wissenslogs Der Quantenmechaniker

Placebos wirken auch ohne Homöopathie

25. August 2010, 13:40

Seit der Spiegel die Homöopathie öffentlich kritisiert hat, ist sie wieder in aller Munde und war nicht nur in meinem Blog, sondern bei SciLogs auch bei Graue Substanz und bei Mente et Malleo. In diesen Diskussionen wird immer wieder ein scheinbares Argument für die Homöopathie zur Diskussion gestellt: (weiter)

Geschrieben in Über den Tellerrand . Kommentare: (23). Trackbacks: (0). Permalink


Quanteneffekte in biologischen Systemen - keine Überraschung

21. August 2010, 18:50

In einem lesenswerten Hintergrundartikel bei Spektrumdirekt zum Thema Quantenbiologie beschreibt Maike Pollmann einige neuere Forschungsergebnisse zu nichttrivialen Quanteneffekten in der Biologie. Diese Forschung, als Beispiele werden die Lichtverwertung in der Fotosynthese und die Orientierung von Vögeln im Magnetfeld der Erde genannt, ist zweifellos sehr interessant und förderungswürdig. Aber ist die Existenz von Quantenprozessen hier überraschend? Die Antwort ist nein! (weiter)

Geschrieben in Physik allgemein . Kommentare: (2). Trackbacks: (0). Permalink


Der Wissenschaftsbegriff der Homöopathie

15. August 2010, 15:30

Meine Homöopathie-kritischer Beitrag im März hatte erwartungsgemäß für einige Diskussionen gesorgt. Grund genug, den Faden noch einmal aufzunehmen und diesmal die Frage nach der Wissenschaftlichkeit der Homöopathie zu untersuchen.

Hierbei habe ich mich an eine Empfehlung einer Leserin meines Blogs gehalten, einen Artikel des Homöopathen Friedrich Dellmour von der Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin zu lesen. Der Artikel trägt den Titel Homöopathie-Kritik - Teil 3: Der Wissenschaftsbegriff der Homöopathie. Ich habe ihn mit großem Interesse gelesen und möchte Ihnen meine Gedanken zu dem Thema nicht vorenthalten. (weiter)

Geschrieben in Über den Tellerrand . Kommentare: (10). Trackbacks: (1). Permalink


Denkanstöße - Heisenberg: Physik und Philosophie

01. August 2010, 08:01

Kann ein fünfzig Jahre altes Buch zur Quantenmechanik lesenswert sein? Das Buch von Werner Heisenberg, "Physik und Philosophie" ist es. Dieses populärwissenschaftliche Buch erschien in der ersten Auflage 1959 als deutsche Übersetzung einer Vortragereihe, die Heisenberg in den USA gehalten hatte. Heisenberg war einer der Väter der Quantenmechanik. Deshalb kann man erwarten, dass dieses Buch zumindest aus historischer Sicht interessant ist. (weiter)

Geschrieben in Physik allgemein . Kommentare: (19). Trackbacks: (0). Permalink


Kick it like Einstein - Brasilien

04. Juni 2010, 17:01

Lehnen Sie sich einmal zurück und denken an Brasilien: Lange, weiße Sandstrände, Karneval in Rio, Zuckerrohr, Caipirinha, tropischer Regenwald im Amazonasgebiet, Nanotechnologie und Protein-Kristallographie.

Was, Sie denken bei Brasilien nicht an Nanotechnologie und Proteinkristallographie? Denken Sie um. In Campinas, nicht weit von der Metropole Sao Paolo befindet sich das LNLS, Brasiliens Synchrotronstrahlungsquelle. Das LNLS ist sicher nicht die beste Röntgenquelle der Welt, aber immerhin eine der wenigen Synchrotronstrahlungsquellen auf der Südhalbkugel. Nanotechnologie und Kristallographie sind zwei der Arbeitsbereiche, in denen man auf Forschung mit Synchrotronstrahlung heute nicht mehr verzichten kann. Speicherringe, wie das LNLS in Campinas, sind die Arbeitspferde für diese Art von Forschung. (weiter)

Geschrieben in Experimentelles . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Kick it like Einstein - USA: Weltmeister im Röntgenlasern

20. Mai 2010, 00:05

LINAC am SLAC

Als ich im Oktober letzten Jahres während der Messzeitvorbereitung in Kalifornien war, traf ich auf der Rolltreppe von Bloomingdales einen jungen Engländer. Er sprach mich von hinten an:

Junger Engländer: "Are you German?"
Quantenmechaniker: "Yes, I am."
JE: "We will win!"
Qm: "What?"
JE: "We will win!"
Qm: "What?"
JE: "The World Cup, we will win the Word Cup!"
Qm: "Go ahead."

Der arme Junge war an einen der wenigen Deutschen geraten, die kein Interesse an Fußball haben.

Unser Bloggewitter soll sich nun aber auch gar nicht mit Fußball beschäftigen, sondern mit Wissenschaft in den Ländern, die für die WM qualifiziert sind. Die USA sind bei der WM dabei. Sie werden am 12. Juni oder June 12th, wie man hier sagt, ihr erstes Spiel gegen das Team des jungen Engländers führen. Ob das eine Erfolgsgeschichte werden wird, kann ich nicht beurteilen. Ich möchte Ihnen von einer anderen Erfolgsgeschichte in den Vereinigten Staaten erzählen. (weiter)

Geschrieben in Über den Tellerrand . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Backen mit Wirbelwasser

20. April 2010, 10:43

Wir "beleben" unser Wasser, indem wir es über Edelsteinen verwirbeln.

Dieser Satz auf einer Tablettunterlage in einer hamburger Bäckerei hat mich letztes Wochenende neugierig gemacht. Wie kommt man darauf, dass der Sauerteig "dadurch viel aromatischer wird", wie es weiter heißt? Zuerst hielt ich es für offensichtlich, dass die Bäcker selbst nicht an ihr Wasserverwirbelungssystem glauben, denn sonst hätten sie das Wort "beleben" wohl nicht in Anführungszeichen gesetzt. Auf der Homepage der Bäckerei habe ich dann mehr Information gefunden: Die Verwirbelung des Wassers soll dafür sorgen, dass das Wasser wieder die Qualität des "reinen, lebendigen Quellwassers" annehmen soll. Nun gut, damit kann ich etwas anfangen. (weiter)

Geschrieben in Über den Tellerrand . Kommentare: (19). Trackbacks: (0). Permalink


Antibiotika - Besser als ihr Ruf

09. April 2010, 14:19

Wenn man im Kreis interessierter Laien, wie ich in der Medizin einer bin, auf Antibiotika zu sprechen kommt, dann ist die Reaktion fast immer negativ. Sie zerstören, so sagen vorsichtige Menschen, das Immunsystem, indem sie die nützlichen Bakterien der Darmflora gleich mit abtöten. Zudem sorgen sie durch natürliche Auslese für die Entstehung immer neuer resistenter Keime. Natürlich kamen diese Probleme der Antibiotika auch in den Kommentaren meines Artikels zur Homöopathie zur Sprache. Dort hat eine Kommentatorin Antibiothika sogar als "Unterdrücker" bezeichnet: Sie nähmen "dem Körper die Gelegenheit Abwehrstoffe zu produzieren". (weiter)

Geschrieben in Über den Tellerrand . Kommentare: (14). Trackbacks: (0). Permalink


Meine Heizung hat einen freien Willen?

30. März 2010, 07:03

Ein Heizkörperthermostat ist ein gutes Beispiel für ein deterministisches System, das Entscheidungen fällen kann und die Freiheit hat, diese Entscheidungen in die Tat umzusetzen. Er hat einen äußeren Anlass zu handeln, nämlich die Änderung der Temperatur. Er hat innere Zustände, die sein Handeln bestimmen, nämlich den Stellwert und die Hyterese. Und zu guter Letzt hat er durch das angeschlossene Ventil die Möglichkeit, warmes Wasser in den Radiator zu lassen, wenn es kühl wird, und das Wasser abzusperren, wenn die gewünschte Wärme erreicht ist.

Ich war einigermaßen überrascht, als ich im von mir sehr geschätzten Nachbarblog von Edgar Dahl lesen konnte, dass die letzt genannte Fähigkeit des Thermostats, seine eigene rationale Entscheidung in die Tat umzusetzen, eine ausreichende Begründung für einen freien Willen sein soll: Wir sind frei, denn alles ist vorherbestimmt. lautet dort die These vom Gastautor Andreas Müller. Ich kann dieser Argumentation nicht folgen. (weiter)

Geschrieben in Experimentelles . Kommentare: (79). Trackbacks: (0). Permalink


Der Zollstock

24. März 2010, 05:32

Der Zollstock mit 16tel Einteilung


Als Physiker, der einen guten Teil seiner Forschung in den Vereinigen Staaten durchführt, habe ich oft mit dem imperialen Maßeinheitensystem zu kämpfen. Wer es schon einmal geschafft hat, eine 6mm Schraube zwei Umdrehungen weit in ein 1/4 Zoll Gewinde zu schrauben, weiß wovon ich rede. Mit einer leichten Verwechslung - ein Viertel Zoll ist nur wenig größer als 6 Millimeter - kann man leicht ein Gewinde zerstören und bekommen die Schraube nur mit Mühe wieder heraus. (weiter)

Geschrieben in Experimentelles . Kommentare: (4). Trackbacks: (0). Permalink


szmtag