03. September 2009, 17:26
Die Zeiten, zu denen die Technik mit Eisen, Kupfer, Aluminium und einer Handvoll anderer Metalle auskam, sind lange vorbei. Ein moderner Laptop enthält mit 60 Elementen buchstäblich das halbe Periodensystem, und den größten Teil davon nehmen Metalle ein. Neben Gold, Silber oder Kobalt auch so exotische wie Indium, Tellur oder Ruthenium, deren Bedeutung in der Technik rapide zunimmt.
Auf dem
Wissenschaftsforum der GDCh begegnete man diesen Sondermetallen auf Schritt und Tritt. Nicht nur Katalyse und Mikroelektronik wäre ohne diese Stoffe kaum denkbar – ein Mobiltelefon enthält 24 Milligramm Gold und neun Milligramm Platin, und in jedem Akku stecken fast vier Gramm Kobalt – wegen ihrer besonderen Eigenschaften tauchen sie in immer mehr alltäglichen Anwendungen auf. Palladium zum Beispiel gehört zu den wichtigsten Katalysatormetallen, findet aber auch in Transistoren, Zahnersatz und chirurgischen Instrumenten Verwendung.
Die Nachfrage nach diesen High-Tech-Elementen steigt entsprechend steil an. Und bisher noch die Produktion. Doch je wichtiger die Sondermetalle für die Technik werden, desto verwundbarer sind Industrie und Gesellschaft für Rohstoffmangel. Das Problem sind nicht die schwindenden Reserven – die Lagerstätten enthalten nach wie vor Sondermetalle für die nächsten Jahrhunderte. Die Gefahr liegt vielmehr in der prekären Versorgungsstruktur.
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