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Ist die Erderwärmung vorbei?

von Stefan Rahmstorf, 15. März 2008, 13:20

Glaubt man einigen Medien, so hat die globale Erwärmung aufgehört oder macht zumindest Pause. DIE WELT schrieb diese Woche auf der Titelseite: „Mehr Schnee, mehr Kälte – wo bleibt die Erderwärmung?“ Im Blatt dann ein Artikel von Ulli Kulke mit dem programmatischen Titel: Klimakatastrophe – alles nur heiße Luft. Dort schreibt Kulke, dass „im laufenden Jahrzehnt die globalen Temperaturen im Durchschnitt gar keinen Trend mehr nach oben anzeigen“.

Welt Eisbaer

Was steckt dahinter?

Ein Blick auf die Messdaten (siehe Grafik 1) zeigt: erstens stimmt das nicht, und zweitens vermengt man Klima und Wetter (oder allgemeiner Signal und Rauschen), wenn man einen so kurzen Zeitraum betrachtet. Über einen Zeitraum von nur 8 Jahren ist der Temperaturverlauf stark von kurzfristigen Zufallsschwankungen geprägt (siehe nähere Diskussion und Grafiken bei Realclimate). Eine gesicherte Aussage über den Klimatrend kann man aus einem so kurzen Zeitraum daher nicht ableiten. Der 8-jährige Trend schwankt stark je nach gewähltem Anfangsjahr. Er hat in den letzten dreißig Jahren sogar mehrfach nach unten gezeigt – Kulke hätte Anfang der 1980er oder Anfang der 1990er viel eher behaupten können, die globale Erwärmung habe aufgehört. Doch „im laufenden Jahrzehnt“ (also für 2000-2007) zeigt der Trend deutlich nach oben: im NASA Datensatz um 0.25ºC/Jahrzehnt und im Hadley Datensatz um 0.17ºC/Jahrzehnt. Aber: die Fehlermarge an diesen Zahlen beträgt ±0.34ºC/Jahrzehnt, daher sind 8-jährige Trends eben nicht aussagekräftig. Aufgrund eines so kurzen Zeitraums kann man nicht einmal sicher feststellen, ob der Trend nach oben oder unten geht! Zum Vergleich: der IPCC-Bericht gibt den Langzeittrend über die letzten 50 Jahre mit 0.13ºC/Jahrzehnt an, mit einer Fehlermarge von  ±0.03ºC/Jahrzehnt.

Jahresmitteltemperaturen
Grafik 1: Globale Jahresmitteltemperaturen nach den Datensätzen von NASA (rot) und Hadley Center (blau) bis einschließlich 2007. Die dicken Linien sind über 11 Jahre geglättet. Zu beachten ist, dass der Unterschied zwischen den beiden geglätteten Kurven in den letzten 5 Jahren nicht statistisch signifikant ist, da sich eine 11-jährige Glättung natürlich nur bis 2002 exact berechnen lässt (aus den Daten 1997-2007), danach ist es eine zunehmend ungenaue Schätzung. Der graue Bereich mit den gestrichelten Linien ab 1990 zeigt die Spannbreite der IPCC-Szenarien. Für Details siehe Rahmstorf et al., Science 2007.

Die Aussage von Kulke ist etwa so clever, als würde man das Kommen des Frühlings anzweifeln, weil es im Verlauf der letzten Woche kühler geworden ist – siehe unsere Satire Doubts about the Advent of Spring vom 1. April 2005.

Doch wie wär’s mit noch einem kürzeren Zeitraum? O-Ton Kulke: „Die Welttemperaturen in diesem Winter signalisieren im Vergleich zum vorherigen den steilsten Absturz seit Aufzeichnung der Wetterdaten, der Januar war der kälteste seit 15 Jahren.“ Der Hauptgrund für diesen „steilen Absturz“ ist aber nicht, dass Januar 2008 so ungewöhnlich kalt war: seine Temperatur lag deutlich über dem langjährigen Mittel und lag nur um Hundertstel unter (also im Rahmen der Messunsicherheit gleichauf mit) dem Januar 2000. Der Grund ist vielmehr, dass 2007 mit weitem Abstand der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen war. Man hätte es auch so formulieren können: inzwischen ist das Klima derart warm, dass selbst „der steilste Absturz seit Aufzeichnung“ keinen richtig kalten Januar mehr bringt (siehe Grafik 2).

Januartemperatur
Grafik 2: Globale Januartemperaturen 1900-2007 nach dem Datensatz der NASA

Lernen kann man an dieser Diskussion etwas über die Wärmebilanz unseres Planeten. Im Gleichgewicht ergibt sich die Temperatur aus der Bilanz an der Oberkante der Atmosphäre:

Sonneneinstrahlung – reflektierter Anteil = langwellige Abstrahlung

Abseits vom Gleichgewicht kommt noch der Wärmeaustausch mit dem Ozean hinzu. Langfristige Klimatrends sind hauptsächlich getrieben von Veränderungen der Sonneneinstrahlung (Sonnenzyklen, Erdbahnzyklen) und der langwelligen Abstrahlung (Treibhausgase). Die Schwankungen von Jahr zu Jahr liegen dagegen vor allem am reflektierten Anteil (Änderung der Schneebedeckung) und dem Wärmeaustausch mit dem Ozean. Ein besonders kalter Januar kann entstehen, wenn (wie dieses Jahr) ein La Niña-Zustand im Pazifik (der Ozean saugt Wärme aus der Luft auf) mit besonders viel Schnee an Land (der Sonne reflektiert) zusammen trifft. Da kurzfristige Schwankungen und langfristige Trends durch verschiedene physikalische Mechanismen entstehen, macht es keinen Sinn, aus dem Klimaverlauf über wenige Jahre Folgerungen für die Klimapolitik abzuleiten.

Zum Schluss soll nochmals Kulke zu Wort kommen:

„Doch inzwischen ist der Nordpol nach dem großen Tauwetter im vergangenen Sommer wieder zugefroren, und die globalen Klimadaten dieses Winters lassen vorerst eine Behauptung nicht mehr zu: dass sich die Erderwärmung immer stärker beschleunige.“

In der Polarnacht friert es am Nordpol? Das ist ja hoch interessant! (Das wird allerdings auch in hundert Jahren noch so sein, egal wie stark die globale Erwärmung ausfällt.)

Und wenn 8 Jahre Daten nicht ausreichen, um einen Trend zu bestimmen, wie viele Jahre braucht man wohl, um festzustellen, ob der Trend sich beschleunigt?

Kulke macht dies übrigens nicht zum ersten Mal. In unserem Buch Wie bedroht sind die Ozeane? diskutieren wir ein anderes Beispiel: als die Meerestemperaturen von 2003-2005 vorübergehend einen Zacken nach unten machten, schrieb Kulke unter der Überschrift „Es stürmt nur der Alarmismus“ in DIE WELT (25.9.2006):

In unseren Zeiten ist dies doch eine ungeheure Information, eine echte Neuigkeit in der Klima-Einheitsdebatte. Dennoch taucht sie nicht in unseren Zeitungen auf, nicht in den Fernsehnachrichten. Sie passt nicht in die Zeit. (...) Der Zeitgeist ist auf Katastrophe eingestellt. Doch die Fakten spielen da nicht immer mit.“

Dass die Verdränger der Erderwärmung wie Kulke verzweifelt die Wahrheit im Rauschen suchen, weil sie das Signal nicht wahrhaben wollen, mag man lustig finden – ein Kollege etwa brach beim Lesen von Kulkes Artikel einfach lauthals in Lachen aus. Dass allerdings eine große Tageszeitung zum wiederholten Male ihren Lesern einen derartigen wissenschaftlichen Unsinn auftischt, das ist traurig - selbst wenn manche Leser dergleichen vielleicht gerne lesen.

Update 20. März: Die NASA hat gerade die neuesten Messungen der arktischen Eisbedeckung in diesem Winter publiziert. Trotz des überdurchschnittlich kalten Winters ist die Dicke des Eises weiter zurückgegangen. Die Fläche des mehrjährigen Eises hat diesen Winter ein "all-time minimum" erreicht. Die NASA weist darauf hin, dass das dünnere Eis verwundbarer ist, wenn die Schmelzsaison einsetzt.

Update 10. April: Die NASA hat gerade die globale Temperatur für März publiziert. Die relativ kalten Monate sind vorbei: die Märztemperatur 2008 liegt exact auf der Trendlinie (siehe Abb. unten). Der März 2008 ist der drittwärmste März seit beginn der Aufzeichnungen, nach 2002 und 2005.

NASA globale Temperaturen fuer Maerz

Globale Temperaturen jeweils für den März jeden Jahres, 1900-2008, nach NASA.

Update 17. April: Laut Analyse der NOAA war der März 2008 über Land der wärmste März seit Beginn der Aufzeichnungen. Luftttemperaturen über dem Ozean werden noch durch die anhaltenden La Niña - Bedingungen im Pazifik gekühlt. Dieser neue Wärmerekord illustriert auch dem Laien, der den fachlichen Argumenten oben nicht folgen mochte, wie abwegig die Diskussionen über das "Ende der globalen Erwärmung" gewesen sind.

Links:
Die Klimadaten der NASA
Die Klimadaten des Hadley Center
Hier diskutieren wir eine weitere Kulke-Falschmeldung
Spiegel-online zur von Kulke gelobten "Klimaskeptiker"-Konferenz
Realclimate zur von Kulke gelobten "Klimaskeptiker"-Konferenz
Realclimate zu den angeblich "gerichtsnotorischen Übertreibungen" von Al Gore
greenpeace-magazin spießt weitere Fehler des WELT-Artikels auf.





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Kommentare

  1. Krishnag Nachtrag Sonnenaktvität / Abkühlung
    08.04.2008 | 21:48

    Ist die Klimaerwärmung vobei ?
    Dazu diese Graphik, die das zu bestätigen scheint.
    http://climatesci.org/...ads/warm-cool-cropped.jpg

    Zufinden bei einem Gastblogg von Christopher Monckton.
    Gefunden hier:
    http://climatesci.org/...-by-christopher-monckton/
    Ein Trend, der das IPCC überrascht haben dürfte

  2. Raimund Leistenschneider Raimund Leistenschneider Erwärmung
    09.04.2008 | 11:44

    Sehr geehrter Herr Krishnag,
    (Ihre Antwort vom 04.04.) wie ich feststelle, sehen Sie den deutschen Hang zur Dramaturgie ähnlich wie ich, wenn ich auch meine, dass es beim „Durchschnittsbürger“ nicht so hart zu formulieren ist, da er die Fakten einfach nicht kennt. In diesem Zusammenhang steht uns Deutschen nicht gut, anderen Nationen „Nachhilfeunterricht“ in Sachen Klimafragen zu erteilen. Hier insbesondere Amerika.

    Jedes Jahr werden in Sahen „Wissen“ und „Denken“ Weltmeisterschaften ausgetragen, die den Namen Nobelpreis tragen (in der Mathematik ist dies der Abelpreis – wird jedoch erst seit 2003 vergeben und eignet sich daher noch wenig für statistische Auswertungen. Letztes Jahr waren unter den Preisträgern zwar zwei Deutsche, führe ich aber eine Auswertung über die letzten 20- oder 50 Jahre durch, so stelle ich fest, dass der größte Block der Preisträger aus dem englischsprachigen Raum stammt. Wir sollten daher kritisch fragen, ob dort nicht das größere Wissen und die größere Fachkompetenz angesiedelt sind, oder einfacher ausgedrückt, in der Gesamtheit dort die größere Intelligenz vorliegt. So haben sich in der der „Global Warming Petition“ (http://www.oism.org/pproject/s33p37.htm) fast 20.000 Wissenschaftler zusammengeschlossen, die der aktuellen Diskussion, die u.a. von Herrn Prof. Dr. Rahmstorf vertreten wird, kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Als Gegenstück hierzu gibt es in Deutschland den „Heidelberger Apel“, den mittlerweile über 3.000 Wissenschaftler unterzeichneten. Unter den „Skeptikern“ befinden sich auch über 70 Nobelpreisträger. Gruß RL.

  3. Raimund Leistenschneider Jochen Binikowski 05.04.2008 | 14:06
    09.04.2008 | 11:52

    Sehr geehrter Herr Binikowski,
    Sie sollten sich nicht zu sehr über die Äußerungen von Herrn Prof. Dr. Rahmstorf, bzgl. der „Niederungen der „Klimaskeptiker“-Debatte“ aufregen. Herr Prof. Dr. Rahmstorf scheint zuweilen zur Vereinfachung zu neigen, wie er es ja auch in diesem Artikel darlegte und ich ihm in meiner Antwort vom 17.03.2008 auch belegte. Er hat aus meiner Sicht die wissenschaftliche Diskussion, die sich auf seinen Artikel anschloss, nicht bestanden (und dabei hat diese argumentativ noch dar nicht richtig begonnen).

    Sehr geehrtes Redaktionsteam,
    Ich bin mit Ihrer Bewertung in meiner Antwort *** Textstelle wegen Unsachlichkeit gelöscht, die Redaktion *** einverstanden. Solche Vergleiche sind in der Tat in einer wissenschaftlichen Diskussion unwürdig; nur ein Mann, der wie Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, von seinen „Gegnern“, „schwarze Listen“ führt ... - Wenn Sie damit einverstanden sind, dass Nazi-Vergleiche der Diskussion unwürdig sind, dann verzichten Sie bitte auch auf solche. Vielen Dank.
    Die Redaktion -

  4. Raimund Leistenschneider Krishnag Sonne
    09.04.2008 | 11:55

    Sehr geehrter Herr Krishnag,

    Ich bin auch Ihrer Ansicht, dass die Aussage von Herrn Prof. Dr, Rahmstorf, das die Sonnenaktivität in den letzten Jahrzehnten nicht zunahm, nicht haltbar ist! Mehr noch, sie steht im krassen Widerspruch zu der Pressemitteilung der Max Planck Gesellschaft vom 17. Oktober 2004 „Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute“ (ich habe mir erlabt, dass „heute“ zu unterstreichen, http://www.mpg.de/...itteilung20041026/index.html. Vor die Wahl gestellt (ich kann beide Aussagen nicht selbst wissenschaftlich nachprüfen), welche Information der größere Wahrheitsgehalt zuzubilligen ist, ist die Antwort für mich sonnenklar!
    Der Kollege von Herrn Prof. Dr. Rahmstrorf, Herr Prof. Dr. Kehl (Leiter des Instituts für Ökologie der TU Berlin) findet hierzu sehr klare Worte. Ich darf ihn zitieren: „“Dies ist definitiv eine falsche Aussage. Diese überaus dreisten Falschaussagen und an (gewollte?) Irreführung grenzenden Behauptungen Prof. Dr. Stefan Rahmstorfs werden auch aktuell ständig von ihm vor großem Publikum wiederholt, z.B. aktuell am 27.06.2007 in einer Phoenix-TV-Diskussionsrunde.“ (http://www2.tu-berlin.de/...k/02-intro-3-twk-b.htm) Seine (Prof. Dr. Kehl)Internetseite ist meines Erachtens sehr informativ. Gruß RL.

  5. Thomas Sökeland Artikel über Klimavergleiche
    09.04.2008 | 20:35

    Ich verstehe nicht wie sich Menschen ständig gegenseitig anschuldigen und beweisen wollen wer Recht hat in der Klimadiskussion. Jeder wird immer so persönlich als wenn es denjenigen in diesem Moment (das klima) selbst betreffen würde. Die Menschen neigen immer dazu zu glauben sie hätten eine Wetterveränderung/Klimaveränedrung selbst in der Hand und zeigen mit erhobenem Zeigenfinger auf andere die es anders sehen oder vermeintlich dafür verantwortlich sind das es sich ändert. Das ist doch absolute Hybris und Selbstbeweihreicherung.Warum glauben die Menschen (Wissenschaftler, Politiker, auch Theologen etc.) sind könnten mit eigenen Maßnahmen die ganze Welt umkremmpeln. Diese fantastische Erde mit Ihren unglaublichen Facetten in jeglicher Hinsicht wird nur von einem gelenkt - und das ist Gott - und wir können nur dankbar sein auf Ihr leben zu dürfen; mal mit wärmeren oder kälteren Phasen. Das sollte uns jedoch nicht davon abbringen verantwortungsbewußt und vorsichtig mit Ihr umzugehen; und zwar jeder so wie es in seiner gegeben Kraft möglich ist im gegenseitigen Respekt miteinander oder gegenüber der Erde und ohne jegliche Aussagen "das Ei des Kolumbus" gefunden zu haben.
    Respektvolle liebe Grüße Dr. Tom

  6. Krishnag debatte
    09.04.2008 | 22:23
    Bitte auf dem Boden der Tatsachen bleiben.
    Danke.
    Die Redaktion
  7. Steve Horn Internetseite von Prof. Kehl
    10.04.2008 | 05:13

    Herr Leistenschneider,

    die Seite von Prof. Dr. Kehl macht in der Tat auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck ... wenn da nur nicht die "falsche" Abbildung von Friis-Christensen und Lassen wäre. Wer heute noch mit diesen Daten als Skeptiker auftritt, will entweder absichtlich falsche Informationen streuen oder aber er ist bei der ganzen Thematik nicht auf der Höhe der Zeit.

  8. Krishnag Steve Horn
    10.04.2008 | 12:39

    Ist es Ihrer Meinung nach so, daß Seiten von Leuten, die noch mit dem Hockeystick arbeiten, oder ihn als richtig verteidigen seriöser sind ?
    Herr Rahmstorf, PIK, gehört z. B. dazu.

  9. Krishnag Kehl
    10.04.2008 | 23:23

    Damit hier nicht wieder einige Hysteriker des "A"GW meinen, wie es auch Herr Rahmstorf schon getan hat, es handele sich "nur um einen wissenschaftlichen Mitarbeiter", der möge sich über seine Forschungen informieren, die sehr wohl auch klimatische Fragen behandeln. Er ist also vom Fach.

  10. Krishang kein Betreff
    12.04.2008 | 01:14

    @Steve Horn
    ich darf Herrn Dr. Kehl hier mal zitieren:

    #Die Aussage von "Steve Horn" (wer das auch immer sein mag) ist natürlich unsinnig und polemisch. Die von mir - neben vielen anderen - ins Netz gestellte Grafik ist als solche nicht falsch und es liegt mir fern, falsche Informationen zu streuen. Das ist Quatsch. Richtig ist, die Grafik ist in Teilen mittlerweile korrekturbedürftig, aber sie macht auf andere Denkmöglichkeiten aufmerksam. Das ist normale Wissenschaft. Vor allem aber, es ist möglich, die Aussagen zu diskutieren, da die zugrunde liegenden Daten zur Verfügung stehen, also überprüfbar sind. Leider trifft das für eine andere - zentrale - Grafik aus MBH98/99 nicht zu.
    Die Floskel, evtl. nicht auf der Höhe der Zeit zu sein, hat mich eher amüsiert.
    [..]
    Wer sich nur ein wenig mit der Wissenschaftsgeschichte beschäftigt hat, der macht solche Aussagen tunlichst nicht. M.a.W.: Die kritische Hinterfragung des Mainstreams ist nach wie vor auch unabdingbare Aufgabe junger Wissenschaftler
    #

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