Wissenslogs Der schöpferische Finanzmarkt

RISIKO UND WERT SIND IM FINANZMARKT KEINE ERHALTUNGSGRÖßEN

von Hans Sauer, 27. Oktober 2009, 14:42

Im Finanzmarktmodell 2.0 "∏-Modell" wird der Beweis geführt, dass Risiko und Wert in einem Finanzmarkt keine Erhaltungsgrößen sein können. Risiko- und Wertinformation können nämlich in einem Finanzmarkt beliebig erzeugt und vernichtet werden. So gesehen verhalten sie sich wie physikalische Kräfte.

Dagegen  sind die Wahrscheinlichkeiten von Risiko und Wert Erhaltungsgrößen oder konkret formuliert:

In einem Finanzmarkt ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten aus Risiko- und Wertinformation konstant.


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Kommentare

  1. Luchs
    27.10.2009 | 16:01

    Sehr geehrter Herr Sauer,

    Sie schreiben: "Im Finanzmarktmodell 2.0 "∏-Modell" wird der Beweis geführt, dass Risiko und Wert in einem Finanzmarkt keine Erhaltungsgrößen sein können. Risiko- und Wertinformation können nämlich in einem Finanzmarkt beliebig erzeugt und vernichtet werden. So gesehen verhalten sie sich wie physikalische Kräfte."

    Das verstehe ich nicht ?-(
    Das Finanzmarktvolumen kann sich doch nicht beliebig vergrößern, oder? Für mich als Laien, muss die weltweit pro Jahr erzeugte Geldmenge in direkter Äquivalenz stehen, zur weltweit pro Jahr gezahlten Tilgungsrate von Krediten. Und die zurückgezahlten Kreditzinsen können nicht über das Wirtschaftswachstum hinausgehen. Also irgendwie müssen real erzeugte Werte, wie Nahrung, Kleidung, Gebäude oder ähnliches, der erzeugten Geldmenge gegenüberstehen. Oder habe ich hier etwas nicht verstanden?

    mfg
    Luchs

  2. Helmut Wicht @ Vernichtung von Kräften
    27.10.2009 | 17:22

    "Risiko- und Wertinformation können nämlich in einem Finanzmarkt beliebig erzeugt und vernichtet werden. So gesehen verhalten sie sich wie physikalische Kräfte."

    Äh?

    (es folgt Satire)

    Wie "vernichtet" man eine physikalische Kraft? Ich dachte immer "nulla actio sine reactio". Oder heisst das womöglich im Sinne der Finanzmarkttheorie: "Keine Aktie ohne Reaktionär (der den gegenwärtigen Finanzmarktmarkt immer noch verteidigt)"?

    Ach, was wär' das so schön, wenn man zettBe die Schwerkraft so vernichten könnte, wie der Finanzmarkt Werte und Existenzen vernichten kann, so wie er andererseits - sozusagen magisch - Nichtsnutzen aus dem Nichts Zahlen mit numerösen Nullen aufs Schweizer Nummernkonto spült...

    Oh, ja, dort, am Finanzmarkt, klappt das mit der Venichtung der Schwerkraft. Es regiert der Leichtsinn!

  3. Sauer @Luchs (ernst) und Hr. Wicht (fast e.)
    28.10.2009 | 18:59
    Gute Einwände, aber wo einsteigen. Geld kann man drucken, wenn man will, kann man es auch anzünden und im echten Wortsinn verbrennen. Dann ist es weg „vernichtet“. Einen Erhaltungssatz für Geld gibt es nicht, so wie es eben keinen Erhaltungssatz für Kräfte gibt. Da man nach meinem Verständnis Geld als das Ergebnis „verkörperter“ Information betrachten kann, halte ich den Vergleich mit der physikalischen Kraft für erlaubt. Aber Vergleiche hinken immer. Einen Erhaltungssatz für Energie dagegen gibt es. Energie kann man nicht erzeugen und nicht vernichten, nur umwandeln. So gesehen haben wir ein globales Energieumwandlungsproblem, aber kein Energieproblem. Warum wir immer gerne Geld lieber (irrtümlich) mit Energie gleichsetzen, weiß ich nicht. Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht gerne Geld verlieren; wenn schon, dann soll es wenigstens ein anderer haben dürfen – und nicht einfach vernichtet sein. Aber, wer aufmerksam die Wirtschaftsmedien in den nächsten Wochen verfolgt, wird ganz sicher wieder über die „größten Geldvernichter“ 2009 informiert werden. Da haben wir’s wieder: Geld kann doch vernichtet werden.
szmtag