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Neue Umfrage unter Klimaforschern

von Gavin A. Schmidt, 08. Oktober 2008, 21:56

Gastkommentar von Gavin A. Schmidt vom Goddard Institute for Space Studies in New York.

Seit einigen Jahren führen Dennis Bray und Hans von Storch Umfragen bei Klimaforschern durch, um die Ansichten der Community (zu IPCC, Klimawandel, Ursachen usw.) zu erfahren. Leider waren diese Bemühungen nicht immer so erfolgreich wie erhofft. Es gab eine Reihe von Problemen – von der Frage, wer überhaupt an so einer Umfrage teilnehmen darf, über unspezifische oder mehrdeutige Fragen, bis hin zu mangelnder Kontrolle darüber, wer die Fragebögen ausfüllte (in einem Fall wurden die Website und dass Passwort in den Netzwerken der „Klimaskeptiker“ verbreitet). Wegen dieser Probleme waren die Ergebnisse der Umfragen weniger brauchbar als sie hätten sein können und wurden gelegentlich sogar genutzt, um Desinformation zu verbreiten. Wie diese Umfragen genutzt werden wirkt sich natürlich auch auf die Bereitschaft der Forscher aus, sich an künftigen Umfragen zu beteiligen – wenn die eigenen Antworten einmal verfälscht wiedergegeben wurden, wird man kaum ein weiteres Mal antworten. Andere haben sich an ähnlichen Umfragen versucht, mit ähnlichen Problemen.

Wie jeder wissen sollte, ist es nicht einfach, wirklich objektive Fragebögen zu entwerfen. Wer auf ein bestimmtes Ergebnis aus ist, hat es dagegen sehr einfach, Fragen zu entwerfen, die das Gewünschte zeigen. Ein besonders dreistes Beispiel dafür, von Steve Milloy, haben wir kürzlich bei RealClimate diskutiert. Ein größeres Problem als derart offensichtliche Voreingenommenheit sind jedoch ihre subtileren Formen: zum Beispiel die Annahme, dass alle Teilnehmer der Umfrage den gleichen Hintergrund haben und immer genau wissen, was man meint, oder einfach Fragen, die gar nicht das herausbekommen, was man eigentlich wissen möchte. Im Internet gibt es Anleitungen, wie man diese und andere Fehler vermeidet.

Nun, Bray und von Storch haben jetzt eine neue Umfrage verschickt.

Die Fragen sind hier nachzulesen (ohne Antworten, man kann also nicht spicken!), und laut Wikipedia kann jede anonymisierte Einladung dieses Mal nur eine einzige Antwort erzeugen. Deswegen hoffen wir, dass anders als in den vergangenen Jahren auch wirklich nur diejenigen antworten, die eingeladen wurden (die Rücklaufquote könnte allerdings nach wie vor ein Problem sein). Der eigentliche Grund für diesen Beitrag ist aber, dass wir den Nutzen der gestellten Fragen diskutieren möchten. Leider werden wir an dem Fragebogen nichts mehr ändern können (da die Einladungen schon verschickt wurden), aber vielleicht hilft es bei der Interpretation und weiteren Umfragen.

Der Fragebogen enthält zu viele Einzelfragen, um sich mit jeder im Detail zu befassen. Deswegen greifen wir nur einige Beispiele auf – vielleicht können in den Kommentaren weitere diskutiert werden. Die Fragen 15 bis 17 zeigen bereits ein typisches Problem – Genauigkeit. Frage 15 lautet, ob der „gegenwärtige Wissensstand gut genug entwickelt ist, um die Effekte von Albedo, Turbulenz usw. zu bewerten“. Aber es ist nicht gesagt: gut genug wofür? Für den globalen Energiehaushalt? Lokale Wettervorhersage? Klimasensitivität? Meeresströmungen?

So muss sich jeder Teilnehmer selbst zusammenreimen, worauf die Frage sich bezieht. Zum Beispiel ist Turbulenz zweifellos eine große wissenschaftliche Herausforderung, spielt aber für die Klimasensitivität oder Strahlungsbilanzen keine große Rolle. Für den Wärmetransport im Ozean könnte sie dagegen entscheidend sein. Wenn viele unterschiedliche Themen in einer Frage gebündelt werden und man keine Möglichkeit hat herauszufinden, worauf sich die Antwort genau bezieht, werden die Antworten nur wenig hilfreich sein.

16. How would you rate the ability of global climate models to reproduce temperature observations?

Genauso undefiniert ist der Begriff der „Temperaturmessungen“ in den Fragen 16 und 17. Ist hier die global gemittelte Temperaturänderung im 20. Jahrhundert gemeint, oder die regionale oder lokale Durchschnittstemperatur? Oder die Variabilität? Man könnte denken, dass ersteres die relevante Größe ist, aber die gleiche Frage wird im Bezug auf Niederschlagsmessungen gestellt, und hier gibt es schlicht keinen globalen Datensatz über die letzten hundert Jahre. Also muss es eine der anderen Optionen sein – nur welche?

Die Frage, wie gut die Modelle die nächsten zehn Jahre modellieren ist ebenfalls unklar und tatsächlich gar nicht zu beantworten (weil wir noch nicht wissen können, wie gut sie sich bewähren werden). Hier wird implizit angenommen, dass Modelle Vorhersagen produzieren – was sie nicht tun (immerhin wird das vage in den Fragen 45 und 46 angesprochen). Auf welche Extremereignisse bezieht sich der letzte Teil der Frage? Tornados (gar nicht vorhersagbar), Hitzewellen (besser), Dürren (schlechter), atlantische Hurrikane (unklar)? Wenn die Frage so ungenau gestellt ist, bleibt es bedeutungslos, was die Teilnehmer wahrscheinlich antworten werden: dass globale Modelle Extremereignisse nicht gut modellieren können.

52. Some scientists present extreme accounts of catastrophic impacts related to climate change in a popular format with the claim that it is their task to alert the public. How much do you agree with this practice?

Frage 52 ist eine klassische Suggestivfrage: „Einige Wissenschaftler präsentieren in populärwissenschaftlicher Weise extreme Szenarien für katastrophale Auswirkungen des Klimawandels, verbunden mit der Behauptung, es sei ihre Aufgabe, die Öffentlichkeit aufzurütteln. Inwieweit sind Sie mit derartigen Praktiken einverstanden?“ Offensichtlich gibt es darauf nur eine vernünftige Antwort („überhaupt nicht“). Die Frage definiert aber nicht, was hier als „extrem“ oder „katastrophal“ zu verstehen ist, wer mit „einige Wissenschaftler“ gemeint ist und wo sie solche Praktiken in der beschriebenen Weise gerechtfertigt haben sollen.

Die Studie wird am Ende aussagen, dass die meisten Wissenschaftler nicht damit einverstanden sind, dass in populärwissenschaftlicher Weise extreme Szenarien für katastrophale Auswirkungen des Klimawandels präsentiert werden, um die Öffentlichkeit aufzurütteln. Welch eine Überraschung! Eine nuanciertere Frage mit konkreten Beispielen hätte höchstwahrscheinlich ergeben, dass es sehr unterschiedliche Vorstellungen davon gibt, was „extrem“ ist, und dass ein beträchtlicher Teil der Befragten die öffentliche Diskussion potentieller Katastrophen (zum Beispiel durch einen raschen Anstieg des Meeresspiegels) und der damit verbundenen Unsicherheiten befürwortet. So wird man aus der Frage folgern, dass keine populärwissenschaftliche Zusammenfassung den Unsicherheiten über mögliche abrupte Veränderungen gerecht werden kann. Wenn man direkt danach gefragt hätte, wäre die Antwort sicher anders ausgefallen. Stattdessen wäre ein detaillierteres (und interessanteres) Meinungsbild entstanden.

Zwei für uns Blogger relevante Fragen sind Nummer 61 und 62, die danach fragen, ob es eine gute oder schlechte Idee sei, durch „Blogs auf dem w.w.w.“ potentiell jedem die Teilnahme an Diskussionen über Klimaforschung zu ermöglichen. Unglücklicherweise ist die Frage sehr schlecht formuliert. Glaubt jemand, dass sich kontrollieren lässt, was in Blogs diskutiert wird und was nicht? Die Frage ist doch nicht, ob diese Debatte stattfinden sollte (das tut sie auf jeden Fall), sondern ob Wissenschaftler sich daran beteiligen sollten.

Betrachtet man die Gesamtheit aller Blogs, dann ist die durchschnittliche Qualität der Diskussion offensichtlich erbärmlich (sorry!). Wenn das Ziel der Frage eine Aussage über die Qualität der Diskussion in spezifischen Blogs war, dann hätte man die Frage auch so stellen müssen (zum Beispiel mit einer Liste prominenter Blogs zum Bewerten). So wie die Frage gestellt ist, wird die Auswertung wohl ergeben, dass Klimadiskussionen im Internet und in Blogs eine gute Idee sind, die Qualität der Diskussionen aber als mies empfunden wird. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis.

Eine Gruppe von Fragen (Q68 & Q69) kommt offensichtlich eher von einem Sozialwissenschaftlicher als von einem Klimawissenschaftler. Q68 fragt, ob die Hauptaufgabe der Wissenschaft sei, existierende Hypothesen zu bestätigen oder zu widerlegen, Q69, ob es Rolle der Wissenschaft sei, bestehende „Fakten“ zu legitimieren oder delegetimieren, oder etwas anderes. Was soll man damit anfangen? Die Fragen enthalten Anflüge von Karl Popper und sozialem Konstruktivismus; wir wären allerdings sehr überrascht, wenn aktive Forscher etwas anderes als „etwas anderes“ antworten würden. Wissenschaft und Wissenschaftler wollen im Allgemeinen Dinge herausfinden, die man vorher noch nicht wusste – und das bedeutet, sich zwischen Hypothesen zu entscheiden und genauso alte „Fakten“ zu untersuchen wie neue zu schaffen. Schon die Idee, dass ein Faktum legitimer sein soll als andere ist seltsam – wenn ein „Fakt“ nicht legitim ist, ist es dann überhaupt ein Fakt? Möglicherweise gibt es Lehrbücher über Wissenschaftstheorie, in denen diese Fragen geklärt werden, aber wir vermuten, dass die meisten aktiven Wissenschaftler gar nicht durchschauen, was dahinter steckt. Es bedürfte wahrscheinlich einer gesonderten Umfrage darüber, was Wissenschaftler über ihre Arbeit denken, um bei diesem Thema zu nützlichen Aussagen zu gelangen.

Um es zusammenzufassen: wir sind nicht prinzipiell dagegen, Wissenschaftler nach ihrer Meinung zu befragen. In Anbetracht der bisherigen Erfahrungen mit den Problemen solcher Versuche (und ihrer verbleibenden Schwächen) schlagen wir allerdings vor, sie in Zukunft besser zu konzipieren. Insbesondere empfehlen wir dringend, den Fragenkatalog künftig öffentlichen zu diskutieren – in einem Wiki oder einem Blog – bevor die Umfrage startet. Es gibt eine große Zahl an vernünftigen Leuten, deren Expertise helfen könnte, die Fragen präziser und aussagekräftiger zu gestalten.

[Dieser Aufsatz erschien im englischen Original bei RealClimate.]



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Kommentare

  1. michael.adeno kein Betreff
    09.10.2008 | 10:22

    Tja, fragt sich ob solche Umfragen noch Sinn machen, da mit der Finanzkrise dem Klimahype wohl der Boden entzogen wird. Mit Finanzsubventionen können die Politiker locker 1 bis 2 Größenordungen mehr bewegen, als mit CO2-Themen. Die Wissenschaft kann also beruhigt zum ihrem Tagesgeschäft zurückkehren, nämlich Hypothesen durch Beobachten und Messungen verifizieren und das Glauben den Religionen und Medien überlassen.

    [Antwort: Zum Zusammenhang von Finanzkrise und Klimaschutz gibt es heute einen sehr interessanten Artikel in der Financial Times Deutschland. Stefan Rahmstorf]

  2. Rudolf Kipp Ergebnisfindung per Umfrage?
    09.10.2008 | 17:43

    Sehr geehrter Herr Rahmstorf,

    wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn durch Akklamation? Sieht so die Forschung der Zukunft aus?

    Wenn die Faktenlage doch so eindeutig ist, wie uns immer wieder erzählt wird, wozu soll dann eine solche Umfrage nützlich sein? Was für Erkenntnisse versprechen Sie sich von dieser Aktion?

    Allein durch die Auswahl der Fragen und auch durch die Auswahl der an der Umfrage beteiligten Personen kann ja schon erheblicher Einfluss auf den Ausgang dieser "Studie" genommen werden. Werden z.B. auch die (von Ihnen) so genannten "Klima-Skeptiker" an dieser Befragung teilnehmen?

    Wenn eine solche Befragung nur unter von den Initiatoren ausgesucheten "Klimawissenschaftlern" durchgeführt wird, denke ich dass der Erkenntnisgewinn nahe Null liegen wird.

    Allerdings bin ich mir sicher, dass diese Umfrage hinterher ordentlich medial ausgeschlachtet wird. Wenn man schon keine neuen Erkenntnisse hat und selbst das Wetter sich weigert den Szenarien zu folgen und es einfach nicht wärmer werden will, präsentiert man einfache eine neue "Studie die die Erkenntnisse der Elite der Klimaforschung zusammnefasst".

    Ich bin mal gespannt, wie lange Sie die Öffentlichkeit mit solchen Aktionen noch bei "Klimalaune" halten können.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Rudolf Kipp

    [Antwort: Hmmm... Dazu fällt mir jetzt nichts ein. Vielleicht lesen Sie einfach noch mal in Ruhe den Artikel von Herrn Schmidt oben? Stefan Rahmstorf]

  3. Krishna Gans Klar !
    11.10.2008 | 13:47

    Einerseits ist Wissenschaft per Umfrage kein Wissenschaft.
    Da andererseits der Hintergrund dieser Befragung durch den Fragenden anders intrerpretiert wird als durch die hier hinterfragenden, werden Sätze wie diese verständlich:
    #
    Leider werden wir an dem Fragebogen nichts mehr ändern können (da die Einladungen schon verschickt wurden), aber vielleicht hilft es bei der Interpretation und weiteren Umfragen.
    #
    Das ist auch gut so.
    Verschicken Sie doch Ihr eigenes Konsensgesuch.

  4. Rudolf Kipp Verständnis?
    13.10.2008 | 16:48

    Sehr geehrter Herr Rahmstorf,

    als Antwort auf meinen Kommentar schrieben Sie:

    "Dazu fällt mir jetzt nichts ein. Vielleicht lesen Sie einfach noch mal in Ruhe den Artikel von Herrn Schmidt oben? Stefan Rahmstorf"

    Das habe ich getan. Sogar mehrmals. Falls, wie Sie vielleicht meinen, dabei ein neuer Erkenntnissgewinn herauskommen sollte, ist dies bei mir nicht geschehen.

    Was vor allem blieb war die folgende Frage: Was motiviert einen Wissenschaftler, zum Mittel der Umfrage unter Kollegen zu greifen? Erkenntnissgewinn per Abstimmung? Oder vielleicht doch nur ein Versuch dem Thema Klimawandel wieder etwas mehr mediale Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ruidolf Kipp

  5. Wolfgang Flamme Hans von Storch antwortet auf die Kritik
    13.10.2008 | 23:49

    Nachzulesen hier:

    http://sciencepolicy.colorado.edu/...ientists-4635

    Interessant vor allem das hier:

    "Frage 52 ist eine klassische Suggestivfrage: „Einige Wissenschaftler präsentieren in populärwissenschaftlicher Weise extreme Szenarien für katastrophale Auswirkungen des Klimawandels, verbunden mit der Behauptung, es sei ihre Aufgabe, die Öffentlichkeit aufzurütteln. Inwieweit sind Sie mit derartigen Praktiken einverstanden?“ Offensichtlich gibt es darauf nur eine vernünftige Antwort („überhaupt nicht“)."

    Das würde wohl jedermann intuitiv so sehen, daß man aufgrund der suggestiven Fragestellung überhaupt nicht mit Zustimmung der Befragten rechnen kann.

    Aber lesen Sie selbst nach, was von Storch dazu schreibt.

  6. Jörg Zimmermann Rudolf Kipp - Erkenntnisgewinn
    14.10.2008 | 09:08

    Herr Kipp,
    die anscheinend doch subtile Bemerkung von Herrn Rahmstorf bezieht sich darauf, daß Ihr Beitrag die Prämisse zu enthalten scheint, daß Gavin Schmidt oder Rahmstorf die Umfrage unterstützen würden. Das ist nicht der Fall. Die Umfrage wird vielmehr erneut wohl eher als Argumentationsbasis von Menschen genutzt werden, die der etablierten Forschung distanziert gegenüber stehen.

    Meine Meinung ist, daß eine solche soziologische Untersuchung der Wissenschaft in der Regel kontraproduktiv ist, weil Menschen dazu neigen, eine Studie über Meinungen von Wissenschaftlern mit deren Bestand an Erkenntnissen zu verwechseln. Erkenntnisse sind aber das, was in Fachzeitschriften publiziert wird und im Laufe der Zeit der Kritik standhält und als Basis für weitere Forschung genutzt wird. Das muß nicht unbedingt das sein, was in Momentaufnahmen als Meinungen kleinerer oder größerer Gruppen festgestellt wird, abgesehen von all den methodischen Problemen, auf die Gavin Schmidt hingewiesen hat.

  7. Krishna Gans Erkennnisgewinn
    14.10.2008 | 18:44

    @Jörg Zimmermann
    Ich hatte ursprünglich auch erst vestanden, die Umfrage wäre vom PIK und Co.
    Unabhänig davon, wer die Umfrage gestartet hat, dient sie nicht wirklich einem Erkenntnisgewinn was das Klima betrifft.
    Und das selbst bei einer solchen Umfrage noch die Fragestellung der Forscher hinterfragt und kritisiert wird und damit auch deren Qualifizierung, daß widerum spricht (wieder) Bände.

  8. Rudolf Kipp @ Jörg Zimmermann
    14.10.2008 | 18:44

    Die Kritik der Herren Rahmstorf und Schmidt bezog sich meines Erachtens nach nicht auf die Tatsache, dass überhaupt eine solche Umfrage durchgeführt wird. Lediglich mit der Art der Fragen scheinen die Herren nicht einverstanden zu sein und außerdem zu befürchten, dass in einer solchen Umfrage auch Skeptiker zu Wort kommen.

    Schließlich hat Professor Rahmstorf auch selbst einmal eine solche Umfrage unter Kollegen durhgeführt. Dazu schrieb die FAZ am 05. 09. 2007:

    Ach was, viel einfacher als das ist eine Meinungsumfrage unter Gleichgesinnten, um das widerlegte Katastrophenszenario wiederaufleben zu lassen. Und genau diese Strategie hat Rahmstorfs Institut aus dem Hut gezaubert: „Nach Erkenntnissen von Klimaforschern könnte schon in diesem Jahrhundert ein wichtiger Teil der atlantischen Ozeanzirkulation abzubrechen beginnen. Dies hätte eine Reihe dramatischer Folgen.“ Grundlage war eine Umfrage unter führenden Klimawissenschaftlern - eine Meinungsumfrage unter zwölf (!) Kollegen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Rudolf Kipp

    [Antwort: Lieber Herr Kipp, es ist wenig erhellend, unsinnige und sachlich falsche Anwürfe aus einem Zeitungsartikel, in dem ich in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt wurde, zu wiederholen. Für die, die es interessiert: es ging um dieses Paper. Über den Unterschied zwischen einer Meinungsumfrage und einer Expertenbefragung werde ich bei Gelegenheit hier im Blog noch etwas schreiben. Stefan Rahmstorf]

  9. Bernhard Lüsse Diskussionen in diesem Blog

    Nicht wirklich neu, aber wirklich erschreckend für alle, die seriös mit dem Thema umgehen wollen:
    1. nicht auf Fragestellung eingehend
    Kein Zweifel, es ist doch sicherlich möglich, derartige Umfragen so zu plazieren, dass man ein gewünschtes Ergebnis erzeut. Die von G.A. Schmidt aufgezeigten Beispiele zeigen dies auch m.E. deutlich genug.
    War das nicht die Frage?
    2. nicht ausreichend informiert, um Fragestellung zu beantworten
    Für mich als Naturwissenschaftler ist es erschreckend, wieviele Leute sich bemüht fühlen, öffentliche Diskussionen zu führen, ohne sich zumindest ausreichend informiert zu haben. Vom Fachwissen ganz zu schweigen (kann sich auch ein Laie aneignen :P). Wenn dann noch renommierte Wissenschaftler persönlich angegangen werden, hört mein Verständnis für solche Personen auf.
    3. Niveau der Beiträge erschreckend schwach
    Da setzt sich hier das fort, was (leider) auch in anderen Blogs zu lesen ist.

    Vote: Wäre schön, mehr fachlich fundierte Beiträge und Diskussionspunkte zu lesen.

  10. gernot kein Betreff
    15.10.2008 | 10:58

    @Krishna Gans

    Illetrist?

    "Gastkommentar von Gavin A. Schmidt vom Goddard Institute for Space Studies in New York. "

    was kann man da nicht verstehen?

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