18. Mai 2009, 09:28
Als größte Befürchtung in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Zahlungsunfähigkeit und der Zusammenbruch eines Staats angesehen. Dank internationaler Hilfe sind Länder wie Island, Ungarn oder die Ukraine solchen Szenarien entgangen. Was ein Zusammenbruch für einen Staat und dessen Bevölkerung genau bedeutet, kann gut an den Ländern Afrikas in den 1980er und 1990er Jahren beobachtet werden. In vielen afrikanischen Staaten erfolgte ein Zusammenbruch der nationalstaatlichen Ordnung, in dessen Folge sowohl die staatliche Sicherheit, die politischen Institutionen, der öffentliche Dienst als auch die sozialen Sicherungssysteme kollabiert sind. Die Situation, in der die nationalstaatlichen Institutionen handlungsunfähig sind, wird häufig mit dem Begriff „failed state“ bezeichnet; einen in sich zusammengefallenen Staat, der nur noch in seiner rudimentären Hülle besteht. (weiter)
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