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Eisiger Rückgang

Stefan Rahmstorf | 02. Juli 2010, 10:20

Gastkommentar von Dirk Notz

Es ist beinahe schon zur Routine geworden: Jeden Sommer geht der Blick der Klimainteressierten immer wieder auf die neuesten Daten zur Meereisentwicklung in der Arktis, die täglich z.B. vom amerikanischen National Snow and Ice Datacenter zur Verfügung gestellt werden. Und immer wieder stellt sich zu Beginn des Sommers die Frage, ob der derzeitige Trend der Meereisausdehnung möglicherweise zu einem neuen Rekordminimum führen könnte, die eisbedeckte Fläche im September also kleiner wäre als jene im Rekordsommer 2007.

Bevor hier jedoch näher auf die zukünftige Entwicklung eingegangen wird, erscheint es sinnvoll, noch einmal kurz auf den vergangenen Winter zurückzublicken, auf einen Winter, der wohl den meisten Mitteleuropäern als außergewöhnlich kalt, schnee- und eisreich in Erinnerung bleiben wird. Teilweise wurde aufgrund der anhaltenden Kälte (und der eisbedeckten Gehwege) geäußert, dass die globale Klimaerwärmung wohl nicht so schlimm sein könne, wenn wir immer noch so kalte Winter erleben. Allerdings übersieht eine solche Schlussfolgerung völlig, dass 'Klima' (und insbesondere globales Klima) nicht zu den Dingen gehört, die einzelne Personen zu einem bestimmten Zeitpunkt am eigenen Leib erfahren könnten - alles, was wir jemals als Einzelpersonen erleben können, ist Wetter. Klima hingegen lässt sich nur durch langjährige Messungen definieren, da der Begriff 'Klima' das mittlere Wetter über einen längeren Zeitraum beschreibt.  (weiter)

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Haltloses Eisschelf - Updated

Anders Levermann | 08. April 2009, 00:01

Kürzlich wurden hier Simulationen der Antarktis vorgestellt. Diese zeigen, dass der Verlust des Ross Eisschelfs vor ca. 3 Millionen Jahren zum Kollaps des Westantarktischen Eisschilds und sieben Meter Meeresspiegelanstieg geführt hat. Zur Zeit beobachtet die ESA das Wilkins Eisschelf sehr genau. Aktuelle Satellitenbilder

Update:

 
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Ein Loch in der Antarktis – Die erste Simulation der letzten fünf Millionen Jahre unseres Eiskontinents

Anders Levermann | 30. März 2009, 14:00

Ohne eine fundamentale Veränderung der globalen Energieversorgung wird es in diesem Jahrhundert weitere zwei Grad wärmer werden. So heiß war es das letzte Mal im Pliozän vor mehr als drei Millionen Jahren. Die erste Simulation der Antarktis, die bis in diese Zeit zurückreicht, wurde jetzt veröffentlicht. Sie zeigt, dass die Westantarktis in der Vergangenheit mehrfach praktisch eisfrei war. Meeresspiegelschwankungen von fünf bis sieben Metern waren die Folge. Der Antwort auf die Frage,  (weiter)

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Wie schnell schmilzt Grönlands Eis?

Urs Neu | 25. Februar 2009, 15:32

Eine der grossen Unsicherheitsfaktoren bezüglich des zukünftigen Meeresspiegelanstiegs betreffen dynamische Prozesse, die zum Abschmelzen des grönländischen Eisschildes beitragen. In den letzten Monaten und Jahren wurden verschiedene Studien veröffentlicht, die sich mit diesen Prozessen beschäftigen. Zur Zeit ist der Beitrag von Grönland zum Meeresspiegelanstieg noch relativ gering, ist aber in den letzten Jahren bereits auf 10-20% angestiegen. In Zukunft könnte er noch deutlich ansteigen. Aktuelle Beobachtungen zeigen jedoch so hohe Schwankungen in der Eisdynamik, dass sich daraus keine klaren Trends ablesen lassen [1,2] und im letzten IPCC-Bericht auf eine Quantifizierung dieser Prozesse verzichtet worden ist.

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Westantarktis eisfrei - so könnte es gehen.

Anders Levermann | 29. August 2008, 09:42

Die Eismassen der Westantarktis sind bis zu viereinhalb Kilometer dick (Grafik 1). Würden sie ins Meer gelangen, stiege der Wasserpegel weltweit um etwa 6 Meter an. Dazu muss das Eis nicht schmelzen. Landeis verdrängt das Meerwasser bereits beim Hereingleiten, genau wie der Eiswürfel im Wasserglas...

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Das Ende des Schelfeises?

Martin Visbeck | 02. April 2008, 07:49

Vor wenigen Tagen erreichten uns Satellitenbilder von der Antarktis, die das dramatische Abbrechen eines 41 mal 2.5 km großen Teiles des Wilkens-Eisschelfs am 28 Februar zeigten. Letzte Woche folgte dann das Auseinanderbrechen einer vielgrößeren Eisfläche von 405 Quadratkilometern. Müssen wir dem Ende des Schelfeises entgegensehen? (weiter)

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Sicherheitsrisiko Klimaspiralen - Are we “tumbling down the rabbit hole”?

Anders Levermann | 14. März 2008, 09:58

“Unbegrenzter Klimawandel über 2ºC wird zu beispiellosen Sicherheitsszenarien führen, da hierdurch wahrscheinlich eine Reihe von Tipping Points ausgelöst werden, die weiter beschleunigte, irreversible und in hohem Maße unverhersehbare Klimaveränderungen zur Folge haben werden.“

So heißt es im gestern veröffentlichten Papier zur neuen EU Sicherheitsstrategie. Was sind das für “tipping points” vor denen unser EU Außenminister Javier Solana da warnt? (weiter)

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