60 Jahre Volksrepublik China
Heute vor genau 60 Jahren wurde auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Beijing die Volksrepublik China ausgerufen und gegründet. Die Kommunisten unter Mao setzten sich im Bürgerkrieg gegen die Armee von Chiang Kai Tschek durch, die daraufhin nach Taiwan floh. Nach der Gründung folgten dreißig dunkle Jahre für das Reich der Mitte. Der Große Sprung nach vorne und die Kulturrevolution brachten großes Elend für die chinesische Bevölkerung. In den letzten dreißig Jahren änderte sich dieses dramatisch durch die wirtschaftlichen Reformen und die Öffnung des Landes. China stieg, nach derzeitigen Schätzungen, zur dritt- oder zweitgrößten Volkswirtschaft auf. (weiter)
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Bildungs- und Forschungseinrichtungen erlangen in modernen Industrien eine bedeutende Stellung, da diese einerseits neue Technologien und Wissen erzeugen und gleichzeitig hochqualifiziertes Personal für den Arbeitsmarkt ausbilden. Besonders für High-Tech Industrien sind Verbindungen zu diesen Institutionen von entscheidender Bedeutung, da die Geschwindigkeit mit der sich neues Wissen verbreitet und die Generierung von neuen Technologien maßgeblich zu deren Erfolg beiträgt. In Entwicklungsländern wie Indien befinden sich viele Institutionen jedoch noch in einem frühen Entwicklungsstadium und können nicht die Rolle und die Bedeutung einnehmen, wie diese es in entwickelten Ländern tun. Es setzt jedoch ein Wandel ein, da immer mehr Regionen in Indien Industrien herausbilden, die auf moderne Forschungs- und Bildungseinrichtungen angewiesen sind.
Die Volksrepublik China weist wirtschaftlich eine beeindruckende Bilanz auf (siehe Artikel:
Aktuell drängen zahlreiche Sachbücher über die Hintergründe der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Bestsellerlisten. Mit jedem neuen spektakulären Fall erscheinen neue, die ein Allgemeinrezept gegen die Krise haben oder die Entwicklung schon seit langen haben kommen sehen. Viele dieser Werke wirken jedoch so, als ob die Autoren versuchen, von der Krisenangst der Bevölkerung zu profitieren. Wenn allerdings der aktuelle Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman (
Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas seit 1978 ist atemberaubend und für unser westliches Verständnis nicht einfach nachzuvollziehen. Während in Deutschland bereits Wachstumsraten von drei Prozent als Aufschwung gelten, wirkt der chinesische Aufstieg wie eine Entwicklung im Zeitraffer. Seit nunmehr zwanzig Jahren weist die Volksrepublik jährliche Wachstumsraten von zehn Prozent und mehr auf, ohne an Dynamik zu verlieren. Diese rasche Entwicklung wirft jedoch Fragen auf. Wird dieses Wachstum alleine durch eine extensive Ausweitung der Produktion stimuliert, oder kann China auch eigene Produkte entwickeln und am Weltmarkt etablieren? Ist China also die verlängerte Werkbank des Westens oder auf dem Weg zur High-Tech-Nation? Dieser Frage ging Prof. Liefner von der Universität Gießen in der vergangenen Woche in der Geographischen Gesellschaft zu Gießen nach.



