Die Krise ist vorbei
In den vergangenen Tagen haben zwei Nachrichten aus China die deutschen Wirtschaftsmedien näher beschäftigt. Einerseits explodierten die Ausfuhren der Volksrepublik im Februar gegenüber zum Vorjahr und zweitens ist im Perlflussdelta ein massiver Arbeitskräftemangel festzustellen, der sogar so weit führt, dass Unternehmen aus Kapazitätsgründen neue Aufträge ablehnen müssen. Die chinesische Wirtschaft scheint also wieder gehörig zu brummen. Ich befinde mich gerade in Guangzhou, und versuche diese beiden Entwicklungen aus der "vor Ort" - Perspektive zu kommentieren. (weiter)
Geschrieben in WiGeo . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink
Am vergangenen Mittwoch hielt
Bildungs- und Forschungseinrichtungen erlangen in modernen Industrien eine bedeutende Stellung, da diese einerseits neue Technologien und Wissen erzeugen und gleichzeitig hochqualifiziertes Personal für den Arbeitsmarkt ausbilden. Besonders für High-Tech Industrien sind Verbindungen zu diesen Institutionen von entscheidender Bedeutung, da die Geschwindigkeit mit der sich neues Wissen verbreitet und die Generierung von neuen Technologien maßgeblich zu deren Erfolg beiträgt. In Entwicklungsländern wie Indien befinden sich viele Institutionen jedoch noch in einem frühen Entwicklungsstadium und können nicht die Rolle und die Bedeutung einnehmen, wie diese es in entwickelten Ländern tun. Es setzt jedoch ein Wandel ein, da immer mehr Regionen in Indien Industrien herausbilden, die auf moderne Forschungs- und Bildungseinrichtungen angewiesen sind.
Die Volksrepublik China weist wirtschaftlich eine beeindruckende Bilanz auf (siehe Artikel:
Aktuell drängen zahlreiche Sachbücher über die Hintergründe der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Bestsellerlisten. Mit jedem neuen spektakulären Fall erscheinen neue, die ein Allgemeinrezept gegen die Krise haben oder die Entwicklung schon seit langen haben kommen sehen. Viele dieser Werke wirken jedoch so, als ob die Autoren versuchen, von der Krisenangst der Bevölkerung zu profitieren. Wenn allerdings der aktuelle Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman (
Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas seit 1978 ist atemberaubend und für unser westliches Verständnis nicht einfach nachzuvollziehen. Während in Deutschland bereits Wachstumsraten von drei Prozent als Aufschwung gelten, wirkt der chinesische Aufstieg wie eine Entwicklung im Zeitraffer. Seit nunmehr zwanzig Jahren weist die Volksrepublik jährliche Wachstumsraten von zehn Prozent und mehr auf, ohne an Dynamik zu verlieren. Diese rasche Entwicklung wirft jedoch Fragen auf. Wird dieses Wachstum alleine durch eine extensive Ausweitung der Produktion stimuliert, oder kann China auch eigene Produkte entwickeln und am Weltmarkt etablieren? Ist China also die verlängerte Werkbank des Westens oder auf dem Weg zur High-Tech-Nation? Dieser Frage ging Prof. Liefner von der Universität Gießen in der vergangenen Woche in der Geographischen Gesellschaft zu Gießen nach.



