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Night of science - ein Erfahrungsbericht

20. Juni 2009, 13:17

Gestern war die Veranstaltung night of science auf dem Campus Riedberg in Frankfurt. Dank des kurzfristigen Tips einer Freundin hat es mich in Begleitung eines Nicht-Naturwissenschaftlers, den ich kurzerhand mitgezerrt habe, auch dahin verschlagen. Hier mein kurzer Erfahrungsbericht. (weiter)

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Transgene GFP-Affen

28. Mai 2009, 19:42

Eine Freundin hat mir einen Link zu einem SpOn-Artikel mit der Überschrift "Leucht-Äffchen gebären Leucht-Nachwuchs" geschickt, der heute veröffentlicht wurde.

Nichtsahnend öffne ich den Link, lese die ersten Sätze, in denen so Schlagworte wie "umstrittenen Experiment" oder "ethischem Grenzgebiet" sowie der Satz "Für manche sind die beiden putzigen Äffchen jedoch eine Vorstufe zum gentechnisch veränderten Menschen." auftauchen. Solche salbungsvollen Bemerkungen als Einstieg zu einem Zeitungsartikel kann ich generell nicht leiden und meine Laune sinkt beim Lesen merklich, doch dann ...  (weiter)

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Vortrag von Hans Rosling über HIV

18. Mai 2009, 11:18

Hans Rosling vom Karolinska Institute in Schweden spricht bei TED über die komplexen Zusammenhänge der Statistik der HIV-Infektionen weltweit seit 1983. Der Professor für Internationale Gesundheit warnt dabei vor diskriminierenden Verallgemeinerungen und zeigt, daß die gesellschaftlichen Hintergründe vielschichtiger als von vielen angenommen sind.



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Was hat American Pie mit Pankreaskarzinomen zu tun?

04. März 2009, 14:47

Manchmal scheinen die Nachrichten auf unerklärliche Weise zusammenzuhängen. Forscher vom Comprehensive Cancer Center an der University of Michigan haben ein Gen namens ATDC (Ataxia Telangiectasia Group D Complementing gene) identifiziert, das in 90% der Fälle von Pankreaskarzinomen um das Zwanzigfache überexprimiert ist. ATDC läßt nicht nur die Krebszellen schneller und aggressiver wachsen, sondern macht die Krebszellen zudem resistent gegen Chemotherapie und Bestrahlung.

Für diese Forschung wurden Mäusen Tumorzellen injiziert, welche ATDC exprimieren. Als Kontrollgruppe wurden anderen Mäusen Tumorzellen injiziert, in welchen die Expression von ATDC verhindert wurde. In der ATDC-exprimierenden Gruppe wuchsen in allen Proben Tumore, während in der ATDC-nichtexprimierenden Gruppe nur geringe Zeichen von Tumorwachstum nach 60 Tagen zu sehen war. Am meisten wird ATDC in den Zellen exprimiert, die auf der Schwelle der Entwicklung von Prä-Krebszellen zu malignen Krebszellen stehen. Mit dem ATDC stieg ebenfalls die Menge des Signalproteins Beta-catenin an.

Die Frage ist nun, was kann man tun, um das Pankreaskarzinomrisiko zu verringern? Zum Beispiel weniger als zwei Drinks am Tag trinken! Durch eine Studie (veröffentlicht in Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention, einem Journal der American Association for Cancer Research) wurde der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Pankreaskarzinom hergestellt, was bisher immer schwierig war. Diese Studie nahm die Ergebnisse von 14 Forschungsstudien, was eine Testgruppe von 319,716 Männer und 542,948 Frauen einschloss. Das sei laut Jeanine M. Genkinger eine der größten Studien überhaupt, welche den Zusammenhang zwischen diätischen Faktoren und Pankreaskrebsrisiko erforschen. Wenn 30 Gramm oder mehr Alkohol pro Tag konsumiert wurde (was in etwa zwei Drinks entspricht), steigt das Risiko eines Pankreaskarzinoms leicht an. Jetzt bleibt natürlich die Frage, wie "leicht" zu definieren ist. Dabei spielte übrigens die Art des Alkohols keine Rolle.

Und wenn wir gerade bei der Verkettung von Nachrichten sind, paßt auch folgende im Journal Alcohol und Alcoholism veröffentlichten Neuigkeit dazu, in der es heißt, daß Alkohol im Fernsehen die Menschen zum vermehrten Trinken verleitet. Klingt komisch, ist aber so. Besonders bemerkenswert finde ich den Aufbau dieser Studie. Die Forscher nahmen 80 männliche Studenten zwischen 18 und 29 Jahren und gruppierten sie in 4 Gruppen. 20 Männer schauten American Pie, in dem 18 mal Alkohol getrunken und 23 mal Alkohol gezeigt wird zusätzlich zu einer Werbeunterbrechung, die unter anderem Alkohol anbiederte. 20 Männer guckten American Pie ohne die Alkoholwerbung. 20 Männer guckten 40 Tage und 40 Nächte, in dem weniger oft Alkohol vorkommt inklusive Alkoholwerbung und 20 Männer guckten 40 Tage und 40 Nächte ohne Alkoholwerbung. Über die Zeitspanne einer Stunde tranken diejenigen, die American Pie mit Alkoholwerbung gesehen hatten, drei 200 ml-Flaschen Alkohol, während diejenigen, welche 40 Tage und 40 Nächte und keine Alkoholwerbung gesehen, durchschnittlich eineinhalb Flaschen Alkohol tranken.

Könnte dieses Ergebnis nicht auch durch die "Qualität" der Filme verursacht worden sein? Ich meine ... American Pie und 40 Tage und 40 Nächte? Hätte man da nicht tollere Filme nehmen können, um den Faktor "Frustsaufen" ausschließen zu können? 

Quellen: 

UMHS Newsroom: U-M researchers ID gene involved in pancreatic cancer

Georgetown University medical center: Two or More Drinks a Day May Increase Pancreatic Cancer Risk

alcohol and alcoholism: Alcohol Portrayal on Television Affects Actual Drinking Behaviour

 



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Von Chimären und von den Toten wieder auferstandenen Genen

20. Mai 2008, 23:43

Heute geht es in den Onlinezeitungen hoch her, was Gentechnik betrifft.

Während Joachim Müller-Jung bei F.A.Z.net über die aktuelle Entscheidung des britischen Unterhauses in Bezug auf die Erzeugung von menschlichen Embyronen mithilfe von tierischen Eizellen zur Gewinnung von Stammzellen schreibt (siehe Video) und dabei noch die abgesagte klinische Studie mit embyronalen Stammzellen bei Querschnittslähmungen in Amerika und das Inzestverbot in Deutschland reinbringt (welch ein Rundumschlag!), berichtet die sueddeutsche.de, daß es australischen Forschern gelungen ist, ein Gen des ausgestorbenen Tasmanischen Tigers in Mäusen überzusiedeln und zu reaktivieren*. 

Das sind doch mal Meldungen! Und das an einem einzigen Tag, frei nach dem Motto: "Wänn's kummt, kummt's knibbeldick!"

 

*: siehe hierzu auch Pask AJ, Behringer RR, Renfree MB (2008) Resurrection of DNA Function In Vivo from an Extinct Genome. PLoS One 3(5): e2240. doi:10.1371/journal.pone.0002240. doi:10.1371/journal.pone.0002240.g003 [link]

 

 

 



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Der Stammzellen-Stichtag wurde verlegt

27. April 2008, 16:23

Das Thema embryonale Stammzellenforschung ist nach wie vor ein heikles Thema, das sich nicht so leicht unter den Teppich kehren läßt. Auf der einen Seite stehen Wissenschaftler mit der Forderung nach einer Abschaffung des im Stammzellgesetz festgelegten Stichtages, auf der anderen Seite steht die Katholische Kirche mit der Forderung nach der Abschaffung der Embryonalen Stammzellenforschung. Hüh oder hott, schwarz oder weiß, ja oder nein - das ist immer wieder die Frage, welche an die Regierung gestellt wird.

Am 11.April fand der Bundestag (mal wieder) einen Weg durch die Mitte, indem sie den Stichtag der zur Forschung nutzbaren Stammzellen vom 1. Februar 2002 auf den 1. Mai 2007 verlegten. Nicht ja, nicht nein, sondern jein - so könnte man diesen Beschluß auf den Antrag von René Röspel (SPD) und Ilse Aigner (CSU) hin deuten. (weiter)

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Linda Buck und ein "Skandal"

16. März 2008, 13:39

2004 erhielt Linda Buck zusammen mit Richard Axel den Medizin-Nobelpreis für ihre Forschungsarbeit in den Neunzigern, in welcher die Wissenschaftler 1.000 Gene identifizierte, welche die Informationen für verschiedene Geruchsrezeptoren codieren.

Am 6. März dieses Jahres hat Linda Buck eine Publikation vom 8. November 2001 in Nature zurückgezogen, weil die Ergebnisse nicht reproduzierbar waren. Dies betrifft jedoch nicht die Forschungsergebnisse, für welche sie den Nobelpreis bekam. In der Publikation von 2001 meinte das Team um Buck, durch Experimente einzelne Riechzellen im olifaktorischen Cortex nachgewiesen zu haben.

So weit, so unschön.

Dennoch finde ich diesen Artikel vom 15.03.08 auf der Seite der FAZ.net etwas irreführend geschrieben und den indirekten Vergleich  mit den Machenschaften von Hwang Woo-suk, über die ich 2005 bereits kurz im alten bio crash berichtet hatte, weit hergeholt. ( Überschrift des FAZ.net-Artikels: Fälschungsskandal in Südkorea und Amerika; Einleitung" Drei Jahre nach dem Fälschungsskandal um den südkoreanischen Klonforscher Hwang Woo-suk ist nun ein neuer Betrugsfall in Südkorea aufgedeckt worden."  - mein erstes Fazit als Leser: alles dasselbe , alles Fälschungsskandale!).

Obwohl es in dem Großteil des Artikels eigentlich um Wissenschaftler in Südkorea geht, steht ein Bild von Linda Buck neben dem Artikel und zwar gut platziert unter der Überschrift Fälschungsskandale in Südkorea und Amerika. Tatsächlich widmen sich nur zwei Sätze am Schluß der Publikation von Linda Buck: "[...] Auch in den Vereinigten Staaten erregt derzeit eine umstrittene Veröffentlichung aus dem Jahre 2001 die Gemüter. Doch hätten die Autoren, darunter die Nobelpreisträgerin Linda Buck, ihre Arbeit in der Zeitschrift „Nature“ (Bd. 414, S. 173) bereits zurückgezogen, nachdem sie auf Widersprüche in den Daten gestoßen waren. [...]"

Mhm ... was soll der im Titel beschriebene Skandal in Amerika sein? Die Daten waren falsch, der Forschungsgruppe ist es aufgefallen, die Forschungsgruppe zieht ihre Publikation zurück - Ende des Liedes. Zumindest entspricht das nicht meiner Vorstellung eines Skandals. Aber vielleicht liege ich auch daneben. Kann ja sein ... ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

 



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Mein Lieblingsfilm

08. Dezember 2007, 22:56

Es gibt meiner Meinung nach kein vergleichbares Werk in der Lehre der Molekular- und Zellbiologie wie The Inner Life of the Cell, welches den Studenten des Harvard’s Department of Molecular and Cellular Biology zur Veranschaulichung dient. Zumindest kenne ich keins. (weiter)

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szmtag