Selbsttäuschung mit Mangroven
Die Schutzwirkung dichter Mangrovenwälder hatte ich hier ja anlässlich der Birma-Sturmflut schon kurz erwähnt – es sei an dieser Stelle noch einmal auf die lesenswerte Diskussion in den Kommentaren verwiesen –, viel bedeutsamer, weil alltagsrelevanter ist allerdings anderer Aspekt. Gestern schrieb Kosmologger Jan Hattenbach auf der Spektrum-Homepage von den negativen Folgen, die das Verschwinden der Mangrovenwälder für die Küstenfischerei in vielen Regionen der Welt hat. Die Situation ist zumindest besorgniseregend:
Weltweit wurden Schätzungen zufolge bereits mehr als die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Mangrovenwälder vernichtet. Schon in 20 Jahren könnten sie völlig verschwunden sein.
Die Uferwälder sind Lebensraum, Brutgebiet und Kinderstube für etwa ein Drittel der Fischarten, die vor Mangrovenküsten wirtschaftliche Bedeutung haben. Wie man bei Jan nachlesen kann, haben Forscher in Mexiko jetzt eine direkte Beziehung zwischen Mangrovenzerstörung und Fangrückgängen festgestellt. Ein beträchtlicher Teil der Bewohner von Mangrovenküsten ist direkt von der Küstenfischerei abhängig. (weiter)
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