Das Jahrzehnt der Wetterextreme
Die Wetterextreme des Jahrzehnts lesen sich wie eine Liste des Grauens. Von der Elbeflut 2002 bis zu den Bränden in Russland und Überschwemmungen in Pakistan. Millionen Menschen waren betroffen, Milliarden Werte wurden vernichtet. Zufall? Oder Klimawandel?
Am 12. August 2002 fielen an der Wetterstation Zinnwald-Georgenfeld in Sachsen 312 Millimeter Wasser vom Himmel. Eine Rekordmenge, die alles übertraf, was jemals zuvor in Deutschland an einem Tag an Regenmenge gemessen worden war. In der Folge kam es zur "Jahrhundertflut" der Elbe - der Pegel erreichte bei Dresden den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1275.
Im Sommer 2003 kam es in Westeuropa zur schlimmsten Hitzewelle seit Menschengedenken, die rund 70,000 Menschen das Leben kostete. Fernsehbilder von überlasteten Leichenhäusern in Frankreich flimmerten durch unsere Wohnzimmer. Es war der bei weitem wärmste Sommer seit mindestens 500 Jahren. Die Hitzerekorde lagen so weit außerhalb der bisherigen Messwerte, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dies durch zufällige Wetterschwankungen bei unverändertem Klima passieren könnte, von Schweizer Forschern auf Eins zu mehreren Millionen berechnet wurde.
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Es ist beinahe schon zur Routine geworden: Jeden Sommer geht der Blick der Klimainteressierten immer wieder auf die neuesten Daten zur Meereisentwicklung in der Arktis, die täglich z.B. vom amerikanischen






