Lebensmittelallergien - eine Massenpsychose?
Es scheint ein gewisser Konsens zu herrschen, dass die Zahl der Allergien in den letzten Jahren sehr stark zugenommen hat. Dieser leider unbelegten Quelle zufolge „verdoppelt sich die Anzahl der Allergiker im zehn-Jahres-Rhythmus“ – oder verdoppelt sich nur die Zahl der Leute, die fest daran glauben, allergisch zu sein? Dieser Eintrag im Blog Savage Minds greift jedenfalls Zahlen[1] aus einem Report auf, nach dem zwar etwa 20 Prozent aller erwachsenen Briten nach eigenen Angaben an einer Lebensmittelallergie leiden, aber nur bei knapp zwei Prozent ein Provokationstest positiv ausfällt.
Die Zahlen stammen von zwei Wissenschaftlerinnen der Uni Portsmouth, die für das Flour Advisory Bureau einen Bericht über die Prävalenz von Weizenmehlallergien, Unverträglichkeiten und Zöliakie erstellt haben. Das FAB ist eine Lobbyorganisation, die die Verwendung von Weizenmehl promotet, und der Bericht ist auch nicht peer reviewed, insofern ist Misstrauen durchaus angebracht. Die Zahlen scheinen allerdings größenordnungsmäßig zu stimmen, es gibt eine ganze Reihe Studien mit vergleichbaren Ergebnissen. Es scheint so zu sein, dass nur etwa ein Zehntel der selbstdiagnostizierten Lebensmittelallergien einer Überprüfung standhält. (weiter)
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