24. Juli 2010, 16:41
Die Welt steht an der Schwelle einer vernichtenden Pandemie. Seit zehn Jahren ist der schon besiegt geglaubte Erreger zurück und breitet sich unaufhaltsam aus. Schon bald, fürchten Wissenschaftler, wird er eine globale Katastrophe auslösen, wenn es nicht gelingt, ihn aufzuhalten. Vergesst die Vogelgrippe. Der nächste Killer heißt Puccinia, und sein Opfer ist der Weizen.
Der Weizen, wissenschaftlich
Triticum, ist gemessen an der Anbaufläche das zweitwichtigste Getreide der Welt, aber seine tatsächliche Bedeutung ist noch größer. Weizen ist das ultimative Brotgetreide, Grundnahrungsmittel für Milliarden Menschen. Nun aber fürchten Wissenschaftler globale Ernteausfälle, mit potentiell dramatischen Folgen.
Ursache sind Rostpilze (Puccinia spp., siehe Bild, Quelle: FAO), die Blätter und Halme des Weizens befallen und je nach Pilz bis zu achtzig Prozent der Ernte vernichten können. Durch sorgfältige Züchtung war es Mitte des 20. Jahrhunderts gelungen, kommerzielle Weizensorten mit Clustern einer Handvoll verschiedener Gene auszurüsten, die in ihrer Gesamtheit eine Resistenz gegen die meisten wichtigen Rostpilze mit sich brachten. Nun ist der Weizenrost mit Macht zurückgekehrt.
(weiter)
Geschrieben in
Klima und Umwelt
.
Kommentare:
(5).
Trackbacks:
(0).
Permalink