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Klimawette Teil 2


Letzte Woche haben wir eine Wette gegen die Vorhersage einer "Pause der globalen Erwärmung" von Keenlyside et al. in Nature angeboten. Bei der Gelegenheit versprachen wir, unsere wissenschaftlichen Argumente darzulegen – hier sind sie. Dass die Prognose von Keenlyside et al. zutreffend ist, bezweifeln wir aus folgenden Gründen:

1)    Die Abbildung 4 aus ihrer Arbeit (siehe unseren letzten Beitrag) zeigt, dass ein gängiges Klimaszenario vom IPCC-Typ etwas bessere Ergebnisse für die globalen Durchschnittstemperaturen liefert als ihre neue Methode unter Einbeziehung der beobachteten Oberflächentemperaturen der Ozeane (siehe auch die Zahlen der Korrelationen in der Legende).

 

Abbildung von Keenlyside et al. (2008). Die rote Linie zeigt Beobachtungsdaten (HadCRU3), die schwarze Linie ein standardisiertes IPCC-Szenario (bis 2000 angetrieben durch beobachtete Antriebe, danach mit dem A1B-Emmissionszenario) und die grünen Punkte die Prognose mit initialisierten Oberflächentemperaturen der Ozeane. Alle Werte sind Durchschnittswerte für je zehn Jahre.

Dass das klassische Erwärmungsszenario bessere Ergebnisse liefert ist sehr bemerkenswert, da es keine Beobachtungsdaten verwendet. Die grüne Kurve, die ein Satz einzelner Zehnjahresprognosen und keine Zeitreihe ist, startet jedes mal neu sehr nah am tatsächlich beobachteten Klima, weil sie mit tatsächlich gemessenen Meerestemperaturen initialisiert wird. Deswegen kann dieses Modell schon konstruktionsbedingt nicht sehr weit von den beobachteten Daten abweichen, im Gegensatz zur "frei" modellierten schwarzen Zeitreihe. Dass letztere dennoch bessere Ergebnisse liefert, zeigt, dass die Initialisierungs-Technik die Prognosen nicht verbessert.

2)    Ihre Abkühlungsvorhersagen haben keinen Test während der "hindcasting"-Periode bestanden. Die 10-Jahres-Mittel der globalen Temperaturen sind während der gesamten Zeit monoton gestiegen – siehe die rote Linie in ihrer Graphik). Das Verfahren hat allerdings offenbar zwei falsche Abkühlungsvorhersagen gemacht: für das Jahrzehnt um 1970 und das um 1999.

3)    Nicht nur erzeugt ihr Verfahren zu niedrige Temperaturen für den Zeitraum von 1994-2004, sondern praktisch sicher auch für 2000-2010. Damit ihre Vorhersage für den Zeitraum 2000-2010 korrekt ist, müssen alle verbleibenden Monate dieses Zeitraumes so kalt sein wie der Januar 2008 – der in diesem Jahrzehnt mit Abstand der kältelste Monat war. Es müsste also in den nächsten zweieinhalb Jahren eine extreme Abkühlung eintreten.

4)    Auch für die europäischen Temperaturen (Abb. 3c in der Veröffentlichung und nicht Gegenstand unserer Wette) ist die Vorhersagekraft des Verfahrens von Keenlyside et al. nicht besonders eindrucksvoll. Die Methode prognostizierte seit 1970 mehrmals Abkühlungen, die Temperatur stieg jedoch jedes Mal an. Man muss bedenken, dass alle ihre Vorhersagen nah an der roten Linie starten; praktisch jede Prognose erwies sich als kälter als das, was dann tatsächlich eintrat. Die Vorhersagen nach dieser Methode scheinen einen systematischen Fehler aufzuweisen.

5)    Eine der zentralen Aussagen des Papers ist, dass die Methode erlaubt, das Verhalten der MOC (meridional overturning circulation, meridionale Umwälzbewegung) im Atlantik vorherzusagen. Mangels Daten wissen wir nicht, wie sich die MOC verändert. Daher diagnostizieren die Autoren den Zustand der MOC aus den Oberflächentemperaturen – vereinfacht gesagt: Ein warmer nördlicher Atlantik deutet auf eine starke MOC hin, ein kühler auf eine schwache MOC (es ist in Wirklichkeit ein bisschen komplizierter). Ihr Verfahren passt die Meerestemperaturen des Modells der Wirklichkeit an, bevor die Vorhersage startet. Aber erzeugt man so eine korrekte Reaktion der MOC? Angenommen, der Atlantik im Modell ist zu kalt. Das Bedeutet in Keenlysides Ansatz, dass die MOC zu schwach ist. Die Oberflächentemperatur im Modell wird dann ein wenig erhöht. Aber dadurch verringert man die Dichte des Oberflächenwassers und erhöht seinen Auftrieb, was die MOC tendenziell abschwächt statt sie zu verstärken! Es erscheint uns daher unwahrscheinlich, dass man das Verhalten der MOC mit diesem Verfahren richtig hinbekommt. Es wäre schön, wenn dies in einem "perfekten Modell" Experiment untersucht würde, wo die Methode benutzt wird, um das Verhalten einer anderen Modellsimulation vorherzusagen statt der Realität (dann hat man viel mehr Daten zur Verfügung). Wenn die Methode in einer solchen Situation versagt, wird sie das auch in der realen Welt tun. 

6)    Wenn Modelle von einer Kopplung an beobachtete Meerestemperaturen auf eine eigene Berechnung dieser Oberflächentemperaturen umgestellt werden, erleiden sie einen so genannten Kopplungsschock. Das ist nur schwer, wahrscheinlich sogar unmöglich, zu vermeiden, wie Experimente mit "perfekten Modellen" gezeigt haben (z.B. Rahmstorf, Climate Dynamics 1995). Diese Schwierigkeit stellt eine erhebliche Herausforderung für den von Keenlyside et al. gewähltem Vorhersage-Typ dar, bei dem so ein Übergang zu frei kalkulierten Oberflächentemperaturen direkt zu Beginn der Prognose auftritt. Als Antwort auf diesen Kopplungsschock treten im Modell typischerweise einige Jahrzehnte lang MOC-Oszillationen auf, etwa in der Stärke, wie sie im Modell von Keenlyside et al. zu beobachten sind. Wir vermuten, dass dieser Kopplungsschock, der keine realistische Klimaschwankung, sondern ein Modellierungsartefakt ist, wesentliche Auswirkungen auf die Ergebnisse der Simulation hat. Ein möglicher Test wären wieder "perfektes Modell" Experimente wie oben erwähnt, oder eine Analyse der Strahlungsbilanz in "freien" Modellläufen und solchen mit Anpassung an beobachtete Meerestemperaturen - ein signifikanter Unterschied zwischen beiden könnte einiges erklären.

7)    Wie gut das Modell von Keenlyside et al. im Bezug auf die MOC arbeitet, können wir anhand der Karte der Vorhesagegüte in Abb. 1a sehen. Die Darstellung zeigt blaue Gebiete in der Labradorsee, im Europäischen Nordmeer sowie dem Golfstromgebiet. Diese blauen Bereiche kennzeichnen "negativen skill“, das heißt, das Verfahren der Datenassimilation verschlechtert die Vorhersage, statt sie zu verbessern. Diese Gebiete sind gerade die entscheidenden für die MOC, und das zeigt unserer Meinung nach, dass das Verfahren aus den unter den Punkten 5 und 6 genannten Gründen die variationen der MOC nicht korrekt beschreibt.

8)    Die vom IPCC verwendeten Klimamodelle, alle im CMIP3-Modellarchiv der Öffentlichkeit zugänglich, beinhalten bereits natürliche Schwankungen der MOC sowie die Variabilität im tropischen Pazifik oder die Nordatlantische Oszillation. Einige berücksichtigen auch Schätzungen über die Variabilität der Sonneneinstrahlung im Antrieb. Im Prinzip sollten daher in allen diesen Modellen Abkühlungsphasen vergleichbar dem Keenlyside-Modell auftreten – nur dass sie in diesen Modellen zu einem zufälligen Zeitpunkt erscheinen sollten und nicht zu einer spezifischen Zeit. Letzteres ist schließlich die Innovation, die die neue Studie versucht. Das Problem ist, dass in allen Standardmodellen der globalen Erwärmung eine Abkühlung eines ganzen Jahrzehnts im Vergleich zum vorherigen extrem unwahrscheinlich ist und praktisch nie auftritt (siehe auch diesen Beitrag). Das deutet darauf hin, dass die Prognose der globalen Abkühlung von Keenlyside et al außerhalb der natürlichen Schwankungsbreite von Klimamodellen (und wahrscheinlich des realen Klimasystems) liegt und daher vielleicht ein Artefakt des Initialisierungsverfahrens ist.

Natürlich könnten wir mit unserer Einschätzung daneben liegen. Den Kollegen stehen die kompletten Datensätze zur Verfügung, mit denen sie zudem Monate lang gearbeitet haben, während wir uns allein auf ihre Publikation verlassen müssen. Aber das Schöe an ihrer Vorhersage ist ja, dass wir in wenigen Jahren wissen werden, ob sie zutrifft – denn es handelt sich um nachprüfbare Kurzzeitvorhersagen, von den wir gerne künftig mehr sehen.

Warum haben wir eine Wette über diese Vorhersage vorgeschlagen? Hauptsächlich deshalb, weil wir über die weltweite Berichterstattung in den Medien besorgt sind. Die Medienberichte ließen die kommende Pause bei der globalen Erwärmung praktisch als Tatsache erscheinen, nicht als eine experimentelle Vorhersage. Sollten sich Keenlysides Prognosen als falsch erweisen, könnte dies zum Bumerang für die ganze Gemeinde der Klimaforscher werden. Selbst heute noch wird die Tatsache, dass einige Wissenschaftler in den 1970er Jahren eine globale Abkühlung voraussagten, dazu benutzt, die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung zu untergraben – obwohl zu jener Zeit nur einige wenige Forscher diese Position vertraten und es ihnen niemals gelang, viele ihrer Kollegen davon zu überzeugen. Eine öffentliche Wette zwischen verschiedenen Forschergruppen signalisiert der breiten Öffentlichkeit, dass diese Vorhersage keinen breit unterstützten Konsens der Gemeinde der Klimaforscher darstellt, ganz im Gegensatz zu den Berichten des Weltklimarats IPCC (über die wir uns übrigens mit Keenlyside und Kollegen völlig einig sind). Einige Medienberichte behaupteten sogar, dass die Szenarien des IPCC durch diese "verbesserte" Vorhersage überholt seien.

Indem wir der Diskussion die Gestalt einer Wette geben, können wir auch klären, welche Vorhersage es denn nun genau ist, die getroffen wurde, und welche Daten diese Vorhersage falsifizieren würden. Die Publikation alleine lies uns das nicht völlig klar werden, sodass es einiger Nachfragen bei den Autoren bedurfte, um dies herauszufinden. Nicht zuletzt gibt es den Kollegen die Chance zu sagen: "Moment mal, ganz so war die Vorhersage nicht gemeint – aber wir würden über eine modifizierte Vorhersage wetten, wenn sie wie folgt lautet: ..."

Und natürlich können wir auch gerne noch einmal über den Wetteinsatz reden, ums Geld geht es uns schließlich nicht. Eine gute Sache wäre zum Beispiel eine Spende an ein Projekt zur Erhaltung des Regenwalds, oder wir kaufen aus dem europäischen Emissionshandel hundert Tonnen Kohlendioxid, um sie auf diese Weise vom Markt zu nehmen.

Wir hoffen nun, dass diese Diskussion Klarheit in die Angelegenheit bringen wird, und laden Keenlyside et al. herzlich ein, hier in der KlimaLounge (oder auf www.realclimate.org) in einem Gastbeitrag ihre Sicht der Dinge darzustellen.

Aktuell dazu:

Interview in der Frankfurter Rundschau 

Bericht bei Spiegel online 

Und Maxeiner und Miersch versuchen aus dem Thema eine Polemik zu machen – wie bei diesen Autoren schon gewohnt unter Verdrehung aller Tatsachen. Sie berichten falsch, wer die Wette angeboten hat („ein halbes Dutzend der einflussreichsten Forscher des Weltklimarates“). Sie berichten falsch, worum sie geht („die Vorhersagen des Weltklimarates“ – in Wahrheit geht es um eine Vorhersage von natürlichen Klimaschwankungen, wozu der Weltklimarat gar keine Prognosen abgibt). Und sie haben die Ausstiegsklausel nicht gelesen (sie implizieren, der Ausbruch des Vulkans Chaitén in Chile würde die Wette ungültig machen).



- Liebe Leser.
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Die Redaktion -

 

 





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Kommentare

  1. Krishna Gans Mittelwerte
    11.06.2008 | 21:31

    @Thorsten Seifert
    #Kann man mit einzelnen oder lokalen Monatstemperaturwerten einen einen Klimatrend widerlegen?#

    Wenn man Seifert heißt versucht man mit eben diesen Werten Erwärmung zu suggerieren, was natürlich dann kein "Rauschen" ist, gerauscht wird, selbstverständlich, nur im Minus-Bereich.
    Latif ist jetzt ja nicht mehr glaubwürdig, hat ed doch tatsächlich eine vom Mainstream abweichende Meinung.
    Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln.

  2. Wolf Krab sen. Thorsten Seifert Die Oregon Petition
    11.06.2008 | 21:41

    Ich zitiere:

    ----Am 19. Mai veröffentlichte das Oregon Institute of Science and Medicine (OISM) darüber hinaus eine Petition, die von 31.000 Wissenschaftlern unterschrieben wurde. In der Erklärung ist zu lesen, dass es keine bewiesene Verbindung zwischen CO2 und der globalen Erwärmung gibt.
    Das bestätigt auch der Vize-Präsident des IPCC (der Behörde, die einen Bericht herausbrachte, auf den sich ein Großteil von Al Gores Film stützt). Yuri Izrael sagte in einem Interview, dass es keinen geprüften Beweis gibt zwischen CO2 und globaler Erwärmung. Es herrscht also wirklich kein Konsens zwischen allen Wissenschaftlern dieser Erde.----

    Ja was nun? Alles Fälscher? Alles Lügner? Alles Kumpane von Beck?

    MfG
    Wolf Krab

  3. Martin Kaßmann Rückziehe rund Petitionen
    11.06.2008 | 22:23

    @ Michael Krüger

    "Sie kommen hier immer mit tollen Themen und Trends an und dann kommt immer der Rückzieher."

    Ich kenne noch einen, der einen gewaltigen Rückzieher gemacht hat, nämlich bei Beck. Ich warte immer noch auf einen Hinweis, wo entweder der Meister selbst oder einer seiner "zahlreichen" Anhänger eine plausible Erklärung für Becks CO2-Achterbahn bringt.

    Andererseits bin ich mir absolut sicher, dass es eine solche Erklärung nicht geben kann und dass das auch der Grund ist, warum bei diesem Thema unter den Klimaskeptikern völlige Funkstille herrscht. Der schwarze Peter liegt hier aber eindeutig bei Herrn Kürger, der großspurig eine Erklärung angekündigt hat, bis heute aber seine Zusage nicht einhält. Wahrscheinlich wird er auch diesmal stillschweigend über dieses Posintg hinweggehen oder wieder mit irgendeiner Gegenforderung kommen, nur um nicht zugeben zu müssen, dass er es auch nicht kann.

    Deswegen fordere ich alle anderen Beck-Jünger auf, dieses rätselhafte Phänomen der CO2-Achterbahn hier halbwegs plausibel darzulegen. Oder endlich zur Wahhrheit zurück zu kehren, nämlich endlich auch einmal öffentlich zuzugeben, dass Beck ein Scharlatan ist, der nur dummes Zeug redet.

    Sogar auf der Klimaskeptiker-Fan-Seite Oekologismus.de habe ich vor einiger Zeit von Tomislaw Rus eine deutliche Distanzierung von Beck gelesen. Warum hat denn hier niemand den Mut dazu? Wäre wenigstens einmal eine ehrliche Reaktion.

    @Raimund Leistenschneider

    Von Ihnen hätte ich gerne noch eine kurze Erläuterung, was der Heidelberg Appeal mit Klima zu tun haben soll. Sie haben den Appeal ja vor ein paar Tagen als Beweis dafür angeführt, dass die Mehrzahl der amerikanischen Wissenschaftler Klimaskeptiker seien. Steht nur nichts drin von Klima, wie ich anhand des Originals gezeigt habe. Auch dazu nur Schweigen von Ihnen.

    Wenn ich einen Fehler mache, gebe ich es wenigstens zu (z. B. Mugabe - Kenia), Sie dagegen schweigen sich aus.

    Die so genannte Oregon Petition habe ich auch vor einiger Zeit unter die Lupe genommen. Was sich Seitz in diesem Zusammenhang geleistet hat, ist schon ein starkes Stück und zeigt allzu deutlich, auf wie schwachen Füßen solche Initiativen stehen.

    Das deutsche Gegenstück zur Oregon Petition dürfte das überaus einfältige "Klimamanifest von Heiligenroth" darstellen. Inzwischen findet man auf Web-Seiten der amerikanischen Klimaskeptiker die ebenso kühne wie wahrheitswidrige Behauptung, dass dieses Pamphlet von "300 prominent scientists" unterzeichnet worden wäre. Was für die amerikanischen Klimaskeptiker "scientists" sind, sind in Wirklichkeit überwiegend Rentner, Hausfrauen und sonstige Nicht-Akademiker, ohne dass ich jetzt diesen Teil der Bevölkerung damit herabmindern möchte, doch sie können sich in aller Regel zu Klimafragen ebenso wenig kompetent äußern wie ein medizinischer Laie zu den Details einer Herzverpflanzung.

    Überhaupt scheint eine solche Methode, nämlich scheinbare Autoritäten zur Stützung der eigenen schwachen Position zu bemühen, symptomatisch für Klimaskeptiker überhaupt zu sein. Ob dahinter eine gewisse Autoritätsgläubigkeit zu vermuten ist, denn es sit ja viel bequemer, andere denken zu lassen und sich dann nur deren Meinung anzuschließen und sei sie noch so unsinnig?

    Ein weiteres Beispiel hierfür ist der ultra-rechte amerikanische Senator Inhofe, der eine Liste mit angeblich 400 Klimawissenschaftlern veröffentlich hat, die sich gegen den AGW wenden, wie er selber. Doch eine Überprüfung, die von mehreren Seiten durchgeführt wurde, zeigte wieder einmal, dass ein Großteil der Unterzeichner alles andere als qualifizierte Wissenschaftler waren.

    Ergo: Oregon Petition, Heiligenroth-Pamphlet, Inhofes Liste, alles der selbe Hoax. Viel Propaganda-Getöse mit fast keiner Substanz. Aber mehr hatten und haben die Klimaskeptiker ja sowieso nicht zu bieten, wie unsere speziellen Freunde hier mit fast jedem Posting unter Beweis stellen.

  4. Michael Krüger @Seifert
    11.06.2008 | 22:25

    *Ich verliere wirklich die Lust, weiter mit Ihnen zu diskutieren, wenn Sie nicht in der Lage sind, sachlich beim Thema zu bleiben.*

    Ahmmm???

    Wer macht hier ein Faß nach dem anderen auf und bleibt nicht beim Thema? Genau ;)

    *Welchen Wert haben die ganzen Berichte der sog. Klimaskeptiker, die noch im Januar behaupteten, es gäbe keinen Eisrückgang in der Arktis und die Eisbedeckung sei die wie vor 30 Jahren?*

    Wo steht das in Ihren Links zu Ökologismus und klimakatastrophe (Müller)? Na??

    Welchen Wert hat denn Ihr warmer März 2008 nach GISS über Land?? Ist das kein Wetter??

  5. Michael Krüger @Kaßmann
    11.06.2008 | 22:37

    Hab ich Ihnen doch beantwortet. Ich persönlich würde keine Aussagen zum CO2-Kreislauf machen, da die IPCC-Modelle unausgereifter Blödsinn sind. Wohin was geht und woher was kommt überlasse ich Ihrer Phantasie. Darin sind Sie unübertroffen, eben Carbon-Neutral. Na, Seifert MfdW kann vielleicht weiter helfen?

  6. Wolf Krab sen. Link zu 11.06.2008 | 21:41
    11.06.2008 | 23:04

    sorry hier ist der Link
    http://www.readers-edition.de/...h-selbst-gemacht/

    @ Martin Kaßmann 11.06.2008 | 22:23

    Na, endlich wieder geschafft und bei Beck gelandet? Alles andere hätte mich auch gewundert.

    Wenn ich Ihren Ausführungen folge, so haben alle den Mund zu halten, die a) keine Akademiker sind und b) alle Akademiker die Sie nicht als Klimaforscher legitimieren.

    Da stellt sich doch die Frage, warum ausgerechnet Sie als blutiger Laie hier den großen Lehrmeister spielen wollen?
    Mit der „rechten Keule“ dreschen Sie auch wieder in Richtung Amerika.
    Ist das Ihre Art zu diskutieren?

    Wolf Krab

  7. Martin Kaßmann Rückzieher und Oregon Petition
    11.06.2008 | 23:47

    @Michael Krüger
    "Hab ich Ihnen doch beantwortet. Ich persönlich würde keine Aussagen zum CO2-Kreislauf machen, da die IPCC-Modelle unausgereifter Blödsinn sind. Wohin was geht und woher was kommt überlasse ich Ihrer Phantasie."

    Genau wie ich es vorausgesagt habe. Wieder ein fadenscheiniger Rückzieher.

    "Darin sind Sie unübertroffen, eben Carbon-Neutral." ????

    @Wolf Krab

    "Ich zitiere:"

    Wäre schön, wenn Sie auch eine Quelle angeben würden. Allerdings glaube ich nicht, dass Artikel in Reader's Edition irgendweine Beweiskraft haben, zumal dann nicht, wenn sie von einem völlig unbekannten Autor stammen.

    Würden Sie es denn akzeptieren, wenn ich jetzt von Reader's Edition den Artikel zitieren würde, in dem der Becksche Unsinn entlarvt wird?

    Na, sehen Sie, aber Sie erwarten von uns, dass uns Ihr Zitat überzeugt.

    Der Artikel gräbt im übrigen all den Unsinn wieder aus, den man eigentlich schon für längst zu Grabe getragen geglaubt hat (alle Planeten werden wärmer, was für ein Blödsinn!), da sind sogar Becks Mondphasen als CO2-Regulativ noch glaubwürdiger.

    Kostprobe: "...dass Pflanzen durch die wärmeren Temperaturen mehr CO2 abgeben."
    http://www.readers-edition.de/...h-selbst-gemacht/

    Revolutionäre Erkenntnis, bisher haben wir doch alle geglaubt, dass Pflanzen bei Wärme besser wachsen und dann mehr Biomasse aus dem CO2 der Atmosphäre bilden. Tja, man lernt nie aus. :-)))

    Was die Oregon-Petition anbetrifft, rufen Sie einfach mal einen beliebigen Buchstaben der Unterzeichnerliste auf und zählen dann nach, welcher Prozentsatz der Leute überhaupt einen akademischen Titel haben. Die meisten scheinen wenigstens so ehrlich gewesen zu sein, nicht einen Titel anzugeben, den sie gar nicht haben. Wie viele der tatsächlich verzeichneten PhDs echt sind, kann ich nicht beurteilen, aber alle werden es auf keinen Fall sein. Aber angeblich sind die Unterzeichern ALLE Wissenschaftler! Diese dreiste Lüge ist schon seit Jahren widerlegt. Herr Seifert hat das bereits angeführt, der Nachweis ist im Internet mit Leichtigkeit zu führen.

    Dieser Satz steht auf der Webseite des Oregon Institutes:

    "This petition has been signed by over 31,000 American scientists."

    Sie fragen: "Ja was nun? Alles Fälscher? Alles Lügner? Alles Kumpane von Beck?"

    Meine Antwort: Fälscher und Lügner ganz offensichtlich, das letzte möchte ich verneinen, so viele irregleitete Anhänger hat Beck wohl kaum.

    Ein kurzer Ausriss aus der englischen Wikipedia belegt, dass die Oregon Petition schon von vornherein auf Täuschung der akademischen Öffentlichkeit angelegt war:

    "The article that accompanied the petition was written in the style and format of a contribution to Proceedings of the National Academy of Sciences, a scientific journal.[5] Raymond Pierrehumbert, an atmospheric scientist at the University of Chicago, said that it was "designed to be deceptive by giving people the impression that the article...is a reprint and has passed peer review." Pierrehumbert also said the article was full of "half-truths".[12] F. Sherwood Rowland, who was at the time foreign secretary of the National Academy of Sciences, said that the Academy received numerous inquiries from researchers who "are wondering if someone is trying to hoodwink them."[12]

    After the petition appeared, the National Academy of Sciences said in news release that "The NAS Council would like to make it clear that this petition has nothing to do with the National Academy of Sciences and that the manuscript was not published in the Proceedings of the National Academy of Sciences or in any other peer-reviewed journal."[13] It also said "The petition does not reflect the conclusions of expert reports of the Academy." The NAS further noted that its own prior published study had shown that "even given the considerable uncertainties in our knowledge of the relevant phenomena, greenhouse warming poses a potential threat sufficient to merit prompt responses. Investment in mitigation measures acts as insurance protection against the great uncertainties and the possibility of dramatic surprises."[14]"
    http://en.wikipedia.org/...er_and_attached_article
    (Hervorhebungen von mir.)

    Krüger wird jetzt wahrscheinlich Kritik an Wikipedia üben, aber das zeigt nur seine penetrante Ignoranz. Der Artikel ist durch zahlreiche Link-Verweise sauber belegt, z. B.:

    http://www8.nationalacademies.org/...dID=s04201998

    Wo die National Academy sich eindeutig kritisch zur Petition äußert und die fragwürdigen und betrügerischen Methoden von Seitz anprangert, allerdings in einer akademisch vornehm zurückhaltenden Sprache, in der Sache aber überaus erhellend.

    Damit ist nicht mehr zu leugnen, dass die Oregon Petition in der Tat ein Machwerk von Fälschern und Lügnern ist. Aber was sollen die Klimaskeptiker denn machen? Entsprechende Papiere von anständigen Leuten, die sich skeptisch zum Klimawandel äußern, gibt es nun einmal nicht.

  8. MArtin Kaßmann @ Wolf Krab
    12.06.2008 | 00:07

    "Na, endlich wieder geschafft und bei Beck gelandet? Alles andere hätte mich auch gewundert."

    So lange niemand von den Klimaskeptikern sich entweder deutlich von Beck distanziert oder eben eine plausible Erklärung für seine CO2-Achterbahn liefert, bleibt das Thema aktuell.

    "Wenn ich Ihren Ausführungen folge, so haben alle den Mund zu halten, die a) keine Akademiker sind und b) alle Akademiker die Sie nicht als Klimaforscher legitimieren."

    Das ist Ihre etwas eigenwillige Interpretation. Ich bin allerdings der Meinung, dass man Hausfrauen, Rentner und Handwerker nicht als Wissenschaftler ausgeben sollte. Die Behauptung des Oregon Institutes auf seiner Webseite, dass mehr als 31.000 "Wissenschaftler" die Petition unterzeichnet hätte, ist eine platte und dreiste Lüge!

    Und selbst wenn es tatsächlich "Wissenschaftler" wären, muss ein Metallurge notwendigerweise mehr vom Thema Klima verstehen, als ein naturwissenschaftlich gebildeter Laie, der sich jahrelang hobbymäßig mit dem Thema beschäftigt.

    Die Behauptung, das soundso viele "Wissenschaftler" irgendein Papier unterzeichnet haben, ist in diesem Zusammenhang doch nur Rosstäuscherei, um eine naive Klientel einzuwickeln. Und man sieht ja nicht zuletzt an dem von Ihnen angeführten Artikel, welche Simpel meinen, mit schwachsinnigen und längst widerlegten Parolen der seriösen Wissenschaft vor den Karren fahren zu müssen.

    Und dann gibt es noch die Simpel, die sich davon überzeugen lassen und meinen, sie müssten den Schund auch noch weiter verbreiten. Ein "Skeptiker" sollte doch eigentlich in der Lage sein, einen Blödsinn auch als solchen zu erkennen und nicht einfach jeden Mist ungeprüft glauben, nur weil der seine Vorurteile bedient.

    Ich entschuldige mich trotzdem für diese harten Worte, aber nachdem Herr Seifert bereits deutlich die Kläglichkeit der Oregon Petition bewiesen hat, finde ich es ziemlich dreist, das Ganze noch einmal aufs Tapet zu bringen.

  9. Michael Krüger @Kaßmann
    12.06.2008 | 00:42

    *So lange niemand von den Klimaskeptikern sich entweder deutlich von Beck distanziert oder eben eine plausible Erklärung für seine CO2-Achterbahn liefert, bleibt das Thema aktuell.*

    Herr Beck hat die CO2-Achterbahn nicht gemessen, sondern nur alte Messwerte zusammen getragen und publiziert. Das ist alles. Es liegt an den Klimawissenschaftlern diese Messwerte zu begründen. Merkwürdig, dass sich keiner dazu berufen fühlt. Herr Haßmann, warum richten Sie Ihre Frage also nicht z.B. an Herrn Rahmstorf? Warum sollte man sich von Messwerten distanzieren? Herr Beck hat doch mit den Messwerten nichts zu tun.

  10. Michael Krüger @Kaßmann(2)
    12.06.2008 | 00:54

    Soweit ich sehen kann trägt Herr Beck Wissen zusammen und erfindet nichts Neues. Soll man sich also von dem zusammen getragenen Wissen distanzieren?

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