wissenslogs Gute Stube

Carl Djerassi – Naturwissenschaft und Literatur

07. Mai 2009, 15:59

Während übermorgen in New York eine große Konferenz der New York Academy of Sciences das Problem der Kluft zwischen den „2 Kulturen“ theoretisch beackern wird, hatte ich am Mittwoch vergangener Woche das Vergnügen, in Berlin auf einen Menschen zu treffen, der eben diesen Graben ganz pragmatisch, mit scheinbar schlafwandlerischer Sicherheit, überwunden hat: Carl Djerassi, Chemiker und Literat, hochdekorierter Vertreter sowohl der naturwissenschaftlich-technischen als auch der geisteswissenschaftlich-künstlerischen Kultur.  (weiter)

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Klaus Vondung: Rechtfertigungsdruck der Disziplinen

08. Februar 2009, 09:17

Gibt es eine Krise der Geisteswissenschaften? Immer wieder wird sie heraufbeschworen, doch bei Lichte besehen ähneln die Probleme der Geisteswissenschaften denen der Naturwissenschaften, analysiert Klaus Vondung. Der Literaturwissenschaftler von der Uni Siegen hatte bereits bei anderer Gelegenheit an dieser Stelle auf das Verbindende der "Zwei Kulturen" hingewiesen. Dies erscheint um so wichtiger, als oft das Trennende im Vordergrund steht.  (weiter)

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Klaus Vondung: Keine Kluft zwischen den "Zwei Kulturen"

04. Februar 2009, 16:17

Es gibt nicht viele Germanisten ohne jegliche Scheu vor den "exakten Wissenschaften". Klaus Vondung, der mich heute und beim nächsten Mal in der Guten Stube besucht, hat in dieser Hinsicht keine Berührungsängste. Der emeritierte Literaturwissenschaftler von der Uni Siegen engagiert sich seit vielen Jahren für den Dialog mit den Naturwissenschaften, wovon Forschungsprojekte wie etwa "Mystische und naturwissenschaftliche Weltbilder: Gegensatz oder Gemengelage?" Zeugnis geben. Und so diagostiziert er denn auch heute, dass die oft beschworene "Kluft" zwischen den beiden Kulturen bei Lichte besehen gar nicht existiert. Herzlich willkommen, Herr Vondung! (weiter)

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Henning Scheich: Neurowissenschaften und Geisteswissenschaften - 3 Thesen

14. November 2008, 15:26

Können Hirnforschung und Geisteswissenschaften voneinander lernen? Welche Bedeutung haben die bildgebenden Verfahren der Neuroforschung? Nachdem Winfried Menninghaus vorgestern zu Gast in der Guten Stube war, um diese Fragen zu diskutieren, besucht mich heute – bevor wir uns am Dienstag auf der Wissenswerte offline zur Podiumsdiskussion treffen – Henning Scheich mit drei Thesen zum Verhältnis von Neuro- und Geisteswissenschaften. Prof. Scheich ist Direktor des Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg und einer der renommiertesten deutschen Hirnforscher. In Gehirn&Geist diskutierte ich mit ihm bereits über Manifeste, Neuroprothesen und Menschenbilder (freies pdf). Heute begrüße ich ihn im "Salon der zwei Kulturen". Herzlich willkommen!  (weiter)

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Winfried Menninghaus: Geisteswissenschaften und Neurowissenschaften - 5 Thesen

12. November 2008, 10:58

Winfried Menninghaus ist ein Brückenbauer zwischen den "Zwei Kulturen". Der renommierte Germanist, dessen akademische Karriere einst mit einer Immatrikulation in Informatik startete, forscht heute am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der FU Berlin. Zahlreiche Gastprofessuren u.a. in Yale, Berkeley und Princeton haben ihm das amerikanische College-System nahe gebracht. Darin fällen die Studenten noch keine abschließende Studienentscheidung, sondern besuchen Seminare sowohl in den "Humanities" als auch in den "Sciences". Auch für das deutsche Studiensystem würde sich Menninghaus Pflichtmodule in der jeweils anderen Kultur wünschen. (weiter)

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Bernulf Kanitscheider: Konflikt oder Kooperation? Über das Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften

11. April 2008, 07:30

Bernulf Kanitscheider ergreift heute in der Guten Stube das Wort. Wenn man die Entstehung des Universums und all seiner Teile naturwissenschaftlich stringent nachvollziehe, so sein Statement, entpuppen sich auch alle unsere kulturellen Leistungen – der Gegenstand der Geisteswissenschaften – "als Organisationsformen spontaner Ordnungsentstehung auf einer ontologisch frühen Schicht der Materie". Prof. Kanitscheider lehrt seit 1974 am Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft der Universität Gießen Philosophie der Naturwissenschaft. Herzlich willkommen im Salon der zwei Kulturen! (weiter)

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Pro Geisteswissenschaften II

19. März 2008, 12:24

Wilhelm Dilthey, der "Vater der Geisteswissenschaften", hatte vor rund 100 Jahren das Verstehen als genuine geisteswissenschaftliche Methode etabliert – im Gegensatz zum Erklären der Naturwissenschaften. Die Philosophin Sybille Krämer bezweifelt die Existenz einer solchen "Demarkationslinie" in den Wissenschaften, wie sie bei der Eröffnungskonferenz "Pro Geisteswissenschaften" betonte:  (weiter)

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Pro Geisteswissenschaften I

18. März 2008, 12:24

Am 31. Mai und 1. Juni 2006 fand in Berlin die Eröffnungsveranstaltung der von verschiedenen deutschen Stiftungen getragenen Initiative "Pro Geisteswissenschaften" statt.[1] In den kommenden Tagen stelle ich eine kleine Auswahl von interessanten Zitaten aus der hochkarätig besetzen Konferenz vor, die ich allesamt der offiziellen, in der "Edition Stifterverband" erschienenen Dokumentation entnehme. Den Anfang macht direkt eine Ausnahme – denn in der folgenden Passage aus dem Vortrag des Wissenschaftshistorikers Michael Hagner geht es gar nicht um die Geistes-, sondern die Naturwissenschaften:  (weiter)

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Ferdinand Knauß: Forschung für den Chauffeur

06. März 2008, 17:35

Jetzt gibt's Saures! Mein heutiger Gast, Ferdinand Knauß, ist Journalist und ein Wanderer zwischen den Disziplinen. Als Historiker betreut er die sehr lesenswerten mittwöchlich bzw. donnerstäglich erscheinenden Seiten "Geisteswissenschaften" und "Naturwissenschaften" im Handelsblatt. Als Redakteur mit sehr weitem Horizont scheut er sich nicht, den hartnäckigen Snobismus vieler Geisteswissenschaftler gegenüber den Naturwissenschaften zu geißeln – und ebenso die teils erschreckend naiven Allmachtsansprüche mancher Biologen vom Schlage eines Richard Dawkins. In der Guten Stube nimmt Ferdinand Knauß kein Blatt vor den Mund. Herzlich willkommen! (weiter)

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Neurophilosophie

22. Januar 2008, 08:12

Jaja, die Hirnforschung (einmal mehr!). Ich sitze gerade an der Transkription eines Audiomitschnitts von einem Interview mit einem sehr interessanten Zeitgenossen. Das Interview wird aller Voraussicht nach in Gehirn&Geist 3/2008, also Mitte Februar, erscheinen, aber das Thema ist spannend und passt einfach so gut auch in diesen Blog der 2 Kulturen, dass ich hier eine "Vorabmeldung" bringen möchte. Oder besser gesagt eine Art Gedankenblase des Interviewers, deren Inhalt in dieser Form im verschrifteten Interview nicht zu lesen sein wird.  (weiter)

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