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Stirbt die Religion aus?

04. März 2010, 22:18

Religion stirbt aus? Von wegen!“ Mit diesen Worten hat Michael Blume seinen letzten Eintrag auf seinem Blog „Natur des Glaubens“ überschrieben. Da es sich bei seinem Beitrag zumindest teilweise um eine Reaktion auf meinen Artikel „Mission Impossible“ zu handeln scheint, hier eine kurze Erwiderung. (weiter)

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Mission Impossible

22. Februar 2010, 23:39

Diese gottverdammten Heiden aus dem Osten! Jetzt versuchen wir schon seit zwanzig Jahren, sie zum einzig wahren Glauben zu bekehren. Aber nichts da! Verstockt wie sie sind, wollen sie Gottes Liebe einfach nicht erkennen. Sind sie blind oder einfach nur ein undankbares Volk?

Gott weiß, wie sehr wir uns bemüht haben. Wieder und wieder haben wir die Renaissance der Religion beschworen. Doch diese Ossis wollen sich dieser längst überfälligen Wiedergeburt des Glaubens einfach nicht anschließen. Wie eh und je ziehen sie das Profane dem Sakralen vor. Nichts ist ihnen heilig! (weiter)

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Die vier apokalyptischen Reiter

21. Januar 2010, 00:04

Seit der Veröffentlichung von Richard Dawkins’ „Der Gotteswahn“, Christopher Hitchens’ „Der Herr ist kein Hirte“, Daniel Dennetts „Den Zauber brechen“ und Sam Harris’ „Das Ende des Glaubens“ gibt es wieder einmal eine erbittert geführte Debatte über die Religion.

Der Streit darüber, ob die Annahmen der Religion wirklich glaubwürdig sind, scheint dabei kein Ende zu nehmen. Mit dem kürzlich erschienenen Buch „50 Voices of Disbelief: Why We Are Atheists“ ist sogar noch einmal zusätzlich Öl ins Feuer gegossen worden. (weiter)

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Andere Länder, andere Sitten?

17. Dezember 2009, 00:27

Im Parlament von Uganda wird derzeit das „Anti-Homosexualitäts-Gesetz 2009“ debattiert. Dieses Gesetz sieht vor, Lesben und Schwule mit der Todesstrafe zu bedrohen. Der ugandische Minister für Ethik, James Nsabo Butoro, erklärt die Forderung, Homosexuelle hinzurichten, damit, dass ihr Verhalten „gegen Gottes Willen verstoße“. Der gesellschaftliche Schaden, den Homosexuelle anrichten, sei derart groß, dass man sich sogar mit dem Gedanken trage, selbst Heterosexuelle ins Gefängnis zu werfen, wenn sie es verabsäumen, Schwule und Lesben bei den zuständigen Behörden anzuzeigen. (weiter)

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Wozu Philosophie?

26. November 2009, 02:37

Wenn von Philosophen die Rede ist, denkt man gern an kauzige Einzelgänger. Da ist beispielsweise Diogenes in der Tonne, der auf die Frage Alexander des Großen, ob er etwas für ihn tun könne, lakonisch antwortete: „Ja, du könntest mir ein Stück aus der Sonne gehen.“ Dann ist da natürlich der pedantische Immanuel Kant, der seinen Tagesablauf so strikt festlegte, dass selbst die kleinste Abweichung ihm existenzielle Ängste verursachte. Nachdem er einmal von einem Edelmann zu einer Spazierfahrt über Land eingeladen worden war und etwas später als gewohnt in seine Studierstube zurückkehrte, entwickelte er daraus sogleich den kategorischen Imperativ, „sich nie von jemanden zu einer Spazierfahrt mitnehmen zu lassen“. Und schließlich ist da noch der mürrische Arthur Schopenhauer, der so misstrauisch war, dass er sich nie von einem Barbier rasieren ließ, weil er fürchtete, er könne ihm mit dem Schermesser die Kehle durchschneiden. Nach Schopenhauer waren die Menschen ein solches Schlangen und Otterngezücht, dass sie ihren Nächsten umbringen würden, „nur um sich mit dessen Fette die Stiefel zu schmieren.“ (weiter)

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Gottes Wege sind unergründlich!

01. November 2009, 15:42

Richard Dawkins’ neues Buch ist erschienen. Keine Angst, es ist kein weiterer Angriff auf Religiöse. Lediglich ein einziges Kapitel von The Greatest Show on Earth: The Evidence for Evolution beschäftigt sich mit einem theologischen Thema. Und zwar der Theodizee. Wie weithin bekannt, geht es hierbei um die Vereinbarkeit der Allmacht, Allwissenheit und Allgüte Gottes mit dem Leid, Übel und Elend dieser Welt. Die nach wie vor beste Formulierung dieses Problems stammt aus der Feder Epikurs. Vor mehr als zweitausend Jahren stellte er die Frage: „Ist Gott willens, aber nicht fähig, die Übel zu verhindern? Dann ist er nicht allmächtig. Ist er fähig, aber nicht willens? Dann ist er nicht allgütig. Ist er sowohl fähig als auch willens? Woher kommen dann die Übel?“ (weiter)

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Zur Trennung von Staat und Kirche

20. Oktober 2009, 09:45

Anlässlich des 60. Geburtstages unseres Grundgesetzes greift Prof. Dr. Uwe Lehnert ein in unserer Gesellschaft viel zu selten diskutiertes Problem auf: Die nach wie vor nicht vollendete Trennung von Staat und Kirche. Dieses Problem, dessen Bedeutung man kaum überschätzen kann, ist nur eines von vielen, das er in seinem gerade in 3. Auflage erschienenen Buch "Warum ich kein Christ sein will" thematisiert. Obgleich ich mich mit religions- und kirchenkritischen Fragen recht gut auszukennen meinte, war ich doch erschrocken über die nach wie vor bestehende Verquickung von Statt und Kirche. Dieser Text wird Ihnen die Augen öffnen: (weiter)

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Neuro-Enhancement: Im Zweifel für die Freiheit!

09. Oktober 2009, 08:47

Inmitten all der Feierlichkeiten zum 150jährigen Jubiläum von Charles Darwins "Die Entstehung der Arten" ist vielen ganz entgangen, dass wir dieses Jahr auch das 150jährige Jubiläum von John Stuart Mills "Über die Freiheit" begehen. Als Philosoph, der sich sowohl mit der Naturphilosophie als auch mit der Rechtsphilosophie beschäftigt, fällt es mir, ehrlich gesagt, schwer zu entscheiden, welches Buch eigentlich das bedeutendere ist. Sicher, Darwins Buch hat unser Welt- und Menschenbild revolutioniert. Doch Mills Buch könnte unser gesellschaftliches Zusammenleben revolutionieren. Der Unterschied ist lediglich, dass Darwins Botschaft langsam angekommen zu sein scheint, Mills Botschaft dagegen noch gar nicht wirklich Gehör gefunden hat. (weiter)

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Was Sie schon immer über Woody Allen wissen wollten, aber nie zu fragen wagten

12. Juli 2009, 11:21

Seit nunmehr vierzig Jahren dreht Allen Stuart Konigsberg, besser bekannt als Woody Allen, alljährlich einen neuen Film. Dank solcher Streifen wie „Stardust Memories“, „Annie Hall“ und „Manhattan“ bezeichnet man ihn gerne als New Yorks „Stadtneurotiker“. Kürzlich wurde ihm jedoch die Ehre zuteil, auch als einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit anerkannt zu werden. In dem von Mark T. Conrad und Aeon J. Skoble herausgegebenen Buch „Woody Allen and Philosophy: You Mean My Whole Fallacy is Wrong?“ wird er von fünfzehn namhaften akademischen Philosophen als einer „der größten Geister der Gegenwart“ gefeiert. Höchste Zeit also, sich mit seiner Philosophie auch in Deutschland etwas näher vertraut zu machen. Um mir dabei behilflich zu sein, erklärte sich Woody Allen dankenswerter Weise zu einem Treffen in seinem Lieblingsrestaurant, dem „Elaine’s“, bereit, um zwanglos mit mir über Gott und die Welt zu plaudern. Ohne jede überflüssige Prolegomena stießen wir denn auch gleich ins Herz seiner Philosophie vor. (weiter)

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Mein Wille geschehe!

07. Juli 2009, 23:44

Nach sechs Jahren zäher Debatten und erbitterter Kontroversen hat sich der Deutsche Bundestag nun endlich geeinigt: Ab sofort sind die Patientenverfügungen rechtsverbindlich. Jeder Arzt, der einen Patienten gegen dessen ausdrücklichen Wunsch behandelt, macht sich einer Körperverletzung schuldig.
 
Als Liberaler freue ich mich natürlich darüber, dass nach dem neuen Gesetz nun der schriftlich festgelegte Wille eines Betroffenen über den Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen unabhängig von Art und Stadium seiner Erkrankung respektiert werden muss. (weiter)

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