Kick it like Einstein: Städtische Arbeitsmärkte in Kamerun: Ursachen und Trends
Die UN schätzt, dass ab 2008 mehr Menschen in Städten leben, als in ländlichen Regionen. Besonders in Afrika beschleunigt sich die Rate der Urbanisierung zunehmend und führt zur Entstehung neuer riesiger Megastädte. Leider können nicht im gleichen Maße neue Beschäftigungsverhältnisse in den Städten geschaffen werden. Die Schere zwischen Menschen im formalen und informellen Sektor klafft immer weiter auseinander. In Kamerun hat sich diese bereits weit geöffnet und es stellt sich die Frage, ob die Chancen in den formalen Arbeitsmarkt einzutreten zwischen städtischen Bewohnern und Migranten aus ländlichen Regionen gleich verteilt sind, oder ob es hierbei gesellschaftliche Benachteiligungen gibt. (weiter)
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In Entwicklungs- und Schwellenländern nehmen Urbanisierungprozesse in der Stadtplanung eine große Bedeutung ein. Der Grund hierfür liegt in der weit verbreiteten ländlichen Armut, hohem Bevölkerungswachstum und der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Stadt, das vielerorts verbreitet ist. Die Zunahme der Bevölkerung stellt die ohnehin überforderten Stadtverwaltungen vor schier unlösbaren Aufgaben. Anhand der westindischen Metropole Ahmedabad lässt sich die diese Problematik beispielhaft aufzeigen.
Afrika befindet sich in einem gefährlichen Kreislauf aus Armut, Bevölkerungsexplosion und zunehmender Landflucht. Auf dramatische Weise ist dies in Äthiopien zu beobachten. In den nächsten 15 Jahren wird die dortige Bevölkerung um 42 Millionen Menschen anwachsen und das in einer Region, die von Bürgerkriegen und Hungersnöten geprägt ist. Zeitgleich setzt eine massive Landflucht ein. Ziel dieser Migranten-Ströme sind die Städte des Landes, die infrastrukturell nicht auf diesen Ansturm vorbereitet sind.
Afghanistan ist aktuell ein heißdiskutiertes Thema in den Medien. Welche Aufgaben sollen die internationalen Truppen übernehmen und wie lange sollen sie noch in Afghanistan stationiert bleiben? Diese Woche hielt Sadar Kohistani von der University of Kabul einen Vortrag im Gießener Geographischen Colloqium über den Aufbau staatlicher Institutionen in Afghanistan.
Der neue
Die Weltwirtschaft erholt sich langsam von der schlimmsten Krise der letzten Jahre. Viel ist bereits über die Ursachen und die Vergleiche zu früheren Krisen geschrieben worden. Es bleibt allerdings die Frage offen, welche sozialen Folgen diese Krise für Schwellen- und Entwicklungsländer in Ostasien haben wird. Zehn Jahre nach der Asienkrise wird die Region erneut von einer schweren Finanzkrise erschüttert. Konnten die betroffenen Länder aus der vorherigen Krise hilfreiche Schlüsse ziehen, um harte soziale Schnitte zu vermeiden?
Als größte Befürchtung in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Zahlungsunfähigkeit und der Zusammenbruch eines Staats angesehen. Dank internationaler Hilfe sind Länder wie Island, Ungarn oder die Ukraine solchen Szenarien entgangen. Was ein Zusammenbruch für einen Staat und dessen Bevölkerung genau bedeutet, kann gut an den Ländern Afrikas in den 1980er und 1990er Jahren beobachtet werden. In vielen afrikanischen Staaten erfolgte ein Zusammenbruch der nationalstaatlichen Ordnung, in dessen Folge sowohl die staatliche Sicherheit, die politischen Institutionen, der öffentliche Dienst als auch die sozialen Sicherungssysteme kollabiert sind. Die Situation, in der die nationalstaatlichen Institutionen handlungsunfähig sind, wird häufig mit dem Begriff „failed state“ bezeichnet; einen in sich zusammengefallenen Staat, der nur noch in seiner rudimentären Hülle besteht.
Südafrika stimmt gerade über eine neue Regierung ab. Wahlsieger wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder der African National Congress (ANC). Interessanterweise wurde der ANC in seinem Widerstandskampf gegen das Apartheitsregime in Südafrika lange Jahre von der ehemaligen Sowjetunion finanziell unterstützt. Die Politik der Sowjetunion in Afrika scheint nur noch für Historiker relevant zu sein, trägt aber entscheidend dazu bei, heutige politische Strukturen besser zu verstehen.



