Homöopathie an der Uni Magdeburg
von Lars Fischer, 19. Oktober 2009, 19:03
Eine Universität ist nicht nur ein Ort der Forschung, sondern auch der Lehre. Hier lernt der Forschernachwuchs – neben Frusttoleranz – die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens. Zum Beispiel erfährt man relativ früh in der Ausbildung, dass manchmal seltsame Dinge passieren, die für sich allein genommen keine Schlussfolgerungen erlauben. Anekdoten sind keine Daten.
Deswegen muss man wissenschaftliche Hypothesen unter sorgfältig kontrollierbaren Bedingungen überprüfen, und zwar möglichst oft. Erst wenn so ein Versuch ein paar mal – reproduzierbar – funktioniert hat, darf man Schlüsse daraus ziehen. Und wenn solche Studien in Dutzenden Versuchen zuverlässig negativ ausgehen, dann muss man leider die zugrunde liegende Hypothese verwerfen und etwas anderes probieren. So läuft das in der Wissenschaft. Aber nicht an der Uni Magdeburg.
Dort nämlich wird jetzt, wie Kollege Freistetter kürzlich feststellte, ein Masterstudiengang Homöopathie eingerichtet. Genauer gesagt: "Wissensentwicklung und Qualitätsförderung in homöopathischer Medizin (Integrated Practice in Homeopathy) (M.A.)“. Dort sollen nach Angaben von Universitätsmitarbeitern angehende Mediziner lernen, "die Grundlagen professionellen Handelns zu reflektieren, darzulegen und wissenschaftlich überprüfbar zu machen“. Nun ist Homöopathie bereits mehrfach ausführlich wissenschaftlich überprüft worden, mit eindeutigen Ergebnissen. Damit sollte das Thema für eine Universität gegessen sein. Ist es aber offenbar nicht.
Florian hat mal nachgefragt, was es damit auf sich hat, und Antworten erhalten, die einem streckenweise den kalten Schweiß auf die Stirn treiben. Er zitiert unter anderem Professor Helmut Weiß:
"Der geplante Weiterbildungs-Masterstudiengang wurde dann zweimal im akademischen Senat der Universität behandelt - einmal im Sommer 2008 zu einer ersten Vorstellung, dann mit bereits detaillierter ausgearbeiteten Studiendokumenten im Sommer 2009. Die Diskussion war intensiv; in Anbetracht des Themas wäre alles andere erstaunlich gewesen. Das Spektrum dabei reichte von Hinweisen auf Studien, die zeigen sollen, dass Homöopathie unwirksam ist, bis zu Aussagen wie "Klar, naturwissenschaftlich ist manches nicht erklärbar, aber ich bin selber so erfolgreich behandelt worden". "
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine deutsche Universität diskutiert, ob ein Studiengang eingerichtet werden soll, und bei der Entscheidungsfindung bekommt offenbar die ungeprüfte Einzelanekdote den Vorzug vor einer ganzen langen Liste von Untersuchungen, die allesamt negative Ergebnisse bringen. Ganz zu schweigen von dem Umstand, dass das diskutierte Konzept physikalisch gar nicht funktionieren kann. Die Uni Magdeburg sucht den Dialog mit den – noch ein Zitat – „modernen Wissenschaftskonzepten“ der Homöopathie. Die bestehen wohlgemerkt weitgehend darin, Physik, Chemie und nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte medizinische Studien schlicht zu ignorieren und auf Teufel komm raus weiterzumachen. Irgendwann wird's schon passen.
Von mir aus soll sich eine Privatperson ihre Kopfschmerztablette auf diese Weise aussuchen. Nicht mein Problem. Dass aber eine akademische Institution, die von Staats wegen mit der Ausbildung von Wissenschaftlern betraut ist, derart offen antiwissenschaftliche und antiaufklärerische Ideen legitimiert, ist ein Skandal. Es ist die Aufgabe einer Universität, wissenschaftliche Arbeit zu lehren. Wenn die Universität Magdeburg nicht bereit ist, wissenschaftliche Maßstäbe bei der Auswahl der Studiengänge anzulegen, kann sie dann überhaupt die akademische Qualität der Ausbildung gewährleisten?
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So läuft das in der Wissenschaft. Läuft bei denen vielleicht unter Geisteswissenschaft ...
Die Geisteswissenschaften sind aber i.d.R. entschuldigt, weil man die nicht experimentell überprüfen kann. Das gilt hier nicht.
Ich möchte hier doch zur Verteidigung der Geisteswissenschaften festhalten, dass die Beweisführung vielleicht schwammiger ist und es schwieriger ist, abschliessende Antworten zu finden, dass es aber doch gewisse Standards gibt. Man kann nicht wiederholt und systematisch einfach irgendwas behaupten und an das Vertrauen des Publikums appellieren will man ernst genommen werden. Argumente zählen durchaus etwas auch wenn Objektivität schwerer zu erreichen ist. In der Homöopathie hingegen...
Lieber Lars,leider wird die Diskussion um Homöopathie im www dermaßen oberflächlich und geradezu ideologisch geführt, so dass die Kritik fehlender Wissenschaftlichkeit an der Homöopathie auch auf die Kritik der Kritiker übertragen werden kann:
So wird in den Diskussionen zu diesem Thema z.B. nicht unterschieden zwischen niedrig- und hochpotenten homöopathischen Medikamenten und anderen Aspekten der begrenzten Erforschungsmöglichkeiten zur Wirkweise von Medikamenten im Allgemeinen. Ich selbst werde sehr nachdenklich, wenn bereits eine äußerst geringe Duftmolekülkonzentration in manchen Fällen bei mir eine allergische Reaktion auslösen...und mein Asthma mit Wirkstoffspuren im µg-Bereich erfolgreich behandelt werden kann:
Du erinnerst Dich an meine Anfrage bei Dir bzgl. der pharmakologischen Wirkung von chemisch verwandten Stoffen? Dabei bin ich auf interessante Zusammenhänge gestossen, welche ich hier auch kurz erwähnt habe. Das Thema Homöopathie liefert m.E. genau so wenig Antworten, wie dies die Allopathie tut bzw. kann:
Bereits hier: http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=828 habe ich die Ergebnisse meines zugegeben völlig unzureichenden Wissens zu diesem Thema nieder geschrieben, denn:
"Auf dieses Problem bin ich bei meiner Recherche zur Festbetragsreglung bei Kortisonsprays (d.h. rein allopathische Medikation!) gestossen.
Leider ist ja die Medizin keine “Wissenschaft” im reinen Sinne und so werden von einigen Medizinern auch “absurde” Ergebnisse produziert.
Mitursächlich dürfte das im Medizinstudium “ungeliebte” Fach “Klinische Chemie / Pharmazie” sein. So werden oberflächliche Kenntnisse dort erworben, was zur groben Einordnung von Arzneimitteln ausreichen mag, für eine differenzierte wissenschaftliche Beurteilung müssen Mediziner über entsprechend Zusatzkenntnisse verfügen…..
Ich möchte Medizinern hier gar keinen Vorwurf machen, denn ihr letztendlich riesiges Wissenschaftsgebiet und die immensen Ausdifferenzierungen in den einzelnen Facharztrichtungen zwingt natürlich auch zu einer vernünftigen Selektion dessen, was für diesen Beruf gelernt werden muss.
Forschungsmethodik und Klinische Chemie liegt insbesondere im Arbeitsbereich von entsprechend spezialisierten Biochemikern, welche die biochemischen Reaktionen von Arzneimitteln im Detail erforschen.
Wenn nun, wie dies ja leider in der Diskussion um allopathische vs. homöopathische Medizin geschieht, insbesondere fachfremde Wissenschaftler und Mediziner, welche nur marginale Kenntnisse zur Arzneimittelbiochemie und ihre Pharmakovigilianzen haben,”mutig” und “abschließend” Stellung beziehen, dann führt dies notgedrungenerweise weg von einer sachlichen Diskussion hin zu “Glaubensfragen”……
Bzgl. der Kortisonsprays musste ich (natürlich nicht ohne entsprechende Fachleute zu befragen) feststellen, dass deren biochemische Reaktionsweise nur an “totem” Lungengewebe untersucht werden kann. Versuchstiere sind Ratten. Auf dieser Basis kommen dann die Erklärungen darüber zustande, wie die Medikamente wirken… und nur ein Teil der Wirkungen bzw. Nebenwirkungen lässt sich erklären bzw. sind bekannt!
Was nicht untersucht wird, bzw. untersucht werden kann, sind etwaige biochemische Zusatzreaktionen bei Applikation mehrerer Medikamente (was bei Anwendern von Kortisonsprays ja eigentlich alltäglich ist). Ebenso bleiben Medikamentenwechselwirkungen bei der Anwendung von mehr als 2 Präparaten unbekannt. (wäre wohl ein riesiger Untersuchungsaufwand). So sind die UAW’s (Unerwünschte Nebenwirkungen) von allopathischen Medikamenten “nur” erfahrungsbasiert, d.h. sie unterliegen derselben Forschungsproblematik wie homöopathische und problematische allopathische Medikamente auch…..Z.B. können chemotherapeutische Arzneimittel aus ethischen Gründen keine RCT-Studien vorweisen. Etliche Therapien haben sich aus den “Versuchen” an Krebspatienten ja auch als wirkungslos, aber nicht nebenwirkungslos erwiesen. Manche allopathische Medikation kann so das “Ableben” beschleunigen……
Bezüglich der oft gehörten Kritik, die Homöopathie könne nicht wirken, weil die applizierten Mengen viel zu gering seien, habe ich auch meine Bedenken.
Leider wird in der emotional aufgeschaukelten Diskussion ja nicht einmal unterschieden zwischen naturwissenschaftlich-kritischer Homöopathie und der sog. Hochpotenz-Homöopathie…..
Ein von mir 1x tgl. appliziertes Medikament mit 12-stündiger Wirkung ! enthält eine Dosierung von 0,00002 g. Für Kinder liegt die Dosierung bei 0,000008 g. In den zu diesem Medikament stattgefundenen Studien kamen sogar vereinzelt Todesfälle vor, so dass eine entsprechende Warnung sich im Beipackzettel befindet.
Zumindest für homöopathische Niedrigpotenzen ist im Augenblick für mich daher diese Feststellung von “Homöopathiegegnern” weit weg von jeglicher wissenschaftlicher Logik."
Bei Homöopathie geht es nicht um geringe Konzentrationen, sondern um Wirkungen nicht vorhandener Stoffe durch irgendwelche angeblichen Informationsspuren, die sie im Wasser hinterlassen. Das ist purer Aberglaube. Moleküle lassen sich nicht beliebig verdünnen. Irgendwann sind sie weg. Und wo nix drin ist kann auch nix wirken.
Die Wirkung tatsächlich vorhandener geringer Konzentrationen von irgendwas ist ein ganz anderes Paar Stiefel. Das ist keine Homöopathie.
dass diese Heinis ihren Aberglauben auf Kosten armer Menschen in den Entwicklungsländern vermarkten. Die verfüttern ihre wirkungslosen Zuckerpillen an AIDS-kranke Kinder in Mittelamerika an und machen damit hier PR.
Mehr dazu hier. Solche Leute gehören vor Gericht gestellt.
Hallo!
Gut, das auch die Scilogs das Thema aufgreifen. Darf ich aber noch die Streichung eines "ä"s anregen? Und ein zusätzliches "e" kaufen? ;)
Aaaargh. Das passiert mir jedes Mal. Sorry.
Es ist sehr gut, dass das wirklich ernste Thema Vodoo-Medzin auch mal in den Scilogs stattfindet.
@Monika Arman: Wie Lars verstehe auch ich Ihre Kritik an der Homöopathie-Kritik auch nicht.
Ich möchte noch ein paar Punkte zum Bedenken anführen:
Es ist richtig, dass in der Homöopathie i.d.R. mit stark verdünnten Präparaten gearbeitet werden. In der ersten Stufe D1 wird die Ausgangssubstanz 1:10 verdünnt, usw. Leider konnte ich auf die Schnelle keine Angaben finden, wie hoch die Mengen sind, die für diese erste Verdünnung (angebliche Potenzierung) verwendet werden. Ich vermute jetzt einfach mal, dass in den ersten Potenzierungen noch ein Wirkstoff vorhanden ist. Hier also möglicherweise nicht mit "Geisterwasser" gearbeitet wird.
Stärkere Verdünnungen, in denen praktisch kein Wirkstoff mehr vorhanden sein kann (egal wie hoch die Ausgangssubstanz im D1 Präparat war), halte ich "eigentlich" auch für "Schabernack".
Eigentlich weil:
es gab vor einigen Jahren eine Publikation zu einem Paradoxeffekt von Wasser. Ich weiss leider nicht mehr, welches Wissenschaftsmagazin dies publiziert hatte. Bei immer stärkeren Verdünnungen sollen noch verbleibende Substanzen Aggregate bilden (auch wenn diese physikalisch eigentlich gelöst sein sollten). Die Substanzen sollen sich dann beim weiteren Verdünnen mit Wasser nicht weiter "verdünnen", sondern sollen als Aggregate aufgeteil, d.h. es gibt vielleicht manche Globuli in D20 mit viel (Aggregaten) und manche ohne jegliche Wirksubstanz.
Wie sich diese "Aggregate" im Körper "verhalten" können, kann ich nicht beurteilen - ob diese sich dort wieder Lösen, etc.
Ich habe nichts dagegen, dass Ärzte lernen, was Homöopathie in der Praxis leisten kann. "Voodoo-Medizin" hat bereits (oder immer noch?) einen festen Platz in der ärztlichen Praxis. Vielen Menschen mit irgendwelchen Befindlichkeits- oder psychosomatischen Störungen kann geholfen werden, ohne dass potenziell schädliche Pharmaka verordnet werden müssen. Der Placebo-Effekt ist hilfreich und sollte gezielt genutzt werden.
Allerdings stelle ich es mir für einen Arzt nicht einfach vor, wissentlich wirkstofffreie Mittelchen zu verordnen. Obgleich es zum Beispiel gang und gäbe ist, in Altenheimen gelbe, rote oder blaue Zuckerpillen zu verabreichen - je nach Bedarf. Und hin und wieder kommt es dort auch vor, dass sich der Zustand eines alten Menschen nach Absetzen seiner zahlreichen Medikamente (weil man den Beginn des Sterbeprozesses erwartet) wieder bessert.
Im Prinzip ist nichts dagegen einzuwenden, dass Ärzte den Umgang mit Scheinmedikamenten lernen. Das gehört zur medizinischen Praxis dazu. Das ist ja auch die Ausrede der Uni Magdeburg.
Nur: Dann hieße die Veranstaltung "Scheinmedikamente" und Homöopathie wäre nur ein Teil der Veranstaltung. Stattdessen macht hier die Uni Magdeburg de facto Werbung für eine bestimmte Klasse von Scheinmedikamenten, mit der - Zufall, Zufall - ziemlich viel Geld verdient wird.
Ob das eine mit dem anderen etwas zu tun hat?
Wenn Scheinmedikamente Effekte haben sollen, dann müssen sie unter einem anderen Label verkauft werden (Homöopathie, Naturheilkunde, Magnetresonanztherapie, TCM, Akupunktur...).
(auch den angehenden Ärzten ;-)
müssen sie nicht. Placebos wirken auch, wenn man weiß, dass es ein Placebo ist. Und den Ärzten sollte man im Studium schon mal gar nicht irgendwelchen Unsinn erzählen.
Placebos wirken auch, wenn man weiß, dass es ein Placebo ist.
Gibt es dafür Belege?
Wenn das stimmte, dann gäbe es für Ärzte ja kein ethisches Dilemma bei der Verordnung von Scheinmedikationen. Oder meinten Sie: Placebos wirken bei Patienten auch, wenn der Arzt weiß, um was es sich handelt?
Was spricht dagegen, dass Ärzte lernen, mit welchen besonderen "ärztlichen" Leistungen sich das Einkommen verbessern lässt?
Es ist ein Skandal! Die Homöopathie wurde bereits mehrfach wissenschaftlich überprüft, und sie ist dabei durchgefallen. TCM und Anthroposophische Medizin bietet die Uni Magdeburg auch an. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, wird überall an den Unis und im Wissenschaftsbetrieb gespart, Zeitschriftenabonnements gestrichen, Bibliotheken geschlossen, Professuren nicht wieder besetzt, Mittel und Stellen gekürzt, aber für so eine Scharlatanerie-Medizin ist Geld da! Wo kommt das Geld eigentlich her?!
Luchs
@Luchs
Dass TCM funktioniert (Akkupunktur, Massagetechniken und Bewegungsübungen (Qigong sowie Tai-Chi)), können Sie über Pubmed nachprüfen.
Es gibt auch Publikationen, die die Wirksamkeit von TCM-Arzneimitteln bestätigen.
Akupunktur hilft so gut wie ein Placebo, und selbst hier ist es egal ob an "echten" Punkten oder irgendwo, bzw ob mit echten Nadeln oder sahm Nadeln gestochen wird...was die ganze Theorie der Meridiane und damit den Chi-Fluß - also einen integralen Bestandteil der TCM - falsifiziert. Ebenfalls nachzulesen in Pubmed bzw der Cochrane Collaboration. Unter anderem http://www.cochrane.org/reviews/en/ab005319.html oder hier http://www.cochrane.org/reviews/en/ab001351.html
@naja
Wie man die Wirkung von Akupunktur erklärt, durch Meridiane etc. ist unerheblich. Auch ist unerheblich, ob die Nadeln "genau an den Stellen" gesetzt werden müssen, oder ob der gleiche Effekt auch 1cm nebendran erreicht wird. Das man den Effekt auch durch Akupressur erreichen kann, spielt hier auch keine Rolle. Diese Erkenntnisse wurden in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht.
Dass es diese Druckstellen(-punkte) gibt, ist aussreichend belegt, ebenfalls dass die Akupunktur/pressur helfen kann (je nach Indikation), siehe Pubmed.
Sie verweisen auf 2 Arbeiten von "Cochrane Collaboration". Nur eine davon findet sich bei Pubmed, und diese wurde in einem anderen -auch bei Pubmed- abrufbaren weiteren Artikel korrigiert:
"CONCLUSIONS: The data do not allow firm conclusions regarding the effectiveness of acupuncture for acute low back pain. For chronic low back pain, acupuncture is more effective for pain relief and functional improvement than no treatment or sham treatment immediately after treatment and in the short-term only. Acupuncture is not more effective than other conventional and "alternative" treatments. The data suggest that acupuncture and dry-needling may be useful adjuncts to other therapies for chronic low back pain. Because most of the studies were of lower methodologic quality, there is a clear need for higher quality trials in this area."
Ihre Behauptung ist somit falsch.
Ich übersetze die entscheidenden Sätze:
"Bei kronischen Rückenschmerzen im unteren Wirbelbereich ist Akupunktur effektiver in der Schmerzminderung und funktioneller Verbesserung als KEINE bzw. PLACEBO (sham) Behandlung.... Akupunktur ist nicht effektiver als andere konventionelle und "alternative" Behandlungen.
Die TCM ist bereits seit einiger Zeit dabei, sich zu entmystifizieren und wissenschaftliche Untersuchungen sowie Richtigstellungen durchzuführen (Stichpunkt evidence-based).
Wenn Leute zum Art gehen, wollen sie auch ein Medikament, das ist ein soziales Phänomen und muss von den Ärzten berücksichtigt werden. Homöopatie ist ein sehr bewährter Plazebo, hat hohe Akzeptanz und hat als reines Wasser garantiert keine Nebenwirkungen.
Dem stimme ich zu, aber so gesehen ist Homöopathie nicht mehr als organisierte Verarsche. Außerdem bleibt ja das Problem, dass die Homöopathen durchaus davon ausgesehen, dass sie keine Placebos verschreiben. Wer sich also nicht nur für Heilerfolge interessiert, sondern auch eine begründete Medizin wünscht, bekommt mit den Homöopathen ein Problem. Eine medizinische Fakultät einer Universität sollte jedenfalls den Anspruch haben, Heilung begründen zu können.