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Noch kein Alarm von Fimbulisen!

Anders Levermann | 23. Januar 2010, 20:20

Gastbeitrag von Tore Hattermann -

Während der Winter Europa fest im Griff hat neigt sich unsere Feldsaison im hochsommerlichen Dronning Maud Land dem Ende zu. Bereits vor der Jahreswende haben wir uns an zwei weiteren Stellen erfolgreich durch das Schelfeis schmelzen und unsere Messinstrumente aussetzen können. Anschließend führte die Route an die Schelfkante, wo die Firnkerne unseres Glaziologieteams auf die „M/S Mary Arctica“ verladen wurden, um gut gekühlt ins Labor zur Analyse zu gelangen. Dort gab es auch ein Wiedersehen mit den Jungs von der Troll Station, die mit dem Löschen von Versorgungsgütern für die Station beschäftigt waren. Gemeinsam verbrachten wir die Silvesternacht in unserem Küchenmodul und freuten uns über den Besuch der zutraulichen Adeliepinguine. Einige schneeverwehte Tage später erreichte unser Konvoi die Station. Mittlerweile haben wir unsere Ausrüstung wieder in Container verladen und alle Fahrzeuge und Module aufgeräumt und gereinigt. (weiter)

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Erstes Loch gebohrt und eingeschneit

Anders Levermann | 25. Dezember 2009, 20:11

Gastbeitrag von Tore Hattermann - 

Wind und Schneedrift fegen über das Schelfeis, vergraben Zelte, Ausrüstung und rütteln an dem Container in dem wir sitzen. Man sieht die Hand vor Augen kaum und winzige Schneekristalle stoben durch den kleinsten Spalt. Die Meteorologen auf der Neumeyer-Station melden "blizzard-conditions" auch für die kommenden Tage.  (weiter)

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Die Fahrt zum Schelfeis - Aufbruch mit Tücken

Anders Levermann | 06. Dezember 2009, 17:48

Gastbeitrag von Tore Hattermann -

Fünf Tage hat es gedauert, um bis zur Antarktisstation „Troll“ in Dronning Maud (siehe letzten Beitrag) zu kommen. Weitere fünf Tage sind vergangen, bis die gesamte Ausrüstung auf Schlitten verladen, die Verpflegung gepackt, Sicherheitsroutinen geprobt und die Vorhut zum Sichern der Route auf den Weg gebracht ist. Alles verlief planmäßig und ohne große Schwierigkeiten. Selbst das Wetter hat mitgespielt. An einem der zwölf-Stunden Tage fand ich sogar ein wenig Zeit, bei strahlender Sonne die Skiloipe in der Nähe der Station auszuprobieren.
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Der weite Weg ins Eis

Anders Levermann | 26. November 2009, 20:30

Gastbeitrag von Tore Hattermann -

Inzwischen ist das Fimbul-Expeditionsteam wohlbehalten auf der antarktischen Forschungsstation „Troll“ eingetroffen. Von hier aus sind es etwa sechzehntausend Kilometer bis zu meinem Büro im nordnorwegischen Tromsø. Während sich die Sonne dort momentan kaum noch über den Horizont wagt, scheint sie mir hier auch nach zehn Uhr abends noch wärmend ins Gesicht. Fünf Tage hat die Reise von der Polarnacht in den Polarsommer gedauert.
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Die Kopenhagen-Diagnose

Stefan Rahmstorf | 24. November 2009, 19:52

Report
Heute wurde die Copenhagen Diagnosis publiziert - ein Update zur Klimaentwicklung und Klimaforschung für die Verhandler in Kopenhagen, das von 26 Kollegen im Laufe der vergangenen zwölf Monate erarbeitet wurde (full disclosure: ich war auch dabei, ebenso wie KlimaLounge Kollege Martin Visbeck). Federführend waren Forscher der University of New South Wales in Sydney. Zusammengefasst werden auf sechzig Seiten die relevantesten neuen Daten und Studien aus der Fachliteratur, von den aktuellen Emissionen über Atmosphäre, Ozeane und Eismassen bis hin zu Zukunftsprojektionen.

Nebenbei nimmt der Bericht sich auch einigen der am häufigsten gestellten Fragen an (die ja auch hier in den Leserkommentaren immer wieder auftauchen): Gibt es eine "Pause" bei der globalen Erwärmung? Ist der Treibhauseffekt schon gesättigt? Kühlt die Antarktis sich ab? Wie ist der Zeitablauf zwischen CO2 und Temperatur in den antarktischen Eiskerndaten zu erklären? Sind wir vielleicht nur in einem natürlichen Aufschwung nach Ende der "Kleinen Eiszeit"? Hat sich das Klima nicht schon immer geändert?  (weiter)

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Weihnachten auf Fimbulisen

Anders Levermann | 01. November 2009, 20:30

Gastbeitrag von Tore Hattermann -

Viele kennen die Satellitenbilder der antarktischen Küste. Kilometerdicke Eismassen fließen vom Kontinent ins Meer und formen schwimmende Schelfeise. Sie bedecken rund 1,5 Millionen Quadratkilometer des küstennahen Ozeans – das entspricht mehr als der Hälfte der Fläche des europäischen Mittelmeeres – und bilden eine wichtige Verbindung zwischen dem gefrorenen Wasser an Land und dem flüssigen Inhalt der Weltmeere (siehe KlimaLounge). Welchen Einfluss  (weiter)

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