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Der gekochte Kaiser

30. Januar 2009, 12:42

Meine heutige Gastautorin ist Anja Gröber. Sie hat Biologie studiert und an der LMU München ihr Diplom in Anthropologie gemacht.

Es war einmal vor langer Zeit ein Kaiser namens Lothar von Süpplingenburg. Erst Rebell, dann Herzog von Sachsen und letztlich zum König und Kaiser des heiligen römischen Reiches gekrönt, hatte er einen langen, doch erfolgreichen Aufstieg hinter sich. Er lebte in glücklicher Ehe mit seinem Weibe Richenza, und auch für Tochter Gertrud, sein einziges Kind, hatte er einen stattlichen Gatten arrangiert. Lothar hielt das Reich in fester Hand und die Weisen sagten ihm erfolgreiche Nachkommenschaft voraus. Einst werde ihm ein Enkel geboren, der keinen geringeren Namen tragen sollte als "Heinrich der Löwe".

Derart mit Glück und Lebenskraft gesegnet begab es sich eines Tages, dass jener Kaiser Lothar von einem Feldzug in Italien im Winter des Jahres 1137 nicht zurückkehrte. Er starb plötzlich in Breitenwang an einer unbekannten Krankheit. Wie es sich für einen Kaiser geziemt, sollte Lothar nun in Königslutter, in der von ihm selbst erbauten Stiftskirche "Peter und Paul" beigesetzt werden. Und selbstverständlich sollte sein Leichnam zuvor in allen Teilen des Reiches gezeigt werden, damit ihm die Reichsstände zum letzten Male huldigen konnten.

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Mars-Leben: Spuren im Salz?

01. April 2008, 15:36

Verfolgt man die Diskussion über Leben auf fremden Planeten, beschleicht einen ja so ein bisschen der Eindruck, dass zumindest die frühere Existenz von Leben auf dem Mars schon beschlossene Sache sei. Nur Beweise dafür sind bisher noch nicht aufgetaucht. Die aufzutreiben ist jedoch auch nicht ganz so einfach.

Lebende Mikroben zu identifizieren ist – wegen ihres Stoffwechsels – ein ganzes Stück einfacher als das aufzuspüren, was nach Hunderttausenden oder Millionen Jahren noch von ihnen übrig ist. Andererseits, dass es am Punkt X auf der Marsoberfläche in den letzten paar Milliarden Jahren Leben gegeben hat, ist wesentlich wahrscheinlicher, als es genau jetzt dort anzutreffen. Wo sich doch der Mars momentan als äußerst unwirtlicher Ort präsentiert. Die Suche nach fossilen Spuren erscheint deswegen wesentlich aussichtsreicher[1] – wenn man weiß, wonach man suchen muss.

Ein weiteres Problem ist die schiere Größe des Planeten. Mit 145 Millionen Quadratkilometern Oberfläche[2] ist Mars ist zwar nicht ganz so groß wie die Erde, aber fossile Lebensspuren auf dem Mars werden, wenn sie denn existieren, nur an wenigen Stellen zugänglich sein. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit relativ gering, mit einer Sonde durch bloßen Zufall genau am richtigen Ort zu landen. Wo also suchen, und wonach? (weiter)

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Neandertaler goes east – aber wie weit? Und was passierte mit ihm?

01. Oktober 2007, 17:38

Wie wir aus einer Vorabveröffentlichung in Nature erfahren, hat der renommierte Paläoanthropologe Svante Pääbo vom MPI für Evolutionäre Anthropologie nachgewiesen, dass Knochenfragmente aus der Okladnikow-Höhle im Altai-Gebirge von Neandertalern stammen. Das bedeutet, dass diese Vormenschen-Art mindestens 2000 Kilometer weiter östlich verbreitet war als bisher angenommen. (weiter)

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