweis dafür, dass es bei der strafrechtlichen Verfolgung der "Auschwitzlüge" - entgegen der Behauptung des Bundesgerichtshofes - nicht um den Schutz der Wahrheit gehen kann.

  15. Edgar Dahl @ - Thilo
    28.01.2009 | 12:53

    "Leute wie Irving sind NICHT wie Kinder, die etwas erklärt haben wollen."

    Ich denke, wir dürfen davon ausgehen, dass Raul Hilberg seine Gegner besser kennt als wir.

  16. Edgar Dahl @ - Dankwartz Dussek
    28.01.2009 | 13:00

    "Lieber Herr Dahl: DA blieb dem Gesetzgeber nun wirklich keine andere Möglichkeit!"

    Aber sicher! Die "besondere Verantwortung der Deutschen ihrer jüngeren Geschichte gegenüber" muss man nicht durch die Strafgesetzgebung sichern. Man kann sie, wie es ja auch geschieht, genausogut durch Erziehung, Bildung und Aufklärung sichern.

  17. Edgar Dahl @ - Hendrik Brümmer
    28.01.2009 | 13:08

    "Wie jedes System, muss die Demokratie auch Grenzen setzen. Sie muss antidemokratische Bestrebungen unterdrücken..."

    Gewiss! Aber ein Rechtsstaat ist nur dann ein Rechtsstaat, wenn er sich ausschließlich rechtsstaatlicher Mittel bedient.

    Zudem sehe ich nicht, dass die Leugnung des Holocaust per se eine "antidemokratische Bestrebung" darstellt.

  18. Edgar Dahl @ - adenosine
    28.01.2009 | 13:12

    "Das BVG hat also nicht im Namen einer Wissenschaft oder von Prinzipien agiert, sondern im praktikablen politischen Raum."

    Das denke ich auch - nur soll das BVG es dann auch gefälligst zugeben.

  19. Edgar Dahl @ - adenosine
    28.01.2009 | 13:16

    "Hier wurde aus praktischen und sozialen Gründen, die Kathegorie der unmoralischen Lüge geschaffen, also einer Lüge aus niedrigen Beweggründen."

    Daraus ergibt sich eben die von mir angesprochene praktische Frage, welche Instanz darüber entscheiden soll, welche Lügen auf "niederen Beweggründen" beruhen und welche nicht?

  20. Edgar Dahl @ - Thilo
    28.01.2009 | 13:25

    "Leute wie Irving [...] wollen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit Stimmung gegen Minderheiten (hier: gegen Juden) machen."

    Ist das nicht etwas zu pauschal geurteilt? Soll das beispielsweise auch für den SPIEGEL-Autor Fritjof Meyer gelten? Ich glaube nicht, was Meyer behauptet; aber ich würde mich davor scheuen, ihm zu unterstellen, er habe nur "Stimmung gegen Juden machen wollen".

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