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Lindauer Impressionen Teil 1

28. Juni 2009, 17:58

Ich grüße euch vom 59. Nobelpreisträgertreffen in Lindau, das dieses Jahr ganz im Zeichen der Chemie steht. Insgesamt 23 Nobelpreisträger mischen sich hier unter die aus aller Welt angereisten Nachwuchswissenschaftler, und ich bin mittendrin.

 

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Bloggewitter: Bologna krankt an der Umsetzung

19. Juni 2009, 18:19

Dies ist ein Gastbeitrag von Paula Schramm.

Meine erste Begegnung mit dem Bologna-Prozess hatte ich im dritten Semester, damals wurden erste  Konzepte zu einem Bachelorstudiengang Chemie an unserer Universität bekannt. Da die voraussichtliche Umstellung in ferner Zukunft lag und ich vor hatte vorher mit dem Diplom abgeschlossen zu haben, machte ich mir keine weiteren Gedanken darüber.

2006 wechselte ich als Doktorandin auf die Seite der Lehrenden. Von dieser Warte aus erhielt ich bessere Einblicke in die Reformprozesse meiner Fakultät. Es gab nun schon konkretere Diskussionen zu einem Bachelorstudiengang Chemie. Bemerkenswert war die Weigerung der meisten Professoren am Stoffumfang ihres Faches im Vergleich mit dem Diplomstudiengang etwas zu kürzen. An anderen Fakultäten meiner Universität liefen die Umstellung schneller und im Sommer 2008 unterrichtete ich die ersten Studentinnen und Studenten aus dem Bachelorstudiengang Physik. (weiter)

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Bloggewitter: Mit der Gesamtsituation unzufrieden

18. Juni 2009, 22:24

Hätte man zehn beliebige der über 150.000 protestierenden Schüler und Studenten gefragt, was das hauptsächliche Ziel des Bildungsstreiks 2009 ist, man hätte wohl zehn verschiedene Antworten gekriegt. Und wäre kein bisschen schlauer. Wie auch? Schon der Aufruf zum Bildungsstreik liest sich wie ein Dokument der Ratlosigkeit. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass Schüler und Studenten Hörsäle schließen, Rektorate besetzen und Straßen blockieren – mit dem primären Ziel, eine Diskussion über das Bildungssystem anzustoßen. Das dürfte eine Premiere in der Geschichte der Massenbewegungen sein. (weiter)

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Gangs, Gene und Gewalt

07. Juni 2009, 22:15

Es ist eine zentrale Prämisse des Rechtsstaates und seiner Justiz, dass kein Mensch kriminell geboren ist, sondern frei ist, sich für oder gegen bestimmte Handlungen zu entscheiden. Darauf fußen zentrale Begriffe wie Schuld, Verantwortung und natürlich auch Rehabilitation.

Die Anzeichen mehren sich jedoch, dass gewalttätiges Verhalten eine erbliche Komponente hat. Es scheint inzwischen belegt zu sein, dass Defekte des Gens für Monoaminoxidase A (MAOA) mit einer höheren Gewaltneigung verbunden sind. Eine Mutation im Gen verursacht zum Beispiel das sehr seltene Brunner-Syndrom, das mit höherer Aggressivität und leichten geistigen Behinderungen einhergeht.

Gendefekte sind eine Sache, allerdings hat sich gezeigt, dass auch einige weit verbreitete Varianten des Gens mit gewalttätigem oder antisozialem Verhalten bei Jugendlichen zusammenhängen. Träger solcher Allele sind, zeigt eine aktuelle Studie, signifikant häufiger in Gangs aktiv. Und sie greifen wesentlich häufiger zur Waffe. (weiter)

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