wissenslogs Gute Stube

Mediale Formen

07. August 2009, 13:36

Serie Wissenschaftskommunikation - Schreibtipps vom Chefredakteur, Teil 1

 

Meldung, Interview, Reportage, Kommentar, Glosse, (Veranstaltungs-)Bericht, Rezension/Besprechung – all diese und weitere Darstellungsformen kennen Sie aus Tageszeitungen und Zeitschriften. Mutatis mutandis begegnen sie uns zudem in den Medien Fernsehen und Hörfunk. Traditionell bezeichnet man sie als journalistische Formen(weiter)

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Wissenschaftskommunikation: Schreibtipps vom Chefredakteur

05. August 2009, 14:47

Nachdem ich anlässlich des Bologna-Bloggewitters zuletzt 10 Gedankenanstöße für bessere Wissenschaftskommunikation vorgebracht habe, wurde ich gleich von mehreren netten Menschen gebeten, doch einmal ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern und "Insiderwissen" in Sachen Wissenschaftskommunikation zu streuen. So als Chefredakteur von Gehirn&Geist/epoc und "Spiritus rector" (H. Wicht) der SciLogs. Möglichst praxisnah, versteht sich, am besten mit konkreten Kochrezepten.

In der Zwischenzeit habe ich tief Luft geholt und ein kleine Serie konzipiert, die ich nun in kurzen Stößen in den Äther der Blogosphäre hineinpusten werde. Ich nenne sie "Wissenschaftskommunikation: Schreibtipps vom Chefredakteur" (weiter)

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Bloggewitter: 10 Gedankenanstöße für bessere Wissenschaftskommunikation

19. Juni 2009, 10:11

10 Jahre Bologna - Die Zukunft unserer HochschulenHeute vor 10 Jahren unterzeichneten die europäischen Bildungsminister die Bologna-Erklärung, welche für Deutschland u.a. die Einführung der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge nach sich zog. Vieles wurde seither diskutiert. Ein Aspekt jedoch fehlt in der Kommunikation über die Chancen und Probleme von "Bologna": die Frage nach der Bedeutung von Kommunikation!

Ein Thesenpapier
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Bloggewitter: Wolfram Malte Fues - Reihe-Folgen

15. Juni 2009, 06:43

Wolfram Malte Fues ist Professor für Germanistik an der Universität Basel - und ein sehr genauer Leser. Für das Bloggewitter "10 Jahre Bologna" knöpfte er sich die Erklärung vom 19. Juni 1999 noch einmal vor. Eine Lektüre mit Nachwissen. Herzlich willkommen in der Guten Stube, Malte!   (weiter)

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Demjanjuk – Hirnforschung – Schuld

12. Mai 2009, 16:38

Soll man John Demjanjuk überhaupt noch den Prozess machen, fragen sich die Menschen angesichts der Bilder von der Überführung des 89-jährigen Greises vom Münchner Flughafen in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim – eines kranken alten Mannes, an dem ein Urteil ohnehin nicht mehr vollstreckt würde?

Natürlich sollte man. Denn die Verbrechen, welche die Staatsanwaltschaft München I dem mutmaßlichen ehemaligen Aufseher des Vernichtungslagers Sobibór zur Last legt, verjähren nicht: Beihilfe zum Mord in mindestens 29.000 Fällen.

Der Fall Demjanjuk ist aber nicht nur juristisch wichtig. Er ist auch angetan, ein Schlaglicht auf die Diskussion über Schuld, Verantwortung und Willensfreiheit zu werfen, wie sie in den letzten Jahren von einigen Neurobiologen angestoßen wurde. Denn wenn die Protagonisten der Debatte Recht behielten, gäbe es in der Tat keinen Grund, diesen Prozess noch zu führen. (weiter)

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Carl Djerassi – Naturwissenschaft und Literatur

07. Mai 2009, 15:59

Während übermorgen in New York eine große Konferenz der New York Academy of Sciences das Problem der Kluft zwischen den „2 Kulturen“ theoretisch beackern wird, hatte ich am Mittwoch vergangener Woche das Vergnügen, in Berlin auf einen Menschen zu treffen, der eben diesen Graben ganz pragmatisch, mit scheinbar schlafwandlerischer Sicherheit, überwunden hat: Carl Djerassi, Chemiker und Literat, hochdekorierter Vertreter sowohl der naturwissenschaftlich-technischen als auch der geisteswissenschaftlich-künstlerischen Kultur.  (weiter)

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Evolutionstheorie, zweistimmig

08. April 2009, 18:04

Wissenschaft muss in die Öffentlichkeit. Diesem Mantra gehorchen nun zwei unabhängig voneinander entstandene Musikclips zur Evolutionstheorie, passend zum Darwinjahr. Es lohnt sich, beide anzuschauen, denn bei allen Unterschieden drängen doch die Gemeinsamkeiten ins Blickfeld: Kinder und Jugendliche erreichen wollen, Edutainment, Musik usw. Das Projekt "Darwin Rocks" des Tübinger Biologieprofessors Nico Michiels lässt den Schöpfer der Evolutionstheorie seine Überlegungen von einst heute nochmal im Labor überprüfen. Der Rauschebart analysiert ein Fußballspiel in einer Petrischale.  (weiter)

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Joachim Müller-Jung: Bloggen – Dienst oder Vergehen an der Wissenschaft?

28. März 2009, 17:31

Joachim Müller-Jung ist einer der profiliertesten deutschen Wissenschaftsredakteure. Seit 2003 leitet er das Ressort "Natur und Wissenschaft" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der gebürtige Heidelberger studierte Biologie in seiner Heimatstadt und Köln; seine Diplomarbeit behandelte die Reptilienfauna Madagaskars. Schon vor und während des Studiums schrieb er für diverse Zeitschriften und Agenturen. Er volontierte bei der Kölnischen Rundschau und wechselte im Anschluss zur FAZ. Seit Dezember 2008 ist er zusammen mit Kollegen auch Autor des Wissenschaftsblogs Planckton auf faz.net. Dort bloggt er über biologische Themen ebenso wie über grundsätzliche Fragen der Wissenschaftskommunikation im Netz.

Dieses Wochenende ist Joachim Müller-Jung Gastredner beim SciLogs-Bloggertreff 2009 in Deidesheim, den er vorhin mit seinem Vortrag auch eröffnete. Darin legte er den mehr als 40 versammelten Bloggern und Wissenschaftsjournalisten die Frage vor, ob Bloggen einen Dienst oder doch eher ein Vergehen an der Wissenschaft darstelle. In der Guten Stube wiederholt er die Antworten, zu denen er selbst kommt, noch einmal: 

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Andreas Bartels: Außenseiter aus anderen Disziplinen

19. März 2009, 09:34

Andreas Bartels in der Guten StubeIn meinem abschließenden Gastbeitrag in der Guten Stube möchte ich meinen dritten und letzten Grund für mehr Interdisziplinarität näher erläutern: Grundlagenkritische Argumente warten nicht immer an der eigenen Haustür.

Grundlagenkritik ist unentbehrlich für den Fortschritt wissenschaftlicher Disziplinen. Die Grundlagenkrise in der Mathematik hat die Anschauung als Basis mathematischen Argumentierens hinweggespült und damit das Tor zur modernen Mathematik geöffnet. Einsteins relativistische Physik beginnt mit einer Grundlagenkritik an einem apriorischen Begriff der Gleichzeitigkeit. Das neue Paradigma setzt sich (wieder Thomas S. Kuhn zum Trotz) nicht durch, weil die Vertreter des alten Paradigmas langsam aussterben, es setzt sich durch, weil dessen Fundamente durch Grundlagenkritik erschüttert wurden. Aber häufig braucht es den wissenschaftlichen Außenseiter, manchmal den Außenseiter, der aus einer anderen Disziplin stammt, um solche Grundlagenkritik zu leisten. Verzeihen Sie mir, wenn ich wieder zu einem Beispiel aus der Philosophie greife, um dies zu illustrieren. Hier kenne ich mich nun mal am besten aus.  (weiter)

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Andreas Bartels: Strategien der Problemlösung aus anderen Disziplinen

18. März 2009, 09:26

Andreas Bartels in der Guten StubeKönnen Forscher von ihren Kollegen anderer Fächer für die eigene Arbeit profitieren? Ich meine, ja! Daher lautet meine zweite These für mehr Interdisziplinarität, die ich heute näher erläutern möchte, auch: Wissenschaftler können sich Strategien der Problemlösung bei Wissenschaftlern anderer Disziplinen abschauen.

Ein Beispiel, in dem die Einwanderung von Methoden aus anderen Fächern einer Disziplin neuen Schub verleihen kann, ist die Ökonomie. Als befruchtende Nachbardisziplinen sind hier v.a. die Mathematik und die Physik zu nennen. Häufig erweisen sich mathematische und physikalische Methoden und Konzepte, die fernab von ökonomischen Fragen entwickelt wurden, auch zur Beschreibung ökonomischer Phänomene als hilfreich. So führte z.B. Benoit Mandelbrot in den 1960er Jahren in die Ökonomie stabile nicht-Gaußsche Wahrscheinlichkeitsverteilungen ein, die zunächst ohne jeden Bezug auf die Ökonomie durch den Mathematiker Levy entdeckt worden waren.  (weiter)

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